Komplexe Systeme: Ist die Antwort einfach mehr Daten?

Eigene Darstellung nach Mainzer (2008)

Auf der Basis umfangreicher Geburts- und Sterbedaten berechnen Versicherungen seit dem 19. Jahrhundert die durchschnittliche Lebenserwartung von Menschen. Dabei wird eine Normalverteilung und das Gesetz der großen Zahl unterstellt. Die Verwendung von Normalverteilungen ist dabei nicht nur auf Versicherungen beschränkt. Ein weiteres Beispiel für die Nutzung der Normalverteilung ist die Berechnung des Intelligenz-Quotienten. In der Zwischenzeit gibt es deutliche Kritik an diesen Vorgehensweisen.

„Vom zentralen Grenzwertansatz und Normalverteilungen ging die klassische Sicht von Zufall und Wahrscheinlichkeit aus. Sie ist untypisch für komplexe Systeme, in denen sich Ordnungen und Strukturen selbst organisieren. Normalverteilungen setzen nämlich völlig unabhängige Ereignisse voraus. Daher können sie keine Korrelationen und Synergieeffekte von zusammenwirkenden Ereignissen berücksichtigen, die erst zu neuen Formen und Strukturen in Natur und Gesellschaft führen“ (Mainzer, 2008).

In der Abbildung (oben) wird plakativ dargestellt, dass durch zufällige Wechselwirkungen der Systemelemente einer Mikroebene zufällig neue Strukturen auf einer Makroebene entstehen, die nicht auf die einzelnen Systemelemente zurückzuführen sind (Emergenz). Siehe dazu auch Alle reden über Komplexität, doch wer kennt schon Bifurkationspunkte?

In der nächsten Abbildung ist die komplexe Situation in einer Gesellschaft zu erkennen, in der auf der Mikroebene Individuen interagieren und somit Bottom Up Einfluss auf die Makroebene nehmen. Die Makroebene wiederum hat Einfluss auf die Mikroebene (Top Down).

Eigene Darstellung nach Mainzer (2008)

Wir schauen als Bürger noch zu sehr auf die Makroebene (die da oben) und erwarten, dass das komplexe System für alle Beteiligten geregelt (gesteuert) wird. Besser wäre es, wenn mehr Raum für die Entwicklung der Mikroebene geschaffen wird (Ermöglichungsräume), um eine angemessene, selbstorganisierte Antwort auf die gesteigerte Komplexität in unserem Leben geben zu können.

Da das Denken in komplexen Zusammenhängen (komplexen Systemen) in unserer Gesellschaft leider wenig ausgeprägt ist, dominiert immer noch die falsche Annahme, dass alles regelbar und steuerbar sei. Man muss nur viele – ja sehr viele – Daten und Informationen sammeln. Künstliche Intelligenz suggeriert, dass dieser Zustand möglich sein kann – dem ist allerdings nicht so, wie es der Nobelpreisträger Simon schon in seiner eingeschränkten Rationalität erläuterte:

„Allerdings ergeben sich durch die Informationsbeschaffung selbst, Unsicherheit und Ungewissheit, da die Informationen über komplexe Systeme immer auch unvollständig sind, sodass eher von einer begrenzten oder auch eingeschränkten Rationalität auszugehen ist (vgl. Simon 1957/1982, Foss 2003)“ (Freund 2011:19).

Ein komplexes System kann zwar über geeignete Ordnungsparameter beeinflusst werden, doch ist dieser Ansatz oft nicht zu erkennen. Es müssen in einem komplexen System nicht alle Daten erfasst – was nicht möglich ist -, sondern die richtigen Ordnungsparameter gefunden werden. „Wir brauchen eben noch mehr Daten“ ist also eine Antwort, die nicht zu den heute anstehen Fragen passt.

Auf der MCP 2026 (16.-19.09.2026, Balatonfüred, Ungarn) gehe ich darauf in einem Paper ein:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Mein zweites Paper:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Schutzrechte: Alles fing mit einem Lastkahn für Marmorblöcke an

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Wir haben uns daran gewöhnt, dass es verschiedene Schutzrechte gibt, die auf dem Markt durchgesetzt werden können. Schaut man sich beispielsweise die Geschichte des Patents dazu etwas genauer an, so muss man allerdings feststellen, dass es Schutzrechte für Erfindungen erst seit dem 18. Jahrhundert gibt. Augenscheinlich haben die Menschen vor dieser Zeit auch Möglichkeiten gefunden, mit dem Thema umzugehen.

