eTranslation: Das vertrauenswürdige Online-Übersetzungssystem der Europäischen Union

https://www.cor.europa.eu/en/etranslation

Wir haben uns in den letzten Jahren an die vielen Übersetzungsmöglichkeiten gewohnt, die die proprietären KI-Anbieter (Closed Models) anbieten. Es ist bequem, schnell und oft auch treffend in der jeweiligen Übersetzung.

Dennoch gibt es immer mehr Entwicklungen zu europäischen, nationalen oder sogar regionalen KI-Modellen, die die sprachlichen Besonderheiten und deren kulturellen Kontext besser berücksichtigen.

In einer Open Street Map habe ich viele dieser Modelle in einer Europa-Karte zusammengetragen und mit dem entsprechenden Links versehen.

Dieser Trend ist nicht alleine in Europa, sondern weltweit zu erkennen. Damit Übersetzungen in Europa vertrauenswürdig sind, hat die Europäische Union eTranslate zur Verfügung gestellt. Das System können schon sehr viele Organisationen, und auch Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) nutzen – Privatpersonen leider noch nicht.

„eTranslation is currently available to EU institutions, national public administrations, local and regional authorities, small and medium-sized enterprises, academia, non-governmental organisations, and Digital Europe Programme (DEP) projects, in the European Union and in countries affiliated with DEP. EPSO candidates can also use eTranslation during the recruitment process“ (eTranslation, 07.09.2026).

Ich halte das Angebot für einen wichtigen Schritt zu mehr Digitaler Souveränität in der Europäischen Union. Auf der MCP-Konferenz 2026, vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred (Ungarn) gehe ich mit zwei Präsentationen auf solche Themen ein.

Cultural Traction™ Report 2013: Bevorzugung einer bestimmten Perspektive?

Der Cultural Traction™ Report 2013 erläutert, „A brand’s change in VIBE over time.“ Die Beispiele zeigen auf, welche Marken sich an der Spitze positioniert haben. Es wurden in der Studie über 62.000 Personen im Alter 16+ zu 160 Marken befragt – seit 2012 global. Die Studie hatte ihren Anfang in den USA und ist daher doch ein wenig westlastig: West >Test >Best? Der Kulturbegriff wird hier möglicherweise doch ein wenig einseitig interpretiert, sodass die Studie eine bestimmte Perspektive bevorzugt. Unterstellt man demgegenüber ein eher komplexes Verständnis von Kultur, das fragmentiert und inkonsistent ist (vgl. Bourdieu 1990, Martin 1992, Sewell 1992, DiMaggio 1997:265, Freund 2011), so würde die Welt etwas anders aussehen…