Projektmanager (IHK): Noch ein Zusatzangebot der IHK Köln ab Ende Juni

Nachdem das Zusatzangebot Projektmanager (IHK) (Blended Learning Lehrgang) im Juni in Köln schon ausgebucht ist, hat sich die IHK Köln dazu entschlossen, einen weiteren Lehrgang anzubieten: 20.06.-26.07.2011, IHK Köln, Ansprechpartner: Herr Leuchter, Telefon: 0221/1640-673, E-Mail: bernd.leuchter@koeln.ihk.de. Es freut mich sehr, dass der von mir entwickelte Lehrgang so gut angenommen wird. Sollten Sie dazu Fragen haben, können Sie sich gerne an mich wenden. Siehe dazu auch Warum Projektmanager (IHK)? (Lehrgangsbericht), Termine.

Eine kleine Kritik an SABINE

Normalerweise halte ich mich mit Kritik an Damen zurück, doch diesmal mache ich eine Ausnahme. Bei SABINE handelt es sich um eines von zwölf Projekten im THESEUS Programm Mittelstand 2009: „Das Projekt ´Semantische Assistenzdienste für die berufliche Integration und Persönliche Kompetenzentwicklung (SABINE)´ widmet sich dem Thema Kompetenzmanagement mit semantischen Technologien im Bereich e-Learning und e-Recruiting. Das Ziel dieses Projektes ist es, semantische Dienste für die berufliche Integration und Weiterentwicklung auf Basis von Kompetenzprofilen und Kontextinformationen zu entwickeln, um eine passgenaue Unterstützung und Beratung von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Intermediären in der Personalbeschaffung und -entwicklung zu ermöglichen“. Dieser Ansatz hat mich interessiert, da es hier nicht nur um Kompetenzprofile geht, sondern auch um Kontextinformationen. Kompetenzen sind nun einmal relational und kontextspezifisch zu betrachten. Darüber hinaus war mir zunächst nicht klar, wie diese Kontextinformationen mit den Kompetenzprofilen in Beziehung gebracht werden. In dem Whitepaper Gasper, C.; Pekczynski, P., Strohmeier, S.; Zimmermann, V. (2010): Konzeption einer Plattform für die Verbesserung von Jobvermittlung und Wei-terbildungsempfehlung im Rahmen des Projektes SABINE (THESEUS Mittelstand) gibt es dazu weitere Hinweise. Die Anforderungen werden aus Use-Cases abgeleitet, also Anwendungsfällen, die „Szenarien der Nutzung der SABINE Assistenzdienste“ (S. 9) beschreiben. Werden die vielfältigen beruflichen Arbeitsprozesse berücksichtigt, handelt es sich hier doch um einen recht begrenzten Anwendungsbereich, denn die Übertragung einer Kompetenz aus einem speziellen Kontext (Geschäftsprozess) auf einen anderen Arbeitsprozess ist nicht so leicht möglich. Bei Kompetenzen beziehen sich die Autoren u.a. auf die Unterscheidungen von Erpenbeck/Rosenstiel, die verschiedene Kompetenzklassen empfehlen. Anschließend soll dann ein “ ´intelligentes´ Matching von Istprofilen und Anforderungsprofilen“ erfolgen. Dieser IST/SOLL-Abgleich wird möglicherweise den heutigen Anforderungen der modernen Arbeitswelt nicht ganz gerecht. Reicht es weiterhin aus, von intelligenten Technologien zu sprechen, müssten wir nicht auch von intelligenten Menschen ausgehen? Siehe dazu auch Von Business Intelligence zu intelligentem Business„Von Bauch oder Kopf“ zu „Bauch und Kopf“, oder?, Multiple Kompetenzen, Freund (2011): Das Konzept der Multiplen Kompetenz auf den Analyseebenen Individuum, Gruppe, Organisation und Netzwerk.

