Nexus basiert auf Scrum und hat das Ziel, Wert zu skalieren. Entscheidend dabei ist der Nexus: „Ein Nexus ist eine Gruppe von etwa drei bis neun Scrum Teams, die zusammenarbeiten um ein einzelnes Produkt zu liefern; es ist eine Verbindung zwischen Menschen und Dingen. Ein Nexus hat einen einzigen Product Owner, der ein einziges Product Backlog managt, aus dem heraus die Scrum Teams arbeiten“.
Das Nexus Rahmenwerk ist auf insgesamt 12 Seiten recht knapp beschrieben und unterscheidet sich alleine dadurch schon von anderen Frameworks wie Safe, LeSS, Scrum@Scale usw.
In dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Projektmanager/in Agil (IHK) gehen wir auf die jeweiligen Gemeinsamkeiten und Unterschiede ein. Mehr Informationen zum Lehrgang finden Sie auf unserer Lernplattform.
In den auf Effektivität und Effizienz von Routinetätigkeiten getrimmten Organisationen gibt es kaum Freiraum für eigene Kreativität. Das so ein Freiraum allerdings wirtschaftlich sein kann zeigen immer wieder Beispiele aus der Entwicklung, da hier der Charakter einer der Neuartigkeit, der Einmaligkeit usw. überwiegen. Diese Charakteristika deuten schon auf Projektarbeit hin. Ob das Vorgehensmodell dabei klassisch, hybrid oder agil ist, sei dahingestellt. Eine interessante 15%-Regel hat in dem Zusammenhang 3M aufgestellt.
„3M ist Hersteller von Produkten für die Medizin, das Büro, zur Verkehrssicherheit, dazu Schleifmittel und Klebstoffe. […] Das Unternehmen will ein Drittel seines Umsatzes stets mit Neuerfindungen aus den jeweils vergangenen fünf Jahren erwirtschaften. […] 3M ist der Erfinder des ersten Sandpapiers, des ersten Overhead-Projektors, der Post-it- Zettel und 50 000 weiterer Produkte. Er sitzt auf mehr als 25 000 Patenten und gilt als Ideen-Fließband. […] Das langjährige Erfolgsrezept für den Nachschub an Ideen ist die 15-Prozent- Regel. Danach können und sollen die 3M-Entwickler rund 15 Prozent ihrer Arbeitszeit eigenen Projekten widmen, ob sie die Stunden zum Tagträumen nutzen oder zum Zaubertrankmischen. […] «In einer überregulierten Gesellschaft werden Sie die Leute nicht dazu bringen, außerordentliche Gedanken zu denken. Sie werden nicht das Risiko eingehen, eine alte Idee durch eine bessere neue zu ersetzen.» Ohne diese informelle Regel, diesen Freiraum zum Spinnen und Experimentieren, hätte es 3M kaum zur Legende gebracht.“ (Hannemann 2011:95f, zitiert in Fraunhofer IAO 2012:28).
Durch das Veränderte Umfeld von Organisationen müssen immer mehr Organisationen wie eine Entwicklungsabteilung, oder sogar Start-ups, funktionieren und sich deren Erfahrungen zu Nutze machen. Projektarbeit ist hier ein erfolgreiches Mittel, sich diesen veränderten Rahmenbedingungen anzupassen: Projekte sind Träger des Wandels.
Solche Zusammenhänge thematisieren wir auch in den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen Projektmanager/in (IHK) und Projektmanager/in Agil (IHK). Informationen dazu finden Sie auf unserer Lernplattform.
In unserem Blog haben wir schon oft darauf hingewiesen, das die Diskussionen über die beiden Pole „Entweder Digital und Homeoffice“ oder „klassische Büroarbeit“ an der Realität vorbei gehen. Immer mehr Mitarbeiter erkennen die Vorteile der digitalen Möglichkeiten, doch wird auch immer klarer, welche Vorteile ein persönliches Treffen hat. Natürlich dominieren aktuell wegen Corona die technologischen Möglichkeiten, doch bereiten sich immer mehr Unternehmen auf die Zeit „nach Corona“ vor. Der folgende Artikel macht das deutlich:
„Für die Zeit nach der Coronakrise kündigte die Citi-Chefin eine Rückkehr der Büroarbeit an: Künftig sollen Mitarbeiter bei der Bank »hybrid« arbeiten und dabei mindestens drei Tage je Woche im Büro verbringen“ (Quelle: Citigroup-Chefin verspricht »Zoom-freie Freitage«, Spiegel Online vom 24.03.2021).
