Projektmanagement: Empfehlungen für die Meilensteintrendanalyse (MTA)

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Im plangetriebenen (klassischen) Projektmanagement gehören Meilensteine zur Ablauf- und Terminplanung. Dabei sind Meilensteine besondere Ereignisse, zu denen definierte Ergebnisse vorliegen sollen. Im Controlling (Projektstatus) wird in Meilensteinplänen erfasst, ob die geplanten Meilensteine erreicht wurde, oder eben nicht. Dieser eher vergangenheitsorientierte Blick wird ergänzt durch einen Blick in die terminliche Zukunft des Projekts. Die Meilensteintrendanalyse (MTA) geht somit folgender Frage nach: Werden wir die noch anstehenden Meilensteine erreichen. Dabei ist es hilfreich, sich klar zu machen, dass die zu betrachtende (zukünftige) Zeitspanne nicht zu groß ist, da sich das Umfeld von Projekten heute sehr schnell ändern kann (VUCA).

“Die MTA kann grundsätzlich in allen Projekten eingesetzt werden. Es gibt aber auch Grenzbereiche von Projekten, in denen sie nicht angewandt werden sollte. Sie wird vor allem empfohlen für kleine Projekte, d. h. solche mit Laufzeiten von wenigen Monaten, bis hin zu Projekten von 2–3 Jahren Dauer. Bei längerdauernden Projekten ist der Nutzen der MTA fraglich. Die Schätzungen, die zu weit vorausliegenden Meilensteinen getroffen werden, können hier nur mit entsprechend großer Unsicherheit gemacht werden und haben somit wenig Aussagekraft. In solchen Fällen sollte zumindest ein Teilprojekt von bis zu 2 Jahren für die Anfangsperiode definiert werden, für welches die MTA mit gutem Erfolg angewandt werden kann” (Albert, I.; Högsdal, B. (1996): Meilensteintrendanalyse).

In dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Projektmanager/in (IHK) gehen wir auf diese Zusammenhänge ein. Informationen zu unseren Lehrgängen und zu Terminen finden Sie auf unserer Lernplattform.

Projektmanager/in (IHK) und Projektmanager/in AGIL (IHK): Aktuell finden 5 Lehrgänge in Köln (2x), Düsseldorf, Mannheim und Siegen statt

Aktuell finden insgesamt fünf Blended Learning Lehrgänge an verschiedenen Standorten statt:

Projektmanager/in Agil (IHK) – Blended Learning Lehrgang (Flyer, IHK-Website) 09.01.-13.02.2023, IHK Köln, Ansprechpartner: Herr Schmitz, Telefon: 0221/1640-6700, E-Mail: rene.schmitz@koeln.ihk.de

Projektmanager/in (IHK) – Blended Learning Lehrgang (Flyer, IHK-Website) 10.01.-14.02.2023, IHK Düsseldorf, Ansprechpartnerin: Frau Wanke, Telefon: 0211/17243-35, E-Mail: wanke@duesseldorf.ihk.de

Projektmanager/in (IHK) – Blended Learning Lehrgang (Flyer, IHK-Website) 11.01.-14.02.2023, IHK Rhein-Neckar, Mannheim, Ansprechpartnerin: Frau Maibach, Telefon: 0621 1709-852, E-Mail: lisa.maibach@rhein-neckar.ihk24.de

Projektmanager/in (IHK) – Blended Learning Lehrgang (FlyerBBZ-Website) 12.01.-16.02.2023, bbz Siegen, Ansprechpartnerin: Frau Plicht, Telefon: Telefon 0271 89057-24, E-Mail: plicht@bbz-siegen.de

Projektmanager/in (IHK) – Blended Learning Lehrgang (Flyer, IHK-Website) 18.01.-22.02.2023, IHK Köln, Ansprechpartner: Herr Leuchter, Telefon: 0221/1640-6730, E-Mail: bernd.leuchter@koeln.ihk.de

Informationen zu den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen und zu weiteren Terminen und Standorten finden Sie auf unserer Lernplattform.

Wie viele Elemente sollten in einem Projektstrukturplan maximal gezeigt werden?

