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Frugale Innovationen: Plattform in Bayern

Wenn wir in den westlichen Industrienationen von Frugalen Innovationen sprechen, denken wir häufig an „preiswerte“ Problemlösungen minderer Qualität. Dass diese Denkweise falsch ist zeigen viele beeindruckende Beispiele auf (Siehe dazu diese Studie oder diesen Blogbeitrag). Wenn Qualität einer Innovation bedeutet, den Anforderungen zu entsprechen, müssen wir möglicherweise erkennen, dass unsere Innovationen häufig überkomplex und damit überteuert sind. Mit Hilfe neuer Technologien ist es heute möglich, auch für komplexe Probleme einfache und kostengünstige Lösungen zu entwickeln. Bei der Betrachtung von Frugalen Innovationen weltweit wird deutlich, dass wir auch in Deutschland davon lernen können. Es ist daher interessant zu sehen, dass die Plattform Frugale Innovationen von bayern innovativ sich gerade um diese Fragestellungen kümmern will. In dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK) gehen wir auch auf dieses Thema ein. Informationen finden Sie dazu auf unserer Lernplattform.

Interessante Studie zu Crowd Worker in Deutschland

Die Hans Böckler Stiftung hat 2016 die empirische Studie Crowd Worker in Deutschland (PDF) veröffentlicht. In dieser ging es um das Arbeitsumfeld auf externen Crowdsourcing-Plattformen. Besonders wichtig ist dabei, was unter Crowdsourcing und Crowd Work zu verstehen ist. Der Begriff Crowdsourcing geht ja bekanntlich auf Jeffe Howe aus dem Jahr 2006 zurück. Auf der Seite 15 ist folgende Definition zu finden:

Beim Crowdsourcing schlägt ein Crowdsourcer, der Unternehmung, Organisation, Gruppe oder Individuum sein kann, einer undefinierten Menge von potenziell Mitwirkenden (Crowdsourcees bzw. Crowd Worker) eine Aufgabe über einen offenen Aufruf vor. Diese Crowd Worker, die Individuen, formelle oder informelle Gruppen, Organisationen oder Unternehmen sein können, übernehmen die Bearbeitung der Aufgabe. Der folgende Interaktionsprozess erfolgt über IT-gestützte Crowdsourcing-Plattformen (nach Leimeister und Zogaj 2013).

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass deutsche Crowd Worker durchschnittlich auf zwei Plattformen tätig sind, und es sehr viele unterschiedliche Ausgestaltungen von Crowd Work gibt. Solche Zusammenhänge besprechen wir auch in dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK), der bis zum Sommer 2018 noch in Köln und Mannheim angeboten wird. Informationen dazu finden Sie auf unserer Lernplattform.

Potentiale von 10 Innovationsarten nutzen

Es ist interessant zu sehen, dass die meisten Unternehmen wohl nur wenige Innovationsarten nutzen:

Obwohl das Spektrum 10 Innovationsarten bietet, wenden 60% der Unternehmen nur bis zu 3 Innovationsarten an. Am häufigsten innovieren Unternehmen bei Netzwerken – also Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette -, Produkteigenschaften und Funktionalitäten sowie bei Prozessen (Deloitte 2017: Rennaissance der Innovation – Der Deloitte Innovation Survey, S.7).

Das Potential der anderen Innovationsarten wird kaum beachtet. Weiterhin können durch Kombinationen der verschiedenen Innovationsarten weitere Marktvorteile und auch Mehrwerte generiert werden. Solche Zusammenhänge besprechen wir in dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK). Informationen dazu finden Sie auf unserer Lernplattform.

Ist der Maschinenbau wirklich so innovativ?

Fast jede Branche in Deutschland stellt regelmäßig durch entsprechende Veröffentlichungen dar, wie innovativ sie ist. Beispielhaft möchte ich auf die Veröffentlichung VDMA (2016): Kennzahlen zu Forschung und Innovation im Maschinenbau (PDF) eingehen. Darin wird erläutert, dass sich die FuE-Aufwendungen erhöht haben, und die Innovationen und auch die Patentanmeldungen auf einem hohen Stand seien. Bei näherer Betrachtung ist diese positive Perspektive auf den innovativen Maschinenbau leider nicht zu halten:

  • Einerseits geht es bei der Betrachtung der Innovationen hauptsächlich um Produkt- und Prozessinnovationen. Da sich die Statistiken zu Innovationen hauptsächlich auf das Oslo Manual aus dem Jahr 2005 beziehen, ist das wenig verwunderlich. Nachteilig ist diese einseitige Perspektive allerdings wenn berücksichtigt wird, dass es gerade Geschäftsmodellinnovationen sind, die die Zukunft von Branchen/Unternehmen sichert – auf soziale Innovationen bin ich hier noch gar nicht eingegangen.
  • Weiterhin wird ist auch die hohe Patentanzahl kritisch zu sehen, da die Patentstruktur eher auf die klassischen Problemlösungsmechanismen der Industriegesellschaft hinweisen. Bei Digitalisierungspatenten besteht hingegen Nachholbedarf. Es ist nicht verwunderlich, dass wir in Deutschland eher auf inkrementelle statt disruptive Innovationen setzen, doch reichen mittel- und langfristig solche mentalen Modelle in Gesellschaft und Wirtschaft nicht mehr aus, die Zukunft zu meistern.

