Erfahrungsbericht: Mit dem E-Auto knapp 3.000 km durch 5 europäische Länder

Mit unserem BMW i4 e35 sind wir vom 09.09.-25.09.2026 in fünf europäischen Ländern unterwegs gewesen: Deutschland – Tschechien – Österreich – Ungarn -Schweiz – Deutschland. Die Reichweite lag je nach Fahrstrecke (Autobahn, Landstraßen oder Stadtverkehr) und bei 100% Kapazität der Batterie bei maximal 472 km. Zum Laden haben wir entweder unsere BMW Charging Card oder unsere Kreditkarte (nur 1x) genutzt.

Burgwald (Deutschland) – Prag (Tschechien): 572 km
Mit 100% Kapazität (Zuhause an unserer Wallbox aufgeladen) sind wir von Burgwald aus nach Prag gefahren. Im Raum Dresden konnten wir an einer Schnellladestation problemlos aufladen. Da wir Pause machen wollten, haben wir die Batterie gleich auf 100% aufgeladen. Anschließend ging es über die Autobahn weiter nach Prag in das Hotel Panorama by Verdi. Dort konnten wir „vor der Tür“ über eine Normalladesäule wieder auf 100% aufladen – während wir in der Stadt unterwegs waren.

Prag (Tschechien) – Wien: 330 km
Mit 100% Kapazität sind wir weiter nach Wien gefahren. Im Raum Brünn haben wir eine Mittagspause genutzt, und in einer an der Autobahn liegenden Shopping Mall aufgeladen – auch wieder 100% an einer Schnellladestation. Die Strecke nach Wien in das NH Hotel Danube sind wir dann ohne weiteren Ladestopp gefahren.. In dem Hotel gab es auch Normalladestationen, doch haben wir uns dazu entschlossen, auf der Fahrt nach Budapest aufzuladen.

Wien (Österreich) – Budapest (Ungarn): 247 km
Der nächste Ladestopp war dann auf der Autobahn nach Budapest, auch an einer Schnellladestation, wo wir die Batterie wieder auf 100% aufgeladen haben. Im Moxy Downtown Budapest gab es eine positive Überraschung: Alle Hotel-Parkplatze in dem Parkhaus waren grundsätzlich mit einer Normalladestation ausgestattet (Foto oben), sodass das Laden einfach durchgeführt, und über das Hotel abgerechnet werden konnte. Da die Mitarbeiter an der Rezeption den ,Ablauf noch nicht so gut kannten, haben wir uns allerdings dazu entschlossen, nicht im Hotel zu laden, da wir noch genügend Kapazität in der Batterie hatten.

Budapest (Ungarn) – Balatonfüred (Ungarn): 134 km
Wir sind ohne Ladestopp bis nach Balatonfüred gefahren. In dem Hotel gab es Ladesäulen, die allerdings nur mit einer speziellen App genutzt werden konnten. Wir haben es vorgezogen, kurz zu einer Schnellladestation in Balatonfüred zu fahren (600m), um die Batterie wieder auf 100% zu laden.

Balatonfüred (Ungarn) – Innsbruck (Österreich): 739 km
Da wir über den Großglockner fahren wollten, haben wir im Raum Graz und vor dem Großglockner geladen. Durch die Rekuperation haben wir bei der Abfahrt vom Großglockner bis nach Innsbruck deutlich sehen können, wie sich die Batterie wieder aufgeladen hat. Im Motel One Innsbruck haben wir in der Tiefgarage gerade noch einen Stellplatz bekommen, sodass wir zum Laden nicht an die Normalladestationen wechseln wollten. Es wäre nicht klar gewesen, dass wir wieder einen Stellplatz finden, wenn wir temporär zu einer Ladestation gewechselt hätten. Hier haben wir an das Moxy Downtown in Budapest gedacht: Dort bot jeder Hotel-Stellplatz die Möglichkeit, sein Fahrzeug aufzuladen.