Der 18. Innovationstag Mittelstand findet am 30.06.2011 in Berlin statt

Wie dem Einladungsflyer zum 18. Innovationstag Mittelstand (30.06.2011 in Berlin) zu entnehmen ist, werden „rund 250 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus allen Technologiebereichen und Bundesländern die Ergebnisse ihrer innovativen Projekte zur Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen vorstellen, die mit Unterstützung des ZIM, seiner Vorläuferprogramme oder der IGF entstanden sind.“ Ich frage mich manchmal, ob wir nicht schon zu viele solcher oder ähnlicher Veranstaltungen haben (Siehe Inflation der Innovationspreise?). Kommt es nicht eher darauf an, eine Innovationskultur zu schaffen, in der es darum geht, Ideen bis hin zu Innovationen zu fördern und nicht jeden neuen Gedanken als Bedrohung zu empfinden? Weiterhin machen wir es uns oft zu einfach und reduzieren Innovation auf technologiegetriebene Innovationen. Siehe dazu auch Fit für den Innovationswettbewerb?, Herausforderung: Soziale Innovation oder Was sind die neuen Prinzipien im Umgang mit Innovation? Doch wen interessiert das schon?

Von „Bauch oder Kopf“ zu „Bauch und Kopf“ – oder?

Zugegeben, die Überschrift ist ein wenig verwirrend. Mir fiel allerdings nichts anderes ein, als ich den Artikel Bauch oder Kopf von Martin Gropp gelesen habe, der am 14.04.2011 in der FAZ erschien. Ich freue mich, dass dieser Artikel darauf hinweist, dass Zahlen im Berufsleben (Untertitel) in vielen Fällen nicht ausreichen, um eine angemessene Entscheidung zu treffen. Dabei nimmt der Artikel Bezug auf das Buch von Gigerenzer (2007):  Bauchentscheidungen hin, über das ich in meinem Blog auch schon berichtet habe (Blogbeitrag). Es geht Gigerenzer dabei um hochkomplexe Handlungsentscheidungen in denen das Bauchgefühl (Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition) bessere Entscheidungen hervorbringen. Diese Einschränkung sieht der Autor des Artikels leider nicht und folgert plakativ „Bauch oder Kopf“. In der realen Welt gibt es allerdings immer wieder neben hochkomplexen Handlungsentscheidungen (komplexes Problemlösen) auch einfache Handlungsentscheidungen (einfaches Problemlösen). Es geht somit nicht um „Bauch oder Kopf“, sondern um „Bauch und Kopf“. Es bedarf der „ganzen Person„, um mit den heutigen Anforderungen einer modernen Gesellschaft zurecht zu kommen (Expect the unexpected!). Siehe dazu auch Knight´sche Unsicherheit,

Herausforderung Soziale Innovationen – wie das?

Gerne nehme ich die Ankündigung zur Konferenz Social Innovations 2011 zum Anlass, noch einmal auf die Bedeutung von Social Innovations hinzuweisen. Wir sprechen häufig von Produktinnovationen, Prozessinovationen, organisationalen Innovationen, Basisinnoavtionen usw. und auch von Sozialen Netzwerken, doch wie sieht es mit Social Innovation aus und vor allem: Was ist unter dem Begriff zu verstehen? In dem BEPA Report (2010): Empowering people, driving change: Social innovation in the European Union ist auf Seite 31 folgender Vorschlag zu finden:

Social Innovation relates to the development of new forms of organisation and interactions to respond to social issues (the process dimension). It aims at addressing (the outcome dimension):

Social demands that are traditionally not addressed by the market or existing institutions and are directed towards vulnerable groups in society. Approach 1

Societal challenges in which the boundary between ‘social’ and ‘economic’ blurs, and which are directed towards society as a whole. Approach 2

The need to reform society in the direction of a more participative arena where empowerment and learning are sources and outcomes of well-being. Approach 3

Es lohnt sich, diese Entwicklungen zu beobachten und Querverbindungen zu suchen. Probieren Sie es aus und überlegen Sie, wie Sie das Thema „Social Innovation“ in ihr Innovationsmanagement mit aufnehmen können.

