Künstliche Intelligenz und das Herkunftsproblem – provenance problem

In meinen Konferenz-Paper der letzten Jahrzehnte habe ich natürlich immer darauf geachtet, die jeweilige Quelle anzugeben. Damit ist aus wissenschaftlicher Sicht gewährleistet, dass deutlich wird, was von einem anderen Autor, und was von mir stammt. Mit der gleichen Vorgehensweise erstellen wir auch unsere Blogbeiträge. Da wir dafür keinen KI-generierten Content nutzen, kann der Leser darauf …

Kann der Mensch überhaupt kommunizieren?

Die Frage in meiner Blogüberschrift erscheint auf den ersten Blick etwas seltsam. Immerhin kommunizieren wir als Menschen doch permanent, oder? Schauen wir uns Kommunikation noch etwas genauer an, so ist die Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Bei Kommunikation geht es um den“ Austausch oder die Übertragung von Informationen“(Wikipedia). Dabei gibt es viele Facetten. …

Macht es heute noch Sinn, den Begriff „Verbraucher“ zu verwenden?

Die verwendete Sprache, und hier speziell die verwendeten Begriffe, lassen oft Rückschlusse auf die dazugehörende Denkweise (Mindset) zu. Beispielsweise ist die Metapher „Unternehmen als Maschine“ oder „Menschen sind Zahnräder“ sinnbildlich für eine sehr mechanistische Denkweise, die heute in vielen Bereichen nicht mehr angemessen erscheint. Der Begriff „Verbraucher“ hat eine ähnliche Wirkung. In vielen Meldungen, Statistiken …

Künstliche Intelligenz: Verstärkt Personalisierung Schmeicheleien? Ergebnisse einer Studie

Immer mehr Menschen nutzen Künstliche Intelligenz, um gesundheitliche oder psychologische Themen zu analysieren. Der Ratgeber ist dann also nicht der Arzt oder der Psychologe, sondern ChatGPT oder andere bekannte KI-Modelle. Bei der Kommunikation Mensch – KI dringt die KI immer tiefer in das Profil des Menschen ein. Die Profile werden dann auch dazu genutzt, dem …

Warum es nicht angemessen erscheint, Künstliche Intelligenz und Menschliche Intelligenz zu verwechseln

Seit langem geht es um die Frage, ob es möglich ist, Künstliche Intelligenz mit Menschlicher Intelligenz zu vergleichen. In der Zwischenzeit mehren sich dazu die Meinungen, dass dieser Vergleich ein Kategorienfehler sein kann. Siehe dazu beispielhaft Künstliche Cleverness statt Künstliche Intelligenz? Auch Walter Quattrociocchi, Full Professor of Computer Science at Sapienza University, hat in verschiedenen …

Chaos macht das Leben und die Intelligenz möglich

Keiner will Chaos! Es geht um Kontrolle über Abläufe, die Umwelt, das eigene Leben usw. Doch lernen wir langsam (sehr langsam), dass das Leben mit seiner Entwicklung in den letzten Milliarden von Jahren immer wieder überraschende Sprünge gemacht hat. Siehe dazu auch Die Selbstorganisation des Universums. Solche Bifurkationspunkte in komplexen Systemen (siehe Synergetik nach Haken) …

Aufmerksamkeit: The global attention deficit disorder

Aufmerksamkeit generieren und für die eigenen Belange zu nutzen, ist ein zentrales Element der Aktivitäten in allen Medien – besonders natürlich in den Sozialen Medien und bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Es ist verständlich, dass alles getan wird, um die Aufmerksamkeit nicht zu verlieren. Dennoch ist global ein Aufmerksamkeits-Defizit zu beobachten: „Diese Entwicklung ist …

Es ist ein Irrtum anzunehmen, Intelligenz sei zwangsläufig bewusst und hänge nur mit Überlegung zusammen

In verschiedenen Beiträgen hatte ich schon ausgeführt, dass es am Konstrukt der Messbarkeit der Intelligenz in Form eines Intelligenz-Quotienten (IQ) schon lange Kritik gibt. In Zeiten von Künstlicher Intelligenz führt der Ansatz eines IQ in der Zwischenzeit zu verschiedenen „Stilblüten“: Beispielsweise hat das OpenAI Model „o1“ einen IQ von 120 – ein Kategorienfehler? Das Intelligenz-Konstrukt …

Das Organisationsprinzip hinter der Interaktiven Wertschöpfung

In ihrer Veröffentlichung Reichwald/Piller (2009): Interaktive Wertschöpfung. Open Innovation, Individualisierung und neue Formen der Arbeitsteilung haben die Autoren das Konzept einer Interaktiven Wertschöpfung ausführlich dargestellt. Interessant dabei ist, welches Organisationsprinzip dahinter steckt. Dazu habe ich folgendes gefunden: „Das hinter der interaktiven Wertschöpfung stehende Organisationsprinzip wurde vom Yale-Wissenschaftler Yochai Benkler (2002, 2006) als „Commons-based Peer-Production“ bezeichnet: …

Sind wir nicht intelligent genug, um zu wissen, was Intelligenz ist?

Der Intelligenz-Begriff wird schon fast inflationär verwendet. Es geht um „intelligente Produkte“, „Künstliche Intelligenz“, und im Zusammenhang mit Menschen um einen scheinbar messbaren Intelligenz-Quotienten (IQ). Dass die Messbarmachung der Intelligenz in Zeiten von Künstlicher Intelligenz tückisch sein kann, habe ich in dem Beitrag OpenAI Model „o1“ hat einen IQ von 120 – ein Kategorienfehler? erläutert. …