Multiple Kompetenzen

Multiple Intelligenzen und Kompetenzen

Bei Rauner (2004): Praktisches Wissen und berufliche Handlungskompetenz finden sich interessante Hinweise darauf, dass sich die aktuelle Kompetenzdiskussion und die Erkenntnisse der modernen Intelligenzforschung aufeinander zu bewegen: “Mit dem Begriff der multiplen Kompetenz soll in Anlehnung an das Konzept der multiplen Intelligenz von Howard Gardner dem Stand der Kompetenz- und Wissensforschung Rechnung getragen werden, wonach mehrere relativ autonome Kompetenzen beim Menschen unterschieden werden können, die bei den Individuen – je nach beruflicher Sozialisation und Qualifizierung – höchst verschieden ausgeprägt sein können. (…) Die Intelligenzforschung, die ihren Niederschlag im Konzept der multiplen Intelligenz gefunden hat, die Expertiseforschung sowie die Forschung zum Arbeitsprozesswissen legen nahe, den Kompetenzbegriff weiter auszudifferenzieren zu einem Begriff der multiplen Kompetenz. Die Nähe des Gardner’schen Intelligenzbegriffes zum Kompetenzverständnis wie es sich im Forschungsnetzwerk QUEM herausgeschält hat, erlaubt, in einer ersten Näherung die von Gardner identifizierten grundlegenden Fähigkeiten (Intelligenzen) zur Begründung eines multiplen Kompetenzbegriffes heranzuziehen” (Rauner 2004).

Es erscheint daher immer wichtiger, sich mit der Multiple Intelligenz Theorie auseinanderzusetzen. Es freut mich besonders, dass sich die scheinbar verschiedenen Bereiche immer mehr zu einem kohärenten Gesamtsystem entwickeln. Gerade auf solche Verbindungen habe ich in den letzten Jahren immer wieder hingewiesen, woraus ja dann auch das von mir initiierte EU-Projekt MIAPP-Projekt entstanden ist. In meinem Promitionsvorhaben untersuche ich das Konzept der Multiplen Kompetenz etwas genauer. Mein Thema: Das Konzept der Multiplen Kompetenz auf den Analyseebenen Individuum, Gruppe, Organisation und Netzwerk.

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