Local-AGI: Your personal AI agent running entirely in the browser. Private, fast, and autonomous.

https://www.local-agi.com/

Über die Möglichkeiten, Open Source KI-Modelle auf dem eigenen Server zu betreiben habe ich in verschiedenen Blogbeiträgen schon geschrieben. Siehe dazu beispielsweise Digitale Souveränität: Wie kann ein KI-Modell aus LocalAI in den Nextcloud Assistenten eingebunden werden?

So ein System mit Nextcloud und LocalAI ermöglicht schon, autonom mit den eigenen Daten und Open Source KI-Modellen zu arbeiten. Dabei wird allerdings auch deutlich, dass es Abläufe gibt, die automatisiert werden können. Das kann durch Workflows oder KI-Agenten erfolgen. KI-Agenten sind im Gegensatz zu Workflows relativ eigenständig bei den Abläufen zur Problemlösung. Um das zu gewährleisten, und aufbauend auf Nextcloud und LocalAI, kann noch Local-AGI integriert werden.

Local-AGI ist eine auf LocalAI aufbauende Plattform, die speziell für autonome KI-Agenten entwickelt wurde. Es ermöglicht die Erstellung und Verwaltung von KI-Agenten, die Werkzeuge nutzen, Aufgaben autonom ausführen und sogar im Internet suchen können – alles lokal und ohne Cloud-Abhängigkeit. LocalAGI integriert LocalAI als Inferenz-Engine und bietet zusätzliche Funktionen wie eine Wissensdatenbank, Echtzeit-Überwachung und eine Benutzeroberfläche für die Agentenverwaltung (Quelle: GitHub).

LocalAI ist die Basis für lokale KI, während Local-AGI die Agenten-Funktionalität auf Basis von LocalAI bereitstellt. Beide Projekte sind modular und können gemeinsam genutzt werden, um komplexe, autonome KI-Systeme lokal zu betreiben.

In der Abbildung oben ist die Startseite von Local-AGI zu sehen, auf der hinterlegte KI-Modelle im Browser direkt getestet werden können. Unter „Select Models“ sind einige wenige Modelle zu finden, die direkt heruntergeladen werden können. Ich habe das kleinste Modell LFM.5-350M ausgewählt, wobei das Modell im Browser gespeichert wurde, und folgende Eingabeseite erscheint:

Hervorheben möchte ich noch einmal den Text, der gleich am Anfang des Chats erscheint: „Hello! I’m Local-AGI, running entirely in your browser. All processing happens locally on your device – your data never leaves your computer. How can I assist you today?“ Dieser Hinweis ist im Sinne einer eigenen Digitalen Souveränität wichtig.

Durch die Integration von Local-AGI mit LocalAI stehen weitere Modelle zur Verfügung. Im Unternehmen kommt es nicht darauf an, einzelne Anwendungen zu vergleichen, sondern darum, Digitale Souveränität und Resilienz in einem System mit Open Source Software und Open Source AI zu erreichen.

Anthropic: Anweisung der US-Regierung, den Zugang zu Fable 5 und Mythos 5 auszusetzen

https://www.anthropic.com/news/fable-mythos-access

Die US-Regierung hat Anthropic angewiesen, den Zugang zu Fable 5 und Mythos 5 auszusetzen. Das ist schon ein starker Eingriff in die Geschäfte von Antropic – und eine Art von Regulierung. Kein Wunder also, dass sich Anthropic mit einer ausführlichen Stellungnahme dazu geäußert hat:

Statement on the US government directive to suspend access to Fable 5 and Mythos 5 (Antropic, 12.06.2026).

Dieser Vorgang ist deshalb so erstaunlich, da es ja gerade die US-Regierung war, die der Europäischen Union in der Vergangenheit vorgeworfen hat, den Markt für Künstliche Intelligenz zu stark zu regulieren. Siehe dazu auch Bris, A. (2025): SuperEurope: The Unexpected Hero of the 21st Century.