Das erste überlieferte Patent für eine industrielle Erfindung wurde 1421 an den Architekten und Ingenieur Filippo Brunelleschi vergeben. Es gab ihm für drei Jahre das Monopol, einen Lastkahn mit einer Winde herzustellen, der für den Transport von Marmorblöcken verwendet wurde. Im Laufe der folgenden zwei Jahrhunderte breiteten sich solche Privilegien für Erfinder von Italien über Europa aus. (…) Schutzrecht für eine Erfindung gab es erst im 18. Jahrhundert“ (Grassmuck, 2004).

In der Zwischenzeit sind es nicht nur die klassischen Schutzrechte einer industriell geprägten Gesellschaft (siehe dazu DPMA), sondern auch immer mehr die Urheberrechte, die gerade in Verbindung mit den Trainingsdaten von KI-Modellen kontrovers diskutiert werden. In dieser Übergangsphase entstehen rechtlich Graubereiche, die von dynamischen Geschäftsmodellen rigoros ausgenutzt werden.

Es wird sich zeigen, ob wir eine angemessene Lösung finden, die die Rechte aller Beteiligten beachtet, oder ob wir uns eher in eine Gesellschaft hineinbewegen, in der nicht mehr, sondern eher weniger geschützt wird. Manche Entwicklungen wie die von Open Source, Open Science, Open Data, Open Government, Open Innovation usw. zeigen Wege auf, wie das aussehen könnte. Siehe dazu auch Quack, Sigrid und Leonhard Dobusch (2011): Auf dem Weg zur Wissensallmende? In: Aus Politik und Zeitgeschichte 28-30/2011, S. 41-46.

Auf der MCP 2026 (16.-19.09.2026, Balatonfüred, Ungarn) gehe ich darauf in einem Paper ein:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Mein zweites Paper:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Unternehmen sind gut darin, Ideen zu zerstören

Diese Aussage im Blogtitel habe ich in einem Interview gefunden, das mit dem finnischen Professor Alf Rehn schon in 2014 geführt wurde. Darin macht er deutlich, dass es genügend Ideen in den Unternehmen gibt, diese es allerdings schaffen, viele davon zu zerstören, und dadurch Innovationen verhindern.

„Viele Leute glauben, das Problem sei die Menge an Ideen oder das Fehlen von Ideen. Ich kenne Hunderte von Unternehmen, die sagen, sie haben nicht genug Ideen. Aber das ist völlig falsch. Ich habe noch nie einen Betrieb kennengelernt, dem es an Ideen mangelte, niemals, nirgends – und ich habe schon mit den langweiligsten Unternehmen des Planeten zusammengearbeitet. Der Punkt ist vielmehr: Sie sind unglaublich gut darin, Ideen zu zerstören. Sie sind so gut darin, dass sie es nicht einmal merken“ (Interview mit dem finnischen Professor Alf Rehn. In: „Unternehmen sind gut darin, Ideen zu zerstören“, Haufe Online vom 13.10.2014).

Heute können Ideen mit Künstlicher Intelligenz in großer Anzahl generiert und ausgewählt werden. Letztendlich wird das Unternehmen allerdings im Abgleich mit den eigenen Ressourcen und den zu erzielenden Gewinnen entscheiden, ob sie eine Idee umsetzt, oder eben nicht. Dadurch entsteht ein begrenzter Innovationsraum.

Anders sieht es bei einzelnen Usern aus, die seit ca. 2007 (nach Mota, 2011) immer besser in der Lage sind, Ideen auch selbst umzusetzen. Solche Open User Innovation (Eric von Hippel) entgrenzen Innovationen von den Unternehmen und stellen eine bedeutende Möglichkeit dar, endlich das herzustellen, was benötigt wird. Siehe dazu auch Innovationen: Das Europäische Paradox.

