Schlagwort-Archive: Organisationen

Vielfalt als Chance: Diversity Management (Leitfaden)

vielfalt-als-chance.jpgDie Initiative Vielfalt als Chance setzt sich dafür ein, die Unterschiede bei Menschen als Chance zu betrachten. Für Organisationen bedeutet das, diese Vielfalt (Diversity) im Personalmanagement zu nutzen: “Der Begriff „Diversity Management“ bzw. Vielfaltsmanagement kommt aus dem Amerikanischen. Er bezeichnet ein Konzept der Unternehmensführung, das die Verschiedenheit der Beschäftigten bewusst zum Bestandteil der Personalstrategie und Organisationsentwicklung macht. Dabei geht es um Vielfalt in mehrfachem Sinn – zum einen um äußerlich wahrnehmbare Unterschiede wie ethnische Herkunft, Geschlecht, Alter und körperliche Behinderung, zum anderen um subjektive Unterschiede wie die sexuelle, weltanschauliche beziehungsweise religiöse Orientierung und Lebensstil.” Ich frage mich dabei zwangsläufig, ob man in den Organisationen bisher eher Einfalt gefördert hat…. Aus diesem Grund gibt es auf der Website Leitfäden für Organisationen, für die der Umgang mit Vielfalt noch neu ist. Auch Erkenntnisse aus der Multiple Intelligenzen Theorie unterstützen den Trend, menschliche Potenziale zu nutzen, anstatt Menschen ausschließlich als Kostenfaktor zu sehen.

Multiple Intelligenzen und Teamproduktivität

Teambearbeitung10.jpgIn meinem Blog habe ich immer wieder darüber geschrieben, dass man die Multiple Intelligenzen Theorie nicht nur im Bildungssektor, sondern auch in Unternehmen nutzen kann. Siehe dazu besipielsweise Multiple Intelligenzen in Unternehmen? Auf organisationaler Ebene haben u. a. Weller (1999) und ganz besonders Martin (2001) beschrieben, wie man die Multiple Intelligenzen Theorie für Lernende Organisationen nutzen kann. Dabei hat Martin (2001) auch Tools entwickelt, mit denen die praktische Umsetztung möglich ist. Nicht zuletzt möchte ich auf Andriessen (2005) verweisen, der vorgeschlagen hat, den Begriff Intellektuelles Kapital im Sinne der Multiplen Intelligenzen Theorie zu erweitern. Was noch fehlt, ist der Zusammenhang zwischen der Multiplen Intelligenzen Theorie und Teamproduktivität. Der Artikel Green, A. L.; Hill, A. Y.; Friday, E.; Friday, S. S.; (2005): The use of multiple intelligences to enhance team productivity. In: Management Decision, Vol. 43, No. 3, pp. 349-359 stellt diesen Zusammenhang nun ausführlich dar und zeigt auf, dass und wie die Multiple Intelligenzen Theorie team productivity fördern/steigern kann. Dabei gehen die Autoren von der Vielfalt der individuellen Potenziale aus (diversity). Diese Vielfalt sollte dann im Sinne der Unternehmensziele genutzt werden. Es ist also möglich, die Multiple Intelligenzen Theorie auf der individuellen Ebene, auf der Gruppenebene (Team) und auf der (gesamt-)organisationalen Ebene zu nutzen.

Buhse, W.; Stamer, S. (Hrsg.) (2008): Enterprise 2.0: Die Kunst, loszulassen

die-kunst-loszulassen.gifDas Buch Buhse, W.; Stamer, S. (2008): Enterprise 2.0: Die Kunst, loszulassen enthält Fachbeiträge vieler namhafter Autoren. Was versteht man unter Enterprise 2.0? In der Einleitung von G. Hamann findet man den Hinweis, dass Enterprise 2.0 von dem Prinzip der losen Kopplung ausgeht – Granovetter (1973): The Strength of Weak Ties. Das hat natürlich erhebliche Kosequenzen für Organisationen (S. 15): “Insofern ist es an der Zeit, den Markt richten zu lassen. Er wird jene belohnen, denen es gelingt, eine Organisation aufzubauen, in der die Arbeiter der Wissensökonomie besonders produktiv sind. Und dafür liefert dieses Buch zweifellos viele Anregungen.” Auf S. 99 enthält das Buch auch einen Artikel von Reichwald/Möslein/Piller, der sich mit der Interaktiven Wertschöpfung befasst. Wie Sie als Leser meines Blogs wissen, sind Open Innovation, Individualisierung usw. Elemente der Interaktiven Wertschöpfung. Insofern habe ich in dem Buch viele Querverbindungen zu den von mir kommentierten Themen gefunden – freut mich natürlich…

