KI-Modelle: Mistral Large 4 veröffentlicht

Ausschnitt aus der Open Street Map zu europäischen KI-Modellen
https://umap.openstreetmap.de/de/map/open-source-ai-in-europe_148154#6/49.952292/9.706089

In den letzten Jahren wird immer deutlicher, dass es bei großen KI-Modellen (LLMs: Large Language Models) nicht alleine darum geht, in spezifischen technischen Tests (Benchmarks) ganz vorne zu sein. Es geht vielmehr immer mehr darum, dass das KI-Modell die europäischen Werte mit den europäischen Rechten, ethischen und moralischen Grundsätzen respektiert, und dass die generierten Daten in Europa bleiben. Die Bewertungskriterien für leistungsfähige KI-Modelle verschieben sich – nicht nur in Europa sondern weltweit – zu einer eher ganzheitlichen Bewertung.

In Europa spielt dabei – unter anderem – Mistral AI eine wichtige Rolle. Das französische Unternehmen hat von Anfang an auf Open Source AI und Open Weight Modelle gesetzt. Die ganze Modellfamilie wurde nun an der Spitze durch Mistral Large 4 ergänzt. In meiner OpenStreetMap zu europäischen Open Source und Open Weight Modellen, habe ich das Modell ergänzt (Abbildung).

Wie der Name es schon vermuten lässt, ist es ein sehr großes Modell, das für große Organisationen interessant ist, die sicherheitsrelevante Daten verarbeiten möchten. Auch ist das Coding in dem Modell eine Stärke, die sich gegenüber den proprietären KI-Modellen aus den USA nicht verstecken muss. Große Organisationen mit entsprechender Hardware-Infrastruktur können sich Mistral Large 4 herunterladen – ganz im Sinne der eigenen KI-souveränität.

Natürlich gibt es bei Mistral AI auch kleinere KI-Modelle, die es auch KMU ermöglicht, ein digital souveränes eigenes KI-System zu nutzen. Wie man so ein europäisches KI-System, das Mistral AI nutzt, für innovative KMU entwickeln kann, habe ich in meinem Paper auf der MCP-CE 2026 in Ungarn beschrieben.

Freund, R., Anisic, Z. (2026): Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs. International Conference MCP 2026, 16.-19.09.2026, Balatonfüred, Hungary.

ISSN erhalten: Vom Weblog zur wissenschaftlichen Publikation

Dieser Blog hat offiziell eine ISSN (International Standard Serial Number) erhalten und wandelt sich damit formal zu einer fortlaufenden wissenschaftlichen Online-Publikation.

Dr. Robert Freund               ISSN   3056-7432

Im Zuge der Zuteilung der ISSN wird ein Datensatz erstellt, der die Publikation mit der ISSN im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, in der Zeitschriftendatenbank und im Internationalen ISSN-Register nachweist.

Die Erstellung des bibliografischen Nachweises erfolgt nach international einheitlichen verbindlichen Regeln (in den deutschsprachigen Ländern den Regelungen RDA-DACH). Demnach wird Dr. Robert Freund als Titel der Publikation bestimmt. Knowledge makes the world go round® wird als Titelzusatz im Datensatz eingetragen und damit suchbar gemacht.
(zitiert aus einer E-Mail des Nationalen ISSN-Zentrums für Deutschland vom 29.10.2026)

Zukünftige Beiträge, Analysen und Preprints sind somit nach internationalen akademischen Standards vollwertig zitierfähig und bilden das Fundament für meine kommenden Forschungen, sowie für die von mir initiierte Konferenzreihe MCP-CE.

Personalisierung von Software: Kann bald jeder mit KI seine eigene Software erstellen? Warum eigentlich nicht?

