Gen Z: Die erste synchronisierte Generation der Menschheitsgeschichte?

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Die jeweiligen Generationen in Deutschland haben (natürlich) unterschiedliche Biographien und unterschiedliche Ziele. Da sind die Baby Boomer, die in den letzten Jahrzehnten gut leben konnten, und auch im Alter gut leben können, allerdings nicht einsehen, dass in den letzten Jahrzehnten vieles auf Kosten der jüngeren Generationen „liegengeblieben“ ist. Die Generation der Millennials (Generation Y) liegt dazwischen. Sie haben das ganze System zwar kritisiert, doch haben sie sich adaptiert und sehen sich zunehmend verunsichert, da wirtschaftliche und berufliche Aussichten erodieren. Nun zur Generation Z, die vor ganz anderen Herausforderungen steht. Die Generationsforscherin Steffi Burkhardt hat es in einem Interview so formuliert:

„Einer von vielen Gründen ist, dass die Gen Z durch Internet und Social Media die erste synchronisierte Generation der Menschheitsgeschichte ist. (…) Heute sehen 16-Jährige über alle Kontinente hinweg dieselben Inhalte, im selben Format, auf derselben Plattform, im selben Moment, kuratiert von demselben Algorithmus. Das macht was mit jungen Menschen. Die Gen Z ist digital hypervernetzt, real aber zunehmend einsam.“ (Generationenforscherin Dr. Steffi Burkardt im Interview mit dem Handelsblatt, 25.10.2026).

Wenn jede Generation die anderen ablehnt, kommen wir nicht weiter. Jede Generation stand und steht vor Herausforderungen, die anerkannt und gewürdigt werden sollten. Das Herabwürdigen anderer und das glorifizieren der eigenen Generation ist nicht förderlich für ein gutes Gemeinwesen.

Meines Erachtens ist es dazu auch erforderlich, die Kategorisierungen (Boomer, Millennials, Generation Z) in der Generationsforschung aufzulösen.

W Social: Anmeldung als Selected User

Nach der Beantragung des Zugangs habe ich eine Bestätigung erhalten, dass ich mich auf W Social registrieren kann. Die einzelnen Schritte sind in der E-Mail klar beschrieben.

Ich habe zunächst mit einem Passwort und meiner E-Mail einen Account erstellt. Dabei wurde ich auch nach möglichen Interessensgebieten gefragt. Nach der Anmeldung wurde mir folgender Bildschirm angezeigt. Der Aufbau der Seite ist wie bei den anderen bekannten Social Media Plattformen, sodass ich mich schnell orientieren konnte.

Startbildschirm nach meiner Anmeldung auf W Socal

In den nächsten Tagen werde ich die Verifizierung abschließen und auch eigene Beiträge aus meinem Blog in W Social veröffentlichen – bin gespannt.

W Social – ein europäischer Konkurrent zu „X“ startet am 17.06.2026

https://wsocial.news/

Als europäische Alternative zu den bekannten Kurznachrichtendienst „X“ etc. startet W Social am 17.06.2026 mit einer Beta-Phase. Der Betreiber kommt aus Schweden und wird den Dienst nach europäischen Recht, und mit verifizierten Personen betreiben. Das sind alles schon erhebliche Unterschiede zu dem Ansatz von „X“, wo es immer mehr Hasskommentare und Desinformationen – auch durch Bots – gibt.

Der SWR hat am 28.05.2026 mit der Geschäftsführerin, Anna Zeiter, ausführlich in einem Podcast gesprochen: W Social: Was steckt hinter der europäischen X-Alternative? Sie finden Prof. Dr. Anna Zeiter hier auf LinkedIn.

Alles ganz im Sinne einer europäischen Digitalen Souveränität.

Influencer – Experten: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

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Seit wir in Sozialen Netzwerken unterwegs sind, haben sich nach und nach – hauptsächlich ab dem Jahr 2000 – einzelne Personen zu Influencer entwickelt, und in der Zwischenzeit sogar professionell positioniert. Doch was sind Influencer eigentlich?

