FSFE: Free Software Foundation Europe

Quelle: https://fsfe.org/

Auf dem Weg zu mehr Digitaler Unabhängigkeit, oder Digitaler Souveränität, kommt Open Source Software eine besondere Rolle zu. Neben der amerikanischen Free Software Foundation hat sich dazu in 2001 die Free Software Foundation Europe e. V. gegründet (Quelle: Wikipedia). Der europäische Blick auf Open Source Software ist wichtig, da dieser sich von der US amerikanischen und der chinesischen Perspektive unterscheidet. Siehe dazu Digitale Souveränität: Europa, USA und China im Vergleich.

„Software ist in allen Aspekten unseres Lebens tief verankert. Freie Software gibt allen das Recht, Programme für jeden Zweck zu verwenden, zu verstehen, zu verbreiten und zu verbessern. Diese Rechte stärken andere Grundrechte wie die Redefreiheit, die Pressefreiheit und das Recht auf Privatsphäre“ (FSFE-Website).

Interessant ist, dass die FSFE ganz bewusst von Freier Software ausgeht und sich damit von Open Source etwas abgrenzen möchte. Der Grund ist, dass der Begriff Open Source in den letzten Jahren immer wieder missbräuchlich verwendet wurde, und es zu einer Art „Verwässerung“ oder „Open Washing“ kam – wie das Beispiel von OpenAI zeigt.

In unseren Beiträgen geht es oft um Open Source, da dieser Begriff den meisten Lesern besser bekannt ist – auch wenn der Hinweis von der FSFE natürlich berechtigt ist.

Open Source Software bietet nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen Möglichkeiten, sondern stärkt auch demokratische Grundrechte in Gesellschaften – was gerade in Zeiten von Künstlicher Intelligenz immer wichtiger wird. Siehe dazu auch Die erfolgreiche Open Source KI Geschichte.

Auf der MCP 2026 (16.-19.09.2026, Balatonfüred, Ungarn) gehe ich darauf in zwei Paper ein:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Künstliche Intelligenz und die Kompetenz-Illusion

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Kompetenzen zu entwickeln, und somit die Herausforderungen eines eines komplexen Umfeldes zu bewältigen, ist heute eine der wichtigsten Fähigkeiten. Dabei stellt sich im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz die Frage, ob sich Kompetenzen in uneingeschränkten KI-Systemen besser als in abgesichertes KI-Systemen entwickeln.

„However, when later assessed, the students that relied on the unrestricted system underperformed, suggesting weaker long-term skill acquisition and an “illusion of competence”, in which task performance improved without durable learning. By contrast, the safeguarded tutoring system reduced the negative effects by using guided hints and stepwise reasoning that emulates effective instructional practices“ (UN, 2026).

In einem uneingeschränkten KI-System verbesserte sich zwar die Aufgabenbearbeitung, doch trat kein nachhaltiger Lernerfolg ein – es kam zu einer Kompetenz-Illusion. In einem abgesicherten Tutoren-System konnten diese Nachteile vermieden werden, sodass es zu einer Kompetenzentwicklung gekommen ist.

Ich halte die Unterscheidung zwischen einer durch KI erreichte Kompetenz-Illusion und einer nachhaltigen Kompetenzentwicklung für entscheidend. Seihe dazu auch Kompetenz und Kompetenzmanagement.

Kosten der Künstlichen Intelligenz: Anteil US amerikanischer KI-Modelle geht weltweit zugunsten von Open Source AI zurück

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Wir haben uns daran gewöhnt, dass die amerikanischen Tech-Konzerne mit ihren KI-Modellen den Ton angeben, doch in den letzten 12 Monaten hat sich weltweit erstaunliches getan. Nach Howard Yu (auf LinkedIn) ist der Anteil amerikanischer KI-Modelle in diesem Zeitraum von 70% auf 30% gefallen (routed traffic).

Der Grund ist, dass immer mehr Nutzer – auch aus Kostengründen – Open Source AI nutzen. Dazu haben beispielsweise chinesische Anbieter neben DeepSeek auch Qwen als erfolgreichstes Open Source AI Modell weltweit etabliert.

