FTD berichtet über das OScar-Projekt

In der heutigen Ausgabe der Financial Times Deutschland berichtet Nicola D. Schmidt unter der Überschrift Ohne Chef, ohne Geld, ohne Grenzen über das OScar-Projekt. Dabei merkt man dem Artilkel schon an, dass man wohl wenig von dem innovativen Projekt hält: „Die Industrie verfolgt das Projekt mit Argwohn“. Dabei sollte man eher an die Kunden denken, die heute noch immer durch Plattformstrategien und Kostensenkungsprogrammen mit „austauschbaren Allerweltsautos zu hohen Preisen verw(h)öhnt“ werden. Noch mehr Varianten anzubieten ist nicht das, was Kunden wollen. Die Kunden wollen nicht noch mehr von dem selben, sondern individuelle Autos zu bezahlbaren Preisen. Mass Customization (Kundenindividuelle Massenproduktion) in der Automobilindustrie (FORD launches Mass Customization) sieht anders aus (Siehe dazu auch ILIPT). Das OScar-Projekt geht noch einen Schritt weiter und versucht Open Innovation auf die Automilbranche zu übertragen – warum eigentlich nicht? Reichwald/Piller (2006) haben aufgezeigt, welche Möglichkeiten in der interaktiven Wertschöpfung liegen. Aber möglicherweise werden diese Chancen wieder eher die japanischen Autobauer nutzen …

Schilcher, C. (2006): Implizite Dimension des Wissens und ihre Bedeutung für betriebliches Wissensmanagement

wissen_schilcher_2006.gifIn seiner Dissertation geht Christian Schilcher sehr umfassend auf die implizite Dimension des Wissens ein. Dabei weist er m. E. sehr gut darauf hin, wie sich zunächst die naturwissenschaftliche Sicht auf das Thema behauptet hat und wie sich allmählich die Erkenntnis durchsetzt, dass die Rolle des impliziten Wissens stärker beachtet werden sollte, bzw. aus meiner Sicht stärker beachtet werden muss. Aber machen Sie sich doch ein eigenes Bild davon – es lohnt sich. Die Schwerpunktverschiebung in Richtung des impliziten Wissens (auf individueller und organisationaler Ebene) sollte meiner Ansicht nach aber nicht dazu führen, dass das explizite Wissen (auf individueller und organisationaler Ebene) an Bedeutung verliert. Die Kunst besteht darin, beide Bereiche zu beachten und deren Entwicklung im Unternehmenskontext zu ermöglichen, um die Anforderungen der Kunden bzw. des Marktes (selbstorganisiert) zu erfüllen.

VDI Nachrichten vom 06.08.2006: Wenn Firmen den Einstein in uns allen nutzen

In dem Beitrag der VDI Nachrichten geht es auch um konkrete Fallbeispiele zu Open Innovation aus dem High-Tech-Bereich: „Immer mehr Unternehmen entdecken die Kunden als ´Mit-Erfinder´. Diese Open-Innovation-Strategie macht sich sogar im Hightech-Bereich bemerkbar. So stammt das Fertigungsverfahren für die Mittelkonsole beim aktuellen BMW M3 CSL von einem ganz normalen BMW-Fahrer“.