Künstliche Intelligenz: Von der Antike über das Mittelalter bis zum Dartmouth College

Conceptual technology illustration of artificial intelligence. Abstract futuristic background

Wenn es um Künstliche Intelligenz geht wird fast immer davon geschrieben oder gesprochen, dass die Konferenz am Dartmouth College in den Jahren 1955 und 1956 (Konferenz) der Beginn dieser akademischen Disziplin war.

In dem Cambridge Handbuch Smuha, N. A. (Ed.) (2025): Cambridge Handbook of THE LAW, ETHICSAND POLICY OF ARTIFICIAL INTELLIGENCE weist die Autorin Nathalie A. Smuha zwar auch darauf hin, erweitert den Blick allerdings auch auf frühere Entwicklungen zum Thema.

Smuha zeigt auf, dass es schon in der griechischen Antike erste Überlegungen, zum Thema gab:

„First, it should be born in mind that the history of AI as a concept dates back at least to antiquity, where myths already existed about “automata” or self-operating machines displaying human behavior“ (ebd.).

Anschließend gibt es einen Hinweis auf die Entwicklungen im Mittelalter. Zu der Zeit lebte Ismail al Jazzi, der Vater der Robotik.

„The human drive to transgress the boundaries of the natural and the artificial and to create “intelligent” machines by no means diminished in the Middle Ages. For instance, in 1206, Ismail al-Jazari, an Arab polymath from Mesopotamia who is described as the “father of robotics,” wrote the Book of Knowledge of Ingenious Mechanical Devices, including detailed accounts of how to construct musical robot hands and drink-serving waitresses“ (ebda.).
Footnote: Shahino Mah Abdullah, “Intelligent robots and the question of their legal rights: an Islamic perspective (2018) ICR Journal, 9(3): 394–397.

Und zeitlich anschließend, natürlich der Verweis auf das Dartmouth College und der Konferenz in 1955:

„Artificial intelligence (AI) was founded as an academic discipline almost 70 years ago, when a conference took place at Dartmouth College“ (Smuha 2025).
Footnote: John McCarthy, Marvin Minsky, Nathaniel Rochester, and Claude Shannon, Proposal for the Dartmouth Summer Research Project on Artificial Intelligence, August 31, 1955 (ebd.).

Die Unterscheidung zwischen den Konzepten aus der Antike und dem Mittelalter und der nach Dartmouth entstandenen akademischen Disziplin ist sehr wertvoll. Zeigt sie doch, dass neue, umwälzende technologische Entwicklungen ihren Ursprung schon weitaus früher hatten, und zwar oft als erste Konzepte.

Künstliche Intelligenz als Konzept hat eine sehr lange Geschichte.

Diese Erkenntnis steht im Gegensatz zu der immer wieder – gerade von Big Tech – genannten Einmaligkeit von Künstlicher Intelligenz in der Geschichte der Menschheit.

ResearchGate: Conference paper with 900 reads – thanks to my co-authors

Meine Veröffentlichungen sind zum größten Teil auch auf ResearchGate zu finden. Darunter sind eigene Paper/Chapter und auch gemeinsame Veröffentlichungen mit Kollegen. Im Vergleich zum Januar 2023 haben sich die „reads“ bis zum Januar 2026 auf 19.803 erhöht – ein sattes Plus von 4.777.

Die Anzahl der „reads“ auf Researchgate schwankt je nach Thema und Autor sehr stark, sodass ein Vergleich schwierig ist. Dennoch kann ich – zusammen mit den Co-Autoren – sagen, dass 900 reads für das angegebene Paper bemerkenswert viel ist. Es freut uns, dass an dem Thema wohl Interesse besteht. Thanks to my colleagues and co-authors!

Zwei neue Paper stelle ich auf der MCP 2026, vom 16.-19.2026 in Balatonfüred, Ungarn, vor:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: A European Way for Innovative SMEs

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personalized Framework

In Zeiten des Hypes um Künstliche Intelligenz kann Akademische Integrität nicht schaden

Image by StartupStockPhotos from Pixabay

Wenn man sich die vielen Meldungen in den Medien ansieht, kann man zu dem Schluss kommen, dass es (fast) allen um Aufmerksamkeit, und damit auch um Beeinflussung geht. Dahinter können wirtschaftliche, politische oder soziale Interessen stecken. Viele gehen dabei sehr subtil vor, indem sie Daten nicht genau wiedergeben, oder bewusst aus dem Zusammenhang nehmen.

Oft fehlt bei den Angaben auch die genaue Quelle. Es wird von einer diffusen Studie gesprochen oder geschrieben, doch wird die Quelle nicht genannt. Weiterhin steht bei Zeitungsartikel oft der Hinweis, dass der Beitrag auf Basis von Inhalten anderer Medien geschrieben wurde – diese werden allerdings im Text – wenn überhaupt – nicht deutlich kenntlich gemacht.