Wie Sie als Leser unseres Blogs wissen, plädieren wir bei Künstlicher Intelligenz dazu, Open Source KI zu nutzen.

Auf der MCP 2026 stelle ich dazu auch ein Paper vor:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

In meinem zweite Paper geht es um:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Digitale Souveränität ist angekommen

Vor mehreren Jahren, als wir angefangen haben über eine mögliche Digitale Souveränität für Personen, Unternehmen, in Deutschland und in Europa zu schreiben, haben wir einige Rückmeldungen erhalten die zeigten, dass man diesem (europäischen) Weg keine Chance einräumt, und es als unrealistische Vision einschätzte.

In der Zwischenzeit hat sich gezeigt, dass die vielen aufgebauten Abhängigkeiten der letzten Jahrzehnte in eine Sackgasse auf allen Ebenen geführt haben: Energetische Abhängigkeit, militärische Abhängigkeit, digitale Abhängigkeit usw.

Es ist durchaus erstaunlich, dass viele, die diese Abhängigkeiten selbst herbeigeführt haben, nun nach Souveränität rufen. Die einzigen allerdings, die behaupten können, dass sie auf Digitale Souveränität hingewiesen haben, sind Akteure aus dem Open Source Bereich, denn hier geht es schon immer um Transparenz, Offenheit und Rechtstaatlichkeit.

Diejenigen, die sich aus Bequemlichkeit in die digitale Abhängigkeit begeben haben, müssen jetzt zu hohen Kosten umsteuern, da die Nutzung von den bekannten APPs und KI-Modellen in den Köpfen (auch in den Unternehmen) zu einer Pfadabhängigkeit geführt hat, aus der manche möglicherweise gar nicht mehr herauskommen werden.

Die Überschrift des Blogbeitrags ist vom Newsletter Juni 2026 der Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e.V. entnommen. Die Aussage bezieht sich dabei auf die Erkenntnisse aus dem SCS Summit 2026, der in Berlin stattfand.

„Liebe Leserinnen und Leser,
am 21. Mai 2026 kamen 200 Menschen im bUm Berlin zusammen – und der diesjährige SCS Summit hat bewiesen, dass digitale Souveränität in der Cloud keine Zukunftsvision mehr ist, sondern gelebter Alltag. Vom ersten Moment an war deutlich zu spüren: es wird weniger von Visionen als von klaren Umsetzungen und Mehrwerten gesprochen“ (OSBA SCS Summit 2026).

Die vielen Beispiele zeigen, was alles schon heute möglich ist, und was schon konkret umgesetzt wurde. Informieren Sie sich weiter über die Entwicklung auf dem Gebiet der Digitalen Souveränität und entscheiden Sie, was für Sie als Person und als Organisation umsetzbar ist.

Vergleichen Sie dabei nicht nur die einzelnen Tools, sondern auch, was Sie durch eine Neuausrichtung wieder erhalten: Sie gewinnen wieder die Kontrolle über ihre eigenen Daten – ein unschätzbarer Vorteil.

Fangen Sie an, ihre eigene Digitale Souveränität zurückzugewinnen.

„The long tail“ etwas anders interpretiert

Picture by Hay Kranen

Seit der Veröffentlichung von The long tail (Chris Anderson 2004) wird diskutiert, ob sein Ansatz heute noch stimmt. Anderson stellte dar, dass es bei digitalisierten Produkten möglich ist, immer mehr Nischen zu bedienen. Wenn man dabei die Grafik zu den bekannten ABC-Produkten im Verkauf etwas abstrahiert, kommt so eine Grafik heraus, wie Sie in der Abbildung zu sehen ist. In der Zwischenzeit gibt es allerdings durchaus Kritik an dem Ansatz.

