Open Source AI und das MCP-Protocol: Another perfect match

AI (Artificial intelligence) AI management and support technology in the Business plan marketing success customer. AI management concept.

Die Nutzung von KI-Modellen ist im privaten und unternehmerischen Umfeld angekommen. Dabei ist es für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) entscheidend, ob sie sich in die Abhängigkeit der proprietären KI-Modelle begeben, oder mehr Wert auf die eigene Datenhoheit legen. Gerade KMU können es sich nicht leisten, hier knappe Ressourcen zu verschwenden.

Wenn es um Digitale Souveränität geht, und darum, leistungsfähige KI-Modelle mit eigenen oder anderen Daten zu verknüpfen, bietet das MCP-Protocol in der Zwischenzeit sehr spannende Möglichkeiten.

MCP (Model Context Protocol) is an open standard from Anthropic designed to establish seamless interoperability between LLM applications and external tools, APIs, or data sources“ (Source: Langflow 1.4: Organize Workflows + Connect with MCP).

Wie das beispielsweise mit Langflow möglich ist, habe ich in verschiedenen Blogbeiträgen erläutert. Im Zusammenhang mit Open Source AI bietet das MCP einen Rahmen für ein eigenes, innovatives KI-System, bei dem Sie die Datenhoheit haben.

„Open-Source-Sprachmodelle sind die natürliche Ergänzung zu MCP. Während MCP den sicheren Rahmen vorgibt, liefern Open-Source-Modelle die Freiheit, diesen Rahmen nach eigenen Bedürfnissen zu gestalten“ (Hennekeuser, D. (2026): Model Context Protocol (MCP) und Open-Source-Sprachmodelle: Die Eröffnung neuer souveräner Wege. In Mittelstand Digital Fokus Mensch (2026): Digitale Souveränität als Basis für sichere KI-Anwendungen).

Siehe dazu auch Open Data and Open Source AI – a perfect match.

Künstliche Intelligenz: Wie kann ein Unternehmen bei Kooperationen die Datenhoheit behalten?

Unternehmen sind oftmals in einem oder mehreren Netzwerken aktiv,. Solche Kooperationen setzen dabei auf den klassischen Datenaustausch. Modernere Versionen der Kooperationen im KI-Zeitalter, speisen ihre Daten in KI-Modelle ein. Dabei kommt es darauf an, die eigene Datenhoheit zu behalten.

„Um ihre Datenhoheit zu bewahren, setzen Unternehmen auf föderierte, dezentrale Trainingsansätze. Die Daten werden hier nicht zu einem zentralen Server gesendet, sondern lokal in eine Kopie des KI-Modells eingespeist. Statt der Daten werden dann nur abstrakte Parameter zwischen den Partnern ausgetauscht. Jeder Partner kann der KI Daten zur Verfügung stellen, ohne diese den anderen Unternehmen preisgeben zu müssen“ (Fraunhofer, Forschung kompakt, 01.04.2026).

Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund hat gemeinsam mit dem Industriepartner Fujitsu Research sogar eine Lösung für das Unlearning für dezentrale, föderierte KI-Kollaborationen entwickelt.

Dabei geht es um die Frage, wie mit Daten umgegangen wird, wenn die KI-Kooperation verlässt – spannend. Wie das alles funktioniert, zeigt das Fraunhofer Institut auf der Hannover Messe 2026.

KI und Open Data: Common Corpus mit mehr als 1 Millionen Downloads

Quelle: Link

Über Open Data und Open Source Ai habe ich in dem Beitrag Open Data and Open Source AI – a perfect match geschrieben. Eine besondere Rolle nimmt in dem Zusammenhang Common Corpus ein,

In dem Beitrag Langlait et al (2024): Releasing the largest multilingual open pretraining dataset vom 14.11.2024 auf Huggingface wird das Konzept und das Alleinstellungsmerkmal von Common Corpus als Teil der AI Alliance Open Trusted Data Initiative vorgestellt.

„Many have claimed that training large language models requires copyrighted data, making truly open AI development impossible. Today, Pleias is proving otherwise with the release of Common Corpus (part of the AI Alliance Open Trusted Data Initiative)—the largest fully open multilingual dataset for training LLMs, containing over 2 trillion tokens of permissibly licensed content with provenance information (2,003,039,184,047 tokens)“ (Source).

In der Zwischenzeit wurde Common Corpus schon mehr als 1 Millionen Mal heruntergeladen. Der starke Anstieg der Downloads zeigt eine relative Verschiebung auf dem KI-Markt, denn immer mehr Marktteilnehmer suchen nach Open Data, die sie frei nutzen können.

„Open-Source-Datensätze wie das Common Corpus bieten hier eine Lösung. Sie ermöglichen es Forschern und Unternehmen, auf eine breite Palette von Daten zuzugreifen, ohne sich über komplexe Lizenzfragen oder potenzielle Urheberrechtsverletzungen Gedanken machen zu müssen“ ( Common Corpus übertrifft eine Million Downloads und hebt Bedeutung von Open Data für KI hervor, Mindverse vom 12.03.2026).