„The cause is, of course, price. Anthropic’s Claude costs $4,811 for a standard evaluation suite. OpenAI costs $3,357. DeepSeek costs $1,071. Zhipu’s GLM costs $544. The premium American model runs nearly 9 times the cheapest Chinese one for equivalent work. When AI shifted from chat to agents, that gap became impossible to ignore. An overnight coding run calls a model thousands of times“ (Yu, W. via LinkedIn, 08.07.2026).

Natürlich kommen zu so einer Meldung gleich (mindestens) zwei Einwände:

(1) Open Source AI Modelle sind nicht so Leistungsstark wie die proprietären, kommerziellen AI Modelle der amerikanischen Tech-Konzerne.
Das stimmt in der Zwischenzeit nicht mehr. Ausführlich hat das der AI Report 2026 von der Stanford University analysiert und dargestellt. Siehe dazu Die erfolgreiche Open Source KI Geschichte.

(2) Chinesische Modelle sind mit Vorsicht zu genießen, da sie auch den Vorgaben der chinesischen Regierung entsprechen müssen.
Ja, das ist der Fall. Ähnlich sieht es allerdings auch mit den amerikanischen Modellen aus, die den Mindsets der Tech-Konzerne entsprechen. Siehe dazu Digitale Souveränität: Europa, USA und China im Vergleich.

Was also tun? Es bietet sich an, Open Source AI aus und für Europa zu nutzen. In der Zwischenzeit gibt es neben Mistral AI noch viele weitere Modelle, die schon genutzt werden können. Open Source AI mit europäischen Werten zu nutzen ist ein Weg zu mehr Digitaler Souveränität und sogar zur Kostenreduzierung.

Siehe dazu auch Wirtschaftlichkeit von KI-Agenten: Warum kommt es bei den Token-Kosten oft zu regelrechten Abrechnungsschocks?

Es ist möglich, leistungsfähige KI-Sprachmodelle zu trainieren, die ausschließlich auf gemeinfreien und offenen Texten basieren

In den letzten Jahren gibt es sehr viele Content-Entwickler aus allen möglichen Bereichen, die sich gegen die Übernahme ihrer Inhalte als Trainingsdaten in den bekannten, kommerziellen KI-Modellen wehren.

Dabei kommt es einem so vor, als ob die großen KI-Unternehmen das wohl schon irgendwie „eingepreist“ haben und langwierige Gerichtsverfahren eingehen. Darüber hinaus muss auch die folgende Frage gestellt werden

Ist es möglich ist, leistungsfähige KI-Sprachmodelle zu trainieren, die ausschließlich auf gemeinfrei und offenen Texten basieren?

Die Antwort: Ja, es ist möglich.

In ihrem Paper hat eine Forscher-Gruppe nicht nur ausführlich dargelegt, welche Quellen sie dafür ausgewählt haben, sondern auch gleichzeitig ein entsprechendes Modell entwickelt und auf Hugging Face veröffentlicht:

„We release Common Pile v0.1, an 8TB corpus that—to our knowledge—constitutes the largest dataset built exclusively from openly licensed text. Alongside our dataset, we release Comma v0.1-1T and -2T, two performant 7-billion-parameter LLMs trained on text from the Common Pile, as well as the filtered and rebalanced data mixture we used for training. Our results demonstrate that not only is the Common Pile the strongest dataset for pretraining under an open-license constraint, but also that it produces models comparable to those trained on an equivalent amount of unlicensed data. This positive result holds promise for future of open-license pretraining, especially if the research community invests in collecting larger quantities of openly licensed text data in the future. Ultimately, we believe that the Common Pile v0.1 represents the first step on the path towards a more ethical language model ecosystem, where performance need not come at the cost of creator rights and legal transparency.“ (Kandpahl et al. (2025): The Common Pile v0.1: An 8TB Dataset of Public Domain and Openly Licensed Text).

Natürlich dominieren die proprietären KI-Modelle den Markt, und es fällt den Marktteilnehmer wegen dem in der Zwischenzeit eingetretenen Lock-in schwer, sich an andere KI-Modelle zu gewöhnen (Pfadabhängigkeit). Dennoch überlegen viele Einzelpersonen, Unternehmen, Not for Profit Organisationen oder auch Öffentliche Verwaltungen, ob sie sich nicht von der eingetretenen Abhängigkeit lösen sollten, ja müssen.

