Mass Intelligence: Wenn mehr als 1 Mrd. Menschen Zugang zu leistungsfähiger KI haben

Conceptual technology illustration of artificial intelligence. Abstract futuristic background

Wenn wir uns die Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz in der letzten Zeit ansehen, so fällt auf, dass es mehrere Trends gibt.

Neben den dominierenden wenigen großen Large Language Models (LLMs) der Tech-Konzerne gibt es immer mehr kleine Modelle (Small Language Models), die je nach Anwendungsfall ausgewählt werden können. Solche SLM sind flexibler, kostengünstiger und in bestimmten Bereichen sogar besser. Siehe dazu auch KI-Modelle: Von „One Size Fits All“ über Variantenvielfalt in die Komplexitätsfalle?

Weiterhin wird für solche Problemlösungen auch viel weniger Energie benötigt, was die weltweiten, aber auch die unternehmensspezifischen Ressourcen/Kosten schont, Siehe dazu auch Künstliche Intelligenz: Das menschliche Gehirn benötigt maximal 30 Watt für komplexe Problemlösungen.

Darüber hinaus gibt es auch immer mehr leistungsfähige Open Source KI-Modelle, die jedem zur Verfügung stehen, und beispielsweise eher europäischen Werten entsprechen. Siehe dazu auch Das Kontinuum zwischen Closed Source AI und Open Source AI

Wenn also in Zukunft mehr als 1 Milliarde Menschen Künstliche Intelligenz nutzen, stellt sich gleich die Frage, wie Unternehmen damit umgehen. Immerhin war es üblich, dass so eine Art der intelligenten komplexen Problemlösung bisher nur spärlich – und dazu auch noch teuer – zur Verfügung stand.

Nun werden Milliarden von einzelnen Personen die Möglichkeit haben, mit geringen Mitteln komplexe Problemlösungen selbst durchzuführen. Prof. Ethan Mollick nennt dieses Phänomen in einem Blogbeitrag Mass Intelligence.

„The AI companies (whether you believe their commitments to safety or not) seem to be as unable to absorb all of this as the rest of us are. When a billion people have access to advanced AI, we’ve entered what we might call the era of Mass Intelligence. Every institution we have — schools, hospitals, courts, companies, governments — was built for a world where intelligence was scarce and expensive. Now every profession, every institution, every community has to figure out how to thrive with Mass Intelligence“ (Mollick, E. (2025): Mass Intelligence, 25.08.2025).

Ich bin sehr gespannt, ob sich die meisten Menschen an den proprietären großen KI-Modellen der Tech-Konzerne orientieren werden, oder ob es auch einen größeren Trend gibt, sich mit KI-Modellen weniger abhängig zu machen – ganz im Sinne einer Digitalen Souveränität.

Künstliche Intelligenz: Das menschliche Gehirn benötigt maximal 30 Watt für komplexe Problemlösungen

Weltweit werden KI-Giga-Factories gebaut, um den erforderlichen Rechenkapazitäten der großen Tech-Konzerne gerecht zu werden. Europa fällt auch hier immer weiter zurück, wodurch eine zusätzliche digitale Abhängigkeit entsteht.

Prof. Lippert vom Kernforschungszentrum hat das so ausgedrückt: „“Unser geistiges Eigentum geht in andere Länder“ (MDR vom 05.09.2025). Teilweise wird prognostiziert, dass KI-Rechenzentren bis 2030 so viel Energie benötigen, wie ganz Japan.

Es stellt sich daher die Frage, ob das langfristig der richtige Weg ist. Eine Antwort liefert möglicherweise der Energieverbrauch eines menschlichen Gehirns:

„Das menschliche Gehirn leistet vieles, was Maschinen überfordert – und das mit minimalem Energieverbrauch. Im Durchschnitt verbraucht es nur etwa 20 Watt, so viel wie eine schwache Glühbirne“ Knees (2025): Wie Forscher die Tech-Konzerne entmachten wollen, in Handelsblatt vom 11.10.2025.

„Unser Gehirn benötigt für hochkomplexe Informationsübertragungen und -verarbeitungen weniger Energie als eine 30-Watt-Glühbirne“ (Prof. Dr. Amunts).

Mit so einer geringen Energiemenge leistet unser menschliches Gehirn erstaunliches. Es wundert daher nicht, dass die Entwicklung immer größerer Modelle (Large Language Models) infrage gestellt wird.

Forscher sind aktuell auf der Suche nach Modellen, die ganz anders aufgebaut sind und nur einen Bruchteil der aktuell benötigten Energie verbrauchen. Gerade in China gibt es dazu schon deutliche Entwicklungen. Auch in Deutschland befassen sich Forscher mit dem Thema neuroinspirierte Technologien.