»The original idea of the long tail, as described by Chris Anderson in his book of the same name, was that a single manufacturer would take care of all the variants along the long tail of a product segment. But the long tail of products is also a long tail of niche markets served by different manufacturers with different business models« (Piller & Euchner, 2024).

Piller und Euchner weisen also darauf hin, dass es nicht alleine ein Unternehmen sein muss, dass den long tail bedient, sondern es können auch unterschiedliche Unternehmen mit verschiedenen Geschäftsmodellen sein.

Diese Erweiterung ist schon hilfreich, doch geht es mir nicht weit genug. Warum müssen es Unternehmen mit ihren Geschäftsmodellen sein, die die bisher nicht befriedigten Wünsche von Usern bedienen? Heute können es auch die User selbst sein, die ihre Produkte herstellen – mit Hilfe moderner Technologien in Repair Cafés, FabLabs, Maker Spaces, Communities usw. (User Innovation). Siehe dazu ausführlicher meine Beiträge zum Thema.

Um die verschiedenen Schritte zur Herstellung des eigenen Produkts einfach, kostengünstig und selbst durchzuführen, bietet sich heute die Unterstützung durch Künstliche Intelligenz an.

Auf der internationalen Konferenz MCP 2026, die vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred, (Ungarn) stattfindet, werde ich in einem meiner Paper auf diese Entwicklung eingehen:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Die Zukunft von Innovationen ist dynamisch, interaktiv und unvorhersehbar

Image by Gerd Altmann from Pixabay

Obwohl viele Menschen und Unternehmen wissen, dass es in der heutigen, stark vernetzten Welt kaum möglich ist, die Zukunft vorherzusagen, versuchen es doch immer wieder einige. Beispielsweise die Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley, die fast täglich mit Visionen oder Stories versuchen, Anleger zu beeinflussen. Viele Voraussagen/Ziele sind nicht eingetroffen.

Die New York Times hat zum Beispiel 602 Ziele von Elon Musk untersucht und festgestellt, dass er nur 19% davon wirklich erreicht hat. Dennoch hat Elon Musk alleine durch das Formulieren von (seinen) Zielen erreicht, dass sich viele mit (seinen) Zielen befasst haben. Die Erkenntnis solcher Analysen ist nicht neu, denn viele Vorhersagen haben auch schon in der Vergangenheit nicht gestimmt. Aktuell wollen einige wieder Wissen, wie sich Künstliche Intelligenz als Innovation entwickeln wird und formulieren entsprechende Ziele – auch hier ist Vorsicht geboten. Dazu habe ich einen Beitrag gefunden, der die Situation gut beschreibt:

„The future of innovation is likely in hybrid models that combine the strengths of AI-driven processes with human-led OI. Such models could leverage AI’s capacity for rapid ideation and data processing while harnessing human creativity, intuition, and ethical judgment. For example, AI could generate initial ideas or prototypes, which human collaborators then refine, contextualize, and ethically evaluate through OI platforms. An optimist would argue that this approach might further democratize innovation by allowing a wider range of participants to contribute meaningfully, even if they lack deep technical expertise. A pessimist might be concerned about centralized power, diminishing creativity, lack of agency, and IP issues. In the end, whether you’re an optimist or a pessimist, one thing is certain: the future of innovation will be dynamic, interactive, and unpredictable“ (Holgersson et al., 2024).

Als Optimist gehe ich davon aus, dass wir Innovationen wie die Künstliche Intelligenz stärker demokratisieren sollten und auch werden – siehe dazu auch Von Democratizing Innovation zu Free Innovation.

Auf der internationalen Konferenz MCP 2026, die vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred, (Ungarn) stattfindet, werde ich in einem meiner Paper auf diese Entwicklung eingehen:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

W Social – ein europäischer Konkurrent zu „X“ startet am 17.06.2026

https://wsocial.news/

Als europäische Alternative zu den bekannten Kurznachrichtendienst „X“ etc. startet W Social am 17.06.2026 mit einer Beta-Phase. Der Betreiber kommt aus Schweden und wird den Dienst nach europäischen Recht, und mit verifizierten Personen betreiben. Das sind alles schon erhebliche Unterschiede zu dem Ansatz von „X“, wo es immer mehr Hasskommentare und Desinformationen – auch durch Bots – gibt.