Auf der MCP 2026 (16.-19.09.2026, Balatonfüred, Ungarn) stelle ich dazu ein Paper vor:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Mein zweites Paper:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Musik: Wie viel KI steckt in Deinen Playlists?

https://www.deezer.com/explore/de/ai-music-detector/

Überall wird Künstliche Intelligenz verwendet. bei Texten, Bilder, Videos und auch bei der Musik. Doch wieviel KI in den jeweiligen Musik-Titeln stecken wird uns oftmals nicht mitgeteilt. Um das herauszufinden, hat der Musik-Streamingdienst Deezer eine Plattform (Detector) geschaffen, auf der jeder seine Playlists – auch von verschiedenen Anbietern – überprüfen lassen kann.

Einerseits ein interessantes PR-Feature der Firma, andererseits setzt er andere Streamingdienstleister unter Druck, transparenter bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Musiktiteln zu werden. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich diese Plattform und die neue Kennzeichnungspflicht von KI-generierten Inhalten ab 02. August 2026 auswirken werden.

Article 50 of the EU AI Act introduces transparency obligations in four situations:
(1) when AI interacts directly with people,
(2) when AI generates synthetic content,
(3) when AI is used for emotion recognition or biometric categorisation, and
(4) when AI creates deepfakes or text published on matters of public interest.
Quelle: EU AI ACT Article 50

AI Economics Indicators – it all starts with trust

Beschäftigungstrend nach der Einführung von ChatGPT (Quelle: https://digitaleconomy.stanford.edu/project/indicators/)

Die Entwicklungen bei Künstlicher Intelligenz sind sehr dynamisch, sodass manche Studien schon der Realität hinterherhinken, wenn sie veröffentlicht werden. Weiterhin gibt es auch Studien, die sich mit der selben Thematik befassen, aber zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen führen. – wem kann man da vertrauen?

Es ist daher gut, das die Stanford University nun eine Plattform veröffentlicht hat, auf der viele graphische Auswertungen zu unterschiedlichen Fragestellungen zu finden sind.

„Yet we lack timely, trusted ways to measure how these changes are affecting work, productivity, and value creation in the economy. (…) We believe that a better understanding of the technology’s effects will lead to better decisions“ (Quelle

Stanford Digital Economy Lab. „AI Economic Indicators.“ Accessed [16th of June 2026]. https://digitaleconomy.stanford.edu/project/indicators/

In der Abbildung wird z.B. deutlich, wie sich der Beschäftigungstrend nach der Einführung von ChatGPT auf die verschiedenen Altersstrukturen ausgewirkt hat. Die Beschäftigungstrend geht beispielsweise für die Personen zwischen 22-25 Jahren im Vergleich zum November 2022 zurück.

Siehe dazu auch Künstliche Intelligenz – It All Starts with Trust.

Design heute: Entwicklung von Möglichkeiten, wie andere selbst kreativ sein können

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Wir bewundern oft das Design von Produkten (Gegenständen), die von anderen – meist berühmten Designern – entworfen und umgesetzt wurden. Es ist also eher etwas, das man bei anderen findet – sogar eher bei der Künstlichen Intelligenz als bei uns selbst.

„We are treating humans as robots and ai as creatives. it is time to flip the equation“ (David de Cremer in Bornet et al. 2025).

In der Zwischenzeit wird gerade bei gesellschaftlichen Veränderungen deutlich, dass sich dieses Verständnis von Design ändert, denn es geht hier immer häufiger darum, die Kreativität der Menschen in die vielen Prozesse mit einzubinden.

Das persönliche Design-Verständnis wird dabei zu einem wichtigen Beitrag im Transformationsprozess. Das neue Verständnis von Design will Wege entwickeln, wie andere dies (kreativ Probleme lösen) selbst tun können. In dem Buch von Hyysalo (2025) werden alle Zusammenhänge umfangreich dargestellt.

„Meanwhile there already are concrete, doable, and demonstrated ways by which design can become a major contributor to social and environmental change. These ways rest in shifting design from a creative act of defining and solving problems to developing ways by which others can do so“ (Hyysalo, S. (2025) Design Participation | eBook).