Siehe dazu auch Künstliche Intelligenz: Es ist so bequem, unmündig zu sein.

Künstliche Intelligenz: „Feeding the Machine“

Conceptual technology illustration of artificial intelligence. Abstract futuristic background

In dem Buch Muldoon, J., Graham, M., Cant, C. (2025) Feeding the Machine geht es den Autoren darum, zu hinterfragen, wie die großen KI-Modelle (LLM: Large Language Models) mit ihren riesigen Datenmengen entstehen, und von großen Unternehmen für ihre geschäftlichen Aktivitäten genutzt werden.

„Das ist aus Sicht von Muldoon, Graham und Cant auch das grundsätzliche Problem der KI-Entwicklung: dass sie vor allem von wenigen mächtigen Akteuren in deren Eigeninteresse entwickelt und genutzt werde. Die Kapitalintensität von KI führe dazu, dass sich Machtstrukturen weiter verfestigen, da nur wenige Unternehmen weltweit das Geld, die Hardware und das Knowhow besitzen, um die Entwicklung voranzutreiben. Durch die Arbeit dieser Unternehmen würden auch koloniale Strukturen aufrechterhalten, schreiben sie. Weil sich Arbeitskräfte im globalen Süden gezwungen sähen, für sehr wenig Geld unter schlechten Bedingungen zu arbeiten, während die hohen Gewinne in die Kassen der Konzerne und Investoren fließen“ (Scherer, K. (2025): KI-Erklärwerk und Kapitalismuskritik, Deutschlandfunk, Andruck, 30.06.2025 | PDF).

Es ist daher gut, dass sich in den letzten mehr als 20 Jahren weltweit Alternativen entwickelt haben, die frei verfügbare Daten in frei verfügbaren KI-Modellen zur Verfügung stellen (Open Data and Open Source AI – a perfect match). Je mehr diese genutzt werden, umso weniger Marktmacht haben die großen Tech-Konzerne. Es wundert daher nicht, dass diese an alternativen Entwicklungen wenig interessiert sind, und versuchen eine Art open washing mit ihren Modellen zu betreiben. Siehe dazu auch

Die erfolgreiche Open Source KI Geschichte

Künstliche Intelligenz – It All Starts with Trust

Künstliche Intelligenz lässt die meisten Sprachen und kulturellen Besonderheiten außen vor

Künstliche Intelligenz lässt die meisten Sprachen und kulturellen Besonderheiten außen vor

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Die bekannten proprietäten KI-Modelle funktionieren hauptsächlich in Englisch, oder in einer Handvoll anderer Sprachen. Am Beispiel agglutinierender Sprachen wie Ungarisch, Baskisch, etc. kann aufgezeigt werden, dass die üblichen KI-Modelle nicht ausreichen.

Es wundert daher nicht, dass in den letzten Jahren immer mehr KI-Modelle entwickelt wurden, die in europäischen Sprachen trainiert wurden. Beispiele dazu sind Teuken 7B und Open EuroLLM. Darüber hinaus gibt es in Europa auch schon viele KI-Modelle, die in der jeweiligen Landessprache trainiert wurden. Beispiele dazu sind das Ungarisches Modell, das Schwedisches Modell, das Italienische Modell usw.

Dass es in kritischen Bereichen wie dem Gesundheitswesen wichtig ist, bei KI-Modellen den sprachlichen und kulturellen Kontext zu beachten, wurde in einer Veröffentlichung der United Nations (UN) noch einmal beispielhaft hervorgehoben:

„In Tigrinya, spoken by 7 to 9 million people in Eritrea and northern Ethiopia, machine translation has rendered smallpox as syphilis, gonorrhoea as diabetes and “You have been given intravenous antibiotics” as “You have been given intravenous insecticides”. These mistranslations can be life-threatening. A recent review of natural language processing for African languages in healthcare found that, despite advances in multilingual AI tools, major challenges remain. These include cultural and linguistic bias, poor adaptation to medical contexts, limited explainability and translation errors that can affect diagnosis and treatment decisions. The evidence suggests that AI systems are not ready for use in high-stakes settings unless they have been properly adapted, constrained and tested for the relevant linguistic and cultural contexts“ (UN 2026).

