Open Data and Open Source AI – a perfect match

Grafik mit Mistral Le Chat generiert

Alle KI-Anwendungen basieren darauf, dass Daten zur Verfügung stehen. Bei den bekannten proprietären Anbietern ist die Herkunft der Daten, und der Umgang mit den Daten oft nicht transparent. Diese KI-Modelle werden daher auch Closed AI Models genannt.

Demgegenüber gibt es die (wirklichen) Open Source KI-Modelle, die sich an der Definition von Open Source AI orientieren, somit transparent sind, wie Mistral AI auch in Europe gehostet werden, und der DSGVO entsprechen.

Solche Modelle können auf viele frei verfügbaren Daten (Open Data) in Europa, Deutschland, ja sogar aus Ihrer Region zurückgreifen. Für Einzelpersonen und für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) ist das wichtig, um keine rechtlichen Probleme bei der KI-Anwendung zu bekommen.

Ein guter Einstieg ist European Data – Das offizielle Portal für Daten zu Europa.

Dort kann man für jedes Land analysieren, welche Datensätze zur Verfügung stehen. In der folgenden Abbildung ist zu erkennen, dass für Deutschland 855.325 Datensätze (Stand: 05.04.2026) vorliegen..

Quelle: European Data

Auf der Seite können Sie weiter auswählen und so die Datensätze (Open Data) recherchieren, die Sie für Ihre Anwendungen (Innovationen) im Unternehmen oder auch für sich selbst nutzen wollen.

Die Datensätze können dann in KI-Modelle eingebunden werden. Wir schlagen natürlich vor, Open Source KI zu verwenden, beispielsweise Mistral 3 Modellfamilie. Siehe dazu auch meine verschiedenen Blogbeiträge zu Mistral AI.

Open Data and Open Source AI – a perfect match. Ganz im Sinne einer Digitalen Souveränität.

Energiesicherheit, Open Source und Künstliche Intelligenz

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Die beiden Kriege in der Ukraine und im Iran haben wieder einmal deutlich gemacht, wie Abhängig wir in Europa von der Lieferung fossiler Energie sind. Dabei haben wir gerade in den letzten 5-10 Jahren deutliche Fortschritte bei der Energiesicherheit gemacht. Beispielsweise hatten erneuerbare Energien in Deutschland Anfang 2026 einen 60%- Anteil an der Bruttostromerzeugung (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie).

Im europäischen Raum mit seinen vernetzten Energiestrukturen kommt es nun immer stärker darauf an, die unterschiedlichen Netze sicher zu steuern, ohne auch hier wieder in eine technologische Abhängigkeit zu geraten. Das Fraunhofer Institut entwickelt hierzu die SCADA Plattform und setzt dabei bewusst auf Open Source.

Um Anomalien europaweit frühzeitig erkennen und beheben zu können, entwickeln die Forschenden eine Open-Source-Plattform zur Datenerfassung, Fernüberwachung und Steuerung von Energienetzen. Experten sprechen von einer SCADA Plattform, kurz für »Supervisory Control and Data Acquisition Platform«. (…) Die Open-Source Software ist quasi der Werkzeugkasten, mit dem das KI-Modell trainiert und später betrieben wird.
Quelle: Auf zu sicherer Energie, Fraunhofer-Magazin 1 | 2026 (PDF).

Es ist bezeichnend, dass auch in der Energieversorgung auf Open Source Lösungen gesetzt wird, und dass diese dann Basis für die Anwendung Künstlicher Intelligenz sein wird. Ich würde mir wünschen, dass auch Open Source KI verwendet wird, da diese offen und transparent sind, und unsere Daten schützen. Ganz im Sinne einer Digitalen Souveränität.

GWA Whitepaper (2025): Künstliche Intelligenz (KI) in der Kommunikationsbranche

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Wie in dem Beitrag Künstliche Intelligenz beeinflusst den gesamten Lebenszyklus der Software-Entwicklung zu erahnen, wird Künstliche Intelligenz (KI) alle Prozesse in Organisationen beeinflussen.

Dass das auch die Medienbranche/Kreativbranche betrifft, sollte jedem klar sein, der in diesem Umfeld arbeitet. Es ist daher gut, dass der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) in einem KI-Whitepaper 2025 viele Perspektiven zu dem Thema beschrieben hat. Darin findet sich auch der folgende Hinweis:

„Die Kreativbranche sollte sich aktiv für Open- Source-KI einsetzen und dabei Unterstützung von allen erhalten, die von kreativer Arbeit profitieren. Wir alle, auch Marken und Produktanbieter, profitieren von offenen Systemen, da diese ihre eigenen visuellen Konzepte und Produkte in Form von „Custom-Modellen“ integrieren können, wie es bereits mit „LoRA Models“ in Stable Diffusion und Flux möglich ist“ (GWA KI-Whitepaper 2025).

In den fast 100 Seiten des Whitepapers wird der Gedanke leider nicht weiter erläutert. Es wäre gut gewesen, auf die inzwischen vorliegende Definition zu Open Source AI und auf das Das Kontinuum zwischen Closed Source AI und Open Source AI hinzuweisen, denn hier gibt es für die Branche noch sehr viele neue Möglichkeiten, die sich vom Mainstream der KI-Anwendungen unterscheiden.