Mass Customization

Warum sollte man sich mit Mass Customization (Kundenindividuelle Massenproduktion) befassen?

Die Variantenvielfalt nimmt zu …

Dem Trend zur Globalisierung und Individualisierung (Strukturwandel) begegnen die Unternehmen noch oft mit der Erhöhung der Vielfalt (Variantenproduktion), wodurch die Auswahlmöglichkeit für den Kunden zwar erweitert wird, der Kunde aber oftmals nicht das bekommt, was er haben möchte (The Paradox of Choice). Die folgende Tabelle zeigt exemplarisch auf, wie sich der Trend zur Variantenproduktion in verschiedenen Branchen bemerkbar macht.

… und führt häufig in eine Komplexitätsfalle

Die Zunahme der Variantenvielfalt führt die Unternehmen in eine Kompexitätsfalle, da nicht alle angebotenen Varianten verkauft werden können und nur noch wenige Produkte/Dienstleistungen wirtschaftlich sind. Die Automobilindustrie beispielsweise flüchtet um Kosten zu sparen in die sogenannte „Plattformstrategie“ und bemerkt erst langsam, dass man dadurch an Markenimage verliert. Die Reaktionen der Unternehmen auf den Trend zur Individualisierung basieren sehr oft auf der generischen Wettbewerbsstrategie von Porter. Diese Wettbewerbsstrategie schließt allerdings genau das aus, was Mass Customization ermöglicht: Die kundenindividuelle Massenproduktion als sogenannte hybride Wettbewerbsstrategie. Unternehmen und auch Kunden stehen Mass Customization manchmal abwehrend gegenüber. Der Satz: „Wenn Du etwas individuelles haben willst, dann must Du dafür mehr bezahlen“ wird von vielen Kunden immer noch als eine Art Gesetzmäßigkeit gesehen. Dennoch: Viele Beispiele zeigen schon heute, wie Mass Customization erfolgreich umgesetzt werden kann.

Siehe dazu auch Freund, R. (2009): Kundenindividuelle Massenproduktion (Mass Customization). RKW Kompetenzzentrum, Faktenblatt 5/2009.

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Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung 4.0 international.

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