Was versteht man unter Selbstorganisationsdisposition?

In dem Weblog Kompetenzmanagement finden sich viele Beiträge die darauf verweisen, dass Kompetenz heute als Selbstorganisationsdisposition verstanden wird. Dabei stellt sich natürlich die Frage, was Selbstorganisationsdisposition genau bedeutet. Die Arbeitsgemeinschaft Betriebliche Weiterbildungsforschung e. V./ Projekt Qualifikations-Entwicklungs-Management (2006:13) hat darauf eine Antwort parat: Als Selbstorganisationsdispositionen verweisen Kompetenzen darauf, dass der Mensch der Welt handelnd gegenübersteht, nicht durch …

Was hat Open Innovation mit Selbstorganisationsdisposition zu tun?

Reichwald/Piller (2006:44) nennen Prinzipien der Interaktiven Wertschöpfung. Unter anderm unter Punkt 6: Interaktive Wertschöpfung bildet eine neue Form der Arbeitsteilung auf Basis von Granularität (Mikro-Spezialisierung), Selbstselektion und -koordination Punkt 9: Interaktive Wertschöpfung verlangt Kompetenzen sowohl auf Seiten der Kunden als auch der Anbieter Darüber hinaus heben die Autoren auf Seite 58 hervor, dass sich Unternehmen und Kunden in …

Die Selbstorganisation des Universums

In vielen Bereichen der Arbeitswelt wird schon länger deutlich, dass die Antwort auf die veränderte, immer stärker vernetzte Umwelt mit ihrer daraus entstehenden Komplexität, mehr Selbstorganisation ist. In allen Organisationen ist dieser Trend zu erkennen. Projektarbeit beispielsweise ist an sich schon eine Art der Selbstorganisation und Agiles Projektmanagement verstärkt diesen Ansatz noch einmal. Doch es …

Sprechen wir über Inkompetenz und Sympathie

Über Kompetenz, und dem Umgang mit Kompetenz (Kompetenzmanagement), gibt es in unserem Blog eine separate Kategorie, in der aktuell 762 Beiträge zu finden sind. Da es allerdings nicht nur kompetente Kolleginnen und Kollegen in Organisationen gibt, sondern auch viel Inkompetenz gibt, sollten wir natürlich auch darüber sprechen. Hinzu kommt allerdings auch noch eine andere Frage: …

Von der Wissensgesellschaft über die Kompetenzgesellschaft zur Wertegesellschaft?

Von der eher landwirtschaftlich geprägten Gesellschaft, über die Industriegesellschaft und einer in den 1960er Jahren propagierten Wissensgesellschaft sind wir nach Erpenbeck/Heyse (2019) in einer Kompetenzgesellschaft gelandet. Siehe dazu auch Der Strukturbruch zwischen einfacher und reflexiver Modernisierung. Kompetenzen als Selbstorganisationsdispositionen enthalten nach Erpenbeck (2012) „konstitutiv interiorisierte Regeln, Werte und Normen als Kompetenzkerne“. Wenn Werte gleichzeitig als …

Generative Künstliche Intelligenz und generative Kompetenzentwicklung

Klassische Kompetenzentwicklung versteht Kompetenz nach Erpenbeck und Heyse als Selbstorganisationsdisposition, die entwickelt werden kann und sollte. Mit dem Aufkommen von Künstlicher Intelligenz kommt auch immer stärker der Ruf nach einer entsprechenden Kompetenz auf – einer Digitalen Kompetenz oder auch KI-Kompetenz. Dabei sollte unter Künstlicher Intelligenz und Generativer Künstlicher Intelligenz unterschieden werden. „Der Begriff generativ bedeutet bei künstlicher Intelligenz …

Anmerkungen zum RKW-Leitfaden (2025): Teamradar

Die moderne Arbeitswelt macht es erforderlich, immer komplexere Aufgabenstellungen zusammen mit anderen zu bearbeiten, und möglichst zu lösen. Das RKW (Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V) bringt immer wieder Unterlagen heraus, die gerade für Kleine Mittlere Unternehmen (KMU) gut nutzbar sind. Diesmal geht es um die Veröffentlichung RKW (2025): Teamradar. Survival Guide für smarte …

Verbesserungen: Die drei Arten der Selbstreflexion

Wenn es um Verbesserungen geht denken wir oft daran, nach einer Tätigkeit zu reflektieren (Retrospective). um für die kommenden Schritte zu lernen. Die Retrospective ist sogar Bestandteil des Scrum-Frameworks. Darüber hinaus gibt es allerdings auch noch die Prospective, bei der im Vorfeld eines Prozesses, darüber nachgedacht wird, was auf mich zukommen kann. Zwischen den beiden …

Arbeitsgruppe Dach30 zu Shu Ha Ri und Agilität

Agilität war in den letzten mehr als 20 Jahren (Agiles Manifest 2001) ein Schwerpunkt für kollaboratives Arbeiten in komplexen Problemlösungssituationen – beispielsweise in innovativen Projekten. In der Zwischenzeit wird Agilität durch die Entwicklungen bei der Künstlichen Intelligenz etwas in der Wahrnehmung zurückgedrängt. Dennoch möchte ich hier einen Ansatz zu Agilität vorstellen, den ich in einer …

Spannungsfelder des Kompetenzmanagements

Die etwas ältere Abbildung zeigt gut auf, welche Spannungsfelder bei einem modernen Kompetenzmanagement zu beachten sind: Kompetenzträger: Hier geht es um die Ebenen Individuum, Gruppe und Organisation. Hinzufügen würde ich noch die Ebene Netzwerk. Kompetenzart: Gemeint sind hier die Fachkompetenz, die Methodenkompetenz und die Sozial-/Persönlichkeitskompetenz . Wie Sie als Leser unseres Blogs wissen, gehe ich …