Hybrides Projektmanagement ist ein Modul in dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Projektmanager/in (IHK). Informationen zum Lehrgang finden Sie auf unserer Lernplattform.
Der Fachmann, die Fachfrau, sind bekannt durch seine/ihre fachlichen Kompetenzen. Die fachliche Tiefe wird oft wie ein „I“ symbolisiert. Um anzudeuten, dass es zusätzlich auch auf etwas breitere fachliche Kompetenzen ankommt, wird als Symbol ein „T“ verwendet. In der Zwischenzeit wird allerdings davon ausgegangen, dass eine zusätzliche „cross-funktionale Komponente“ zur Bewältigung komplexer Probleme/Projekte erforderlich ist.
„Beim »T-Shaped Manager« symbolisiert das «T« als Metapher die fachliche Befähigung (vertikal als fachliche Spezialisierung) in Kombination mit der Bereitschaft und Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit (horizontal im Sinne eines Generalisten für die fachübergreifende Orientierung). Aufbauend darauf soll das »X« die (zusätzliche) cross-funktionale Orientierung für die Vernetzung symbolisieren. Diese wird als Befähigung des Akteurs zum Management komplexer und interorganisatorischer Netzwerkstrukturen verstanden – in Analogie zur fluiden Organisation als »nicht-struktur-fokussierte« Orientierung. Das »X« bricht mit der veralteten (und häufig statischen) Denkweise der zweidimensionalen Differenzierung in Spezialisten und Generalisten. Es zählt zukünftig die Fähigkeit zur Übertragung und Anwendung von Wissen in sich ständig wandelnde neue Systemumgebungen und mehrdimensionale Kontextdimensionen. Hierzu bedarf es der Bereitschaft und des Könnens zur Ausübung disziplinenübergreifender »Netzwerk-Rollen« mit einem sich kontinuierlich wandelnden Anforderungsportfolio einer fluiden Organisation“ (Weßels 2014:84-85).
Im agilen Umfeld wird häufig auf T-Shaped Skills, und auf von cross-funktionale Teams hingewiesen. Dass die jeweiligen Personen selbst cross-funktionale Orientierungen für die Vernetzung haben sollten, ist häufig nicht thematisiert.
Solche Zusammenhänge besprechen wir auch in dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Projektmanager/in Agil (IHK).
Der von uns entwickelte Lehrgang Projektmanager/in (IHK) startet bis Ende Februar insgesamt 5x bei verschiedenen IHK. Die Nachfrage ist trotz Corona weiter sehr hoch. Das ist nicht erstaunlich, das sich das Umfeld von Organisationen merklich verändert hat und auch noch weiter verändern wird. Projekte sind dabei Träger des Wandels und es ist für Unternehmen immer wichtiger Mitarbeiter zu haben, die entsprechende Kompetenzen nachgewiesen haben.
Für die Lehrgänge nutzen wir Moodle als Lernmanagementsystem und BigBlueButton (BBB) für Videokonferenzen. Dabei ist BBB in Moodle als Plugin integriert, sodass auch der Datenschutz gewährleistet ist. Siehe dazu auch BBB in Moodle integrieren. Sollten Sie auch an diesem Lehrgang interessiert sein, so finden Sie auf unter Termine weitere Informationen.
Wie Sie vermutlich wissen, werden die von uns entwickelten Lehrgänge aus methodisch-didaktischen Gründen im Blended-Learning-Format durchgeführt. Dabei sind die verschiedenen Projektmanagement-Inhalte mit der Projektarbeit in Teams mit den zu bearbeitenden Online- Und Einsendeaufgaben sinnvoll verknüpft, sodass die Lernprozesse der Teilnehmer unterstützt werden. In Zeiten von „Corona“ hat sich unser Angebot erweitert. Schon in 2020 haben wir verschiedene Lehrgänge, die mit Präsenz- und Onlinephasen gestartet sind, im Onlineformat abgeschlossen. Dabei haben wir je nach Anbieter neben der Lernplattform Moodle auch noch verschiedene Tools für Videokonferenzräume wie MS Teams, Zoom, Jitsi, BigBlueButton usw. genutzt.