Wie hängen Wandel, Energie und Prozess zusammen?

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In der heutigen Diskussion um technologische und gesellschaftliche Veränderungen kommt immer wieder der Begriff Wandel auf, der früher eher gemächlich war und heute als turbulent empfunden wird.

Es geht um den demographischen Wandel, den Klimawandel usw.. Der Begriff „Wandel“ wird in diesen Zusammenhängen oft negativ besetzt – dabei gibt es durchaus auch positive Seiten eines Wandels. Um es klarzustellen: Ich leugne nicht die wissenschaftlich belegten großen Veränderungen unseres Klimas. Dennoch bin ich auch jemand, der gerne möglichst viele Facetten eines Themas beleuchtet.

Wie kann man sich also dem Begriff „Wandel“ etwas unvoreingenommener nähern? Ich habe dazu einen Text gefunden, der das durchaus ermöglicht:

„Ein Prozess ist Bewegung oder naturwissenschaftlich ausgedrückt, eine „zeitliche Änderung des Zustandes eines physikalischen Systems“ (o.V., spektrum.de). Bewegung wiederum ist nur möglich durch Energie, insofern ist Bewegung ein Energieprozess. Um ein physikalisches System zu verändern, ein Ziel, ein Ergebnis, einen neuen Zustand oder Ort zu erreichen, muss ein Energieprozess ablaufen. In einem Energieprozess wird kontinuierlich eine Energieform in eine andere umgewandelt, insofern ist ein Prozess eine dauerhafte Energieumwandlung“ (Zangel 2024, in Koller et al. 2024: Die Zukunft der Grenzenlosen Unternehmung).

Wandel als einen Prozess der Energieumwandlung zu verstehen, der schon seit dem Urknall erfolgt, ist eine interessante Perspektive, die zeigt, dass so ein Wandel nicht zu stoppen ist. Das heißt allerdings nicht, dass man nichts machen kann.

Diese (Energie-) Umwandlung zum Wohle aller zu beeinflussen, sollte unser aller Anspruch sein. Dazu kann jeder Einzelne einen Teil beitragen – beispielsweise auch, indem wir von anderen lernen. Japan hat mit der Society 5.0 ein erstes, aus meiner Sicht gutes, Zielbild für eine menschenzentrierte Gesellschaft skizziert, in der die neuen Technologien eine wichtige Rolle spielen. Mit diesem Ansatz grenzt sich Society 5.0 von der Industry 5.0 ab.

Was macht das Projektmanagement im Energiebereich so schwierig?

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Die Veränderungen im Energiebereich sind für viele Privatpersonen und für viele Unternehmen offensichtlich und spürbar. Dabei ist der Erfolg von allen Initiativen auch abhängig davon, dass die durchzuführenden Projekte erfolgreich sind. Der Energiebereich stellt hier allerdings besondere Herausforderungen an ein professionelles Projektmanagement, die von Erdmann, G. (2013): Projektmanagement Energie 2030, in: Lau, C.; Dechange, A.; Flegel, T. (Hrsg.) (2013): Projektmanagement im Energiebereich wie folgt zusammengefasst wurden:

„Beim Projektmanagement im Energiebereich geht es häufig um Entscheidungen und Investitionen mit vergleichsweise langer zeitlicher Reichweite und hoher Kapitalbindung. Die wirtschaftliche Lebensdauer von Hochspannungsleitungen, Gaspipelines und –speichern, Kraftwerken, Projekten zur Gebäudesanierung und ähnlichem ist mit 30 bis 80 Jahren weitaus länger als bei den meisten Investitionen in den Nichtenergiesektoren.“

„Wegen der auch weiterhin zu erwartenden häufigen und einschneidenden Regulierungseingriffen steht das energiewirtschaftliche Projektmanagement vor ganz besonderen politischen Risiken, zusätzlich zu den Technologierisiken, Investitions-, Beschaffungs-, Absatz-, Preis-, Umwelt- und Managementrisiken.“

„Das privatwirtschaftliche Projektmanagement ist daher nicht unter allen Umständen erfolgreich, doch bei einer soliden Projektplanung und einem leistungsfähigen Projektteam können Zeitplan und Kosten sehr viel zuverlässiger eingehalten werden als dies bei öffentlichen Projekten häufig zu beobachten ist.“

„Im Bereich der öffentlichen Projekte ist es völlig anders. Es gehört zu den wesentlichen Errungenschaften demokratischer gegenüber obrigkeitsstaatlicher Gesellschaften, dass die Energiewende – wie auch die anderen Politikfelder – nicht nach hierarchischen Kriterien beschlossen  und umgesetzt werden kann, sondern den Regeln der Gewaltenteilung zu folgen hat.“

Solche Zusammenhänge thematisieren wir auch in den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen Projektmanager/in (IHK) und Projektmanager/in AGIL (IHK). Informationen dazu, und zu aktuellen Terminen, finden Sie auf unserer Lernplattform.

