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FAZ-Artikel: Deutschlands Innovationsangst

high-tech-2014In dem FAZ-Artikel Deutschlands Innovationsangst. Wir Neobiedermeier vom 06.09.2014 beschreibt der Autor schonungslos anhand der Innovationsstatistiken und Hightech-Strategien des Bundes, wie es um die deutsche Innovationskultur bestellt ist. In der Scheinwelt einer scheinbar innovativen Gesellschaft wird bisher nicht deutlich genug herausgestellt, dass Deutschland in vielen innovativen Bereichen auf dem absteigenden Ast ist. Nicht im europäischen, sondern im weltweiten Vergleich müssen wir uns messen lassen. Der FAZ-Artikel hat dafür einige schöne Formulierungen parat:

Die Lust am Fortschritt, die Freude am Morgen, die Sehnsucht nach einer anderen, besseren Welt – davon ist in diesem Land nichts zu spüren. Deutschland ist ein Oberjammergau der Bedenkenhaftigkeit. Eine Abrechnung.

Kritik am FAZ-Artikel zu Mass Customization

Der Artikel Mass Customization: Massenware nach Maß (FAZ vom 24.09.2012) wird wie folgt eingeleitet: “Personalisierte Produkte sind im Trend. Immer mehr junge Kunden stellen ihr Lebensmittel oder Geschenke online selbst zusammen, was den Preis und die Kaufbereitschaft steigen lässt”. Es ist grundsätzlich gut, wenn die Tagespresse über Mass Customization berichtet, doch habe ich hier einige Einwände. Mass Customization und Personalization sollten deutlicher unterschieden werden. Darüber hinaus ist es das Ziel von Mass Customization, dass der Preis für das Produkt oder die Dienstleistung nicht wesentlich teurer als ein Standdardprodukt (eine Standarddienstleistung) ist. Siehe dazu Vier Ebenen.

FAZ-Dossier: Deutsche Blogger

Das Dossier Deutsche Blogger (Marcus Jauer, FAZ vom 14.04.2010) befasst sich mit einigen wenigen bekannten deutschsprachigen Blogs. Es werden Geschichten von den Anfängen der Bloggerszene beschrieben, die aktuelle Situation von einigen Bloggern skizziert und am Ende darauf verwiesen, dass voraussichtlich doch alles in sozialen Netzwerken (Facebook etc.) enden wird. Dort geht es, so liest man, “nicht um Bekanntheit, es geht um Bekanntschaft”. So, so. Wollen die deutschen Blogger wirklich alle bekannt werden, oder geht es ihnen darum, Gedanken und Perspektiven bekannt zu machen? In der Printversion der FAZ vom 14.04.2010 erstreckt sich der Artikel über mehrere Seiten – beachtlich. Schade, dass man den Platz nicht besser genutzt hat…

Immer wieder Unternehmenskultur

Geburtstag1.jpgDer Artikel Managementkultur als Zünglein an der Waage (FAZ vom 07.11.2008) erläutert den Unterschied zwischen angelsächsichen und europäischen Unternehmenskulturen. Weiterhin stellt der Autor am Ende ein “Tool” vor, mit dem man die Kultur in einer Unternehmung “checken” kann. So einfach ist das…. So einfach ist es aus meiner Sicht eben nicht. Die Top-Down-Betrachtung der Unternehmenskultur ist nur eine Seite der Medaille. Unternehmenskultur entwickelt sich auch von unten. Indem die Mitglieder eines komplexen sozialen Systems interagieren/kommunizieren entstehen selbstorgansiert Muster und Regeln, die das Unternehmen beeinflussen. Man kann häufig feststellen, dass die in den vielen Leitbildern entworfenen und beschriebenen Unternehmenskulturen nicht gelebt werden und somit an der gewachsenen Realität vorbeigehen. Die Unternehmenskultur ermöglicht die Wissenskonstruktion und ist maßgeblich für den Umgang mit Wissen (Wissens-system managen). Kennen Sie die informelle Unternehmenskultur Ihres Unternehmens oder nur die formell und offiziell formulierte? Siehe dazu auch Im Lernen unersättlich, Faktor Mensch entscheidet, Ist bloggen etwas für Unternehmen?, Die Metapher des Unternehmens als Maschine hat ausgedient.

Im Lernen unersättlich?

corporate-universities.jpgIn der heutigen FAZ-Ausgabe berichtet Thomas Reinhold unter der Überschrift Sie denken nicht an Humboldt über Corporate Universities. Darin beschreibt der Autor unter anderem die historische Entwicklung von Corporate Universities, die in Deutschland mit der Lufthansa School of Business in 1998 ihren Anfang nahm. Dabei geht die Gründung auf General Electric und Jack Wech zurück, der mit der Corporate University eine neue Unternehmenskultur schaffen wollte, und geschaffen hat. Es ist gut zu lesen, dass Thomas Reinbold auch darauf verweist, dass das Konzept  der Corporate University nicht einfach “aufgehübschte Weiterbildung” bedeutet.

Ich bin fest davon überzeugt, dass immer mehr Unternehmnen erkennen, dass eine innovative Lernkultur notwendig ist, um die Herausforderungen der wissensbasierten Gesellschaft annehmen zu können. Schon heute zeigen Untersuchungen, dass die Unternehmenskultur zu einem großen Teil für erfolgreiches Wissensmanagement verantwortlich ist. Ein weiterer Aspekt ist, dass die Grenze zwischen Lernen und Arbeiten durchässiger wird und werden muss. Das QUEM-Projekt Lernen im Prozess der Arbeit zeigt das deutlich auf (Kontextualisierung). Für Unternehmen ist es entscheidend, dass Kompetenzen im Unternehmenskontext entwickelt werden. Es ist daher aus Unternehmenssicht nur konsequent, eigene Akademien, Corporate Universities usw. zu gründen. “Eine Kultur zu schaffen, in der Mitarbeiter im Lernen unersättlich sind, und sei ihr Großunternehmen noch so erfolgreich, das war Jack Welchs Ziel.” (Zitiert in dem Artikel Sie denken nicht an Humboldt). Darüber hinaus möchte ich Ihnen auch meinen Blogbeitrag Was hat Bildung mit Wirtschaft und was hat Wirtschaft mit Bildung empfehlen.

Schmidt, H. (2006): Das Internet wird sozial

In dem Beitrag aus der FAZ vom 15.06.2006 gibt es einen Ausblick auf das Web 2.0 (Dezentral organisierte Gemeinschaften) und seinen neuen Möglichkeiten für Geschäftsmodelle.