In Zeiten von „Corona“ hat sich unser Angebot schon 2020 erweitert. Im letzten Jahr haben wir beispielsweise verschiedene Lehrgänge, die mit Präsenz- und Onlinephasen gestartet sind, im Onlineformat abgeschlossen. Dabei haben wir je nach Anbieter neben der Lernplattform Moodle auch noch verschiedene Tools für Videokonferenzräume wie MS Teams, Zoom, Jitsi, BigBlueButton usw. genutzt. In diesem Jahr sind schon Lehrgänge in Düsseldorf und Siegen online gestartet, und werden weitere Online-Lehrgänge in den Monaten Februar und März bei den IHK in Köln, Mannheim, Gera etc. durchgeführt. Sobald es wieder möglich ist, werden wir die Lehrgänge wieder im Blended Learning Format anbieten, die Online-Version wird allerdings als Alternative weiterhin angeboten werden.
Informationen zu den Blended Learning Lehrgängen finden Sie auf unserer Lernplattform.
Da Präsenztage für den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Projektmanager/in (IHK) wegen Corona aktuell nicht möglich sind, haben wir in dieser Woche Lehrgangstage für zwei Lehrgänge online durchgeführt. Dabei nutzen wir Moodle als Lernplattform und den integrierten BigBlueButton für Videokonferenzräume
Am Donnerstag hatten wir den ersten Lehrgangsstart in Siegen (IHK Siegen, bbz Siegen). Die Teilnehmer bringen teilweise schon erste Erfahrungen im Umgang mit den eingesetzten Medien mit, was zu recht wenigen technischen Schwierigkeiten geführt hat. Immerhin ist zu bedenken, dass die meisten Teilnehmer aus dem Homeoffice zugeschaltet sind. Es fordert von allen Beteiligten viel Selbstorganisation ab (Lernform, Neue Inhalte, Gruppenarbeit online). Es freut mich daher besonders, dass alle so gut mitgemacht haben. Ich bin gespannt, wie die Teilnehmer bis zum nächsten Präsenztag online zusammenarbeiten.
Am Freitag haben wir einen Lehrgang mit dem Zertifikatsworkshop online abgeschlossen. Es handelte sich hier um einen Inhouse-Lehrgang mit Teilnehmern aus einem Unternehmen. Die Teilnehmer haben zunächst einen Online-Test absolviert und anschließend die Ergebnisse ihrer Projektplanung zur Fallstudie vorgestellt. Dazu haben wir BigBlueButton genutzt. In dem Videokonferenzraum habe ich als Moderator die jeweiligen Präsentatoren freigeschaltet, sodass jeder Teilnehmer seinen Bildschirm mit seiner Präsentation teilen könnte. Nach jeder Präsentation gab es dann noch einige Fragen.
Bisher sind die Erfahrungen bei der Nutzung von Moodle mit dem integrierten BigBlueButton (BBB) für die Videokonferenzräume sehr gut. Der große Vorteil dieser Variante ist, dass Moodle und BBB ein kleines Open-Source-Ökosystem bilden, in dem die generierten Daten auf unseren eigenen Servern bleiben (Datenschutz).
Informationen zu unseren Blended Learning Lehrgängen Projektmanager/in (IHK) oder auch Projektmanager/in AGIL (IHK) finden Sie auf unserer Lernplattform.
Es ist gar nicht so einfach „Komplexität“ zu erklären, ohne wieder in die Kategorie „Kompliziert“ zu verfallen. Es wundert daher nicht, dass auch die Beschreibung von Komplexität durchaus anspruchsvoll ist.
„Komplexität bzw. komplex – in Abgrenzung zu einfach und kompliziert – beschreibt ein nicht zerlegbares, am Rand des Chaos befindliches System, welches in bestimmten (System-) Bereichen kohärente, regelgeleitete und rekursive Verhaltensmuster aufzeigt, in einer Zeitspanne eine große Zahl von verschiedenen Zuständen annehmen kann, und dessen Beschreibung abhängig vom Beobachter ist. Komplexe Systeme sind Evolution, Anpassung sowie Selektion permanent ausgesetzt und tragen aktiv zur evolutionsfähigen Gestaltung der Systemumwelt bei. Für diese Arbeit charakterisieren sich komplexe Systeme durch das Vorliegen folgender Systemeigenschaften: Überlebenssicherung, Dynamik, Vielzahl und Varietät, Pfadabhängigkeit, Rückkopplungen, Nichtlinearität, Offenheit, begrenzte Rationalität, Selbstorganisation, Selbstreferenz, Emergenz und Autopoiesis“ (Bandte 2007:78).