Verschenktes Innovationspotenzial durch mangelnde emotionale Bindung der Mitarbeiter?

In der Pressemitteilung zum Gallup EEI 2010 (09.02.2011) wird behauptet, dass jeder fünfte Arbeitnehmer innerlich gekündigt hat. Dies hat auch Auswirkungen auf die Innovationskraft, denn emotional gebundene Mitarbeiter „haben im letzten halben Jahr 40,5 Prozent mehr Anregungen für Verbesserungen eingebracht als ihre ungebundenen Kollegen“ (inkrementelle Innovationen, Prozessverbesserungen…). Der Grund für demotivierte Mitarbeiter sind oftmals Führungskräfte, die der emotionalen Bindung von Mitarbeitern kaum beachten schenken und sich nur um die harten Zahlen kümmern. Dass sich die Zeiten geändert haben, und auch Emotionalität zu einer guten Führungskraft gehört, weisen immer noch viele Manager weit von sich. Wie lange noch? Siehe dazu auch Emotionale Intelligenz als Erfolgsfaktor im Beruf (Forschungen der Universität Bonn),  Multiple Intelligenzen im Beruf oder Multiple Kompetenzen.

Wissensbilanz – Made in Germany war am 12.04.2011 zu Gast bei der IHK in Berlin

Die Roadshow der Wissensbilanz – Made in Germany war am 12.04.2011 zu Gast bei der IHK Berlin. Im Praxisteil habe ich eine von mir moderierte Wissensbilanz – Made in Germany vorgestellt. Dabei bin ich bewusst auf den Moderationsprozess eingegangen. Es konnte deutlich gemacht werden, dass die Qualität des Moderationsprozesses direkt die Qualität des Ergebnisses beeinflusst. Anschließende Fragen bezogen sich auf den Zusammenhang zwischen Wissensbilanz – Made in Germany und Wissensmanagement, Qualitätsmanagement und Lernende Organisation sowie Change Management. Die gut besuchte Veranstaltung war ein Erfolg, da die Teilnehmer durch die Erläuterungen zur Theorie und zu den praktischen Umsetzungen der Wissensbilanz – Made in Germany neue Erkenntnisse gewinnen konnten.

Dr. Robert Freund Newsletter 2011-03 an alle Abonnenten versandt

Heute haben wir den Dr.-Robert-Freund-Newsletter-2011-03 an alle Abonnenten versandt. Alle bisher erschienenen Newsletter finden Sie auf dieser Seite als PDF-Dateien.  Sollten Sie an unserem monatlich erscheinenenden (kostenlosen) Newsletter interessiert sein, so senden Sie uns bitte eine E-Mail. Wir nehmen Sie gerne in unseren Verteiler auf. Denn Sie wissen doch:

K N O W L E D G EB M A K E SB T H E B W O R L D B G O B R O U N D ®

Wissensbilanz – Made in Germany, InCas oder was auch immer – Ist doch egal, oder?

Am Dienstag habe ich am Moderatorentreffen zur Wissensbilanz – Made in Germany beim AWV in Eschborn teilgenommen. Im Vergleich zu den Moderatorentreffen, die ich seit 2006 erleben durfte, hat sich in der letzten Zeit doch so einiges geändert. Nach den Begrüßungen, der Übersicht zum Stand der Umsetzung und den Ausblicken zur Weiterentwicklung der Wissensbilanz – Made in Germany, wurden Best Practices vorgestellt. Ein Beispiel konnte ich selbst beitragen, wobei ich u.a. auch die Vorgehensweise (Moderationsprozess) in den Mittelpunkt meiner Erläuterungen stellte. In der Diskussion am Nachmittag und bei den Vorträgen am Vormittag fiel allerdings auf, dass es wohl nicht mehr en vogue ist, sich an den Moderationsprozess zu halten. Aüßerungen wie die folgenden, machten mich doch ein wenig stutzig: „Ich orientiere mich an den Erfordernissen der Unternehmen, da passe ich den Moderationsprozess schon mal an“, „Ich beginne mit dem Wirkungsnetz, das ist weniger politisch“, „Ob InCas oder Wissensbilanz – Made in Germany, das ist doch dasselbe“, „Es geht um Effizienz und um die Reduzierung von Kosten, nicht um die Einhaltung eines Moderationsprozesses“, „Zwei Personen und drei Workshoptage, das kann man doch auch alleine in zwei Tagen machen.“ Das sind alles Aussagen, die darauf abzielen, die Qualität der Ergebnisse zu gefährden. Weiterhin deutet es darauf hin, dass wohl die Mehrzahl der Anwesenden sich mehr als klassische Berater, denn als Moderatoren sehen. Darüber hinaus deuten verschiedene Äußerungen auf ein nicht gerade aktuelles Wissensverständnis hin. Ich weiß, dass ich mich mit solchen Bemerkungen bei der Beratergilde nicht gerade beliebt mache, doch möchte ich darauf hinweisen, dass alle Moderatoren der Wissensbilanz – Made in Germany einen Verthaltenskodex unterschrieben haben in dem unter Punkt 1 folgendes steht:

„Prinzip der Methodenkonsistenz. Um eine effiziente, qualitätsgerechte und vergleichbare Umsetzung der Wissensbilanzierung in Unternehmen zu gewährleisten, folgen wir dem methodischen Vorgehen des Leitfadens „Wissensbilanz – Made in Germany“ V1.0 (August 2004) und den folgenden Versionen. Dafür haben die Wissensbilanz-Moderatoren an der Moderatoren-Schulung durch die Vertreter der AKWissensbilanz teilgenommen“.

Die zu erkennende vielschichtige Interpretation dieses Prinzips (Willkür?) ergibt auf dem Markt ein diffuses Bild, das potenzielle Interessenten abschreckt, obwohl das gar nicht sein müsste. Berater würden jetzt einwenden: Die reduzierte Vorgehensweise schreckt nicht ab, sondern führt dazu, dass wir eine Wissensbilanz – Made in Germany umsetzen konnten. Doch zu welchem Preis? Dabei meine ich nicht den Rechnungsbetrag, sondern den zu zahlenden Preis des Qulitätsverlustes. Der Moderationsprozess sieht (ohne eine notwendige Vor- und Nachbesprechung) drei Workshoptage mit einem horizontal und vertikal zusammengestellten Team vor. Erarbeitet man die Erfolgsfaktoren mit Hilfe der Kärtchenmethode (Bottom-up), so können mit der Sprache der Teilnehmer Erfolgsfaktoren geclustert werden, die dann vom Co-Moderator in der Toolbox erfasst werden. Mir kommt es hier sehr darauf an, auch die Sprache des Unternehmens abzubilden. Da diese Texte sehr unternehmensspezifisch sind (und das ist gut so), sehe ich ein Benchmarking der Erfolgsfaktoren eher kritisch. Alleine diese Stelle des Moderationsprozesses ohne Co-Moderator durchzuführen, halte ich aus meiner praktischen Arbeit nicht für möglich, will man keine Qualitätsverluste in Kauf nehmen. Auch die folgenden Schritte der Erarbeitung sollten bis zum Wirkungsnetz ruhig und zielorientiert moderiert werden, denn der sich in den Gruppe abzeichnende Lernprozess benötig auch ein wenig Zeit. Doch wen interessiert das schon?

Wissensmanager (IHK), Innovationsmanager (IHK) und Projektmanager (IHK): Angebote im zweiten Halbjahr

Im zweiten Halbjahr bieten die IHK Köln, Rhein Neckar in Mannheim und die SIHK Hagen verschiedenen Blended-Learning Lehrgänge an: Wissensmanager (IHK), Innovationsmanager (IHK) und Projektmanager (IHK). Bitte informieren Sie sich unter Termine über die jeweiligen Inhalte und die Voraussetzungen für das Zertifikat. Bei Fragen können Sie bei mir, oder bei den genannten Ansprechpartner nachfragen.