Image by Pexels from Pixabay

Immer mehr User (Nutzer) entwickeln ihre eigenen Produkte, da die Unternehmen mit ihren begrenzten Ressourcen (fixed innovation space) und Renditeüberlegungen oftmals Ideen von Usern nicht umsetzen. In meinem Paper zur MCP 2026 habe ich das ausführlich hergeleitet und beschrieben:

Freund, R. (2026): Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework. Anisic, Z., Forza, C. (Eds): Proceedings of the 12th International Conference on Customization and Personalization, September 17-18, 2026, Balatonfüred, Hungary, pp. 76-85 · 17. Sep. 2026

Die Konferenzreihe legt seit 2004 alle 2 Jahre den Fokus auf (Mass) Customization and Personalization. – siehe MCP-CE.org. Dabei ging es in der Vergangenheit meistens darum herauszufinden, wie Unternehmen mit neuen Technologien – und jetzt auch mit Künstlicher Intelligenz – (massenhaft) individuelle Produkte und Dienstleistungen anbieten können – zum Preis von Standardprodukten.

In meinem Paper habe ich den Ansatz Customization and Personalization aus der Perspektive eines Users dargestellt: Open User Innovation. An mehreren Beispielen konnte ich aufzeigen, wie es in den letzten Jahren einen Paradigmenwechsel gegeben hat. User sind heute immer mehr in der Lage, ihre Ideen selbst umzusetzen. Dabei helfen natürlich die niederschwelligen Technologien der Maker Bewegung und Künstliche Intelligenz, um die vielen Hürden im Prozess der persönlichen Fabrikation zu überwinden.

Über meine in dem Paper genannten Beispiele hinaus, wird nun auch deutlich, dass es in Zukunft auch möglich sein wird, seine eigene Software von Künstlicher Intelligenz „bauen“ zu lassen. Lange genug haben wir uns den etablierten Softwareanbieter angepasst, ja geradezu unterworfen.

Wenn über 97% der Codebasis von Software Open Source ist, sollte es möglich sein, aus diesen Bausteinen seine eigene Software zusammenzustellen. Künstliche Intelligenz kann hier bei den Schnittstellen und möglichen rechtlichen Fragen helfen.

„According to the 2025 Black Duck Open Source Security and Analysis Report, 97% of codebases scanned contained open source software“ (Carlber, A. N (2026) Open Source in Europe Amid Geopolitical Tensions, in Eclipse Foundation).

Auch die aktuellen Entwicklungen beim Vibe Coding gehen in diese Richtung. Dabei wird mit Hilfe eines Prompts der Quellcode von Künstlicher Intelligenz generiert. Warum eigentlich nicht?

Ich bin gespannt, was es in diesem Bereich noch für überraschende neue Chancen für die „Herstellung“ eigener Produkte und Dienstleistungen geben wird. Ganz im Sinne einer Open User Innovation, die sich von den etablierten Unternehmensangeboten löst, und eigene Lösungen entwickelt und nutzt.

Es gibt durchaus immer mehr Forscher, die schon eine Veränderung in den ökonomischen Bereichen sehen: Von der Market Economy zur Self-organized Gift Economy.

MCP 2026: Doktoranden-Workshop, Konferenz und Innovations-Forum

https://mcp-ce.org/conference-program/

Die Internationale Konferenz zu Mass Customization and Personalization, MCP 2026, findet diesmal vom 16.-19.2026 in Balatonfüred, Ungarn statt. Es freut mich sehr, dass die von mir in 2004 initiierte Konferenzreihe alle 2 Jahre stattfindet. Die MCP 2026 ist somit die 12. Konferenz ihrer Art. Auf der MCP 2026 Website finden Sie auch Informationen zu allen vergangenen Konferenzen.

Wie in den bisherigen Konferenzen üblich starten wir mit einem Doktoranden-Workshop, in dem die Teilnehmer von erfahrenen Professoren in Ihren arbeiten unterstützt werden.

Anschließend stellen Teilnehmer ihre eingereichten und bestätigten Paper in kurzen Präsentation und ihre Arbeiten vor. Dabei bleibt auch Zeit für Diskussionen. Ich bin sehr gespannt darauf, welche Fragen und Anregungen zu meinen Themen kommen werden.

Ein weiteres wichtiges Element bei der Konferenz ist das soziale Zusammensein. Dazu haben alle Teilnehmer im Laufe der Tage immer wieder Gelegenheit. Speziell natürlich beim Ice Breaking Cocktail und beim Conference Dinner.

