Geschichte

 
Woher kommt der Begriff „Mass Customization“?

Dieser Ansatz geht auf Toffler zurück, wobei Davis 1987 den Begriff „Mass Customization“ geprägt hat. Der Begriff „Mass Customization“ setzt sich aus den beiden Begriffen „Mass Production“ und „Customization“ zusammen. Frei übersetzt also aus den Begriffen „Massenproduktion“ und „Einzelfertigung/Individualisierung“.

Erst mit B. Joseph Pine II und seinem Buch „Mass Customization – The Future in Business Competition“ ist 1993 der Durchbruch gelungen. In Deutschland hat dann Frank Piller 1998 mit seiner Veröffentlichung „Kundenindividuelle Massenproduktion“ dazu beigetragen, dass Mass Customization in Deutschland bekannt wurde. Die Entwicklung ist seither rasant (Auswahl

1971: Toffler „Future Shock“ > Aufzeigen der Möglichkeiten

1987: Davis „Future Perfect“ > Begriff „Mass Customization“

1993: Pine „Mass Customization“ > MIT-Studie

1998: Piller „Kundenindividuelle Massenproduktion“

Weltkonferenzen 2001, 2003, 2005, 2009…

Viele Unternehmen weltweit haben in den letzten Jahren gezeigt, wie Mass Customization erfolgreich umgesetzt werden kann. Interessant ist, dass sich die meisten Fallstudien Anfang der 90er Jahre auf die Herstellung von Sachgütern bezogen (1. Welle). Danach kam die 2. Welle mit E-Business und Mass Customization. In der Zwischenzeit erkennen immer mehr Unternehmen, dass Mass Customization eine neue Wettbewerbsstrategie ist, die Sachgüter, Dienstleistungen und neue Technologien kombiniert. In Deutschland entwickelte sich die Bekleidungsbranche zum Vorreiter, was unter den gegebenen Umständen kein Wunder ist:

Entlang der textilen Wertschöpfungskette werden Schätzungen zufolge 300 Mrd. US$ pro Jahr verschwendet. Aber auch in anderen Branchen werden Produkte und Dienstleistungen an den Kundenanforderungen vorbei entwickelt und -produziert.

50% der Bücher kommen in den USA in den Reißwolf (Europa: 40%)

Pro Jahr werden über 20 Mio. Autos zuviel gebaut

Trotz enormer Überkapazitäten erhält der Kunde nicht das, was er will (Varianten). Forderung: Jedem Kunden sein Produkt – und das zu „ganz normalen“ Preisen: Mass Customization (Kundenindividuelle Massenproduktion. Wie Sie gleich noch sehen werden, reichen diese beiden Faktoren allerdings noch nicht aus, um von Mass Customization zu sprechen (Vier Ebenen von Mass Customization).

 

CC BY 4.0 Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung 4.0 international.

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