
Wenn es um Ideen geht, ist der Raum für Kreativität oftmals noch nicht so stark begrenzt. Insofern kann es sein, dass in dieser Phase des Innovationsprozesses auch schon einmal „ganz verrückte“ Vorschläge für Prototypen aufkommen. Diese werden auch dark horses genannt – ein Element aus dem Design Thinking.
Dark horses: Mitunter enthüllen einige besonders ungewöhnliche Lösungsansätze ihr wahres Potential zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Weiterverfolgt besitzen gerade solche sogenannten „dark horses“ jedoch das Zeug zu wirklich radikalen Innovationen. Dennoch kann es hilfreich sein, zunächst weniger ambitionierte Lösungsansätze zu verfolgen. Ist eine erste Lösung ausgearbeitet, gibt das die nötige Sicherheit, auch verrückte Ideen weiterzutreiben (Ideen & Management 01/2016).
Da die scheinbar etwas „verrückten Ideen“ mit einem eher größeren Risiko einhergehen, wird also empfohlen, zunächst mit anderen Ideen Erfahrungen zu sammeln.
Dieser risikominimierende Ansatz ist zwar verständlich, doch kommt es in der heutigen Zeit immer mehr darauf an, solche eher radikalen Ideen schnell in radikale Innovationen zu überführen. Oft sind dafür auch gar nicht so große Ressourcen nötig.
In Zeiten von Künstlicher Intelligenz und Additive Manufacturing gibt es sehr viele neue Optionen, Prototypen mit relativ wenig Aufwand und in kurzer zeit herzustellen.
Es sind die Unternehmenskultur oder das unternehmerische Mindset, die den Schritt blockieren. Doch: Irgendwann kommt auch der Wettbewerber, oder ein anderer Marktteilnehmer auf die Idee, und bringt die Innovation in den Markt.