Am Samstag ist noch ein Innovations-Forum geplant, dessen Ablauf aktuell allerdings noch nicht feststeht.

Wir (Jutta und ich) freuen uns schon sehr, die Teilnehmer persönlich in Balatonfüred zu treffen. Es ist auf allen Ebenen sehr bereichernd, sich mit interessanten Menschen auszutauschen.

Spannend: Ältere Bücher „neu“ lesen

(c) Dr. Robert Freund

Ende des alten Jahres 2025, und zu Beginn des Neuen Jahres 2026 habe ich mal wieder meine Bücher durchgesehen und feststellt, dass ich viele der alten Bücher in den letzten Jahren aus einer bestimmten Perspektive gelesen habe.

Es lohnt sich auf jeden Fall, das eine oder andere Buch „neu“ zu lesen, da sie aus heutiger Sicht spannende Erkenntnisse beinhalten können. Beispielsweise das Buch von B. Joseph Pine II aus dem Jahr 1993 zur hybriden Wettbewerbsstrategie Mass Customization.

Alle sprechen über Hybrid Work, Hybrides Projektmanagement usw., doch wer kennt schon die hybride Wettbewerbsstrategie Mass Customization?

Dabei sind Mass Customization und Mass Personalization (Megatrends) in Zeiten von Künstlicher Intelligenz aktueller denn je. Solche Themen stellen wir auf der von mir initiierten Konferenzreihe MCP im September in Balatonfüred (Ungarn) vor. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie dazu weitere Informationen haben möchten.

https://mcp-ce.org/

MCP-CE 2026: 12th International Conference on Customization and Personalization

Screenshot von der Konferenzwebsite https://mcp-ce.org/

Manchmal kann ich es gar nicht glauben: Die MCP-CE – Konferenzreihe findet in 2026 zum 12. Mal statt. Seit 2004 gibt es alle 2 Jahre die Möglichkeit, sich zu den Themen Customization und Personalization auszutauschen.

Die Idee zu der Konferenzreihe hatte ich 2001 auf der ersten Weltkonferenz MCP2001 in Hong Kong, an der ich teilgenommen habe. Damals haben mir viele gesagt, dass das wohl kaum funktionieren würde. Doch gemeinsam mit vielen Kollegen aus verschiedenen Ländern ist es gelungen, die Konferenzreihe zu etablieren. An dieser Stelle: Herzlichen Dank an alle, die uns unterstützt haben.

In 2026 werden wir uns mit den verschiedenen internationalen Kollegen aus Forschung und Wirtschaft in Ungarn treffen. Vom 16.-19.09.2026 finden in Balatonfüred insgesamt drei Events statt:

Die Konferenz mit spannenden Beiträgen und Diskussionen.

Ein Workshop für Doktoranden, der schon zum 7. Mal durchgeführt wird.

Das 4. Ideen-Forum: Man weiß nie, was sich aus den vielen Ideen, die auf der Konferenz ausgetauscht werden, entsteht…

Sprechen Sie mich bitte an, wenn Sie weitere Informationen zur Konferenz benötigen.

MCPC 2025 vom 09.-12. September in Siegen

Die MCPC-Konferenzreihe ist 2001 in Hong Kong gestartet – und ich habe daran teilgenommen. Dieses Event hat mich dazu motiviert, mich stärker mit dem Thema zu beschäftigen. In der Folge habe ich dann an vielen Weltkonferenzen teilgenommen und Paper vorgestellt. Ein Highlight war die Special Keynote auf der MCPC2015 in Montreal.

In Hong Kong 2001 ist damals bei mir auch die Idee gereift, eine eigene Konferenzreihe zu initiieren. Mit der Unterstützung vieler Kollegen konnte das auch erreicht werden. Seit 2004 gibt es alle 2 Jahre die MCP-CE, an der wir zuletzt 2024 teilgenommen haben.

Die nächste Weltkonferenz MCPC 2025 findet nun vom 09.-12. September in Siegen statt.