Diese Strömungen im Design habe eine ganz praktische Relevanz, wenn es um Open User Innovation (Eric von Hippel) geht. Auch hier geht es darum User zu befähigen, in ihrem eigenen Kontext Probleme zu lösen und eigene Produkte zu entwickeln und herzustellen..

Auf der MCP 2026 stelle ich dazu ein Paper vor:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Mein zweites Paper:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Wie hängen Innovationen, Fehlerkosten und Restrukturierungskosten zusammen?

In Zeiten von disruptiven Innovationen – also Innovationen, die die Spielregeln ganzer Branchen verändern – kommt es darauf an, diese Innovationen schnell zu entwickeln und anzuwenden. Dafür wird Geld benötigt, das auf dem Markt aufgenommen, oder auch von Nationen zur Verfügung gestellt wird.

Der größte Teil des Geldes kommt allerdings vom Finanzmarkt, der natürlich daran interessiert ist, Rendite zu erzielen. Investoren schauen dabei auch darauf, wie mit Fehlentwicklungen umgegangen werden kann, wenn ca. 80% der Projekte nicht erfolgreich, und nur 20% rentabel sein sollten. Bei so einem Verhältnis kommt es auch darauf an, wie man mit den Unternehmen umgeht, die wenig erfolgreiche Projekte umgesetzt haben und daher Kosten für diese Fehler entstehen. Es muss in diesen Unternehmen restrukturiert werden, und das kostet. Wie die folgende Tabelle zeigt, sind die Restrukturierungskosten pro Mitarbeiter in den jeweiligen Ländern extrem unterschiedlich.

LandRestructuring costs
per employee
(months of salary)
Frankreich38
Italien49
Spanien63
Niederlande31
United Kondom18
Schweden10
USA7
Dänemark3,3
Schweiz2.5
Deutschland31
Coste, O. (2026) The Cost of Failure and Europe’s Innovation Gap. Evidence and Policy Options (Workshop)

Wenn jemand die Zahlen von Deutschland und den USA vergleicht kommt oft der Einwand, dass wir in Deutschland ja keine Hire and Fire – Mentalität haben wollen – immerhin sind wir ja auf die soziale Absicherung von Arbeitsplätzen stolz.

Der Vergleich zu Dänemark oder Schweden zeigt allerdings, dass es durchaus möglich ist, zwischen den beiden Extremen (Soziale Absicherung – Hire and Fire) eine Lösung zu etablieren, die innovativ erscheint und auch wirkungsvoll ist, denn Dänemark und Schweden sind auch im Innovationsranking „weit vorne“. Dänemark nutzt Flexicurity dafür. Man sieht leicht, dass dieses Wort eine Kombination von Flexibility und Security ist. Siehe dazu Flexicurity: Flexibel und sicher – geht das?

Es scheint also einen Zusammenhang zwischen der mangelnden Innovationsbereitschaft, den Kosten für Fehler und den dazu erforderlichen Restrukturierungskosten zu geben. Wenn wir also in Europa mehr Innovationen, und nicht nur Inventionen, haben wollen, sollten wir den Umgang mit den Kosten für Fehler erheblich reduzieren. Europäische Länder wie Dänemark und Schweden – oder auch die Schweiz – zeigen auf, wie das machbar ist.

„Es ist nicht genug zu wissenman muss es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollenman muss es auch tun“ Johann Wolfgang von Goethe.

Gemeinwohl-Ökonomie – Economy of Common Goods

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Die Folgen des Wirtschaftens der letzten 100 Jahre zeigen, dass es Zeit ist, neue Wege zu gehen. Neben den klassischen alten Denkweisen (mehr oder weniger Markt usw.) werden auch immer mehr alternative, innovative Ansätze diskutiert. Einer davon ist der von Christian Felber geprägte Begriff der „Gemeinwohl-Ökonomie“ (Wikipedia).

Felber, Christian (2010) Die Gemeinwohl-Ökonomie – Das Wirtschaftsmodell der Zukunft. Deuticke. ISBN 978-3-552-06137-8.

Eine in 2010 gegründete Initiative hat in der Zwischenzeit schon mehr als 11.000 Mitglieder – erstaunlich. Einen weiteren Push bekommt diese Entwicklung aktuell durch die Veröffentlichung von Mariana Mazzukato, einer renommierten Professorin am University College London:

Mazzukato, Mariana (2026) The Common Goods Economy. A News Compass.