Die wenigen Beispiele zeigen schon auf, dass eine mehr wissenschaftlich basierte Arbeit wünschenswert wäre. Die Prinzipien einer solchen Arbeit würden helfen, zwischen eigener Meinung und Quelle zu unterscheiden, um sich ein eigenes Bild machen zu können. Damit kommen wir zur Akademischen Integrität, die es ermöglichen soll, dass wissenschaftlich korrekt und damit transparent gearbeitet und veröffentlicht wird. Gerade in Zeiten von Künstlicher Intelligenz muss das ganz besonders beachtet werden.

Was ist unter Akademischer Integrität zu verstehen?

Dazu habe ich eine Definition der International Centre for Academic Integrity [ICAI] gefunden, die eher im amerikanischen Umfeld genutzt wird. In Europa beziehen sich akademische Institutionen eher auf die Definition der ENAI:

The definition from the European Network for Academic Integrity [ENAI] (2022) is less philosophical than ICAI’s. ENAI states that academic integrity is: Compliance with ethical and professional principles, standards, practices and consistent system of values, that serves as guidance for making decisions and taking actions in education, research and scholarship.“ (Gallant, T. B. ; Davis, M. Khan, Z. R. (2026): ACADEMIC INTEGRITY IN THE AGE OF AI. DOI 10.1017/9781009672078).

Wenn wir unterstellen, dass akademische Integrität bedeutet, selbst verantwortlich, transparent und ethisch zu arbeiten wird klar, dass sich diese Vorgehensweise dann auch auf die Gesellschaft auswirkt.

Es wird Zeit, dass alle Akteure in einer von Künstlicher Intelligenz getriebenen Welt, akademische Prinzipien berücksichtigen. In Europa haben wir erste Ansätze dazu, die oftmals platt mit Regulierung gleichgesetzt werden. In den USA oder China erodieren diese Grundlagen eher. Es ist daher gut, dass wir in Europa einen eigenen Weg gehen, bei dem die Gesellschaft im Mittelpunkt steht.

Sogar in unseren Blogbeiträgen haben wir von Anfang an darauf geachtet, zwischen Originaltexten mit Quellenangaben, und unserer eigenen Meinung zu unterscheiden. Dass ich die Prinzipien bei meiner Dissertation und bei meinen verschiedenen wissenschaftlichen Paper einhalte, versteht sich von selbst. Aktuell beispielsweise für die beiden Paper, die ich für die MCP 2026, 16.-19.09.2026, in Balatonfüred, Ungarn vorbereite.

MCP Conference 2026 – Abstract Deadline Extended to April 15th

https://mcp-ce.org/

Die internationale Konferenz zu Mass Customization and Personalization MCP 2026 findet alle 2 Jahre statt. Diesmal trifft sich die Community im September n Balatonfüred (Ungarn). Gerne können Sie noch bis zum 15.04.2026 ein Abstract einreichen:

Die Abstract submission deadline wurde nun vom 31.03.2026 auf den 15.04.2026 verschoben.

Event overview:

12th International Conference on MCP (The Core Science)

7th Doctoral Students Workshop (The Next Generation)

4th Professionals Panels & MEA KULMA Festival (The Industry Bridge)

Join us at the Danubius Hotel Marina. The future is setting sail — make sure you are on board!

Wir werden mit dabei sein. Bei Fragen zur Konferenz können Sie sich gerne bei mir melden.

MCP 2026: International Conference on Customization and Personalization

https://mcp-ce.org/

Die nächste internationale Konferenz MCP 2026 zu Customization and Personalization findet vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred, Ungarn statt. Die MCP Community of Europe trifft sich zum Austausch der verschiedenen Perspektiven auf das Thema. Seit 2004 ist das die 12. Konferenz, die durchgehend alle 2 Jahre durchgeführt wird.

12th International Conference on Customization and Personalization

7th Doctoral Students Workshop

4th Professionals Panels & MEA KULMA Innovation Festival

Conference Abstract Submission Deadline: March 31, 2026.

Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Fragen zur Konferenz haben. Wir werden auch dabei sein.

MCP 2026: Conference Abstract Submission Deadline – March 31, 2026

https://mcp-ce.org/

Die MCP 2026 findet vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred (Ungarn statt). Wenn Sie an der Konferenz aktiv teilnehmen wollen, können Sie ein erstes Abstract einreichen:

Conference Abstract Submission Deadline: March 31, 2026.

Als Initiator der Konferenzreihe, die seit 2004 alle 2 Jahre stattfindet, stehe ich Ihnen gerne bei Fragen zur Verfügung.

For the past 22 years, our conference with accompaning events has been at the forefront of innovation in the fields of customization and personalization. This year, we are taking it a step further by:

Celebrating a Tradition of Excellence: Join us in celebrating two decades of cutting-edge research and industry advancements in customization and personalization.

Engaging Keynote Speakers: Hear from renowned thought leaders who will share their insights and vision for the future of customization and personalization.

Networking Opportunities: Connect with like-minded professionals, researchers, and innovators from across the globe to foster collaborations and partnerships.

Interactive Panel Discussions: Engage in thought-provoking discussions on the challenges and opportunities in the customization and personalization landscape.