Mit Hilfe von Small Language Models (SLM) und der Berücksichtigung sprachlicher und kultureller Besonderheiten einzelner Regionen in Europa können gerade Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die einen Mehrwert für die Nutzer bieten.

Auf der MCP 2026 (16.-19.09.2026, Balatonfüred, Ungarn) gehe ich darauf in einem Paper ein:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Mein zweites Paper:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

IW Consult (2026): Digitale Souveränität von KMU (Kurzstudie)

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Zu dem Thema Digitale Souveränität gerade bei Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU habe ich schon viele Blogbeiträge geschrieben. In der Zwischenzeit wird vielen klar, dass das Thema wichtig ist, sodass es immer mehr ausführliche oder kleine Studien gibt. Ein weiteres Beispiel dafür ist die nun veröffentlichte Kurzstudie IW Consult (2026): Digitale Souveränität von KMU (PDF), in der 5 zentrale Erkenntnisse zusammengefasst wurden:

(1) Digitale Souveränität ist eine Managemententscheidung.

(2) Tragfähige europäische Alternativen sind verfügbar.

(3) Die Umstellung auf souveräne Lösungen ist machbar, aber voraussetzungsreich.

(4) Anschaffungskosten allein greifen bei der Bewertung der Wirtschaftlichkeit zu kurz..
Eine TCO (Total Cost of Ownership)-Betrachtung, welche die laufenden Kosten, versteckte Bindungseffekte und Migrationsaufwände einbezieht, verändert die wirtschaftliche Bewertung digitaler Lösungen grundlegend.

(5) Die Unterstützungslandschaft hat eine solide Basis, aber auch noch Ausbaupotenziale.

Auf der internationalen Konferenz MCP 2026, die vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred, Ungarn stattfinden wird, gehe ich darauf in einem Paper ein:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Mein zweites Paper:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Multiple Intelligenzen: Intelligenzprofile angemessen interpretieren

Eigene Darstellung. Quelle: Connell et al. (2003)

Die Multiple Intelligenzen Theorie von Howard Gardner integriert verschiedene Perspektiven auf Intelligenz (Intelligenz-Quotient, Emotionale Intelligenz, Soziale Intelligenz, … ). Dabei geht Howard Gardner in seinem Verständnis von Intelligenz von einem biopsychologischen Potenzial aus, was sich daher auch von Künstlicher Intelligenz (KI) unterscheidet. Siehe dazu auch die Anmerkungen zu möglichen Kategorienfehler.

„Ich verstehe eine Intelligenz als biopsychologisches Potenzial zur Verarbeitung von Informationen, das in einem kulturellen Umfeld aktiviert werden kann, um Probleme zu lösen oder geistige oder materielle Güter zu schaffen, die in einer Kultur hohe Wertschätzung genießen“ (Gardner  2002:46-47).

Die ursprünglichen Multiplen Intelligenzen sind in ihren Ausprägungen in einem fiktiven Profil in der Abbildung dargestellt. Es ist dabei wichtig, dass diese Intelligenzen in Bezug auf etwas bewertet werden, also in Bezug auf eine bestimmte Arbeit/Tätigkeit. Ein Intelligenzprofil „out of context“ zu erstellen, macht nach Howard Gardner keinen Sinn, und entspricht nicht seiner Definition von Intelligenz (Problembezug, kulturelles Umfeld, Wert).

Es ist aus diesen Überlegungen heraus auch nicht richtig – ja sogar unsinnig – davon zu sprechen, dass jemand „hauptsächlich musikalisch intelligent“ sein soll, da bei einer kontextabhängigen Problemlösung immer alle Intelligenzdimensionen mehr oder weniger stark eingesetzt werden.

Diese Interpretation des Intelligenz-Konstrukts führt zwangläufig auch zu der Frage, ob Intelligenz entwickelt werden kann, oder ob der größte Teil schon in den Genen eines Menschen vorhanden ist. Howard Gardner geht nicht von einem Fixed Mindset, sondern von einem veränderbaren, Growth Mindset aus – ganz im Sinne von Caroll S. Dweck. Multiple Intelligenzen können also gezielt entwickelt werden.

In einem der nächsten Blogbeiträge gehe ich darauf ein, was ein Intelligenzprofil (Multiple Intelligenzen) für mögliche Kompetenzen bedeutet.