Der SWR hat am 28.05.2026 mit der Geschäftsführerin, Anna Zeiter, ausführlich in einem Podcast gesprochen: W Social: Was steckt hinter der europäischen X-Alternative? Sie finden Prof. Dr. Anna Zeiter hier auf LinkedIn.

Alles ganz im Sinne einer europäischen Digitalen Souveränität.

Künstliche Intelligenz: Mistrals Chatbot „Le Chat“ heißt jetzt „Vibe“ und bietet neue Möglichkeiten

Screenshot meines Logins beim Chatbot Mistral Vibe

Über das französische Start-up Mistral AI als Alternative zu den bekannten proprietären Closed KI-Modellen der amerikanischen Tech-Konzerne habe ich schon mehrfach geschrieben (Beiträge). Erstaunlich dabei ist, dass Mistral AI mit seinen Modellen in der Zwischenzeit durchaus wettbewerbsfähig ist. Siehe dazu Open Source AI holt auf – das Beispiel MISTRAL AI (AI Report 2026). Wer die Mistral-KI-Modelle nicht über die Mistral-Cloud nutzen möchte, kann in der Zwischenzeit auch eine entsprechende App auf dem eigenen Laptop installieren (Blogbeitrag).

Besonders überzeugt hat uns auch der von Mistral AI veröffentlichte Chatbot mit dem Namen „Le Chat“, den wir schon ausgiebig genutzt haben. Zunächst in der freien Version (ohne Anmeldung) und später mit einem Login-Zugang. Dort können wir Chats speichern und Projekte sowie Workflows und Agenten anlegen.

Nun hat Mistral den Chatbot „Le Chat“ in „Vibes“ integriert – der Name „Vibes“ war zunächst für Agentic Coding gedacht, Die Einbindung des Chatbots „Le Chat“ in „Vibes“ bietet dadurch neue Möglichkeiten.

„Mistral hat auf dem hauseigenen AI Now Summit mehrere Neuerungen vorgestellt. Der Chatbot Le Chat heißt jetzt Vibe und verbindet agentische Fähigkeiten mit Funktionen für Softwareentwicklung“(heise online, 29.05.2026).

Auf der internationalen Konferenz MCP 2026, die vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred, (Ungarn) stattfindet, werde ich in meinen beiden Papern auch auf Mistral AI eingehen:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Lünendonk®-Studie (2026): Digitale Souveränität – Vom Risiko zur Resilienz

https://www.luenendonk.de/produkt/luenendonk-studie-2026-digitale-souveraenitaet-vom-risiko-zur-resilienz/

Es wird immer deutlicher, dass Digitale Souveränität für Europa immer wichtiger wird. Die Lünendonk®-Studie 2026 hat das wieder einmal deutlich gezeigt.

„Digitale Souveränität ist kein abstraktes Leitbild mehr – sie hat sich zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor mit klar messbarem Business Impact entwickelt. 2026 steht Europa an einem digitalen Wendepunkt“ (Lünendonk®-Studie 2026).

Die Ergebnisse sind eindeutig: 96% der Befragten erwarten, dass Digitale Souveränität auch bei einer Entspannung der geopolitischen Lage ein zentrales Thema bleibt.

Wenn dem so ist, stehen Unternehmen vor der Frage, wie eine Digitale Souveränität erreicht werden kann. In vielen Beiträgen, und auf dieser Seite habe ich dazu konkrete Schritte aufgezeigt.