Auf diese Zusammenhänge gehen wir auch in den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK) ein, der bis zum Sommer 2018 noch in Mannheim und Köln angeboten wird. Informationen zu unseren Zertifikatslehrgängen finden Sie auf unserer Lernplattform.

RKW-Magazin (2017): Digitalisierung – und zwar jetzt!

Das RKW-Magazin 4/2017: Digitalisierung – und zwar jetzt! (PDF, Dezember 2017) beschreibt verschiedene Anwendungen von Digitalisierung und erläutert, was unter Digitalisierung zu verstehen ist (S. 8):

Wir fassen kurz zusammen, was das Wort Digitalisierung meint: „Auf der einen Seite beschreibt es die Überführung von Informationen von einer analogen beziehungsweise physischen Archivierung in eine digitale Speicherung. Auf der anderen Seite versteht man darunter auch den Prozess, der durch die Einführung digitaler Technologien und der darauf aufbauenden Anwendungssysteme eine Vielzahl von Veränderungen mit sich bringt.“

Interessant ist diese Ausgabe des RKW-Magazins auch wegen der Überschrift, denn es wird – mit einem Ausrufezeichen versehen – darauf hingewiesen, dass es so langsam Zeit wird mit der Digitalisierung in Deutschland. Die letzten vier Jahre gab es kaum Impulse von der Regierung, und es sind wohl auch von der zu erwartenden GroKo keine innovativen Impulse zur Digitalisierung zu erwarten. Das ist aus der Sicht der Parteien logisch, da man seine Wähler (meist ältere Personen) nicht erschrecken will – immerhin brummt doch alles … Doch um uns herum ist die Änderungsgeschwindigkeit höher und wir verpassen in vielen Bereichen  schon lange den Anschluss. Die jüngeren Generationen haben es heute schon schwer, sich gegen die gesellschaftliche Lehmschicht durchzusetzen. Da helfen auch keine Alibibeispiele und nette Aufrufe. In den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen gehen wir auch auf solche Themen ein. Informationen dazu finden Sie auf unserer Lernplattform.

BCG (2018): The most innovative companies 2018

Immer wieder veröffentlicht die Boston Consulting Group eine Übersicht zu den innovativsten Unternehmen weltweit: BCG (2018): The most innovative companies 2018 (PDF). Neben wenigen Veränderungen in der Rangliste gegenüber dem Vorjahr, wird deutlich, dass chinesische Unternehmen wie Alibaba (Platz 10) und Tencent immer stärker werden. Darüber hinaus ist es die Digitalisierung, die Innovationen treiben und dabei Strategien, Prozesse und Organisationen verändern. Die oben angesprochene Veröffentlichung kommt von einem Beratungsunternehmen und sollte auch so bewertet werden. Dennoch ist es offensichtlich, dass die Digitalisierung in ihren vielen Facetten, nicht nur für Unternehmen, sondern auch gesamtgesellschaftlich Veränderungen anstößt. Solche Themen besprechen wir auch in dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK), der im ersten Halbjahr 2018 noch in Köln und Mannheim angeboten wird. Informationen zu unseren IHK-Zertifikatslehrgängen finden Sie auf unserer Lernplattform.

Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2017

Der Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2017 (PDF, Kurzfassung) erläutert zunächst, was Kultur- und Kreativwirtschaft bedeutet (Seite 3):

„Unter Kultur- und Kreativwirtschaft werden diejenigen Kultur- und Kreativunternehmen erfasst, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen.“

Das wesentliche Kriterium ist somit der Begriff „erwerbswirtschaftlich“ – alle anderen Bereiche sind somit in dem Bericht nicht weiter berücksichtigt. Es zeigt sich weiterhin, dass in dem erwähnten Wirtschaftsbereich immerhin ca. 1 Millionen Menschen tätig sind. Im Vergleich zu anderen Sektoren, ist das eine enorme Anzahl. Weiterhin ist für mich interessant, wie die Innovationsperspektive in dem Monitoringbericht berücksichtigt wird, da die Erfassung von Innovationen gerade im Kultur- und Kreativbereich problematisch ist (S. 24):

In der internationalen Innovationsstatistik wird zum Zweck der Innovationsmessung die Methodik aus dem Oslo-Manual verwendet (OECD und Eurostat, 2005). Die Kultur- und Kreativwirtschaft wird allerdings in der Innovationsstatistik nicht vollständig erfasst; zudem werden nur Unternehmen mit zumindest fünf Beschäftigten betrachtet, sodass die allermeisten Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft nicht abgebildet werden.

Der Bezug auf das Oslo-Manual aus dem Jahr 2005 erscheint nicht mehr zeitgemäß und führt zu falschen – oder ungenauen – Beurteilungen der Innovationsleistungen verschiedener Sektoren. Immerhin werden ca. 15% der User Innovationen in den Statistiken nicht beachtet (Eric von Hippel). Solche Themen besprechen wir auch in dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK), der bis zum Sommer 2018 noch in Köln und Mannheim angeboten wird. Informationen zu unseren IHK-Zertifikatslehrgängen finden Sie auf unserer Lernplattform.