Innsbruck (Österreich) – Uster bei Zürich (Schweiz): 270 km
Nach der Abfahrt aus Innsbruck haben wir auf der Autobahn Richtung Uster bei Zürich noch einmal auf 100% geladen. In dem Hotel Illuster in Uster konnten wir in der Tiefgarage unser Auto an einer Normalladestation wieder auf 100% laden – in der Zeit, in der wir Bekannte besucht haben.

Uster bei Zürich (Schweiz) – Burgwald (Deutschland): 534 km
Da wir die Batterie im Hotel Illuster in Uster auf 100% geladen hatten, brauchten wir auf der Fahrt nur einmal laden. An einer Schnellladestation auf der Autobahn in Deutschland haben wir eine Pause gemacht schnell auf 80% geladen. Das hat für die Rückfahrt nach Burgwald inkl. Puffer gereicht.

Insgesamt waren wir positiv überrascht, wie problemlos das Aufladen in den verschiedenen Ländern, an verschiedenen Ladestationen und an verschiedenen Orten (an der Autobahn, in Shopping Malls, Hotels etc.) war. Nach den vielen, oft negativen Beiträgen zu E-Autos, hatten wir wohl eine entsprechende Erwartungshaltung entwickelt – die war allerdings unbegründet.

Die BMW Charging Card hat sich bewährt. Die Preise pro kwh lagen sehr weit auseinander: Von 0,28 Euro bis 0,78 Euro. Wir sind sicher, dass sich diese Preise durch den größeren Wettbewerb und das größere Angebot an elektrischer Energie aus regenerativen Quellen an den unteren Rand der Bandbreite annähern werden.

Für die knapp 3.000 km haben wir insgesamt ca. 250 Euro bezahlt.

Ich möchte jetzt nicht in die Diskussion Verbrenner ja/nein einsteigen, doch ist diese Reise eine weitere Bestätigung dafür, auf ein E-Auto zu setzen. Es hat richtig Spaß gemacht, mit diesem E-Auto zu fahren – egal in welchem Land auf unserer Tour.

Einzelne Reiseberichte werden wir später noch veröffentlichen.

MCP 2026: The Customiztaion and Personalization Week

In der nächsten Woche trifft sich die Customization und Personalization Community auf der MCP 2026. Die letzten Konferenzen, die seit 2004 alle 2 Jahre stattfinden, hatten wir an der Technischen Universität Novi Sad (Serbien) durchgeführt. Da die Gesamtsituation an der Universität für Lehrende und für Studenten immer schwieriger wurde, haben wir uns dazu entschlossen, diesmal nach Balatonfüred in Ungarn auszuweichen.

Wie nach allen letzten Konferenzen auch werden wir auch nach der MCP 2026 ausführlich über alle Themen reflektieren. Als Initiator der Konferenzreihe, die in Rzeszow (Polen) in 2004 begann, kann ich mich nur bei allen bedanken, die diese Konferenzreihe schon so lange mit ihrer Teilnahme unterstützen.

Wir (Jutta und ich) freuen uns schon jetzt, die Kollegen und Freunde in der kommenden Woche in Balatonfüred zu treffen. Auf der Konferenz stelle ich zwei Paper vor:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

eTranslation: Das vertrauenswürdige Online-Übersetzungssystem der Europäischen Union

https://www.cor.europa.eu/en/etranslation

Wir haben uns in den letzten Jahren an die vielen Übersetzungsmöglichkeiten gewohnt, die die proprietären KI-Anbieter (Closed Models) anbieten. Es ist bequem, schnell und oft auch treffend in der jeweiligen Übersetzung.

Dennoch gibt es immer mehr Entwicklungen zu europäischen, nationalen oder sogar regionalen KI-Modellen, die die sprachlichen Besonderheiten und deren kulturellen Kontext besser berücksichtigen.

In einer Open Street Map habe ich viele dieser Modelle in einer Europa-Karte zusammengetragen und mit dem entsprechenden Links versehen.