In den uns uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen Projektmanager/in (IHK) und Projektmanager/in AGIL (IHK) gehen wir auf diese Zusammenhänge ein. Informationen zu den Lehrgängen und zu aktuellen Terminen finden Sie auf unserer Lernplattform.
In der aktuellen Diskussion wird oft über da alte und neue Denken gesprochen, ohne dies genauer zu spezifizieren. Mutius hat das in der folgenden Tabelle recht umfassend dargestellt.
Altes Denken
Neue Denkansätze
Logiken des Trivialen =Muster, die trennen
Logiken des Komplexen =Muster, die verbinden
„So ist es“
„Ist es so?“
Objekte
Beziehungen
Dinge
Prozesse
Meinungen
Beobachtungen
Objektive Erkenntnisse
Beobachterabhängige Erkenntnisse
Materiell
Immateriell
Bestimmtheit
Unbestimmtheit
Gegenstände
Kontexte
Gesetze
Muster
Abbildung
Konstruktion
Eindeutigkeit
Ambivalenz
Einfache Definition
Doppelte Beschreibung
Entweder – Oder
Sowohl – Als auch
Eindimensional
Mehrdimensional
Linear
Zirkulär
Widerspruchsfrei
Paradox
Systematisch
Systemisch
Kurzfristig
Nachhaltig
Positionen
Optionen
Einfachheit diesseits der Komplexität
Einfachheit jenseits der Komplexität
Hierarchische Organisation
Selbstorganisation
Räderwerk
Netzwerk
Zentralperspektive
Abschied von der Zentralperspektive
Starre Grenzen
Grenzüberschreitungen
Kolossal
Transversal
Wissensbesitz
Wissensaustausch
Feststellungen
Lösungen
Unterscheiden und ausschließen
Unterscheiden und anschließen
Antworten
Fragen
Monologe
Dialoge
Ethik
Kybernethik
Zentralverantwortung
Selbstverantwortung
Machen
Entwickeln
Umsetzen
Gestalten
Stückwerk
Korrespondenzen
Vorsetzen
Einbeziehen
Einzelleistungen
Gemeinschaftsleistungen
Teile, Teilungen
Verbindungen
Exklusion
Re-Inklusion
Mutius (2004:41-42)
Auf solche Zusammenhänge gehen wir auch in den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen ein. Informationen dazu finden Sie auf unserer Lernplattform.
Der von Cooper etablierte Stage-Gate-Prozess (PDF) wurde in der Produktentwicklung weltweit als einer der Standards etabliert (Stage-Gate ist ein eingetragenes Warenzeichen). Die folgende Gegenüberstellung zeigt die Schwerpunkte einer Entwicklung nach Stage-Gate und die Schwerpunkte einer Agilen Entwicklung.
Stage-Gate Development
Agile Development
Type
Macroplanning
Microplanning
Domain
Hardware Development
Software Development
Purpose
Investment model for sequential resource allocation
Tactical model for guiding largely self-managed teams
Focus
Risk and quality
Learning and speed
Logic
Deterministic
Stochastic
Directionality
Largely linear
Highly iterative
Scope
Idea to launch
Development and testing
Owner
Cross-functional team (R&D, marketing, sales, operations
Technical team (software developers, engineers, project managers)
Customer Involvement
Episodic
Continuous
Paluch, S. (2019:2; erweitert nach Cooper 2016:2)
Betrachtet man die beiden Ansätze als Pole so wird schnell klar, dass es zwischen den beiden Extrempositionen ein Kontinuum an Möglichkeiten gibt, die je nach Anwendungsfall genutzt werden können. Deshalb ist eine der Empfehlungen in dem Paper Paluch, S. et al. (2019:6): „(1) Find the appropriate innovation approach for a given context.“ Auch hier wird wieder deutlich, dass hybride Vorgehensweisen jetzt schon Realität sind und in Zukunft noch stärker gefragt sein werden.
Solche Zusammenhänge besprechen wir auch in den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen Projektmanager/in (IHK) und Projektmanager(in AGIL (IHK). Informationen dazu finden Sie auf unserer Lernplattform.
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