In seiner Dissertation geht Christian Schilcher sehr umfassend auf die implizite Dimension des Wissens ein. Dabei weist er m. E. sehr gut darauf hin, wie sich zunächst die naturwissenschaftliche Sicht auf das Thema behauptet hat und wie sich allmählich die Erkenntnis durchsetzt, dass die Rolle des impliziten Wissens stärker beachtet werden sollte, bzw. aus meiner Sicht stärker beachtet werden muss. Aber machen Sie sich doch ein eigenes Bild davon – es lohnt sich. Die Schwerpunktverschiebung in Richtung des impliziten Wissens (auf individueller und organisationaler Ebene) sollte meiner Ansicht nach aber nicht dazu führen, dass das explizite Wissen (auf individueller und organisationaler Ebene) an Bedeutung verliert. Die Kunst besteht darin, beide Bereiche zu beachten und deren Entwicklung im Unternehmenskontext zu ermöglichen, um die Anforderungen der Kunden bzw. des Marktes (selbstorganisiert) zu erfüllen.
VDI Nachrichten vom 06.08.2006: Wenn Firmen den Einstein in uns allen nutzen
In dem Beitrag der VDI Nachrichten geht es auch um konkrete Fallbeispiele zu Open Innovation aus dem High-Tech-Bereich: „Immer mehr Unternehmen entdecken die Kunden als ´Mit-Erfinder´. Diese Open-Innovation-Strategie macht sich sogar im Hightech-Bereich bemerkbar. So stammt das Fertigungsverfahren für die Mittelkonsole beim aktuellen BMW M3 CSL von einem ganz normalen BMW-Fahrer“.