Dieser Trend ist nicht alleine in Europa, sondern weltweit zu erkennen. Damit Übersetzungen in Europa vertrauenswürdig sind, hat die Europäische Union eTranslate zur Verfügung gestellt. Das System können schon sehr viele Organisationen, und auch Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) nutzen – Privatpersonen leider noch nicht.

„eTranslation is currently available to EU institutions, national public administrations, local and regional authorities, small and medium-sized enterprises, academia, non-governmental organisations, and Digital Europe Programme (DEP) projects, in the European Union and in countries affiliated with DEP. EPSO candidates can also use eTranslation during the recruitment process“ (eTranslation, 07.09.2026).

Ich halte das Angebot für einen wichtigen Schritt zu mehr Digitaler Souveränität in der Europäischen Union. Auf der MCP-Konferenz 2026, vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred (Ungarn) gehe ich mit zwei Präsentationen auf solche Themen ein.

Circular Economy, Giordano Bruno´s „alles kreist“ und Selbstorganisation

Image by Arek Socha from Pixabay

Die heutige Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) scheint ein modernes, ressourcenschonendes Konzept zu sein, dass sich in den 1960er Jahren bis heute weit verbreitet hat.

Der Kreislauf-Gedanke ist allerdings schon viel früher entstanden. Giordano Bruno hat beispielsweise mit seinem „alles kreist“ – Gedanken schon im 16. Jahrhundert an einem Baum-Beispiel verdeutlicht, wie sich alles wie bei einem Kreis immer wieder schließt und wieder beginnt.

Giordano Bruno: Werke, Bd. 3: De la causa, principio, et uno. Über die Ursache, das Prinzip und das Eine (1584), italienisch-deutsch, übersetzt, kommentiert und herausgegeben von Thomas Leinkauf, Hamburg: Felix Meiner 2007, S. 111.

Den Hinweis habe ich in dem Beitrag von Marie-Louise Heuser gefunden: Heuser, M.-L. (2026): Autopoiese und Synergetik. Konzepte der Selbstorganisation. In: Petzer, T.; Steiner, S. (Hrsg.) (2016): Synergie. Kultur- und Wissenschaftsgeschichte einer Denkfigur.

Interessant dabei ist weiterhin, dass die Autorin eine Linie zur modernen Selbstorganisation aufzeigt: „Wie an diesem Zitat ersichtlich wird, denkt Bruno die Selbstgestaltung des Baumes als eine zirkuläre Selbstorganisation“ (ebd.).

Es ist manchmal erstaunlich, dass sich vor Jahrhunderten entstandene Gedanken in heutigen scheinbar modernen Management-Konzepten wiederfinden. Es lohnt sich, solche Trends zu hinterfragen. Manchmal sind es einfach nur Marketing-Trends mit einem entsprechenden Storytelling.

Das soll natürlich nicht bedeuten, dass die oben angesprochene Circular Economy (Kreislaufwirtschaft) unwichtig ist – im Gegenteil. Es geht mir darum, den Bezug zu schon vorhandenen Gedanken immer wieder einmal aktiv zu suchen und auch bewusst herzustellen – am besten natürlich mit Quellenangaben.

Digitale Souveränität: Immer mehr junge Menschen interessieren sich für Open Source Anwendungen

Gerade bei jungen Menschen ist es angesagt, die bekannten proprietären Software-Anwendungen zu nutzen. Man zeigt, dass man IN ist, wenn man als junger Mensch beispielsweise die neuen KI-Modelle der großen Tech-Konzerne nutzen kann. Man glaubt, damit auch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.

In der Zwischenzeit gibt es allerdings in der Gesellschaft durchaus auch ein Umdenken in Richtung Open Source Anwendungen. Der Grund ist, die technologische, digitale Abhängigkeit Europas von den USA und China, die zu vielfältigen Problemen führen kann (Kill Switch). Siehe dazu auch Digitale Souveränität: Europa, USA und China im Vergleich.