Das Buch ist in der Zwischenzeit in viele Sprachen übersetzt worden. Weiterhin ist Mariana Mazzukato eine gefragte Rednerin auf verschiedenen Veranstaltungen..

„In The Common Good Economy, Mariana Mazzucato builds on her visionary ideas of the entrepreneurial state and mission-oriented policies to establish a new theory of the common good, one which allows governments and businesses to develop purposeful economic relationships, creating value and building spaces where human flourishing can happen. She argues that how we achieve collective goals – through collective action, participation and reciprocity – matters as much as what those goals are. The book provides a practical ‘common good compass’ to help navigate our economies in a radically different direction“ (ebd.).

Für mich interessant ist diese Entwicklung deshalb, weil sich auch über Open User Innovation (Eric von Hippel) ein Trend zu einer eher selbstorganisierten „Gift Economy“ ergeben kann. In einem meiner zwei Paper für die MCP 2026 in Balatonfüred, Ungarn, gehe ich auf diese Zusammenhänge ein. Siehe dazu auch

Von der Market Economy zur Self-organized Gift Economy

Society 5.0? Was ist das nun schon wieder?

Anthropic: Anweisung der US-Regierung, den Zugang zu Fable 5 und Mythos 5 auszusetzen

https://www.anthropic.com/news/fable-mythos-access

Die US-Regierung hat Anthropic angewiesen, den Zugang zu Fable 5 und Mythos 5 auszusetzen. Das ist schon ein starker Eingriff in die Geschäfte von Antropic – und eine Art von Regulierung. Kein Wunder also, dass sich Anthropic mit einer ausführlichen Stellungnahme dazu geäußert hat:

Statement on the US government directive to suspend access to Fable 5 and Mythos 5 (Antropic, 12.06.2026).

Dieser Vorgang ist deshalb so erstaunlich, da es ja gerade die US-Regierung war, die der Europäischen Union in der Vergangenheit vorgeworfen hat, den Markt für Künstliche Intelligenz zu stark zu regulieren. Siehe dazu auch Bris, A. (2025): SuperEurope: The Unexpected Hero of the 21st Century.

Wie Sie als Leser unseres Blogs wissen, plädieren wir bei Künstlicher Intelligenz dazu, Open Source KI zu nutzen.

Auf der MCP 2026 stelle ich dazu auch ein Paper vor:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

In meinem zweite Paper geht es um:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

MCP 2026: Peer Reviews zu meinen zwei Paper erhalten

https://mcp-ce.org/

Für die MCP 2026 – 16.-19.09.2026 in Balatonfüred, Ungarn – hatte ich zwei Abstracts eingereicht, die angenommen wurden. Anschließend habe ich an beiden Paper gearbeitet, und diese dann eingereicht. Das jeweils ausführliche Feedback habe ich nun als Peer Review erhalten.

Peer Review ist ein Evaluationsverfahren zur Qualitätssicherung einer wissenschaftlichen Arbeit oder eines Projektes durch unabhängige Gutachter aus dem gleichen Fachgebiet („Peers“). Peer Review gilt im heutigen Wissenschaftsbetrieb als eine Standard-Methode, um die Qualität wissenschaftlicher Publikationen zu gewährleisten“ (Quelle: Wikipedia).

Wenn man sich mit verschiedenen Themen so intensiv über eine längere Zeit beschäftigt ist es wichtig, dass andere sich das Ergebnis ansehen. Anhand des Peer Reviews kann ich nun meine Paper weiter optimieren und letztendlich abgeben. Anschließend werde ich meine beiden Präsentationen vorbereiten.

Ich bin schon sehr gespannt, welche Diskussionen sich aus meinen Überlegungen auf der Konferenz ergeben. Der persönliche Austausch mit verschiedenen Kollegen aus unterschiedlichen Ländern, und das Networking sind unbezahlbare Erfahrungen. Wir – Jutta und ich – freuen uns schon jetzt auf die Konferenz-Woche im September.

Die Titel meiner beiden Paper:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework