Überfordern neue Arbeitsformen Menschen und Organisationen?

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Die technischen Entwicklungen sind enorm: Digitalisierung und Transformation ist in aller Munde. Diese Veränderungen sind allerdings nicht nur technologisch, sondern sollten auch die Menschen und ganze Organisationen mitnehmen. Dass das nicht so einfach ist, zeigt eine aktuelle Trendstudie vom Institut für Führung der Universität St. Gallen Bruch/Block/Färber (2016): Arbeitswelt im Umbruch. Von den erfolgreichen Pionieren lernen. Eine gute Zusammenfassung findet sich in dem Beitrag New Work: Viele Unternehmen sind von neuen Arbeitsformen überfordert (Heise vom 27.06.2016):

Agile Strukturen, demokratische Führung und virtuelle Teams sind Kennzeichen einer neuen Arbeitswelt, die vielfach auch mit „New Work“ oder „Arbeiten 4.0“ umschrieben. Doch vielen Unternehmen ist die Transformation in diese neue Welt noch nicht gelungen, wie eine Studie zeigt.

Es ist sicher notwendig, dass sich Menschen und Organisationen verändern, doch sollten auch folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Führung mit Vision und Inspiration
  • Vertrauenskultur
  • Flexible Strukturen
  • Selbstkompetenz der Mitarbeitenden

Der Begriff „Selbstkompetenz“ ist allerdings seltsam, wenn man Kompetenz als Selbstorganisationsdisposition versteht… Der Fokus auf eine so verstandene Kompetenz wird die Selbstorganisation stärken und somit flexiblere Strukturen schaffen. Notwendig dafür ist somit auch ein anderes Führungsverständnis, das auf Vertrauen basiert. Der Kompetenzbegriff scheint also im Zentrum dieser Entwicklungen zu stehen. Siehe dazu auch Freund, R. (2011): Das Konzept der Multiplen Kompetenz auf der Ebenen Individuum, Gruppe, Organisation und Netzwerk.

Künstliche Intelligenz und Menschliche Intelligenz

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Der Intelligenzbegriff wird in allen möglichen und unmöglichen Zusammenhängen und Kategorien verwendet. Es ist daher gut, sich mit dem Konstrukt Intelligenz ein wenig mehr zu befassen. In den letzten Jahren trat die Künstliche Intelligenz immer stärker in den Fokus, und soll an dieser Stelle näher betrachtet werden. Ausgangspunkt ist ein Statement von Wolfgang Wahlster, CEO des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI):

Er plädiert daher dafür, diese Stärken in der Schule deutlicher zu fördern. Es gehe darum, nicht nur Wissen zu lehren, sondern auch das clevere Entscheiden in Alltagssituationen, das Bewerten, das Lernen zu lernen. „Das ist viel wichtiger als reines Fachwissen. Dort liegt der riesige Vorsprung des Menschen vor den Computern.“(Quelle: Künstliche Intelligenz: Uni-Studium verliert an Bedeutung, 27.06.2016).

In Bereichen, in denen die fachliche Tiefe gefragt ist, werden die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz vordringen, und somit akademische Qualifikationen entwerten – so Wahlster. Der Hinweis, dass zur Menschlichen Intelligenz „ebenso die sensomotorische, emotionale und soziale Intelligenz“ gehören, deutet auf ein erweitertes Intelligenzverständnis hin. Diese Entgrenzung von Intelligenz hat eine deutliche Passung zur Theorie der Multiplen Intelligenzen nach Howard Gardner. Er postulierte schon in den 1980er Jahren folgende Intelligenzdimensionen:

  • Sprachliche Intelligenz
  • Logisch-mathematische Intelligenz
  • Musikalische Intelligenz
  • Körperlich-kinästhetische Intelligenz
  • Räumliche Intelligenz
  • Interpersonale Intelligenz
  • Intrapersonelle Intelligenz

Die immer stärkere Nutzung der Künstlichen Intelligenz wird in Zukunft zu einem besseren Verständnis Menschlicher Intelligenz/Intelligenzen führen.  Siehe dazu auch

Daihatsu nutzt Mass Customization

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Es wurde in der Vergangenheit oft darüber diskutiert, und auf Konferenzen propagiert, nun wird es immer mehr Realität: In den letzten Jahren haben die großen Sprünge bei der Anwendung von 3D-Verfahren (Additive Manufacturing) dazu geführt, dass erste Autobauer Mass Customization als hybride Wettbewerbsstrategie nutzen. Der Kleinwagen-Hersteller Daihatsu stellt die Vorteile in dem Artikel Daihatsu opens the era of mass customization (26.06.2016) und in dem folgenden Video vor.