Europa ist daher seit einiger Zeit auf dem Weg zu einer eigenen Digitalen Souveränität, die natürlich nicht von heute auf morgen erreichbar ist. Dennoch ist dieser Schritt erforderlich und basiert auf Open Source Anwendungen.

Es fehlen allerdings Kompetenzen zu Open Source Software und Open Source Hardware (Skill Shortage), da sich in der Vergangenheit zu wenige Menschen für diese Themen interessiert haben. Für viele überraschend, begeistern sich heute immer mehr junge Menschen für Open Source Lösungen.

„Denn junge, gut ausgebildete IT-Expert:innen haben immer öfter kein Interesse daran, sich auf eine intransparente Blackbox-Anwendung zu spezialisieren. Stattdessen ist ihr Interesse an Open-Source-Lösungen gestiegen, ebenso wie der Anspruch, mit der eigenen Arbeit nicht nur zu wirtschaftlichem Erfolg sondern auch zum Gemeinwohl beizutragen“ OSBA (2026): Open Source ist Schlüsselrolle für Staat und Wirtschaft.

Da immerhin 264 Milliarden Euro von europäischen Organisationen pro Jahr für nicht-europäische Technologien ausgeben werden, entsteht in Zukunft ein großer Markt, wenn wir mehr auf europäische Technologien setzen. Alleine wenn nur 30% von 264 Milliarden Euro in den kommenden Jahren ersetzt werden könnten, wären das auf europäischer Ebene fast 80 Milliarden Euro pro Jahr – mit steigender Tendenz.

EU Score: KI-Modelle und Open Source Anwendungen aus europäischer Sicht bewerten

https://eu-score.tech/

Es ist nicht ganz einfach, sich ein Bild von den ganzen KI-Möglichkeiten zu verschaffen. Es ist erforderlich, eine bestimmte Perspektive einzunehmen, um Bewertungen vorzunehmen. Die Plattform EU Score hat in 2025 damit angefangen, immer mehr Anwendungen aus dem Tech-Umfeld aus der Perspektive der Europäischen Union zu bewerten.

Die Dimensionen sind Population Sovereignty Equity Sovereignty, Supplier Sovereignty, Value Sovereignty und Webserver Sovereignty. Aus den einzelnen Zahlen wird dann ein Gesamtwert für die Souveränität der Europäischen Union ermittelt. In der Abbildung ist oben rechts ein gelb hinterlegter Wert von über 63,2% zu zu sehen.

Wenn ich in das Suchfeld „mistral“ eingebe (Abbildung), erscheint für Mistral Vibe (Mistral AI) der EU Score 541. Wenn ich in das Suchfeld „claude“ von Antropic eingebe, erhalte ich den EU Score 1. Das ist jetzt kein Schreibfehler! Die Unterschiede zwischen den beiden KI-Modellen sind aus europäischer Sicht frappierend. Ähnlich ist es auch bei dem Vergleich von Microsoft Office und Nextcloud usw.

Die Plattform ist eine interessanter Einstieg, um sich die großen Unterschiede zwischen den angebotenen Markt-Alternativen klar zu machen. In der Abbildung ist rechts unten weiterhin zu erkennen, dass man auch nur Open Source Anwendungen betrachten und analysieren kann.

Eine Paper zur Methode habe ich bisher allerdings nicht gefunden. Für Außenstehende wäre eine fundierte wissenschaftliche Begründung und Ableitung der verwendeten Methode klarer und transparenter, was wiederum mehr Vertrauen schaffen würde. It all starts with trust!

Dennoch halte ich die Plattform für ein geeignetes Instrument, für sich selbst, für Organisationen eine Diskussionsgrundlage für die eigene Digitale Souveränität zu schaffen.

Joe Pine: Bastardization of Mass Customization

In unserem Blog habe ich schon des Öfteren über Green Washing, Open Washing und Sovereignty Washing geschrieben. Doch gibt es auch zu vielen anderen Themen immer wieder Ungenauigkeiten und Plattitüden, die die Personen aufregen, die neue Begriffe oder Konzepte entwickelt und etabliert haben.

