Künstliche Intelligenz: Mistrals Chatbot „Le Chat“ heißt jetzt „Vibe“ und bietet neue Möglichkeiten

Screenshot meines Logins beim Chatbot Mistral Vibe

Über das französische Start-up Mistral AI als Alternative zu den bekannten proprietären Closed KI-Modellen der amerikanischen Tech-Konzerne habe ich schon mehrfach geschrieben (Beiträge). Erstaunlich dabei ist, dass Mistral AI mit seinen Modellen in der Zwischenzeit durchaus wettbewerbsfähig ist. Siehe dazu Open Source AI holt auf – das Beispiel MISTRAL AI (AI Report 2026). Wer die Mistral-KI-Modelle nicht über die Mistral-Cloud nutzen möchte, kann in der Zwischenzeit auch eine entsprechende App auf dem eigenen Laptop installieren (Blogbeitrag).

Besonders überzeugt hat uns auch der von Mistral AI veröffentlichte Chatbot mit dem Namen „Le Chat“, den wir schon ausgiebig genutzt haben. Zunächst in der freien Version (ohne Anmeldung) und später mit einem Login-Zugang. Dort können wir Chats speichern und Projekte sowie Workflows und Agenten anlegen.

Nun hat Mistral den Chatbot „Le Chat“ in „Vibes“ integriert – der Name „Vibes“ war zunächst für Agentic Coding gedacht, Die Einbindung des Chatbots „Le Chat“ in „Vibes“ bietet dadurch neue Möglichkeiten.

„Mistral hat auf dem hauseigenen AI Now Summit mehrere Neuerungen vorgestellt. Der Chatbot Le Chat heißt jetzt Vibe und verbindet agentische Fähigkeiten mit Funktionen für Softwareentwicklung“(heise online, 29.05.2026).

Auf der internationalen Konferenz MCP 2026, die vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred, (Ungarn) stattfindet, werde ich in meinen beiden Papern auch auf Mistral AI eingehen:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Mistral Vibe: Agentic Coding – Open Source AI

Screenshot: https://mistral.ai/products/vibe

Über die Mistral 3 Modell-Familie, Mistral Le Chat und Mistral Forge habe ich hier schon ausführlich geschrieben. Mistral ist für die Digitale Souveränität in Europa wichtig, da alle KI-Anwendungen europäisch (französisch), DSGVO-konform und Open Source sind. Ganz im Sinne einer Digitalen Souveränität.

Was im Vergleich zu den bekannten proprietären KI-Anwendungen noch fehlte, war das Coding mit Mistral. Dazu wurde nun Mistral Vibe veröffentlicht:

„Agentic coding that meets you where you work. Write, test, and deploy autonomously with full codebase context“ (ebd.).

Da ich kein Experte für das Coding mit Künstlicher Intelligenz bin, habe ich einen Beitrag gesucht, der die Möglichkeiten von Mistral Vibe aus der Coding-Perspektive beschreibt. In dem Artikel Mistral Vibe 2.0: Der terminalbasierte KI-Codierungsagent von Oluseye Jeremiah, veröffentlicht am 02. Februar 2026 auf datacam werden die vielen Vorteile von Mistral Vibe beschrieben.

„Mistral Vibe 2.0 ist ein Terminal-basierter KI-Codierungsagent, der direkt über die Befehlszeile läuft. Anstatt in einem Browser oder als IDE-Plugin zu laufen, arbeitet es direkt im Entwickler-Workflow mit Zugriff auf Dateien und Repositorys.“

Es ist spannend zu sehen, wie sich Mistral, als europäische Alternative zu den bekannten KI-Anwendungen der etablierten amerikanischen Konzerne auf dem Markt behauptet. Erstaunlich ist allerdings auch, dass darüber gar nicht so viel geschrieben wird. Honi soit qui mal y pense.