Schlagwort-Archive: Lernkultur

Studie zum E-Learning-Einsatz in deutschsprachigen Unternehmen

moodle-schulung

Das eLearning Journal führte 2016 eine Benchmarking-Studie E-Learning-Szenarien im betrieblichen Einsatz durch. In dem Beitrag Neue Einblicke in die Lernwelten deutschsprachiger Unternehmen werden die Ergebnisse dargestellt und es wird mit verschiedenen Mythen aufgeräumt. Für uns ist interessant, dass Blended Learning neben WBT weiterhin die dominierende Lernform ist:

In diesem Kontext ist auch interessant, welche eLearning-Methoden derzeit für das formale Lernen in den Unternehmen genutzt werden. Bei den aktuell eingesetzten eLearning-Methoden dominieren auch in diesem Jahr die beiden Klassiker „Web Based Training“ und „Blended Learning“. Weiterhin deutlich unter dem Hype liegt der tatsächliche Einsatz von Mobile Learning. Mit 54,4 % verzichtet knapp über die Hälfte komplett auf Lerninhalte für Smartphones und Tablets, während immerhin 12,7 % der Studienteilnehmer oft oder sehr oft Mobile Learning nutzen.

Da wir schon seit Jahren auf Blended Learning setzen, können wir den Trend nur bestätigen. Sollten Sie Fragen zu unseren Blended Learning Lehrgängen haben, oder Blended Learning in Ihrem Unternehmen einsetzen wollen, so können Sie mich gerne dazu ansprechen. Weitere Infrmationen finden Sie auf unserer Lernplattform.

Wie hängen Immaterielle Werte, Lernkultur, Kompetenzentwicklung und Organisationales Lernen zusammen?

lernkulturenOft ist es erforderlich, Begriffe im Zusammenhang darzustellen. Schüßler/Thurnes (2005) haben eine Darstellung gewählt, die z.B. die Begriffe Immaterielle Werte, Materielle Werte, Kompetenzentwicklung, Lernkultur und organisationales Lernen übersichtlich zusammenstellt. Die aktuelle Diskussion über verschiedenen Themen ist häufig sehr auf einen Teilaspekt gerichtet, sodass wichtige Beziehungen untereinander verloren gehen. Doch erst im Zusammenhang versteht man, dass sich die Begriffe zwar oft ähneln, ihre Bedeutung im Kontext einer Reflexiven Modernisierung allerdings anders ist….

DFG-Schwerpunktprogramm: Kompetenzmodelle zur Erfassung individueller Lernergebnisse und Bilanzierung von Bildungsprozessen

kompetenzmodelle.jpgNach dem deutschen Forschungs- und Entwicklungsprojekt “Lernkultur und Kompetenz- entwicklung” (2001-2007) gibt es nun ein weiteres interessantes Schwerpunktprogramm: Kompetenzmodelle zur Erfassung individueller Lernergebnisse und zur Bilanzierung von Bildungsprozessen (2007-2012). Die gelisteten Projekte zeigen die Vielfalt der zu untersuchenden Gebiete auf. Spannend für mich ist, dass in dem überarbeiteten Rahmenantrag deutlich gemacht wird, dass gerade die Kontextabhängigkeit von Kompetenzein wichtiger Ansatzpunkt für das Schwerpunktprogramm ist. Diesen Punkt habe ich in verschiedenen Blogbeiträgen immer wieder thematsiert. Siehe dazu beispielhaft Kompetenz ist kontextabhängig – Intelligenz aber auch. Darüber hinaus ist dieser Ansatz auch in meiner Promotionsskizze enthalten.