In einem Beitrag von B. Joseph Pine II geht es beispielsweise unter anderem um den von Davis formulierten Begriff Mass Customization als Oxymoron, und um das von Pine dazu veröffentlichte Buch, in dem er das Konzept einer hybriden Wettbewerbsstrategie skizziert..

Pine ist der Auffassung, dass CRM (Customer Relationship Management) den Ansatz von Mass Customization bastardisiert hat.

„Mass Customization was coined by the late great Stan Davis in his 1987 book Future Perfect, which is as applicable today as when he wrote it. I read his book while a strategic planner at IBM and after getting it into our plans and strategies spent a year at MIT where I turned my masters’ thesis into my first book, Mass Customization: The New Frontier in Business Competition.

CRM bastardized the concept of Mass Customization

CRM bastardized the concept of Mass Customization, which is about understanding individual customers and giving them exactly what they want. In the hands of consultants and software companies, however, CRM became understanding individual customers to better sell them what has already been produced. Ouch.“(Joe Pine (2026): It´s called bastardization).

Da der Ansatz von Mass Customization and Personalization in so vielfältiger Weise verwässert wurde und wird, sollte man sich möglichst aus erster Hand informieren und keine Sekundär-, Tertiärquellen oder „Erzählungen“ von Beratern nutzen.

Eine sehr gute Möglichkeit bietet sich bei den jeweiligen Konferenzen zu Mass Customization and Personalization.

Die von mir initiierte Konferenzreihe findet seit 2004 alle 2 Jahre statt.

In diesem Jahr, treffen wir uns auf der MCP 2026 vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred, Ungarn.

Siehe dazu auch Freund, R. (2009): Kundenindividuelle Massenproduktion (Mass Customization). RKW Kompetenzzentrum, Faktenblatt 5/2009.

Digital Resilience Index für die eigene Organisation ermitteln

https://digitalresilienceinitiative.org/en#piliers

Über Digitale Souveränität habe ich in unserem Blog schon viel geschrieben. Dabei sollte es Ziel sein, die Organisation resilienter gegenüber äußeren Einflüssen zu machen. In der Zwischenzeit stürzen sich die Berater auf das Thema, obwohl sie noch vor kurzer Zeit den Einsatz bekannter, proprietärer Anwendungen „verkauft“ haben – Digital Sovereignty Washing kann man das wohl nennen.

Die Digital Resilience Initiative ist laut eigenen Angaben „eine Non-profit association in the process of registration“ [01.09.2026]. Sie bieten eine offene und strukturierte Methode an, Digitale Resilienz anhand von 8 Dimensionen und 5 Layer zu analysieren. Wie die Abbildung zeigt, werden die Ergebnisse dann anhand von entsprechenden Grafiken angezeigt.

Grundsätzlich finde ich das einen guten Ansatz, doch ist es gerade für Kleine und Mittelständische Unternehmen (KMU) oft unklar, an welchen Stellen begonnen werden sollte. Immerhin ist ja, je nach Perspektive, alles wichtig.

Ich favorisiere an dieser Stelle eher ein Wirkungsnetz für das spezifische KI-System der Organisation, das ähnlich wie bei der Wissensbilanz-Toolbox aufgebaut ist. daraus können dann entsprechende Generatoren abgeleitet werden, die die Ressourcen der KMU schonen und trotzdem auf das Geschäftsergebnis ausgerichtet sind. Siehe dazu KI-System im Mittelstand: Von der Wissensbilanz lernen.

