Big Data einmal anders

big-data-2015Wir alle kennen die Hinweise auf Big Data, der großen – und immer größer werdenden – Datenmenge im Internet. Die Diskussion wird dabei von der IT-Sicht beherrscht: Es geht darum, die Daten auszuwerten – also Data Mining, Data Warehousing oder sogar Business Intelligence – zu betreiben. Es geht darum, das Geschäftsmodell einer Organisation datengetrieben auszulegen. Zusätzlich gibt es allerdings auch die gesellschaftliche Seite von Big Data. Diesem Blickwinkel wird im Verhältnis zur IT- und Business-Perspektive doch relativ wenig Raum gegeben. Es ist daher sehr erfreulich, dass sich die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in ihrem Newsletter „Aus Politik und Zeitgeschehen“ (APuZ aktuell) vom 09.03.2015 (65. Jahrgang, 11-12/2015) mit Big Data befasst. Die Beiträge sind unter bpb (Hrsg.) (2015): Big Data frei verfügbar.:

Evgeny Morozov „Ich habe doch nichts zu verbergen“
Christian Stöcker „Politikfeld Big Data“
Viktor Mayer-Schönberger „Zur Beschleunigung menschlicher Erkenntnis“
Rolf Kreibich „Von Big zu Smart – zu Sustainable?“
Peter Langkafel „Dr. Algorithmus? Big Data in der Medizin“
Yvonne Hofstetter „Big Data und die Macht des Marktes“

In dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Wissensmanager/in (IHK) gehen wir selbstverständlich auch auf dieses Thema ein. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Moodle-Lernplattform.

Von Business Intelligence zu intelligentem Business

In dem Blogbeitrag von Marc McDonald (2010): Without the Business in Business Intelligence, BI is Dead! bezieht sich der Autor auf die 2010 Gartner Excecutive Program CIO Survey, in der Business Intelligence 2009 auf Platz 5 abgerutscht ist. McDonald weist darauf hin, dass die reine Technologie-Fokussierung nicht mehr ausreicht. Dem kann ich nur zustimmen. Es wird Zeit, Business Intelligence zu einem intelligenten Business weiter zu entwicklen. Wie schon in anderen Beiträgen von mir erläutert, habe ich manchmal das Gefühl, dass wir von intelligenten Produkten/Technologien usw. sprechen, allerdings dumme Menschen/Kunden unterstellen. Ziehen wir den Rahmen etwas weiter und Fragen uns, was intelligentes Business ausmacht. Dazu gehören natürlich intelligente Menschen/Kunden, intelligente Organisationen usw. Nur die entscheidende Frage ist: Was wird in diesem Business unter Intelligenz verstanden? Ist es der Klassiker, der Intelligenz-Quotient, oder sind etwas Intelligenzkonstrukte, die den Intelligenzbegriff erweitern: Multiple Intelligenzen?  Die Beantwortung der Frage entscheidet, wie intelligentes Business ausgefüllt und umgesetzt werden sollte. Siehe dazu auch: Was macht eine intelligente Organisation aus?