ResearchGate: Conference Paper reached 4.000 reads

Es geht um ein Paper, bei dem ich einer der Co-Autoren war: Orcik, A.; Stojanova, T.; Freund, R. (2013): Co-Creation: Examples and Lessons Learned from South-East Europe. Accepted to be included in the Proceedings of the 6th International Conference for Entrepreneurship, Innovation, and Regional Development, ICEIRD 2013, 20.-21.06.2013, Istanbul.

Meine weiteren Veröffentlichungen finden Sie hier.

Springer-Verlag: Korrekturlesen meines Artikels zur MCPC 2015

mcpc2015Zur Weltkonferenz MCPC 2015 (Mass Customization, Personalization and Co-Creation), die vom 20. bis 22.10.2015 in Montréal stattgefunden hat, hatte ich ein Paper mit dem Titel Cognitive Computing and Managing Complexity in Open Innovation Model eingereicht. Das Paper wurde nicht nur angenommen, sondern ich hatte auch die Gelegenheit, meine Gedanken im Rahmen einer Special Keynote vorzutragen. In der Zwischenzeit hat der Springer-Verlag die Arbeit zur Veröffentlichung der Konferenz-Proceedings begonnen. Ich habe eine Mail aus Indien erhalten, wo die Verlagsarbeiten wohl durchgeführt werden:

Dear Dr. Robert J. Freund,

I am happy to inform you on behalf of Springer that the page proofs of your Springer title Cognitive Computing and Managing Complexity in Open Innovation Model are now available.

Ein Link führte mich direkt zu dem Verlagssystem, das mich durch den Prozess führte. Nachdem ich auf Speichern geklickt hatte, wurden mir noch verschiedene Punkte aufgezeigt, die ich abarbeiten musste. Nun ist alles erledigt. Die Veröffentlichung der Konferenz-Proceedings ist für April 2016 geplant – bin gespannt. Die Erfahrungen und das neue Wissen gehen natürlich auch in den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK) ein. Informationen finden Sie auch auf unserer Lernplattform.

 

Mein Paper zur Weltkonferenz MCPC 2015 wurde nun in den Proceedings veröffentlicht

mcpc-drrobertfreundDie Weltkonferenz MCPC 2015 fand vom 20. bis 22.10.2015 in Montréal/Kanada statt. Mein Paper wurde nicht nur angenommen, sondern ich hatte auch die Gelegenheit meine Gedanken in einer Special Keynote vorzutragen. In der Zwischenzeit wurden die verschiedenen Beiträge in den Proceedings zur Konferenz beim Spinger-Verlag veröffentlicht. Vorwort:

Twenty years ago Mass Customization was acknowledged as the ”New Frontier
in Business Competition”. The first MCPC conference was hosted by
Hong Kong University of Science and Technology in 2001. Since then the
MCPC conference has grown to become the primary conference for presenting
and discussing current issues and recent developments within the fields
of Mass Customization, Personalization, and Customer Co-Creation. The
2015 MCPC conference, the eighth in the series, for which the contributions
are presented in this book, was hosted by the School of Management at the
University du Québec in Montréal, Canada. For this edition, the emphasis
was placed on „managing complexity“.

Meinen Artikel finden Sie hier (Siehe dazu auch Veröffentlichungen):

Freund, R. (2016): Cognitive Computing and Managing Complexity in Open Innovation Model, in Bellemare, J., Carrier, S., Piller, F. T. (Eds.): Managing Complexity. Proceedings of the 8th World Conference on Mass Customization, Personalization, and Co-Creation (MCPC 2015), Montreal, Canada, October 20th-22th, 2015, pp. 88-102 | Springer

MCP-CE 2016: Mass Customization and Open Innovation in Central Europe

mcpce2016Die von mir initiierte Konferenzreihe MCP in Mittel- und Osteuropa findet im kommenden Jahr zum 7. Mal statt. Nach der Weltkonferenz MCPC 2015 in Montréal ist die MCP-CE eine der wichtigsten Konferenzen zu Mass Customization und Open Innovation in Europa geworden. Auch im kommenden Jahr ist wieder mit einem spannenden Konferenzprogramm zu rechnen, da wir mit der 1. Regionalkonferenz iDEAlab kooperieren und auch wieder den Workshop für Doktoranden haben werden. Hier nun die Mitteilung für den 1. Call for Papers:

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Dear Colleagues,

It is our pleasure to inform you about the first call for the 7th International Conference on Mass Customization and Personalization which will be held in Novi Sad from 21st to 23rd September of 2016.

We are also happy to inform you that we are going to have again 3 joint events next year:

–  7th MCP-CE International Conference

–  1st Regional conference iDEAlab

–  2nd DSW – Doctoral Student Workshop

The next conference will focus on Mass Customization and Open Innovation in University-Industry Collaboration in Central Europe, but other challenging topics regularly discussed at our conference include all aspects of development, manufacture and distribution of mass customized products and services.

We are also preparing a rich social and cultural program, so you can fully enjoy our hospitality during your stay in Novi Sad.

You can find more information on our website www.mcp-ce.org, or download Call for Papers for MCP-CE 2016 from the link given bellow:

http://www.mcp-ce.org/images/mcp-ce_2016_1st_call_for_papers.pdf

 

Yours sincerely,

Cipriano Forza, Robert Freund & Zoran Anisic

                Conference Chairmen

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