Modelle

Welche Wissensmanagement-Modelle bieten sich an?

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, möchte ich Ihnen hier einige bekannte Modelle vorstellen. Dabei ist zu beachten, dass sich alle mehr oder weniger direkt auf die Geschäftsprozesse einer Organisation beziehen. Jedes Unternehmen sollte Ankerpunkte suchen, von denen aus dann Wissensmanagement weiter systematisiert werden kann:

Das Modell von Probst/Raub/Romhardt (Baustein-Modell) ist wohl das bekannteste. Die Autoren unterscheiden dabei folgende Kernaktivitäten: Wissen identifizieren, Wissen erwerben, Wissen entwickeln, Wissen teilen, Wissen nutzen, Wissen bewahren. Zum äußeren Bereich gehören noch die Wissensziele und die Bewertung (Evaluation).

Das SEKI-Modell von Nonaka/Takeuchi beschreibt die Übergänge implizites/explizites Wissen (und umgekehrt): Sozialisation, Externalisierung, Kombination, Internalisierung.

Reinmann-Rothmeier (Münchener Modell) unterscheidet verschiedene Wissensprozesse: Prozesse der Wissensrepräsentation, Prozesse der Wissensnutzung, Prozesse der Wissenskommunikation, Prozesse der Wissensgenerierung. Darüber hinaus gehören noch die Wissensziele und die Bewertung zum Modell dazu.

Das EU-Modell nennt fünf Wissensmanagent-Aktivitäten: Wissen identifizieren, Wissen erzeugen, Wissen speichern, Wissen teilen, Wissen nutzen. Das Modell orientiert sich offensichtlich an dem Probst-Modell.

Das Fraunhofer IPK Referenzmodell Wissensmanagement unterscheidet: Wissen anwenden, Wissen erzeugen, Wissen speichern, Wissen verteilen. Auch hier ist eine Orientierung am Probst-Modell zu erkennen.

Am vielversprechendsten sind Ansätze, die vom Geschäftsprozess ausgehen: Geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagement.

Weitere Informationen finden Sie in der Kategorie Wissensmanagement.

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