
In dem Blogbeitrag Multiple Intelligenzen: Intelligenzprofile angemessen interpretieren ging es mir darum aufzuzeigen, was Gardner unter Intelligenz und und unter Multiple Intelligenzen versteht. Dabei ist immer auch der Kontextbezug zu beachten. Diese Multiplen Intelligenzen werden oft fälschlicherweise mit Fähigkeiten (Abilities) gleich gesetzt.
Ein Multiple Intelligenzen Profil stellt in Bezug auf einen Kontext ein Potential zur Informationsverarbeitung dar: Verbal, spatial, musical etc.. Gruppieren wir nun die insgesamt 7-9 Multiplen Intelligenzen (je nach Erscheinungsjahr), so können wir die Gruppen Spatial, Verbal und Interpersonal bilden.
In der Abbildung oben ist links die komprimierte Fassung der Ausprägung der genannten Multiple Intelligenzen Gruppierungen zu erkennen. Diese wiederum stellen in dem rechten Teil der Abbildung unrealisierte Fähigkeiten dreidimensional dar. Es wird deutlich, dass es nach Howard Gardner nur 7-9 Intelligenzen gibt (je nach Erscheinungsjahr), doch eine fast unendliche Anzahl von (unrealisierten) Fähigkeiten (Abilities).
Fähigkeiten sind somit nicht mit Intelligenzen (nach Howard Gardner) gleichzusetzen. „Abilities can be conceptualized in terms of functionally integrated profiles of intelligences“ (Cornell/Sheridan(Gardner 2003).
In der folgenden Abbildung ist ein weiteres Profil zu sehen, das einen ganz anderen Raum von (unrealisierten) Fähigkeiten ergibt. Da alles in Bezug auf einen Kontext zu betrachten ist, kann das alles nur eine Momentaufnahme sein. Ändert sich der Kontext und das Multiple Intelligenzen Profil, so ändert sich auch der Fähigkeiten-Raum.

Aissen-Crewett (1998 führt das erläuternd aus. „Wir sollten davon absehen, den Begriff der Intelligenz mit dem der Fähigkeit zu assoziieren, geschweige denn gleichzusetzen, wie wenn Intelligenz einen fixierten Set von Fähigkeiten bedeutet. Statt dessen sollten wir Intelligenz eher verstehen als die Fähigkeit, aus seinen Stärken ´Kapital zu schlagen´ und seine Schwächen zu kompensieren. Jeder Mensch verfügt über unterschiedliche Konfigurationen von Intelligenzen“ (Aissen-Crewett, 1998).