Innovation als Leitkultur

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Neben Innovation als Projekt oder Innovation als Prozess, kann Innovation auch als Leitkultur verstanden werden:

Hier stellt Innovation das Grundverständnis bzw. die Leitkultur eines Unternehmens dar, meist mit stark partizipativen und agilen Ansätzen und oft vorgelebt vom Top-Management bzw. Eigentümer. Dieser Ansatz birgt aber meist die Gefahr, dass diese Philosophie nicht ausreichend auf die zu beteiligenden Personen oder Abteilungen in Form von konkreten Zielen heruntergebrochen wird, im Unkonkreten verbleibt und damit schwer umsetzbar ist. Die Verbindung zwischen der (dann oft vernachlässigten) Strategiearbeit und dem operativen Bearbeiten von Innovationsvorhaben und -projekten gelingt selten, wie die Praxis zeigt. Diese Sichtweise kommt nur in unzulänglicher Form in den bestehenden Prozessmodellen zur Anwendung (Lercher, H. 2017: Big Picture. Das Grazer Innovationsmodell, S. 21).

Diese Ganzheitlichkeit (Systembetrachtung) macht die Arbeit von Innovationsmanagern anspruchsvoll und interessant. In dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK) gehen wir auf diese Facetten ein. Weitere Informationen zu IHK-Zertifikatslehrgängen finden Sie auf unserer Lernplattform.

Adern aus dem 3D-Drucker?

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In dem Fraunhofer-Magazin weiter.vorn 1/2016 (PDF) wird in dem Artikel Adern aus dem Drucker ( S. 32-33) beschrieben, wie künstliche verzweigte Blutgefäße aus neuartigen Materialien mit Hilfe von 3D-Druckverfahren hergestellt werden:

Herkömmliche künstliche Hautmodelle bestehen meist aus den beiden obersten Schichten der Haut. Ein internationales Forscherteam entwickelte ein dreilagiges Vollhautmodell aus Unterhautfett, Dermis und Epidermis. Ein Schlüssel zum Erfolg: Den Experten gelang es mit einem 3D-Druckverfahren, künstliche verzweigte Blutgefäße aus neuartigen Materialien herzustellen.

Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie schnell die neuen Möglichkeiten von 3D-Druck bzw. Additive Manufacturing angewendet werden. Neben der Verbesserung von aktuellen Verfahren werden 3D-Druck und Additive Manufacturing auch Geschäftsmodelle in allen Branchen verändern. Solche Zusammenhänge besprechen wir auch in dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK). Informationen dazu finden Sie auf unserer Lernplattform.

Förderung einer Kultur des Wandels und der Innovation

nmc-2015Jede Veränderung stößt erst einmal auf Skepsis, da das Neue oftmals ganz anders ist, als das, was man über Jahre oder Jahrzehnete kennengelernt hat. Diese Skepsis ist nicht per se schlecht, sondern regt oft auch wichtige Diskussionen über das Neue an. Diese gesunde Skepsis ist allerdings ein „Hemmschuh“, wenn sie nur auf dem Alten beharrt, und sich dem Neuen nicht öffnet. Es ist daher wichtig, eine „Kultur des Beharrens und Bewahrens“, in eine „Kultur des Wandels und der Innovation“ zu überführen. Dem Bildungswesen kommt hier eine entscheidende Bedeutung zu, die immer noch zu wenig beachtet wird. Der Beitrag „Förderung einer Kultur des Wandels und der Innovation“ (NMC Horizon 2015:8) (PDF) beschreibt diesen Zusammenhang wie folgt:

Zahlreiche Vordenker sind seit Langem der Meinung, dass Universitäten eine große Rolle für das Wirtschaftswachstum spielen können. Forschungsuniversitäten werden generell als Inkubatoren für neue Ideen und Innovationenbetrachtet, die sich direkt auf ihre lokale Umgebung und sogar auf die globale Landschaft auswirken. Um Innovationen zu fördern und sich an ökonomische Anforderungen anzupassen, müssen Hochschulen flexibel strukturiert sein, Kreativität und unternehmerisches Denken anregen. Bildungsexperten meinen, dass sowohl das Hochschulmanagement als auch die Curricula von agilen Startup-Modellen profitieren können. Lehrende arbeiten daran, auf Basis solcher Modelle neue Ansätze und Studieninhalte zu entwickeln, die Top-Down-Veränderungsprozesse stimulieren und auf
diverse institutionelle Settings anwendbar sind. In der Geschäftswelt nutzt die Lean-Startup-Bewegung Technologie als Katalysator, um eine Innovationskultur breit angelegt und kosteneffizent voranzutreiben. Dabei sind überzeugende Modelle entstanden, die auch für
Hochschulleitungen von Interesse sein können.“

Auf diese Zusammenhänge gehen wir auch in den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen Innovationsmanager (IHK) und Wissensmanager (IHK) ein. Informationen dazu finden Sie auf unserer Lernplattform.