„Als Influencer (deutsch etwa Einflussnehmer, Beeinflusser; von englisch to influence ‚beeinflussen‘) werden seit dem Beginn der 2000er Jahre Multiplikatoren bezeichnet, die ihre starke Präsenz und ihr Ansehen in sozialen Netzwerken nutzen, um beispielsweise Produkte oder Lebensstile zu bewerben“ (Quelle: Wikipedia vom 21.08.2025).

Es geht den Personen also hauptsächlich darum, andere zu beeinflussen, bestimmte Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen. Dabei verknüpfen die Influencer Ihre persönlichen Meinungen ganz bewusst und offen mit den verschiedenen Marken und verdienen dadurch teilweise sehr viel Geld. Die Beeinflussung von möglichen Interessenten von Produkten ist schon lange ein Instrument des Marketings. Durch die Sozialen Netzwerke kommt noch hinzu, dass jeder sich mit relativ geringen Aufwand als Influencer positionieren kann – Skalierbarkeit bei geringen Kosten.

Manche Influencer stellen sich in ihren Videos und Kommentaren auch gerne als Experten für bestimmte Produkte und Dienstleistungen dar. An dieser Stelle stellt sich natürlich die Frage:

Gibt es zwischen einem Influencer und einem Experten Unterschiede?

Experten haben oftmals mehrere tausend Stunden in einer bestimmten Domäne gearbeitet und dabei implizites Wissen und entsprechende Kompetenz entwickelt. Expertise ist also zu einem großen Teil personengebunden und wird ihnen zugeschrieben. Expertise/Kompetenz als Zuschreibung anderer. Experten können beispielswiese durch ein Pyramiding in Netzwerken visualisiert/erkannt werden.

“Pyramiding search is a variant of snowballing – but with an important difference. Pyramiding requires that people having a strong interest in a given attribute or quality, for example a particular type of expertise, will tend to know of people who know more about and/or have more of that attribute than they themselves do (von Hippel et al 1999)”, zitiert von von Hippel/Franke/Prügl 2009).

Experten wollen also – im Gegensatz zu Influencern – nicht primär beeinflussen, sondern helfen, komplexe Probleme zu lösen. Experten haben auch nicht so sehr das Ziel einen Verkaufsprozess auszulösen. Das kann zwar auch vorkommen, ist allerdings nicht das Hauptziel.

In dieser ersten kleinen Gegenüberstellung wird schon deutlich, dass es zwischen Influencer und Experten Unterschiede, allerdings auch einige Überschneidungen gibt – was die Sache wiederum kompliziert macht. Diesen Umstand nutzen manche Influencer, um sich als Experten zu positionieren, was sie allerdings oft nicht sind…

Einige Zahlen zum Jahresende

Insgesamt finden Sie bei uns jetzt 4.089 Blogbeiträge. Davon sind ca. 340 alleine im Jahr 2024 hinzugekommen.

Alle Beiträge wurden in diesem Jahr 45.792 mal aufgerufen – für uns ein Rekordwert.

Auch die Anzahl der Besucher hat sich in diesem Jahr deutlich erhöht: Mit 20.563 Besucher ist das der bisher höchste Stand.

Diese Zahlen sind umso beeindruckender, da wir in unseren Blogbeiträgen doch recht spezielle Themen ansprechen und mit den jeweiligen Quellen versehen.

Bei LinkedIn besteht mein Netzwerk aktuell aus 714 Kontakten.

Unser Twitter-Account hat aktuell 1.198 Follower.

Bei Facebook sind wir (Jutta und ich) aktuell mit ca.1.800 Personen befreundet – 1.500 davon mit Jutta.

Kollaborationsplattformen fallen unter den Begriff der ´Social Media´, sind aber nicht damit identisch

Group of people with devices in hands working together as symbol of networking and communication

In der letzten Zeit habe ich vermehrt über Kollaborationsplattformen gepostet: Software bereitstellen reicht nicht, denn Kollaborationsplattformen sind anders oder auch Kollaborationsplattformen fördern neue Formen der Zusammenarbeit. Heute möchte ich auf den Bezug zwischen Kollaborationsplattformen und Social Media eingehen. Es stellt sich hier die Frage, ob es Unterschiede gibt, und wenn ja, welche? Es ist dabei hilfreich, sich klar zu machen, wie Kollaborationsplattformen in den Statistiken erfasst werden.