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Im plangetriebenen (klassischen) Projektmanagement kommt dem Projektstrukturplan eine besondere Bedeutung zu. In der DIN ist die Erarbeitung des Projektstrukturplans ein Minimum-, oder auch Mussprozess (von insgesamt 14 Mussprozessen). Die Darstellung des Projektstrukturplans kann objektorientiert, funktionsorientiert, ablauforientiert oder gemischtorientiert erfolgen. Die Auswahl des geeigneten Projektstrukturplans hängt von der weiteren Verwendung und der Zielgruppe ab. Vertikale und horizontale Regeln helfen, die Projektstruktur aufzubauen. Ein wichtiges Element sind dabei Arbeitspakete, die oftmals mit Teil-Projekten verwechselt werden. Es kommt immer wieder einmal die Frage auf, wie viele Ebenen ein Projektstrukturplan haben sollte. Dazu habe ich folgenden praktischen Hinweis gefunden. Bei dem verwendeten Begriff “Plan” handelt es sich um den Projektstrukturplan.

“Die Praxis zeigt, dass der Plan nicht mehr als 6 Strukturebenen (vertikale Struktur) und nicht mehr als 7 Strukturelemente je Verfeinerungsstufe (horizontale Struktur) enthalten sollte, um übersichtlich und verständlich zu bleiben. Insgesamt sollten aber nicht mehr als 70 Elemente in einem Plan gezeigt werden. Gegebenenfalls müssen Teilpläne zur Verfeinerung einzelner Strukturelemente vorgesehen werden. Dem Layout, d.h. der Anordnung der Strukturelemente auf dem Plan, sollte entsprechende Sorgfalt gewidmet werden” (Platz, J. (o.J.): Projekt- und Projektstrukturpläne als Basis der Projektplanung).

In dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Projektmanager/in (IHK) gehen wir auf diese Zusammenhänge ein. Informationen zu unseren Lehrgängen und zu Terminen finden Sie auf unserer Lernplattform.

KANBAN: Stop Starting, Start Finishing

Einfaches KANBAN Board

Bei Agilität, oder auch bei der Entwicklung hin zu einer Agilen Organisation, geht es oft um das Mindset, aber auch um konkrete Praktiken. Dabei wird häufig auf SCRUM mit seinem Framework gesetzt, das in dem Scrum Guide 2020 beschrieben ist. Was meines Erachtens zu wenig thematisiert wird, ist ein alternativer Weg zu Agilität mit KANBAN. KANBAN ist weniger präskriptiv (vorschreibend) und geht im Vergleich zu Scrum eher evolutionär vor. KANBAN geht dabei von der aktuellen Situation aus und versucht, Anforderung und Leistungsfähigkeit auf allen Ebenen (individuelle Ebene, Teamebene und organisationale Ebene) in Einklang zu bringen. Im Vergleich zu Scrum, das sehr stark produktorientiert ist, ist KANBAN eher flussorientiert.

Die Transparenz des Flusses des Wertstroms wird am KANBAN Board visualisiert. Ein Mantra dabei ist, dass ein Ticket nur dann in den Arbeitsbereich des KANBAN Boards gezogen wird (Pull System), dass dann auch fertiggestellt wird. Stop Starting, Start Finishing ist hier wichtig, damit nicht etwas angearbeitet wird, und dann unnötigerweise liegen bleibt. Solche liegengebliebenen Aufgaben haben ja schon Kosten verursacht, werden dann allerdings nicht zu einem Abschluss gebracht, was die Wirtschaftlichkeit des Prozesses verschlechtert. Die einzelnen Prozessschritte werden weiterhin begrenzt (WiP: Work in Progress), denn wer kann schon unendlich viele Aufgaben parallel bearbeiten? das waren jetzt nur einige Anmerkungen zu KANBAN, die anregen sollen, sich auch mit diesem Alternativen Weg zu mehr Agilität zu befassen. Siehe dazu auch OpenProject 12.3 jetzt mit Task Boards in der Community Edition.

In den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen zeigen wir, wie Sie KANBAN in ihren Projekten nutzen können. Informationen zu den Lehrgängen und zu Terminen finden Sie auf unserer Lernplattform.