North, K.; Franz, M.; Lembke, G. (2004): Wissenserzeugung und -austausch in Wissensgemeinschaften – Communities of Practice

Teambesprechung2007.jpgDie Autoren gehen in dem QUEM Bericht Wissenserzeugung und -austausch in Wissensgemeinschaften – Communities of Practice (pdf, 3,3MB) folgenden Fragen nach: Was können Wissensgemeinschaften leisten? Wie können sie gefördert werden? Welches Umfeld benötigen Wissensgemeinschaften zum Wachsen und Gedeihen? Die Veröffentlichung entstand im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms “Lernkultur Kompetenzentwicklung”. Es lohnt sich, diesen Bericht einmal anzusehen.

Im Lernen unersättlich?

corporate-universities.jpgIn der heutigen FAZ-Ausgabe berichtet Thomas Reinhold unter der Überschrift Sie denken nicht an Humboldt über Corporate Universities. Darin beschreibt der Autor unter anderem die historische Entwicklung von Corporate Universities, die in Deutschland mit der Lufthansa School of Business in 1998 ihren Anfang nahm. Dabei geht die Gründung auf General Electric und Jack Wech zurück, der mit der Corporate University eine neue Unternehmenskultur schaffen wollte, und geschaffen hat. Es ist gut zu lesen, dass Thomas Reinbold auch darauf verweist, dass das Konzept  der Corporate University nicht einfach “aufgehübschte Weiterbildung” bedeutet.

Ich bin fest davon überzeugt, dass immer mehr Unternehmnen erkennen, dass eine innovative Lernkultur notwendig ist, um die Herausforderungen der wissensbasierten Gesellschaft annehmen zu können. Schon heute zeigen Untersuchungen, dass die Unternehmenskultur zu einem großen Teil für erfolgreiches Wissensmanagement verantwortlich ist. Ein weiterer Aspekt ist, dass die Grenze zwischen Lernen und Arbeiten durchässiger wird und werden muss. Das QUEM-Projekt Lernen im Prozess der Arbeit zeigt das deutlich auf (Kontextualisierung). Für Unternehmen ist es entscheidend, dass Kompetenzen im Unternehmenskontext entwickelt werden. Es ist daher aus Unternehmenssicht nur konsequent, eigene Akademien, Corporate Universities usw. zu gründen. “Eine Kultur zu schaffen, in der Mitarbeiter im Lernen unersättlich sind, und sei ihr Großunternehmen noch so erfolgreich, das war Jack Welchs Ziel.” (Zitiert in dem Artikel Sie denken nicht an Humboldt). Darüber hinaus möchte ich Ihnen auch meinen Blogbeitrag Was hat Bildung mit Wirtschaft und was hat Wirtschaft mit Bildung empfehlen.

Kirchhöfer, D. (2004): Lernkultur Kompetenzentwicklung – Begriffliche Grundlagen

Prof. Dieter Kirchhöfer hat in seiner “Begriffsarbeit” Lernkultur Kompetenzentwicklung – Begriffliche Grundlagen dankenswerter Weise viele wichtige Begriffe der aktuellen Kompetenzdebatte zusammengefasst. Das ist insbesondere deshalb wichtig, da der Kompetenzbegriff (wie alle Konstrukte) Änderungen und Weiterentwicklungen unterworfen ist. Ich werde in den kommenden Tagen/Wochen immer wieder einmal Begriffe aus dieser Arbeit auswählen und thematisieren.

Harteis, C.; Bauer, J.; Festner, D.; Gruber, H. (2003). Selbstbestimmung im Arbeitsalltag

Forschungsbericht Nr. 6 – Universität Regensburg, Lehrstuhl für Lehr-Lern-Forschung und Medienpädagogik: “In diesem Beitrag wird der Fokus auf diejenigen Aspekte von Lernkultur gelegt, die motivationale Voraussetzungen individueller Kompetenzentwicklung betreffen”.

Lernkultur Kompetenzentwicklung (Quem-Projekt)

Weg von dem Begriff “Qualifikation” und hin zum Kompetenzbegriff? Was bedeutet das für die Lernkultur? Informieren Sie sich auf der Website Lernkultur Kompetenzentwicklung (QUEM-Projekt) oder generell über QUEM (Qualifikations – Entwicklungs – Management)