„The conference offers a setting for experts from academia, industry and research institutes alike to discuss and exchange the latest scientific contributions related to customized products and their associated business and production systems.“ (Quelle: Call for Papers|PDF).

Siehe dazu auch

Konferenzen und Veröffentlichungen

MCP CENTRAL EUROPE AWARD

Wir sind dabei: 20 Jahre MCP-CE vom 24.-27.09.2024

Screenshot von der Konferenz-Website

Die MCP-CE (Mass Customization and Personalization – Community of Europe) ist eine Konferenzreihe, die seit 2004 alle 2 Jahre stattfindet.

Die Idee zu dieser Konferenz hatte ich 2001 auf der ersten Weltkonferenz zu Mass Customization and Personalization (MCPC 2001), die an der Hong Kong University of Science and Technology (HKUST) stattfand.

Es freut uns sehr, dass die Idee über die Jahre hinweg von vielen unterstützt wurde, und wir somit in diesem Jahr sogar das 20-jährige Jubiläum feiern können.

Wir (Jutta und ich) werden vom 24.-27.09.2024 in Novi Sad mit dabei sein.

Siehe dazu auch Konferenzen, Veröffentlichungen und MCP CENTRAL EUROPE AWARD.

MCP-CE 2016: Mass Customization and Open Innovation in Central Europe

mcpce2016Die von mir initiierte Konferenzreihe MCP in Mittel- und Osteuropa findet im kommenden Jahr zum 7. Mal statt. Nach der Weltkonferenz MCPC 2015 in Montréal ist die MCP-CE eine der wichtigsten Konferenzen zu Mass Customization und Open Innovation in Europa geworden. Auch im kommenden Jahr ist wieder mit einem spannenden Konferenzprogramm zu rechnen, da wir mit der 1. Regionalkonferenz iDEAlab kooperieren und auch wieder den Workshop für Doktoranden haben werden. Hier nun die Mitteilung für den 1. Call for Papers:

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Dear Colleagues,

It is our pleasure to inform you about the first call for the 7th International Conference on Mass Customization and Personalization which will be held in Novi Sad from 21st to 23rd September of 2016.

We are also happy to inform you that we are going to have again 3 joint events next year:

–  7th MCP-CE International Conference

–  1st Regional conference iDEAlab

–  2nd DSW – Doctoral Student Workshop

The next conference will focus on Mass Customization and Open Innovation in University-Industry Collaboration in Central Europe, but other challenging topics regularly discussed at our conference include all aspects of development, manufacture and distribution of mass customized products and services.

We are also preparing a rich social and cultural program, so you can fully enjoy our hospitality during your stay in Novi Sad.

You can find more information on our website www.mcp-ce.org, or download Call for Papers for MCP-CE 2016 from the link given bellow:

http://www.mcp-ce.org/images/mcp-ce_2016_1st_call_for_papers.pdf

 

Yours sincerely,

Cipriano Forza, Robert Freund & Zoran Anisic

                Conference Chairmen

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MCP-CE 2014: Proceedings online

mcp-ce2014Wer es bisher noch nicht gesehen hat: Die Konferenzpaper zur 6. MCP-CE 2014 (Mass Customization and Personalization in Central Europe) sind in der Zwischenzeit online verfügbar. Auf der Konferenzseite können alle 38 Paper heruntergeladen werden. Es war schön zu sehen, wie gut sich die von mir initiierte Konferenzreihe entwickelt hat. Zusammen mit einer Kollegin und einem Kollegen aus Griechenland (Universität Thrace in Xanthi) haben wir folgendes Thema untersucht:

Maria Mikela Chatzimichailidou, Robert Freund, Ioannis Dokas
DISTRIBUTED SITUATION AWARENESS AS A ‘MIDDLEWARE’ BETWEEN THE NEW ECONOMIC SOCIOLOGY AND EMBEDDED OPEN INNOVATION 

Maria Mikela hatte unsere Thesen toll vorgetragen! Sehe dazu auch meine anderen Veröffentlichungen.