Österreichische Verwaltung setzt bei Künstlicher Intelligenz auf Mistral

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Die vielfältigen Abhängigkeiten Europas, u.a. bei Energie und Digitalisierung sind in der Zwischenzeit allen leidvoll bewusst geworden. In den letzten Jahren wird daher immer mehr versucht, auf unabhängige Lösungen zu setzen.

Das bedeutet bei der Energie natürlich, erneuerbare Energie auszubauen. Bei der Digitalisierung geht es um eine weitgehende Digitale Souveränität. In vielen europäischen Verwaltungen werden auch schon erste erfolgreiche Schritte sichtbar.

Vielen Verwaltungen wird langsam aber sicher auch klar, wie viel Geld sie an Rahmenverträgen, Lizenzen und Software an Big-Tech gezahlt zahlen müssen. Es sind in Deutschland 13,6 Milliarden Euro pro Jahr (Quelle: Golem 04.07.2025).

In der Zwischenzeit gibt es viele Open Source Anwendungen die als Alternativen zur Verfügung stehen. Das dänische Digitalministerium ersetzt beispielsweise Microsoft Office durch Libre Office, Schleswig-Holstein setzt in der Verwaltung auf Nextcloud usw. usw.

Einen Schritt weiter geht die Österreichische Verwaltung, die in Zukunft verstärkt Künstliche Intelligenz einsetzen will. Dabei hat man sich im Sinne der genannten Überlegungen für ein europäisches (französisches) KI-Modell entschieden: DSGVO-konform und Open Source.

Gerade beim Einsatz von KI im Staat ist digitale Souveränität entscheidend. Deshalb arbeiten wir an einer gemeinsamen Infrastruktur, die unsere Daten schützt und gleichzeitig Innovation ermöglicht.“ Deshalb laufen auf den GPUs im Bundesrechenzentrum auch bevorzugt europäische Modelle – also etwa Mistral AI aus Frankreich. Dies soll volle Souveränität über die Daten garantieren“ (Zellinger, P. (2026): Es wird ernst: Künstliche Intelligenz zieht in die österreichische Verwaltung ein, in Der Standard vom 10.03.2026.

In dem Beitrag wird auch erwähnt, dass für nicht so sicherheitsrelevante Bereiche auch andere KI-Modelle genutzt werden können. Doch was ist in Öffentlichen Verwaltungen nicht sicherheitsrelevant?

Siehe dazu auch

Digitale Souveränität: Mistral 3 KI-Modell-Familie veröffentlicht

Mistral Le Chat: Eine europäische Alternative zu ChatGPT

Mistral Le Chat: Ersten persönlichen Agenten zu User Innovation angelegt

Wenn alle die selben KI-Workflows nutzen entsteht eine wissenschaftliche Monokultur

AI monoculture feedback loop (Traberg et al. 2026)

In allen möglichen Kontexten soll und wird Künstliche Intelligenz genutzt. Dabei dominieren in unserem Kulturkreis die von den amerikanischen Konzernen entwickelten GenAI-Modelle. Diese werden in allen privaten und organisatorischen Prozessen integriert. Ein Großteil der Personen und Organisationen nutzen dabei die gleichen KI-Workflows.

Das hat beispielsweise im wissenschaftlichen Kontext einen unschönen Effekt: Dadurch, dass alle Wissenschaftler mehr oder weniger stark die selben GenAI-Modelle für ihre Arbeiten nutzen, kommt es zu einer Art „wissenschaftlicher Monokultur„.

Traberg, C.S., Roozenbeek, J. & van der Linden, S. AI is turning research into a scientific monoculture. Commun Psychol 4, 37 (2026). https://doi.org/10.1038/s44271-026-00428-5

In der Abbildung ist der Kreislauf mit seinen einzelnen Schritten dargestellt. Es wird deutlich, dass es sich hier um eine Art Generator handelt, also ein sich selbst verstärkender Wirkungskreislauf.

