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Potenzialentfaltung statt Ressourcennutzung?

Der Artikel Geist trifft Geld: Unternehmen Gehirn (manager magazin vom 23.05.2012) ist ein sehr schönes Beipiel dafür, wie sich unsere Wirtschaft verändert – verändern wird. Prof. Hüther weist dabei auf besondere Zusammenhänge hin, die gerade bei komplexen Zusammenhängen (Complex Problem Solving) wichtig sind: “Gefühle sind für die Bewertung und Steuerung komplexer Vorgänge sogar enorm wichtig, insbesondere unter dem Druck der schnellen Entscheidungsfindung. Denn sie befähigen uns überhaupt erst, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden (…). Wir haben noch gar keine Ahnung davon, was alles im Menschen drinsteckt. Wir sind mitten in der Transformation, von der Ressourcennutzungs- zu einer Potenzialentfaltungskultur. Zum ersten Mal in der Geschichte können wir definieren, was wir brauchen, um uns entfalten zu können”. Es lohnt, sich mit diesem Perspektivenwechsel zu befassen.

VfL Bochum verliert 0:2 beim VfB Stuttgart und steckt nun tief im Abstiegskampf

logo_vfl_60.gifSchaut man sich den Bericht zum Spiel in den verschiedenen Zeitungen an, so kommt man zusammenfassend zu folgender Erkenntnis: Gut mitgespielt, Chancen nicht genutzt und am Ende durch individuelle Fehler verloren. Diesen Text kann man fast wahllos auf viele Spiele des Vfl Bochum in dieser Saison übertragen. Die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff ist deutlich zu erkennen und die Defensivschwäche auch. Immerhin hat der VfL in den letzten 4 Spielen 10 Gegentore kassiert. Man darf so ein Spiel wie in Stuttgart auch einmal 0:0 spielen. Ein Punkt in der jetzigen Situation wäre wichtig gewesen. Nun steht der VfL Bochum wieder dort, wo ihn viele in dieser Saison erwartet haben: Kurz vor den Abstiegsrängen. Das ist um so erstaunlicher, als Trainer Koller noch getönt hat, dass er in diesem Jahr den besten Kader seiner Amtszeit in Bochum zur Verfügung hat. Man muss sich also fragen, warum die beste Mannschaft seit langem ihr Potenzial auf dem Platz nicht zeigt. Ein Paradebeispiel ist Stanislav Sestak, der in der vergangenen Saison zu den Toptorjägern der Bundesliga gehörte, in den letzten Wochen bei der slowakischen Nationalmannschaft in zwei Spielen drei Tore schoß und beim VfL Bochum in 9 Spielen gerade einmal zwei Treffer verbuchen konnte. Nun kommt am Mittwoch auch noch der sehr starke Aufsteiger Hoffenhein nach Bochum und am Sonntag geht es zum Derby nach Dortmund. So wie es jetzt aussieht, wird der VfL Bochum am Ende der Woche auf einem Abstiegsplatz stehen. Doch als VfL Bochum – Fan (seit den 70er Jahren) ist man diese Situation gewöhnt und glaubt trotz allem an die Fähigkeiten des Teams und des Umfelds. Am Sonntag sind wir natürlich im Westfalenstadion, um unseren VfL Bochum zu unterstützen. Glück auf VfL Bochum!

Das WAMo-Projekt: Erfahrungsbasierte WissensArbeit in flexiblen Montagesystemen

Collage07.jpgWenn wir über wissensbasierte Arbeit sprechen, denken wir oft an Arbeiten/Tätigkeiten, die nichts mit Produktion zu tun haben – warum eigentlich? Wir sind oftmals der Meinung, dass Wissen nur etwas mit dem Intellekt zu tun hat und nichts mit profanen Tätigkeiten wie Schrauben und Montieren – und das ist falsch. Das WAMo-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, das zu ändern – und das ist gut so. Es geht bei dem Projekt um Erfahrungsbasierte WissensArbeit in flexiblen Montagesystemen: “Überraschenderweise wird trotz der wachsenden Bedeutung dieser ganzheitlichen Ansätze das Potenzial der Beschäftigten und ihres Erfahrungswissens noch nicht systematisch genug einbezogen. Dies gilt auch für den Montagebereich.” Siehe dazu auch Adami, Wilfried; Lang, Christa; Pfeiffer, Sabine; Rehberg, Frank; (Hrsg.) 2008: Montage braucht Erfahrung – Erfahrungsbasierte Wissensarbeit in der Montage