Leitfaden: Wissensbilanzen für regionale Cluster- und Netzwerkinitiativen

ricarda-leitfaden.jpgDer Leitfaden Zwicker-Schwarm, D.; Fläting, H. (2008): Wissensbilanzen für regionale Cluster- und Netzwerkinitiativen basiert auf der RICARDA-Methode (English Version): “Dieser Leitfaden stellt die Wissensbilanzierung als ein Instrument für regionale Cluster- und Netzwerkinitiativen vor. Er wurde innerhalb des Projekts RICARDA von Fachleuten aus Politik und Verwaltung, Netzwerkmanagern und Forschern aus vier europäischen Regionen erarbeitet. Die RICARDA-Methode eignet sich für alle regionalen, institutionalisierten Cluster- und Netzwerkinitiativen, die auf die Entstehung und Verbreitung von Wissen abzielen – angefangen von Netzwerken für Forschung und technologische Entwicklung (FuE) bis hin zu institutionalisierten Clustern. Wissensbilanzen (engl. intellectual capital reports) ergänzen herkömmliche Bilanzierungsverfahren. Sie analysieren und bewerten die immateriellen Werte von Organisationen auf strukturierte Art und Weise. Diese immateriellen Werte – oder auch intellektuelles Kapital – sind bedeutende Ressourcen für Cluster- und Netzwerkinitiativen. Dabei werden drei Dimensionen intellektuellen Kapitals unterschieden: Human-, Struktur- und Beziehungskapital.” Wenn Sie mit der Wissensbilanz – Made in Germany vertraut sind, so finden Sie hier die wichtigsten Schritte übertragen auf Cluster- und Netzwerkinitiativen wieder.

Wissensbilanz – Made in Germany: Newsletter Ausgabe 3, August 2007

wissenswert_2_2007.jpgDer Newsletter Ausgabe 3 vom August 2007 des Arbeitskreis Wissensbilanz – Made in Germany enthält wieder einige interessante Informationen. Der Newsletter trägt den Namen WissensWert – ein passendes Wortspiel:

  1. 80% der Pilotanwender nutzen die Wissensbilanz – Made in Germany zur internen Steuerung
  2. “Für die Wirksamkeit der Wissensbilanz ist es entscheidend, Synergien mit anderen Steuerungsinstrumenten zu nutzen“, so Markus Will vom Arbeitskreis
  3. Knapp 90% gaben an, dass die Ableitung konkreter Maßnahmen wichtig, bzw. sehr wichtig ist
  4. Für 21% war das Interventionsfeld Führungskompetenz die größte Schwachstelle
  5. Die Wissensbilanz-Toolbox wurde bisher 10.000 mal heruntergeladen und auch die 10.000 CDs sind vergriffen

Das kann sich wirklich sehen lassen. Ich bin sicher, dass immer mehr Organisationen erkennen, welche Möglichkeiten die Wissensbilanz – Made in Germany bietet.

Financial Times Deutschland macht Bildung zu einem Schwerpunktthema

Um ihre Frage gleich zu beantworten: Ja, es ist mir einen Blogbeitrag wert. Interessant ist diese Meldung aus verschiedenen Gründen. Die FTD argumentiert: “(…) wird sie jetzt ergänzt um die immer bedeutender werdende wirtschaftliche Komponente. Etwa 100 Mrd. Euro geben die öffentlichen Haushalte in Deutschland jedes Jahr für Bildung aus; private Schulen und Hochschulen bilden nur eine kleine Minderheit.” Dass Bildung Geld kostet, weiß in der Zwischenzeit wohl jeder. Dass dieses Geld sinnvoll eingesetzt werden sollte auch. Aber wer entscheidet, in welche Richtung es geht? Die Wirtschaft mit ihren oft sehr unternehmensspezifischen und kurzfristigen Anforderungen, oder eher die Pädagogen mit ihrem oftmals verschwommenen Menschenbild? Die Antwort: Wir ersetzen das Wörtchen “oder” durch ein “und”, denn beides ist möglich. Diese Konvergenz von Bildungs- und Wirtschaftsthemen wird immer deutlicher. Bildung muss Verschwendung vermeiden und mit den Ressourcen sinnvoll umgehen – Bildung muss auch wirtschaftlich sein. Und die Unternehmen müssen erkennen, dass es sich bei Organisationen um soziale Systeme handelt, die anders als bisher betrachtet werden. Es handelt sich um Lernende Organisationen bei denen der Umgang mit der Ressource Wissen immer wichtiger wird (Wissensmanagement, Wissensbilanz – Made in Germany). In einer eher wissensbasierten Gesellschaft haben Bildung und Wirtschaft neue Rollen und Möglichkeiten. Ich bin gespannt, ob die FTD dieses breite Spektrum darstellen wird.

Hube. G. (2005): Beitrag zur Beschreibung und Analyse von Wissensarbeit

wissensarbeit_hube_2005.jpgIn dieser Dissertation erläutert der Autor sehr schön, was man heute unter dem Begriff der “Wissensarbeit” versteht. Daraus ergeben sich weiterhin interessante praktische Ansätze zur Beschreibung und letztendlich zur Analyse solcher Tätigkeitsportfolios. Darüber hinaus kann man auch Hinweise zum Umgang (Management) mit “Wissensarbeit” ableiten. Der Beitrag kann eine gute Grundlage für eine anwendungsorientierten Umgang mit dem Thema “Wissen managen” in Organisationen sein.