Auch hier wird deutlich, dass es gut ist, verschiedene KI-Modelle für wissenschaftliche Arbeiten zu nutzen, und die jeweiligen Ergebnisse zu bewerten.

Es stellt sich natürlich auch gleich die Frage, ob diese „wissenschaftliche Monokultur“ auch bei Innovationsprozessen vorkommt. Auch hier nutzen viele Personen und Unternehmen oftmals die gleichen KI-Modelle.

KI-Agenten per Drag & Drop: Langflow for Desktop

https://www.langflow.org/desktop

Langflow ist Open Source basiert und bietet die Möglichkeit, einfache Flows oder auch komplexere KI-Agenten per Drag & Drop zu erstellen.

„Langflow is a powerful tool to build and deploy AI agents and MCP servers. It comes with batteries included and supports all major LLMs, vector databases and a growing library of AI tools“ (Langflow-Website).

Wir haben Langflow auf einem Server installiert, und einige Tests dazu durchgeführt – inkl. der Nutzung von Ollama. Unser Ziel ist es mit einfachen Tools, die Open Source basiert sind und kleine, frei verfügbare Trainingsmodelle (Small Language Models) zu nutzen. Siehe dazu unsere Blogbeiträge zu Langflow.

In diese Richtung geht nun auch die Möglichkeit, Langflow auf dem eigenen Desktop zu nutzen. Dazu kann man sich auf dieser Website die App herunterladen und installieren.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Es ist kein Server erforderlich, auf dem Langflow installiert werden muss. Der Nachteil ist allerdings auch klar: Je nach Hardware-Ausstattung des eigenen Desktops sind die Möglichkeiten zur Nutzung größerer Modelle (Large Language Models) noch begrenzt. Wir werden es auf jeden Fall einmal ausprobieren.

Künstliche Intelligenz und das Herkunftsproblem – provenance problem

Conceptual technology illustration of artificial intelligence. Abstract futuristic background

In meinen Konferenz-Paper der letzten Jahrzehnte habe ich natürlich immer darauf geachtet, die jeweilige Quelle anzugeben. Damit ist aus wissenschaftlicher Sicht gewährleistet, dass deutlich wird, was von einem anderen Autor, und was von mir stammt.

Mit der gleichen Vorgehensweise erstellen wir auch unsere Blogbeiträge. Da wir dafür keinen KI-generierten Content nutzen, kann der Leser darauf vertrauen. Das ist besonders wichtig, da Vertrauen die Basis für die Arbeit mit Künstlicher Intelligenz ist it all starts with trust.

Sollte also jemand Künstliche Intelligenz für seine Blogbeiträge, oder sogar für seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen nutzen, steht er vor mehreren Herausforderungen, denn das jeweils verwendete KI-Modell zeigt nicht immer auf, welche Quelle es verwendet hat.

Texte, die originalgetreu von anderen übernommen wurden, werden zwar bei einigen KI-Modellen gekennzeichnet, doch andere Texte sind möglicherweise von der KI selbst zusammengestellt worden. Earp et al. (2025) haben das in einem veröffentlichten Paper als Herkunftsproblem (provenance problem) bezeichnet:

„Suppose the LLM trained on, but does not mention, Smith’s text. And suppose we have never read it or even heard of Smith or her work. So, we don’t cite the paper either. Still, our essay now inherits — via nebulous, machine-mediated means — a distinctive insight that Smith developed but for which she receives no credit“

Source: Earp, B.D., Yuan, H., Koplin, J. et al. LLM use in scholarly writing poses a provenance problem. Nat Mach Intell 7, 1889–1890 (2025). https://doi.org/10.1038/s42256-025-01159-8.

Es handelt sich dabei also nicht um Plagiate, sondern um eine subtilere Art der Verschleierung der Herkunft.

Im wissenschaftlichen Kontext wird das thematisiert, doch wie sieht es mit der privaten Nutzung der allseits eingesetzten KI-Modelle wie ChatGPT, Gemini, Anthropix, Grok etc. aus, die man als Black Box bezeichnen kann?