Wie so etwas für innovative Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) in Europa in Bezug auf Künstliche Intelligenz aussehen kann, stelle ich in zwei Paper auf der MCP-Konferenz 2026, vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred (Ungarn) vor:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Um das 30-fache unterscheiden sich je nach KI-Modell die Tokens – und damit die Kosten

https://longjubai.github.io/agent_token_consumption/

Wenn es um die Wirtschaftlichkeit von KI-Agenten geht, kommt es bei den Token-Kosten oftmals zu regelrechten Abrechnungsschocks. In ihrem Paper

Bai et al (2026): How Do Coding Agents Spend Your Money? Analyzing and Predicting Token Consumptions in Agentic Coding Tasks | https://arxiv.org/abs/2604.22750

haben die Forscher genauer untersucht, wie die Coding Agenten das Geld der Nutzer „ausgeben“. Ich möchte an dieser Stelle nur eine der vielen Erkenntnisse aus dem Paper wiedergeben: Es gibt wohl bei dem gleichen Task Unterschiede bis zum 30-fachen bei der Anzahl der Tokens – und damit der Kosten.

„(…) token usage is highly variable and inherently stochastic: runs on the same task can differ by up to 30× in total tokens, and higher token usage does not translate into higher accuracy; instead, accuracy often peaks at intermediate cost and saturates at higher
costs“ (Bai et al. 2026).

Gerade Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) mit ihren doch eher begrenzten Ressourcen sollten hier aufpassen.

Interessanterweise haben die Forscher zu ihrem ausführlichen Paper auch eine Website mit den wichtigsten Erkenntnissen erstellt. Dort ist wiederum ein kleines Spiel integriert, bei dem man anhand einer Problemstellung die voraussichtlich benötigten Token und die damit verbundenen Kosten schätzen kann – spannend.

Wir empfehlen auch aus diesen Gründen eher Local AI – also lokal ausgeführte Open Source KI-Modelle zu nutzen. Das kann zusammen mit einer Microsoft Alternative wie Nextcloud auf einem eigenen Server geschehen, oder als Edge Computing sogar mit Hilfe geeigneter Apps wie Ollama und Langflow, auf dem eigenen Laptop. In unserem Blog finden Se dazu viele Beiträge.

Solche Ansätze können die Innovationsfähigkeit gerade von KMU unterstützen, indem sie ein unternehmensspezifisches KI-System nutzen, bei dem alle generierten Daten beim Unternehmen bleiben – ganz im Sinne einer Digitalen Souveränität.

Wie so etwas für innovative Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) in Europa in Bezug auf Künstliche Intelligenz aussehen kann, stelle ich in zwei Paper auf der MCP-Konferenz 2026, vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred (Ungarn) vor:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

MCP 2026: Doktoranden-Workshop, Konferenz und Innovations-Forum

https://mcp-ce.org/conference-program/

Die Internationale Konferenz zu Mass Customization and Personalization, MCP 2026, findet diesmal vom 16.-19.2026 in Balatonfüred, Ungarn statt. Es freut mich sehr, dass die von mir in 2004 initiierte Konferenzreihe alle 2 Jahre stattfindet. Die MCP 2026 ist somit die 12. Konferenz ihrer Art. Auf der MCP 2026 Website finden Sie auch Informationen zu allen vergangenen Konferenzen.

Wie in den bisherigen Konferenzen üblich starten wir mit einem Doktoranden-Workshop, in dem die Teilnehmer von erfahrenen Professoren in Ihren arbeiten unterstützt werden.

Anschließend stellen Teilnehmer ihre eingereichten und bestätigten Paper in kurzen Präsentation und ihre Arbeiten vor. Dabei bleibt auch Zeit für Diskussionen. Ich bin sehr gespannt darauf, welche Fragen und Anregungen zu meinen Themen kommen werden.

Ein weiteres wichtiges Element bei der Konferenz ist das soziale Zusammensein. Dazu haben alle Teilnehmer im Laufe der Tage immer wieder Gelegenheit. Speziell natürlich beim Ice Breaking Cocktail und beim Conference Dinner.

Am Samstag ist noch ein Innovations-Forum geplant, dessen Ablauf aktuell allerdings noch nicht feststeht.

Wir (Jutta und ich) freuen uns schon sehr, die Teilnehmer persönlich in Balatonfüred zu treffen. Es ist auf allen Ebenen sehr bereichernd, sich mit interessanten Menschen auszutauschen.