Projektmanager/in Energiewirtschaft (IHK) vom 08.10-12.11.2014 in Berlin

pmd-pm-ihkUnser Partner, die PMD Akademie GmbH, bietet den gemeinsam entwickelten Blended Learning Lehrgang Projektmanager/in Energiewirtschaft (IHK) vom 08.10.-12.11.2014 in Berlin an. Der Energiesektor steht vor weitreichenden Veränderungen, die größtenteils durch Projekte umgesetzt werden. Es fehlen allerdings häufig geeignete Mitarbeiter, die sich mit einem modernen Projektmanagement auskennen. In diesem Lehrgang entwickeln Sie die dafür notwendigen Kompetenzen an Präsenztagen und mit Hilfe unserer Lernplattform. Siehe dazu auch Termine.

Besuch der E-World Energy & Water

Dr-Robert-Freund-Energy-World-2014Am Dienstag, den 11.02.2014, waren wir auf der E-World Energy & Water in Essen. In den verschiedenen Hallen wurde das ganze Spektrum der Branche dargestellt. Weiterhin wurde sehr deutlich, dass gerade der Energiesektor am Anfang von grundlegenden Veränderungen steht. Um den Marktdruck abzufangen wird versucht, intern und extern Kosten zu reduzieren. Weiterhin sind Innovationen ein wichtiges Instrument, sich zu differenzieren. Nicht zuletzt stehen auch organisatorische Veränderungen bei den jahrzehntelang gewachsenen Strukturen bevor. Diese genannten Entwicklungen werden mit Hilfe von Projekten umgesetzt, denn Projekte sind Trägers es Wandels. Es freut mich daher besonders, dass wir in Halle 1 auf dem Stand unseres Partners über die weitere Vermarktung des gemeinsam entwickelten Blended Learning Lehrgangs Projektmanager/in Energiewirtschaft (IHK) sprechen konnten.

Projektmanager/in Energiewirtschaft (IHK) mit Start am 21.02.2014 in Bochum ist ausgebucht

pmd-bochumDer gemeinsam mit der PMD Projektmanagement Deutschland Akademie GmbH entwickelte Blended Learning Lehrgang Projektmanager/in Energiewirtschaft (IHK) mit Start am 21.02.2014 in Bochum ist ausgebucht. Es freut mich sehr, dass dieses neue Angebot in diesem Jahr zum ersten Mal durchgeführt wird. Weitere Termine sind in Bochum  vom 28.05.-02.07.2014 und in Berlin geplant. Siehe dazu auch Termine.

Projektmanager/in Energiewirtschaft (IHK): Ein neues branchenspezifisches Angebot

pm-ihk-energiewirtschaftEs ist deutlich zu erkennen, dass der Energiesektor vor weitgreifenden Veränderungen steht. Die dabei nötigen Anpassungen erfolgen durch Projekte. Projekte erfolgreich zu managen ist daher ein wesentliches Element, um auf dem Markt bestehen zu können. Die PMD Projektmanagement Deutschland Akademie GmbH hat nun auf Basis des von uns entwickelten Blended Learning Lehrgangs Projektmanager/in (IHK) mit dem Projektmanager/in Energiewirtschaft (IHK) (PDF) ein Angebot entwickelt, das die branchenspezifischen Besonderheiten der Energiewirtschaft berücksichtigt. Das IHK-Zertifikat wird bundesweit von der IHK Köln vergeben. Sollten Sie an diesem neuen Angebot interessiert sein, so finden Sie in dem Flyer zum Lehrgang weitere Hinweise zurm Ablauf, zu den Inhalten und zu Ansprechpartner.

Die Energiewirtschaft wird aktuell einem starken Wandel unterworfen. Der Trend in Deutschland geht weg von der zentralen Energieversorgung durch die vier großen Anbieter hin zu einer dezentralen Versorgung. Dies bedeutet viele Veränderungen für die Strukturen und die Menschen, die dort arbeiten. Sämtliche Bereiche der energetischen Wertschöpfungskette von der Erzeugung über den Transport bis zur Verteilung und Speicherung stehen großen Herausforderungen gegenüber. Das Großprojekt Energiewende muss über ein hartes Projektmanagement übergreifend koordiniert werden. Jedes Bundesland hat ein Energiekonzept. Dazu kommen hunderte kommunaler und regionaler Pläne. Sie alle haben Projektmanagement zu bewältigen und dabei auch die Schnittstellen zu anderen Projekten zu beachten. Es ist ein diszipliniertes und strukturiertes Arbeiten notwendig, eben: Projektmanagement.