Reinmann/Eppler (2008): Wissenswege. Methoden für das persönliche Wissensmanagement

Gesicht52.jpgDas Buch Reinmann/Eppler (2008): Wissenswege. Methoden für das persönliche Wissensmanagement gibt konkrete Hilfestellungen für das persönliche Wissensmanagement. Auf den Seiten 12-13 ist zu lesen: “Wissensmanagement im Allgemeinen und persönliches Wissensmanagement im Besonderen sind bezogen auf ihre möglichen Komponenten an sich nichts Neues. Neu aber ist eine konsequente Wissensperspektive, eine enge Verbindung zum Problemlösen und zur Kompetenzentwicklung und ein oft übersehenes Potenzial: nämlich das Potenzial, die bereits genannten Ziele, Prozesse, Tugenden, Methoden und Werkzeuge aufeinander zu beziehen und begründet umzusetzen bzw. anzuwenden.” Darüber hinaus gibt es auch das Portal Persönliches Wissensmanagement, auf dem Sie aktuelle Informationen finden. Eine gelungene Kombination von Buch und Plattform zum spannenden Thema Persönliches Wissensmanagement.

Wissensmanagement und Wissensbilanzierung: Ergebnisse einer aktuellen Studie aus Baden-Württemberg

bdu-studie-2008-wb-wm.jpgDas Ergebnis der Studie BDU e.V. (Hrsg.) (2008): Wissensmanagement und Wissensbilanzierung wurde im April 2008 veröffentlicht. Die Studie selbst beruht auf einer Online-Befragung, die von November 2007 bis Februar 2008 durchgeführt wurde. Partner des BDU e.V. Regionalkreis Baden-Württemberg war die Berufsakademie Stuttgart Kompetenzzentrum Unternhemensberatung. Einige Erkenntnisse sind dabei interessant:

  1. Wissen ist ein bedeutender Rohstoff des 21. Jahrhunderts. (…) Um so erstaunlicher ist es, dass nur 4 % der in Baden-Württemberg befragten Unternehmen bereits eine Wissensbilanz erstellt haben… (Seite 4)
  2. 42 % sagen, es gäbe Mitarbeiter, deren Wissen nicht mehr bedeutsam sei und ebenfalls 42 % bieten diesen Mitarbeitern Trainingsmaßnahmen an. (Seite 12)
  3. Weiterhin stellt Prof. Friedrich Augenstein von der Berufsakademie Stuttgart fest (Quelle): “Die demografische Entwicklung mit der absehbaren Verknappung bei den Fachkräften und die gleichzeitig längere Arbeitsphase älterer Arbeitnehmer verändern die Anforderungen an das Wissensmanagement in den Unternehmen gravierend. Mehr denn je wird eine weitsichtige Personalentwicklung erforderlich sein.”

Auch diese Studie zeigt, dass es in den Unternehmen noch sehr viel Potenzial für die Themen Wissensbilanz – Made in Germany und Wissensmanagement gibt. Dennoch ist aus meiner Sicht festzustellen, dass es gerade der Wissensbilanz – Made in Germany zu verdanken ist, dass nun Wissensmanagement-Aktivitäten besser evaluiert werden können. Die Wissensbilanz – Made in Germany kann dabei am Anfang stehen, um Wissensmanagement-Maßnahmen/Projekt systematisch abzuleiten. Aber auch am Ende von Wissensmanagement-Maßnahmen zeigt die Wissensbilanz – Made in Germany die erzielten Verbeserungen auf. Als Moderator der Wissensbilanz – Made in Germany habe ich sehr gute Erfahrungen dabei gemacht, die Wissensbilanz – Made in Germany am Anfang von Wissensmanagement-Aktivitäten einzusetzen.