Projektmanager/in – Blended Learning – startet am 12.01.2023 in Siegen

Nächsten Donnerstag, den 12.01.2023 startet der von uns entwickelte Blended Learning Lehrgang Projektmanager/in (IHK) am BBZ Siegen. Jahr für Jahr entwickelt sich auch in Siegen die Nachfrage nach Projektmanagement – kein Wunder, wenn man die Veränderungen im Umfeld betrachtet. Immer mehr Organisationen benötigen Mitarbeiter mit den entsprechenden Kompetenzen.

Informationen zu unseren Blended Learning Lehrgängen, und zu aktuellen Terminen (auch an anderen Standorten), finden Sie auf unserer Lernplattform.

Projektmanager/in (IHK) – Blended Learning – startet am 10.01.2023 in Düsseldorf

Am kommenden Dienstag, den 10.01.2023 startet der von uns entwickelte Blended Learning Lehrgang Projektmanager/in (IHK) in Düsseldorf. In 2022 haben wir insgesamt sechs Lehrgänge in Düsseldorf durchgeführt und es sieht so aus, als ob dieser Lehrgang mit dem Format (Blended Learning) auch in diesem Jahr gut angenommen wird. Wir sind gespannt auf die Teilnehmer, die wieder aus den unterschiedlichsten Branchen kommen.

Informationen zu unseren Blended Learning Lehrgängen, und zu aktuellen Terminen (auch an anderen Standorten), finden Sie auf unserer Lernplattform.

Projektmanager/in (IHK) und Projektmanager/in AGIL (IHK) starten in Köln

Die von uns entwickelten Blended Learning Lehrgänge sind auch gleich zu Beginn des Jahres 2023 nachgefragt. In Köln startet am Montag, den 09.01.2023 der Projektmanager/in AGIL (IHK), der von Thomas Maikath durchgeführt wird. Am 18.01.2023 startet der Projektmanager/in (IHK), der von Andreas Wirtz durchgeführt wird.

Informationen zu unseren Blended Learning Lehrgängen, und zu aktuellen Terminen (auch an anderen Standorten), finden Sie auf unserer Lernplattform.

Braucht ´New Work´ auch ein ´New Learning`?

Durch das veränderte Umfeld entstehen – wie selbstverständlich – auch neue Formen der Arbeit, und auch bestehende Arbeitsformen müssen sich weiterentwickeln. Dabei kommt dem Lernen eine Schlüsselrolle zu, die allerdings oftmals recht plakativ dargestellt wird. Bernd Gössling hat die Zusammenhänge sehr gut aufgearbeitet – und das basierend auf Quellen, und nicht auf den Marketingzielen von Beratern. Hier zunächst einige von ihm gesammelte Statements, die man so, oder so ähnlich, an vielen Stellen finden kann

„New Work braucht New Learning!“ (Foelsing/Schmitz 2021:I)
• „Agiles, kooperatives und vernetztes Arbeiten braucht agiles, kooperatives und vernetztes Lernen“ (Hagener Manifest 2020, S. 3)
• „[M]obiles Lernen“ gehört zu einer modernen Lernkultur, wie die Charta für Lernen und Arbeiten in der Industrie 4.0 betont (BMWi 2020, S. 5)
• „Agiles Lernen leitet sich vom agilen Arbeiten ab“ (Schmitz/Graf 2020, S. 79).
Quelle: Gössling, B. (2022): Neue Arbeit = Neue Bildung?!, in: Schlögl et al. (Hrsg.) (2022): Wie wollen wir arbeiten? Berufliches Lernen zwischen Tradition und Transformation, S. 15-28).

Lernen wird getrieben von den Begriffen wie agil, digital, vernetzt usw., dabei sollte Lernen in vielfältiger Weise, und nicht nur technologiegetrieben ermöglicht werden. Es ist schade, dass die Diskussion in den Unternehmen von Personen dominiert wird, die Buzzwords nutzen, um ihre Interessen durchzusetzen. Es wäre gut, wenn Führungskräfte etwas von Lernen verstehen würden. Dabei geht es um das Lernen auf der individuellen Ebene, der Teamebene, der organisationalen Ebene und der Netzwerkeben. Doch welche Führungskraft hat sich schon einmal mit “Lernen” beschäftigt, oder kann eine entsprechende Kompetenzentwicklung vorweisen? Darüber hinaus gibt es in Unternehmen ein Kontinuum von Arbeitsformen (Siehe Arbeit 1.0 bis 4.0), die alle Anforderungen an das Lernen stellen. Der an den jeweiligen Kontext (berufliche Domäne) und an die Person(en) angepasste Mix an Ermöglichungsräumen für einfaches, kompliziertes, und komplexes Problemlösen ist gefragter denn je. Dabei möchte ich an dieser Stelle nicht auf die Überschneidungen der Begriffe Lernen, Bildung und Kompetenzentwicklung eingehen.