„Kollaborationsplattformen fallen in der amtlichen Statistik unter den Begriff der ´Social Media´, sind aber nicht damit identisch: ´Zu dem Oberbegriff Social Media (auch: Soziale Medien) werden alle digitalen Medien (Plattformen) und Technologien gezählt, die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen. Einige Plattformen bieten zusätzlich die Möglichkeit, Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten“. (Destatis 2017, zitiert in Hardwig, T.; Weißmann, M. (2021): Das Arbeiten mit Kollaborationsplattformen – Neue Anforderungen an die Arbeitsgestaltung und interessenpolitische Regulierung. In: Mütze-Niewöhner et al. (Hrsg.) (2021): Projekt- und Teamarbeit in einer digitalisierten Arbeitswelt, S. 203-224; Fußnote auf Seite 208).

Kollaborationsplattformen sind durchaus ein neuer „Typus von Anwendungssystemen zur Unterstützung der räumlich verteilten Zusammenarbeit in Teams bzw. Projekten. Sie unterscheiden sich von traditioneller Groupware oder von
Wissensmanagementsystemen grundlegend (McAfee 2009), wir sehen fünf spezifische Eigenschaften: Transparenz, Soziales Netzwerk, Wachsende Strukturen, Gestaltungsbedürftigkeit, Integrierte Lösung“ (ebd. S. 206-207).

In den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen Projektmanager/in (IHK) und Projektmanager/in AGIL (IHK) nutzen wir Kollaborationsplattformen für die Projektarbeit. Informationen zu den Lehrgängen und zu Terminen finden Sie auf unserer Lernplattform.

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Über 600 Kontakte bei LinkedIn

Mit Stand 11.06.2021 sind es genau 602 Linkedin Kontakte. Erstaunlich, wie sich dieser Kanal in den letzten Jahren entwickelt hat. Bei Interesse können Sie sich gerne mit mir auch bei Twitter und Facebook vernetzen. Bei Twitter habe ich zwei Accounts: In dem Twitter-Account zur Lernplattform geht es um die Themen aus unserem Blog. In dem eher internationalen Twitter-Account geht es um alle möglichen Themen, die mich darüber hinaus interessieren.

Sind digitale Medien neutral und lediglich Übermittler von Botschaften?

Medien, und hier speziell digitale Medien, sind gerade in der heutigen Zeit wichtig. Dabei kommt es auf den transportierten Inhalt, aber auch das Medium selbst. In der Diskussion über digitale Medien geht es oft um den transportierten Inhalt und weniger um das benutzte Medium selbst. Der Medienwissenschaftler McLuhan hat da eine etwas andere Ansicht.

Für eine medienwissenschaftliche Betrachtung Digitaler Medien ist der von dem kanadischen Medienwissenschaftler Marshall McLuhan formulierte Medienbegriff relevant, wie er in dem häufig zitierten Satz „the medium is the message“ (McLuhan 1968: 15) zum Ausdruck kommt. Die Botschaft eines Mediums ist nach McLuhan die „Veränderung des Maßstabs, Tempos, Schemas, die es der Situation der Menschen bringt“ (ebd.: 22). Das heißt, dass Medien unabhängig vom transportierten Inhalt neue Maßstäbe setzen (ebd.: 21). Digitale Medien setzen im Bereich der Informations-, Kommunikations-, Arbeits- und Lernmöglichkeiten neue Maßstäbe. Der McLuhan’sche Medienbegriff steht im Kontrast zu einem Medienverständnis, wonach Medien neutral sind und lediglich als Übermittler von Botschaften dienen (Carstensen, T. Schachtner, C.; Schelhowe, H.; Beer, R. 2014:11).

Die von McLuhan dargestellte Perspektive auf Medien verschiebt somit den Fokus vom Inhalt mehr auf das Medium selbst. Verwenden wir also digitale Medien in der Arbeitswelt oder auch in der Bildung, so verändern wir „Maßstab, Tempo und Schema“ der (beruflichen) Domäne. Wenn wir in unseren Lehrgängen also auf Moodle und Open Source setzen, und auch die Social Media Kanäle Facebook, Twitter und LinkedIn nutzen, geht es nicht alleine um die Inhalte, sondern auch um das jeweils gewählte Medium selbst.