In der nächsten Woche trifft sich die Customization und Personalization Community auf der MCP 2026. Die letzten Konferenzen, die seit 2004 alle 2 Jahre stattfinden, hatten wir an der Technischen Universität Novi Sad (Serbien) durchgeführt. Da die Gesamtsituation an der Universität für Lehrende und für Studenten immer schwieriger wurde, haben wir uns dazu entschlossen, diesmal nach Balatonfüred in Ungarn auszuweichen.
Wie nach allen letzten Konferenzen auch werden wir auch nach der MCP 2026 ausführlich über alle Themen reflektieren. Als Initiator der Konferenzreihe, die in Rzeszow (Polen) in 2004 begann, kann ich mich nur bei allen bedanken, die diese Konferenzreihe schon so lange mit ihrer Teilnahme unterstützen.
Wir (Jutta und ich) freuen uns schon jetzt, die Kollegen und Freunde in der kommenden Woche in Balatonfüred zu treffen. Auf der Konferenz stelle ich zwei Paper vor:
Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs
Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework
Weiterhin wurde Open EuroLLM veröffentlicht, ein „Large language Modelmade in Europebuilt to support allofficial 24 EU languages„. Die generierten Modelle sind Multimodal, Open Source, High Performance und eben Multilingual.
Zusätzlich zur europäischen Ebene gibt es allerdings auch immer mehr spezielle, länderspezifische Large Language Models (LLMs), wie das in 2025 veröffentlichte PLLuM ((Polish Large Language Model). Ich möchte an dieser Stelle drei wichtige Statements wiedergeben, die auf der Website zu finden sind:
Polnische Sprachunterstützung Ein wichtiges Element dieses Projekts ist die Entwicklung eines umfassenden und vielfältigen Datensatzes, der die Komplexität der polnischen Sprache widerspiegelt.
Die polnische Sprachunterstützung geht darauf ein, dass die üblichen proprietären LLM überwiegend in englischer (chinesischer) Sprache trainiert wurden, und dann entsprechende Übersetzungen liefern. Diese sind für den Alltagsgebrauch durchaus nützlich, doch wenn es um die kulturellen, kontextspezifischen Nuancen einer Sprache geht, reichen diese großen KI-Modelle der Tech-Konzerne nicht aus.
Das PLLuM-Modell setzt auf Offenheit, Transparenz und einfache Bedienung. Es versteht sich daher von selbst, dass die Modelle bei Huggingface zur Verfügung stehen und genutzt werden können. Probieren Sie den Chat einfach einmal aus:
Sicherheit und Ethik Wir stellen sicher, dass unser Modell sicher und frei von schädlichen und falschen Inhalten ist, was für seinen Einsatz in der öffentlichen Verwaltung von entscheidender Bedeutung ist.
Nicht zuletzt sind Sicherheit und Ethik wichtige Eckpunkte für das polnische Modell. Es unterscheidet sich dadurch von den bekannten großen KI-Modellen der Tech-Konzerne. Siehe dazu auch Künstliche Intelligenz: Würden Sie aus diesem Glas trinken?
Interessant ist auch, dass auf der PLLuM-Website darauf hingewiesen wird, dass man durch diese KI-Modelle auch Innovationen fördern möchte. Wieder ein direkter Bezug zwischen Open Source AI und Innovationen.
Wie Sie wissen kooperiere ich mit der UITM in Rzeszów, Polen (www.mass-customization.pl). Nach der MCP-CE 2008 haben sich nun einige neue Initiativen zu Mass Customization und Open Innovation in Mittel- und Osteuropa ergeben. Einerseits gibt es nun ein Center für Mass Customization and Open Innovation an der Universität Novi Sad, das von Zoran Anisic initiiert wurde und geleitet wird. Wir wollen dort Unternehmen näher an Mass Customization heranführen und z.B. auch Konfiguratoren entwickeln. Weiterhin gibt es Studenten, die zu den Themen forschen wollen. Darüber hinaus wird es bald eine griechische Website zu Mass Customization and Open Innovation geben, die zunächst wissenschaftliche Themen vorstellt. Ich freue mich sehr darüber, dass sich meine in 2003 begonnene Initiative zu Mass Customization und Open Innovation in Mittel- und Osteuropa langsam aber sicher verbreitet.
gehalten. Dabei konnte ich auch mit Studenten und Unternehmensvertretern über die Möglichkeiten von Mass Customization and Personalization in Polen diskutieren. Es war interessant, denn der „osteuropöische Blickwinkel“ auf diese Thematik ist doch etwas anders als der „westseuropäische“ – und das ist gut so!
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.