“Vieles, was als ´neue Arbeit´ bezeichnet wird, ist nicht neu, auch wenn es einen Trend hin zu mehr Selbstverantwortung gibt.” (…) Es zeigt sich, dass es eben nicht nur die eine ´richtige´ Art neuer Bildung gibt, wie die teilweise überzogenen Erwartungen an agiles, digitales, neues Lernen usw. suggerieren” (ebd. S. 26).

In den von uns entwickelten Blended Learning Angeboten, versuchen wir, diese angemessene Art des Lernens zu integrieren. Informationen zu unseren Weiterbildungsangeboten, und zu aktuellen Terminen, finden Sie auf unserer Lernplattform.

Nutzen Sie die Moodle App für unsere Weiterbildungsangebote

Da wir ein responsives Webdesign verwenden, passt sich das Weblayout Ihren genutzten technischen Geräten an. Darüber hinaus können Sie als Teilnehmer mit der Moodle App auch direkt bequem auf die Inhalte unserer Lehrgänge zugreifen. Das Bild zeigt die Anmeldeseite in der Moodle App, wenn Sie die Seite unserer Lernplattform hinterlegt haben. Die Zugangsdaten erhalten Sie spätestens am ersten Lehrgangstag – meistens aber auch schon vorab.

Informationen zu unseren Weiterbildungsangeboten, und zu aktuellen Terminen, finden Sie auf unserer Lernplattform.

Ist Weiterbildung ein Investment?

In der aktuellen Bitkom-Studie (2022): Weiterbildung im Kontext aktueller Herausforderungen und Trends wird herausgestellt, dass “Weiterbildung auch in Krisenzeiten ein wichtiges Investment” sei. Die Studie kann auf der Seite angefordert werden. Bevor ich auf den Begriff “Investment” noch einmal eingehe, möchte ich die in der Studie zusammenfassten Erkenntnisse widergeben (ebd.):

Fachkräftemangel ist die größte Herausforderung für Unternehmen.

Berufstätigen ist Weiterbildung essenziell wichtig.

Weiterbildungsbudgets sind krisenfest.

Individualisierte Weiterbildungsformate gewinnen an Bedeutung.

Beurteilung des Lernerfolgs.

Die Erkenntnisse sind jetzt nicht wirklich überraschend, da es in einem sich stark verändernden Umfeld (VUCA) wichtig ist, sich neues Wissen und Kompetenzen anzueignen. Das geschieht über Lernen, auf der individuellen Ebene, der Teamebene, der organisationalen Ebene und der Netzwerkebene. Die Frage ist hier nur, wie wird gelernt, bzw. wie wird das Lernen ermöglicht? In dem vom Fraunhofer Institut vorgeschlagenen Würfel zur Transformation in Unternehmen wird deutlich, dass die Dimensionen Mensch, Organisation und Technik angemessen berücksichtigt werden müssen.

Ob die darin enthaltene berufliche Weiterbildung ein Investment darstellt, möchte ich allerdings infrage stellen. Investment steht laut Wikipedia für Investition oder Kapitalanlage. Dies bedeutet, dass Finanzmittel in Anlagevermögen überführt wird. Ist das bei einer Weiterbildung der Fall? Ich bin kein Experte für diese Finanz-Themen, doch wird m.E. Weiterbildung in der (industriellen) Bilanzierung als Kosten verbucht. In einer Wissensbilanz (Made in Germany) sieht das schon anders aus …

Informationen zu unseren Weiterbildungsangeboten, und zu aktuellen Terminen, finden Sie auf unserer Lernplattform.