Auf der 5. Weltkonferenz zu Mass Customization and Personalization in Helsinki

Die 5. Weltkonferenz zu Mass Customization and Personalization MCPC2009 fand vom 04.-08.10.2009 in Helsinki statt. Die eigentlichen Konferenztage waren der 05. und 06.10.2009. Am 04.10. und am 08.10. konnte man noch an verschiedenen Workshops teilnehmen. Am Montag (05.10.2009) begann die Konferenz mit Begrüßungen durch Matti Alahuhta (Aalto University Foundation und CEO von Kone), Jarmo Suominen (University of Art and Design, Helsinki), Mitchell Tseng und Frank Piller (Conference Program Co-Chairs). Die Eröffnungsrede hielt dann Joseph Pine mit dem Titel “The Future of Mass Customization”. Anschließend ging es in die Sessions, die jeweils verschiedene Aspekte von Mass Customization beleuchteten. Die von mir besuchten Vorträge erwiesen sich allesamt als sehr interessant und haben mich im Verständnis der jeweils vorgetragenen Perspektiven weitergebracht. Die Vorträge endeten um 18.30 Uhr und das Conference Dinner began am Montagabend um 20.00 Uhr in dem beeindruckenden Vanha Old Student House in Helsinkis Innenstadt. Da dieses Gebäude direkt gegenüber von unserem Hotel lag, war es nur ein kurzer Fußweg zu einem gelungenen Abend mit vielen guten Gesprächen. Es zeigt sich immer wieder, dass es bei Konferenzen wichtig ist, Gelegenheiten für den informellen Austausch zu haben, damit neue Netzwerke entstehen können. Am zweiten Konferenztag (06.10.2009) zeigten die Gründer von Zazzle, wie man Konferenzen nutzen kann. In ihrem Keynote-Vortrag erläuterten sie, dass der kurz zuvor geschlossene Kooperationsvertrag auf einen Kontakt von der letzten Weltkonferenz am MIT in Boston zurückzuführen ist. Meinen Vortrag “Multiple Competencies in Open Innovation Business Model” habe ich am Dienstagvormittag gehalten. Ich war überrascht, über die sehr positiven Reaktionen. Ich erhielt von vielen Teilnehmern Visitenkarten mit der Bitte, nach der Konferenz Kontakt aufzunhemen. So wie es aussieht, habe ich mit dem Thema einen Nerv getroffen – gut so… Am Nachmittag war ich verantwortlich für eine Session, in der es um Co-Creation ging. Insgesamt konnte ich viele Bekannte aus der MCP-Community wieder treffen und neue Kontakte knüpfen. Die vielen gewonnenen Erkenntnisse, werde ich in meine weiteren Arbeiten einfließen lassen.

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2 Gedanken zu „Auf der 5. Weltkonferenz zu Mass Customization and Personalization in Helsinki

  1. Uwe Zimmermann

    Hallo Herr Freund,

    schade, dass ich auf Ihre Blog erst nach der Konferenz in Helsinki gestoßen bin, sonst hätten wir uns dort kennenlernen können.
    Vielleicht waren Sie in meinem Vortrag über die Erfolgstory d|o|m (Session 3 am Montag 11:00 Uhr).
    Ich weiss nicht wie es Ihnen geht – ich fand die Konferenz etwas zu “Theorie-Lastig”. Das habe ich auch mit Frank Piller besprochen, welcher dies auch bestätigte. Wie ich Frank verstanden habe, wir man bei der nächsten Konferenz ein auge darauf richten, dass hier ein Gleichgewicht und vielleicht auch etwas mehr Theorie und Praxis “getrennt” wird.
    An dieser Stelle möchte ich Sie gern nach Ihrer Erfahrung fragen. Ist das Thema Mass Customization (MC) bei den etablierten Unternehmen wirklich schon angekommen oder befindet sich das Thema noch in der Phase des “early bird” so dass man die Unternehmen erst noch darauf aufmerksam machen muss? Viele der Beispiele, die wir gesehen oder über die gesprochen wurde waren Start-up´s oder Aktivitäten von Großkonzerne aus der Modebranche. Was ist mit dem “Mittelstand”?

    Mit den besten Grüßen

    Uwe Zimmermann

    Antworten
  2. Robert Freund

    Hallo Herr Zimmermann,

    freut mich sehr, dass Sie sich hier melden. Ihren Vortrag habe ich auf der MCPC2009 am Montag gesehen. Schade, dass wir uns dann später nicht noch einmal persönlich begegnet sind. Eine gesunde Mischung zwischen Forschungsergebnissen und praktischen Erfahrungen ist für eine Konferenz bestimmt gut. Dennoch würde ich mir wünschen, wenn die Konferenz nicht nur zum Schaulaufen für Unternehmen genutzt würde, sondern die Geschäftsmodelle aus Sicht von Mass Customization und/oder Open Innovation kritisch hinterfragt würden. Nicht alles, was man so in den letzten Jahren gesehen hat, trifft den Kern des Konferenzthemas und würde ich eher unter Marketingaktivität der Unternehmen verbuchen. Auch die Forschungsergebnisse haben sich nicht so dynamisch weiterentwickelt, wie ich es mir vorstelle. Die Reaktion auf meinen (forschungsorientierten) Vortrag hat mich in dieser Ansicht bestätigt. Als Teilnehmer/Speaker an allen bisherigen Weltkonferenzen würde ich mir daher auch in diesem Bereich eine Verbesserung wünschen.

    Berücksichtigt man die von Jo Pine wieder einmal erwähnte “8”, so bewegen sich die meisten Unternehmen gerade von der klassischen Massenproduktion hin zu KVP/KAIZEN/QM/LEAN – und das ist gut so, denn es ist ein nortwendiger Schritt hin zu Mass Customization. Diese Unternehmen sind aus meiner Sicht geeignet für Mass Customization und später auch für Open Innovation. Gerade im industriellen Mittelstand habe ich gemeinsam mit dem RKW in Hessen Workshops für KMU durchgeführt, um diese Zusammenhänge zu erläutern und Mißverständnisse zu klären. Auch ein entsprechendes, einfaches Faktenblatt soll den Unternehmen dabei helfen. Sie finden diese Hinweise in meinem Blog.

    Weiterhin viel Erfolg wünscht

    Robert Freund

    Antworten

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