Solche Entwicklungen stelle ich auch in dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK) vor. Weitere Hinweise zu unseren IHK-Lehrgängen finden Sie auf unserer Lernplattform.

Projektmanager (IHK): 2. Präsenztag am Freitag in Mannheim

20160624_083921Am Freitag, den 24.06.2016, hatten wir den zweiten Präsenztag des von uns entwickelten Blended Learning Lehrgangs Projektmanager (IHK) bei der IHK Rhein-Neckar in Mannheim. In der ersten Woche kamen die Teilnehmer sehr gut mit den Inhalten, der Fallstudie und der Lernplattform zurecht. Am zweiten Präsenztag standen u.a. die verschiedenen Projektarten, die Klärung von Anforderungen und erste Problemlösungen auf dem Programm. Sollten Sie an den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen interessiert sein, so können Sie sich auch auf unserer Lernplattform informieren.

Vortrag: Kompetenzen aufbauen – Mitarbeiter entwickeln

2016-06-23-BelmDie Initiative für Ausbildung (Bühler und Görzen GmbH) hatte mich vor einiger Zeit gefragt, ob ich am Unternehmertag Nord (23.06.2016, GartenWerk Dukat in Belm) das Thema „Kompetenzen“ vorstellen könnte. Gerne habe ich die Einladung angenommen, und am Donnerstag zunächst erläutert, warum der Kompetenzbegriff heute so wichtig ist. Anschließend habe ich die verschiedenen Facetten des Kompetenzbegriffs (Selbstorganisationsdisposition) dargestellt und gegenüber anderen Begriffen abgegrenzt. Daraus hat sich dann auch ergeben, wie Kompetenzen von Mitarbeitern – aber auch von Gruppen, dem Unternehmen und seinem Netzwerk – entwickelt werden können (Multiple Kompetenzen). Die verschiedenen Fragen zeigten, wie unterschiedlich die Unternehmen an das Thema herangehen. Für mich war nicht nur die Kulisse im GartenWerk Dukat, sondern auch die Initiative für Ausbildung (Garten- und Landschaftsbau) beeindruckend. Respekt!

Audio: Der Wille zum Wissen

headphone-159569_1280Deutschlandradio Kultur hat wieder einen schönen Audiobeitrag zur Verfügung gestellt (Veröffentlicht am 25.06.2016 und steht bis 01.01.2017 zur Verfügung).. Es geht in der Reihe Helden der Wissensgesellschaft im Gespräch mit Ulrich Johannes Schneider um sein Sachbuch Der Wille zum Wissen.

Ulrich Johannes Schneider u.a. (Hg.): Der Wille zum Wissen
Sommerheft der Zeitschrift für Ideengeschichte
C.H. Beck, 128 Seiten, 14 Euro

Solche Themen besprechen wir auch in dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Wissensmanager (IHK). Weitere Hinweise finden Sie auf unserer Lernplattform.

Informationsabend der IHK Köln am 30.08.2016: Projektmanager (IHK), Innovationsmanager (IHK) und Wissensmanager (IHK)

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Am 30.08.2016 gibt es ab 18.00 Uhr bei der IHK köln einen Informationsabend zu den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen Projektmanager (IHK), Innovationsmanager (IHK) und Wissensmanager (IHK). An dem Abend stelle ich den Aufbau der Lehrgänge vor, und erläutere die Inhalte und den Ablauf. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich zu den drei Lehrgängen zu informieren. Weitere Hinweise finden Sie auch auf unserer Lernplattform.

Innovationsstrategie von Rheinland-Pfalz

risInnovationsstrategien sind wir von Unternehmen gewohnt, doch ist es auch interessant, dass das Land Rheinland-Pfalz eine eigene Innovationsstrategie beschlossen hat (Download). Interessant finde ich, dass diese Strategie zusammen mit der Beratungsfirma Prognos erstellt wurde. Ich frage mich, ob es ein Land nicht selbst schaffen kann, so eine Strategie zu entwickeln. Gerade auf der Basis der europäischen Entwicklungen und des BMBF-Foresight zu Deutschland 2030 erscheint mir das nicht unmöglich zu sein. Insofern sind die Ergebnisse keine große Überraschung, wenn man die genannten Quellen kennt… Solche Zusammenhänge besprechen wir auch in dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK). Weitere Informationen finden Sie auf unserer Lernplattform.