Da deren Trainingsdaten nicht transparent sind, ist das Herkunftsproblem natürlich auch hier vorhanden, doch die einzelnen Nutzer reflektieren über die Ergebnisse nicht so, wie es Wissenschaftler tun, die auf Qualität achten.

Dadurch werden alle möglichen und unmöglichen KI-Resultate weitergegeben und sind dann wiederum Bestandteil der nächsten Ergebnisse. In dem gesamten System entsteht so eine Unschärfe, die auch zu Manipulationen genutzt werden kann.

Minerva AI LLM: Das italienischsprachige KI-Modell

https://minerva-ai.org/

In dem Blogbeitrag Open Source AI-Models for Europe: Teuken 7B – Training on >50% non English Data hatte ich schon erläutert, wie wichtig es ist, dass sich Organisationen und auch Privatpersonen nicht nur an den bekannten AI-Modellen der Tech-Giganten orientieren.

Die dort oftmals hinterlegten Daten, die natürlich zum überwiegenden Teil in Englisch (oder Chinesisch) vorliegen, spiegeln nicht die vielfältige europäische Kultur mit ihren vielen Nuancen wieder. Kulturelle Bereiche, definieren sich oftmals über die jeweilige Sprache.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass es in den jeweiligen europäischen Ländern einen Trend gibt, KI-Modelle zu entwickeln, die die jeweilige sprachlichen Besonderheiten beachten – wie z.B. Minerva AI LLM:

Minerva AI LLM is the first family of Large Language Models pretrained from scratch in Italian developed by Sapienza NLP in collaboration with Future Artificial Intelligence Research (FAIR) and CIN AIECA. The Minerva models are truly-open (data and model) Italian-English LLMs, with approximately half of the pretraining data composed of Italian text. You can chat with Minerva for free directly through the app — it’s easy, fast, and open to everyone.

Es handelt sich also um eine Modell-Familie, die offen für jeden nutzbar ist. Es zeigt sich auch hier wieder, dass Künstliche Intelligenz auf Vertrauen basieren muss, damit sie den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen gerecht werden kann. Siehe dazu auch beispielhaft

Künstliche Intelligenz – It All Starts with Trust

Open EuroLLM: Ein Modell Made in Europe

Spanisch: Open Source AI: Veröffentlichung der ALIA AI Modelle für ca. 600 Millionen Spanisch sprechender Menschen weltweit

Schwedisch: GPT SW3

Mistral Le Chat: Ersten persönlichen Agenten zu User Innovation angelegt

Eigener Screenshot: Meine Agenten in Le Chat (Angemeldet)

In den Blogbeitrag Mistral Le Chat: Eine europäische Alternative zu ChatGPT hatte ich schon einen ersten Test der Version thematisiert, die man ohne Anmeldung und kostenlos nutzen kann (Europäisch und DSGVO-konform).

Im nächsten Schritt habe ich mich bei Mistral Le Chat angemeldet, wodurch weitere Optionen kostenlos zur Verfügung stehen. Darunter ist auch die Möglichkeit, Agenten zu nutzen. Die obere Abbildung zeigt einen Screenshot, mit einem von mir angelegten Agenten „User Innovation„.

Das Ziel des Agenten ist es, meinen persönlichen Innovationsprozess zu unterstützen. Dabei möchte ich (natürlich) Open Source AI und frei verfügbare Daten nutzen.

Die folgende Grafik zeigt einen Ausschnitt aus den generierten Abfragen. Ich muss zugeben, dass ich durchaus von der Qualität der Antworten überzeugt bin. Mal sehen, wie weit ich mit meinen Überlegungen und Le Chat komme.

Eigener Screenshot – Mistral Le Chat, angemeldet, Agent anlegen

Bertelsmann Stiftung: Innovative Milieus 2026

https://pub.bertelsmann-stiftung.de/Innovative-Milieus-2026

Schon sehr lange ist der Trend deutlich: Deutschland verliert bei Innovationen immer mehr den Anschluss an die Weltspitze. Nicht umsonst sind wir bei vielen Technologien in eine Abhängigkeit geraten, die unserer gesamten Gesellschaft zu schaffen macht. Siehe dazu auch: Das Europäische Paradox.