Auf der internationalen Konferenz MCP 2026, die vom 16.-19.09.2026 in Balatonfürde, Ungarn stattfindet, werde ich ein Paper zum Thema vorstellen:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Künstliche Intelligenz: Wie kann man Mistral-Modelle auf „Heim-Hardware“ betreiben?

https://mistral.ai/news/mistral-3

Mistral AI ist ein französisches Unternehmen, das eine Modellfamilie veröffentlicht, die europäischen Anforderungen an KI-Modelle entspricht, und Open Source verfügbar ist. (Open Models) Die Leistungsfähigkeit von den Mistral- Modellen nähert sich den Cloud AI Modellen (Closed Models) wie ChatGPT, Gemini etc. an (Open Source AI holt auf). Mit Le Chat gibt es auch eine europäische Alternative zu ChatGPT.

Mistral-Modelle können bei Mistral selbst, also auf in deren Cloud, getestet werden. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Modelle über Hugging Face herunterzuladen und auf dem eigenen Server zu nutzen, z.B. mit LocalAI.

Der Trend zu immer kleineren, speziellen und leistungsstarken Modellen (SLM: Small Language Models) macht es immer attraktiver, solche Modelle auf dem eigenen Laptop, also auf „Heim-Hardware„, zu nutzen. Das ist u.a. auch mit Mistral möglich. Wie genau, wird in dem folgenden Artikel gut beschrieben:

Simon, A, (2026) How to run Mistral locally. Available from: https://getdeploying.com/guides/local-mistral

Es ist auch möglich, Mistral über die lokal installierte App von Ollama zu nutzen. Siehe dazu Open Source Modelle mit der Ollama-App auf dem eigenen Desktop.

Künstliche Intelligenz als Freund, Mentor oder romantischer Partner?

Künstliche Intelligenz (GenAI) kann in der Zwischenzeit viele traditionelle Tätigkeiten oder Abläufe optimieren und ersetzen. Bei der Interaktion mit KI-Modellen passt sich diese immer stärker an die Anforderungen des Nutzers an.

Künstliche Intelligenz verstärkt durch diese Personalisierung allerdings – oft unbemerkt vom Nutzer – Schmeicheleien (Blogbeitrag). Es wundert daher nicht, dass KI immer mehr als Compagnon wahrgenommen wird, der möglicherweise als angenehmer empfunden wird, als andere Menschen. Es kommt bei dieser Entwicklung zu einer Art Transformation von den eher funktionsorientierten Nutzung der KI, hin zum Aufbau von einer Art „Beziehung“.

„AI companions differ from traditional task-oriented AI by prioritizing relationship building over functionality (Zhang and Lu, 2023; Zhang et al., 2025). Modern systems incorporate memory of past interactions, can recognize emotion, and adapt their responses to individual users’ needs (Yang et al., 2025). Platforms like Replika, Character.ai, and XiaoICE have attracted user bases in the millions. Many users have reported forming emotional attachments to their AI companions, viewing them as friends, mentors, or romantic partners (Zhang et al., 2024; Kouros et al., 2024)“ (The AI Index 2026 Annual Report).

Einerseits ist also die Anpassung an die persönlichen Bedürfnisse eine positive Entwicklung, andererseits kann es über den Weg der (unbemerkten) Schmeicheleien einen Lock-in geben, aus dem die jeweiligen Nutzer selbst nicht mehr herauskommen. Diese sich dann entwickelnde Pfadabhängigkeit ist aus der Innovationsforschung bekannt.

Beyer (2005) weist allerdings in seinem Beitrag darauf hin, dass es auch dazu kommen kann, dass „Akteure jeweils einen Schlüssel finden können, um das Schloss wieder aufzuschließen“.

Beyer, J. (2005): Pfadabhängigkeit ist nicht gleich Pfadabhängigkeit! Wider den impliziten Konservatismus eines gängigen Konzepts, in Zeitschrift für Soziologie, Jg. 34, Heft 1, Februar 2005, S. 5–21 | PDF