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Frugale Innovationen: Plattform in Bayern

Wenn wir in den westlichen Industrienationen von Frugalen Innovationen sprechen, denken wir häufig an „preiswerte“ Problemlösungen minderer Qualität. Dass diese Denkweise falsch ist zeigen viele beeindruckende Beispiele auf (Siehe dazu diese Studie oder diesen Blogbeitrag). Wenn Qualität einer Innovation bedeutet, den Anforderungen zu entsprechen, müssen wir möglicherweise erkennen, dass unsere Innovationen häufig überkomplex und damit überteuert sind. Mit Hilfe neuer Technologien ist es heute möglich, auch für komplexe Probleme einfache und kostengünstige Lösungen zu entwickeln. Bei der Betrachtung von Frugalen Innovationen weltweit wird deutlich, dass wir auch in Deutschland davon lernen können. Es ist daher interessant zu sehen, dass die Plattform Frugale Innovationen von bayern innovativ sich gerade um diese Fragestellungen kümmern will. In dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK) gehen wir auch auf dieses Thema ein. Informationen finden Sie dazu auf unserer Lernplattform.

Adern aus dem 3D-Drucker?

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In dem Fraunhofer-Magazin weiter.vorn 1/2016 (PDF) wird in dem Artikel Adern aus dem Drucker ( S. 32-33) beschrieben, wie künstliche verzweigte Blutgefäße aus neuartigen Materialien mit Hilfe von 3D-Druckverfahren hergestellt werden:

Herkömmliche künstliche Hautmodelle bestehen meist aus den beiden obersten Schichten der Haut. Ein internationales Forscherteam entwickelte ein dreilagiges Vollhautmodell aus Unterhautfett, Dermis und Epidermis. Ein Schlüssel zum Erfolg: Den Experten gelang es mit einem 3D-Druckverfahren, künstliche verzweigte Blutgefäße aus neuartigen Materialien herzustellen.

Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie schnell die neuen Möglichkeiten von 3D-Druck bzw. Additive Manufacturing angewendet werden. Neben der Verbesserung von aktuellen Verfahren werden 3D-Druck und Additive Manufacturing auch Geschäftsmodelle in allen Branchen verändern. Solche Zusammenhänge besprechen wir auch in dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK). Informationen dazu finden Sie auf unserer Lernplattform.

Gesellschaftliche Entwicklungen 2030: Frugale Innovationen ergänzen Hightech-Innovationsmodelle

foresight-2030-B-300Ein weiterer Trend der gesellschaftlichen Veränderungen bis 2030 (PDF): Frugale Innovationen ergänzen Hightech-Innovationsmodelle. Der Innovationsbegriff ist in Deutschland oftmals noch auf Produktinnovationen oder Prozessinnovationen eingegrenzt. In den letzten Jahren gibt es allerdings auch immer mehr Unternehmen, die den Begriff weiten und auch – beispielhaft – Geschäftsmodellinnovationen, Soziale Innovationen oder auch Open Innovation berücksichtigen. Darüber hinaus sollten wir auch die Fokussierung auf Hightech-Innovationen in Richtung Frugaler Innovationen erweitern. Viele Menschen in der Welt können sich diese Hightech-Innovationen gar nicht leisten. Solche Märkte suchen nach Alternativen: “ Als ein Modell dafür gelten ´Frugale Innovationen´, deren Erfolg auf beschränktem Ressourceneinsatz basiert, um damit technisch simple, billige und robuste Produkte hervorzubringen“ (S. 126). Viele Forscher – aber auch Manager in Unternehmen – glauben, dass Frugale Innovationen (entwickelt, und in den Markt z.B. von Schwellenländern gebracht) kaum Chancen haben werden, im hiesigen Markt erfolgreich zu sein. Da bin ich allerdings anderer Meinung: Unsere Hightech-Innovationen z.B. im Gesundheitsbereich sind teilweise so absurd übertechnisiert, dass Frugale Innovationen durchaus eine Alternative sein können – ja sogar müssen. Ich sehe daher hier kein entweder – oder (entweder Hightech-Innovationen oder Frugale Innovationen), sondern eher ein sowohl-als-auch, was wiederum eine marktfähige Geschäftsmodellinnovation wäre. Solche Zusammenhänge besprechen wir natürlich auch in dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager (IHK). Hinweise dazu finden Sie auf unserer Lernplattform.