Die Anzeichen sind schon lange sehr deutlich, doch mehr Geld für Forschung und Entwicklung und mehr Innovationspreise haben bisher keine Änderungen im Trend ergeben. Die aktuelle Bertelsmann-Studie Innovative Milieus 2026 weist auch noch einmal darauf hin:

„Die Innovationslandschaft in Deutschland verliert weiter an Substanz. 2026 gehören nur noch 13 Prozent der Unternehmen zur Innovationsspitze. Gleichzeitig umfasst der innovationsferne Bereich inzwischen nahezu 40 Prozent der Unternehmenslandschaft. Seit 2019 ist der Anteil innovationsstarker Unternehmen damit kontinuierlich gesunken“ (Ergebnisse kompakt).

Darüber hinaus gibt es auch noch interessante Verschiebungen in den Innovations-Milieus:

„Parallel dazu ist der innovationsferne Bereich deutlich gewachsen. Der Anteil der Zufälligen Innovatoren und der Unternehmen ohne Innovationsfokus liegt inzwischen bei nahezu 40 Prozent (2019: 27 Prozent). Innovation verliert damit in der Breite an strategischer Verankerung“ (Ergebnisse vertieft).

Diese strukturellen Veränderungen können allerdings auch anders interpretiert werden:

Da der Begriff Innovation auf Unternehmen bezogen ist, erscheinen User Innovation (Eric von Hippel) nicht in der Statistik, und somit auch nicht in den Milieus.

Die Verschiebungen bei den unternehmensbezogenen Innovationen deuten möglicherweise auf eine Entgrenzung der Innovationslandschaft hin, die sich in einem größeren Milieu zu User Innovation zeigen würde. Dieser Teil der Innovationslandschaft wird allerdings in der Studie nicht berücksichtigt. Siehe dazu auch

Eric von Hippel (2017): Free Innovation.

Von Mass Personalization zu Open User Innovation.

Künstliche Intelligenz: Produktivität steigt und Innovation stagniert?

Es ist schon erstaunlich, was man alles mit Künstlicher Intelligenz (GenAI) machen kann. Der Schwerpunkt scheint aktuell darauf zu liegen, in Organisationen die Abläufe zu verbessern, um die Produktivität zu erhöhen.

Weiterhin werden die KI-Modelle immer intuitiver und einfacher, was die Anwendung von KI scheinbar immer leichter macht.

Eine aktuelle Studie (Liu et al. 2026) kommt allerdings zu dem Schluss, dass, je leichter KI (GenAI) angewendet werden kann, umso wichtiger ist der Mensch, der die „harte Arbeit“ erledigen muss.

„The uncomfortable truth: the easier AI gets, the more valuable the people who still do the hard work become — and the more urgently organisations need to protect the conditions that produce them“ (Liu et al 2026).

Weiterhin wird in der selben Studie auf den Zusammenhang zwischen der Produktivität bei der Nutzung von KI und Innovation durch KI eingegangen: Die Produktivität steigt, doch Innovation (das Innovations-Niveau) stagniert.

Das liegt laut Studie an den „good enough“ – Antworten der üblichen KI-Modelle, die zu wenig „Friktion“ bieten, um Innovationen zu pushen.

Wenn alles zu einfach und zu leicht ist, kann das dann jeder und es ist nichts Neues mehr im Sinne einer Innovation. Die Autoren empfehlen daher ein angemessenes Maß an Friktion in der Organisation zu etablieren. Dazu wurde auch ein erstes geeignetes Framework entwickelt.

Mistral Le Chat: Eine europäische Alternative zu ChatGPT

https://chat.mistral.ai/chat

Auf die neue Mistral 3 KI-Modell-Familie hatte ich schon im Dezember 2025 in einem Blogbeitrag hingewiesen. Das französische Start-Up wurde 2023 gegründet: „(…) the company’s mission of democratizing artificial intelligence through open-source, efficient, and innovative AI models, products, and solutions“ (Quelle: Website).