Anmerkung: Ich kann an dieser Stelle nicht auf alle Facetten des Themas eingehen. Wenn sie sich mit der Multiple Intelligenzen Theorie von Howard Gardner noch nicht befasst haben, können Sie sich gerne in meinen Blogbeiträgen umsehen.

Schutzrechte: Alles fing mit einem Lastkahn für Marmorblöcke an

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Wir haben uns daran gewöhnt, dass es verschiedene Schutzrechte gibt, die auf dem Markt durchgesetzt werden können. Schaut man sich beispielsweise die Geschichte des Patents dazu etwas genauer an, so muss man allerdings feststellen, dass es Schutzrechte für Erfindungen erst seit dem 18. Jahrhundert gibt. Augenscheinlich haben die Menschen vor dieser Zeit auch Möglichkeiten gefunden, mit dem Thema umzugehen.

Das erste überlieferte Patent für eine industrielle Erfindung wurde 1421 an den Architekten und Ingenieur Filippo Brunelleschi vergeben. Es gab ihm für drei Jahre das Monopol, einen Lastkahn mit einer Winde herzustellen, der für den Transport von Marmorblöcken verwendet wurde. Im Laufe der folgenden zwei Jahrhunderte breiteten sich solche Privilegien für Erfinder von Italien über Europa aus. (…) Schutzrecht für eine Erfindung gab es erst im 18. Jahrhundert“ (Grassmuck, 2004).

In der Zwischenzeit sind es nicht nur die klassischen Schutzrechte einer industriell geprägten Gesellschaft (siehe dazu DPMA), sondern auch immer mehr die Urheberrechte, die gerade in Verbindung mit den Trainingsdaten von KI-Modellen kontrovers diskutiert werden. In dieser Übergangsphase entstehen rechtlich Graubereiche, die von dynamischen Geschäftsmodellen rigoros ausgenutzt werden.

Es wird sich zeigen, ob wir eine angemessene Lösung finden, die die Rechte aller Beteiligten beachtet, oder ob wir uns eher in eine Gesellschaft hineinbewegen, in der nicht mehr, sondern eher weniger geschützt wird. Manche Entwicklungen wie die von Open Source, Open Science, Open Data, Open Government, Open Innovation usw. zeigen Wege auf, wie das aussehen könnte. Siehe dazu auch Quack, Sigrid und Leonhard Dobusch (2011): Auf dem Weg zur Wissensallmende? In: Aus Politik und Zeitgeschichte 28-30/2011, S. 41-46.

Auf der MCP 2026 (16.-19.09.2026, Balatonfüred, Ungarn) gehe ich darauf in einem Paper ein:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Mein zweites Paper:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Umfangreiche Studie (2026) zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen

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Es wird sehr viel über die positiven und negativen Auswirkungen bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz geschrieben. Dabei ist es nicht immer klar, ob die jeweiligen Veröffentlichungen nicht eher Public Relations oder Wunschdenken sind.

Um sich ein relativ gutes Bild machen zu können, sind Studien geeignet, die umfangreiches Datenmaterial unvoreingenommen analysieren. So eine Studie liegt nun mit Yotzov et al (2026) FIRM DATA ON AI vor.: „We survey nearly 6,000 senior business executives at US, UK, German, and Australian firms to develop new evidence on AI adoption and its effects on jobs, productivity, and output. Specifically, we ask executives about AI usage, its effects at their own firms over the past three years and, looking ahead, what they anticipate over the next three year.“ Die Forscher sind zu folgenden Ergebnissen gekommen:

First, around 70% of firms actively use AI, particularly younger, more productive firms.

Second, while over two thirds of top executives regularly use AI, their average use is only 1.5 hours a week, with one quarter reporting no AI use.

Third, firms report little impact of AI over the last 3 years, with over 80% of firms reporting no impact on either employment or productivity.

Fourth, firms predict sizable impacts over the next 3 years, forecasting AI will boost productivity by 1.4%, increase output by 0.8% and cut employment by 0.7%.

Neben dem von den Tech-Konzernen mit ihren KI-Modellen gerne propagierte Hype um ihre Produkte, gibt es die nüchterne Realität, die sich in den Studienergebnissen widerspiegelt.