Künstliche Intelligenz: System – Umwelt – Mensch

KI-Modelle sind auch Systeme, die selbstorganisiert, autopoietisch agieren. Es wundert daher nicht, dass bei der Beschreibung von KI-Systemen die üblichen Begriffe aus der Systemtheorie verwendet werden. Doch schauen wir uns einmal an, was beispielsweise mit dem Begriff Autopoiesis ursprünglich gemeint war. „Das Kunstwort Autopoiesis, das sich aus den griechischen Worten autos (selbst) und poiein (=machen) …

Künstliche Intelligenz: Für agglutinierende Sprachen wie Ungarisch, Baskisch, etc. reichen die üblichen KI-Modelle nicht aus

In früheren Beiträgen hatte ich schon darauf hingewiesen, dass der Großteil der Trainingsdaten der bekannten KI-Modelle aus englischsprachigen (chinesischen) Elementen zusammengesetzt sind. Das Open Source AI-Modell für Europa Teuken 7B hat hier angesetzt, und enthält daher mehr als 50% non englisch data. Es stellt sich dabei natürlich auch die Frage, warum es so wichtig ist, …

Künstliche Intelligenz: Verstärkt Personalisierung Schmeicheleien? Ergebnisse einer Studie

Immer mehr Menschen nutzen Künstliche Intelligenz, um gesundheitliche oder psychologische Themen zu analysieren. Der Ratgeber ist dann also nicht der Arzt oder der Psychologe, sondern ChatGPT oder andere bekannte KI-Modelle. Bei der Kommunikation Mensch – KI dringt die KI immer tiefer in das Profil des Menschen ein. Die Profile werden dann auch dazu genutzt, dem …

Künstliche Intelligenz: Das polnische Sprachmodell PLLuM

Es ist schon erstaunlich, wie dynamisch sich in Europa länderspezifische Large Language Models (LLMs) und europäische LLMs entwickeln. In 2024 wurde beispielsweise Teuken 7B veröffentlicht, über das wir in unserem Blog auch berichtet hatten. Siehe dazu Open Source AI-Models for Europe: Teuken 7B – Training on >50% non English Data. Weiterhin wurde Open EuroLLM veröffentlicht, ein „Large language Model made …

Warum es nicht angemessen erscheint, Künstliche Intelligenz und Menschliche Intelligenz zu verwechseln

Seit langem geht es um die Frage, ob es möglich ist, Künstliche Intelligenz mit Menschlicher Intelligenz zu vergleichen. In der Zwischenzeit mehren sich dazu die Meinungen, dass dieser Vergleich ein Kategorienfehler sein kann. Siehe dazu beispielhaft Künstliche Cleverness statt Künstliche Intelligenz? Auch Walter Quattrociocchi, Full Professor of Computer Science at Sapienza University, hat in verschiedenen …

Künstliche Intelligenz und Mensch: Eine Meister-Lehrling-Beziehung?

Für komplexe Problemlösungen ist es wichtig, implizites Wissen zu erschließen. Wenig überraschend stellt Polanyi daher die Meister-Lehrling-Beziehung, in der sich Lernen als Enkulturationsprozess vollzieht, als essentielles Lern-Lern-Arrangement heraus: „Alle Kunstfertigkeiten werden durch intelligentes Imitieren der Art und Weise gelernt, in der sie von anderen Personen praktiziert werden, in die der Lernende sein Vertrauen setzt“ (PK, …

Künstliche Cleverness statt Künstliche Intelligenz?

Sir Roger Penrose ist u.a. Mathematiker und theoretischer Physiker. In 2020 hat er eine Hälfte des Nobelpreises für Physik erhalten. Penrose hat sich darüber hinaus recht kritisch mit Künstlicher Intelligenz auseinandergesetzt. Er ist zu der Auffassung gelangt, dass man nicht von Künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence), sondern eher von Künstlicher Cleverness (Artificial Cleverness) sprechen sollte. Dabei …

Künstliche Intelligenz: Pfadentstehung und Pfadbrechung

Bei Innovationen wird oft die Theorie der Pfadabhängigkeit thematisiert. Dabei ist am Anfang, in der Phase I der Entscheidungsselektivität, die Variationsbreite noch groß. Mit der Zeit wechselt die Situation (Critical Juncture) in die Phase II der positiven Rückkopplungen. Hier ist der Handlungsspielraum noch immer groß, doch die verfügbaren Varianten reduzieren sich. Eine gewisse Gewohnheit stellt …

Künstliche Intelligenz: Es ist so bequem, unmündig zu sein

Der Wahlspruch der Aufklärung lautet: „Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Die Aufklärung stellt somit die eigene Wissenskonstruktion in den Mittelpunkt. Was würde also passieren, wenn sich jeder seines eigenen Verstandes bedienen, und sich nicht mehr so abhängig machen würde?  Immerhin ist es den meisten Menschen in Europa heute viel problemloser als früher möglich, seinen …

Künstliche Intelligenz – It All Starts with Trust

In einem eher unsicheren und turbulenten Umfeld kann es dazu kommen, dass man als Einzelner, oder als Organisation anderen Menschen, oder anderen Organisationen, misstraut. Das wiederum führt dazu, dass alle Abläufe bis ins Detail geregelt und kontrolliert werden – getreu dem Spruch „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Das funktionierte auch in einer eher sich …