Dieses Demokratisieren von Künstlicher Intelligenz durch Open Source, als europäischer und DSGVO-konformer Ansatz, ist genau der Weg, den ich schon in verschiedenen Beiträgen vertreten habe. Es ist daher interessant, auch den in 2024 veröffentlichten Bot Le Chat im Vergleich beispielsweise zu ChatGPT zu testen.

Die Abbildung weiter oben zeigt die Landingpage für Le Chat mit einem einfachen Feld für die Eingabe eines Prompts. Man kann die Leistungsfähigkeit des Bots testen, ohne sich anmelden zu müssen. Ich habe mich also zunächst nicht angemeldet und einfach einmal eine Frage eingegeben, die mich aktuell beschäftigt: Es geht um die Unterschiede zwischen den Auffassungen von Henry Chesbrough und Eric von Hippel zu Open Innovation.

Ausschnitt aus der Antwort zum eingegebenen Prompt

Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus der umfangreichen Antwort auf meine Frage, inkl. der generierten Gegenüberstellung der beiden Ansichten auf Open Innovation. Die Antwort kam sehr schnell und war qualitativ gut – auch im Vergleich zu ChatGPT.

Mistral Le Chat ist ein europäisches Produkt, das auch der DSGVO unterliegt und darüber hinaus neben französisch- und englischsprachigen, auch mit deutschsprachigen Daten trainiert wurde. Es ist spannend, sich mit den Mistral-KI-Modellen und mit Le Chat intensiver zu befassen.

Wir haben den kostenpflichtigen ChatGPT-Account in der Zwischenzeit gekündigt, und werden mehr auf Modell-Familien wie Mistral 3 und Mistral Le Chat setzen. Wir sind gespannt, wie sich die Open Source Alternativen in Zukunft weiterentwickeln – ganz im Sinne einer Digitalen Souveränität. Siehe dazu auch

Weitere Open Source AI-Modelle ausprobieren.

Das Kontinuum zwischen Closed Source AI und Open Source AI.

Open Source AI: Warum sollte Künstliche Intelligenz demokratisiert werden?

Open Source AI: Besser für einzelne Personen, Organisationen und demokratische Gesellschaften.

Mit KI-Modellen ist es möglich, Personen zu de-anonymisieren

Quelle: Lermen et al. (2026)

Im Netz sind auch Personen unterwegs, deren Identität nicht bekannt ist. Für manche ist es der Schutz ihrer persönlichen Privatsphäre, für andere bietet Anonymität im Netz die Möglichkeit, Beiträge zu verfassen, die andere diffamieren.

Forscher von der ETH Zürich, MATS Research und Anthropic sind einmal der Frage nachgegangen, ob es mit den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz in großem Maßstab möglich ist, zu de-anonymisieren. In dem Paper von Lermen et al. (2026) wurde die Vorgehensweise und die Ergebnisse ausführlich dargestellt.

Die Abbildung zeigt, wie aus einem einzelnen Interview mit Hilfe eines Large Language Models (LLM) ein Profil erstellt wurde, und abschließend ein KI-Agent die Person identifizieren konnte.

„End-to-end deanonymization from a single interview transcript from (details altered to protect the subject’s identity). An LLM agent extracts structured identity signals from a conversation, autonomously searches the web to identify a candidate individual, and verifies the candidate matches all extracted claims“ (Lermen et al. (2026): Large-scale online deanonymization with LLMs | PDF).

Die technischen Möglichkeiten haben nun zwei Effekte: (1) Anonyme Nutzer im Netz, die sich strafbar machen, können identifiziert werden. (2) Für Nutzer, die ihre Anonymität aus den verschiedenen Gründen wahren möchten, reicht ein Pseudonym im Netz in Zukunft wohl nicht mehr aus.