Langsam aber sicher wollen immer mehr KI-Nutzer Künstliche Intelligenz gesellschaftlich verantwortungsvoll nutzen – ganz im Sinne einer Digitalen Souveränität.

Vom AI-Hype über eine AI-Hybris zu AI CON

https://thecon.ai/

Es ist an der Zeit, die Entwicklungen bei Artificial Intelligence (Künstlicher Intelligenz) auch einmal etwas kritischer zu beleuchten. Zwei Forscher aus den Bereichen der Sprach- und Sozialwissenschaften haben das in ihrem Buch getan:

Bender, E. M.; Hanna, A. (2025): The AI CON. How To fight Big Tech´s Hype And Create The Future We Want | Link.

Um das Buch mit seinen Ansichten besser verstehen zu können lohnt es sich, kurz auf in die Anfänge von Artificial Intelligence zurückzuschauen. Den Begriff „Artificial Intelligence“ prägte McCarthy für den Dartmouth Workshop im Jahr 1956. Darüber hinaus hat Minsky im gleichen Jahr sein einflussreiches Paper zu Heuristic Aspects of the Artificial Intelligence Problem veröffentlicht. Seit dieser Zeit hat die Entwicklung von Artificial Intelligence immer dynamischer zugenommen.

Die Dynamik ist seit 70 Jahren auch geprägt von militärischen Anforderungen und von Investoren, die in Artificial Intelligence eine sehr lukrative Story sehen, die uns erzählt, dass Maschinen (Artificial Intelligence) im Vergleich zu Menschen in allen Bereichen besser sind, bzw. sein werden. Denn: Wenn etwas heute noch nicht klappen sollte, dann wird es mit besseren Maschinen bestimmt in der Zukunft funktionieren – so zumindest die Story. Man muss eben daran glauben…

Dieses Narrativ hilft natürlich die enormen Investitionen zu schützen, und weiterhin viel Geld zu verdienen. Doch stellen sich immer mehr Personen – und ganze Gesellschaften – in der Zwischenzeit die Frage, ob diese Erzählung stimmt, und ob diese Entwicklungen gut für die Menschen sind. Manche argumentieren, dass es sich bei dem allseits propagierten AI-Hype ehr um eine AI-Hybris handelt:

Die Hybris (altgriechisch für Übermut‘, ‚Anmaßung‘) bezeichnet Selbstüberschätzung oder Hochmut. Man verbindet mit Hybris häufig den Realitätsverlust einer Person und die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, Leistungen oder Kompetenzen, vor allem von Personen in Machtpositionen. (Quelle: vgl. Wikipedia).

Wenn Sie sich diese ganzen Punkte noch einmal vergegenwärtigen, kommen Sie möglicherweise auch zu dem Schluss, dass man gegen das etablierte Narrativ etwas unternehmen sollte/muss. Genau das haben die beiden Autoren mit ihrem Buch gemacht.

Um es noch einmal deutlich zu machen: Es geht nicht darum, Artificial Intelligence zu „verteufeln“, sondern darum, die Möglichkeiten von Artificial Intelligence im Rahmen von Werten und Grundrechten für Menschen zu nutzen.

Seit mehreren Jahren gehen wir auch positiv kritisch mit den Möglichkeiten und den Risiken von Artificial Intelligence um – ganz im Sinne einer Digitalen Souveränität.

Aktuellen Projektfortschritt und möglichen Trend visualisieren

Exemplarischer Projekt-Fortschrittsbericht (RKW 2014)

Der aktuellen Projektstand und der prognostizierte zukünftige Verlauf eines Projekts können unterschiedlich visualisiert werden. In der Abbildung sehen Sie beispielhaft auf der Y-Achse Personentage in Ingenieurstunden und Zeit in Monaten ab Projektstart gegenübergestellt.

Weiterhin sind der Soll-Verlauf (schwarze Linie) und der Ist-Wird-Verlauf nach 3 Monaten (rote Linie) zu erkennen. Die Meilensteine 1-4 sind in einer Pufferzone (blau markierte Kästchen) positioniert. Diese zeigt an, welche Abweichungen noch toleriert werden.

Die anfänglichen Abweichungen werden wohl bei den Meilensteinen 3 und 4 wieder korrigiert, sodass die geplanten Werte am Rande der Pufferzonen liegen. Siehe dazu auch

Drei Ebenen des Projektcontrollings

Projektcontrolling: Beispiel zur Berechnung des Kosten- und Terminentwicklungsindex

Projektmanagement: Abgrenzung von strategischem und operativem Controlling

Veränderung des Controllings in einer VUCA-Welt

Künstliche Intelligenz: Reasoning und die Chain of Thoughts

Mit Explainable AI (XAI) sollen KI-Systeme transparent, nachvollziehbar und überprüfbar gemacht werden. in dem Zusammenhang kommt dem Reasoning eine besondere Rolle zu:

„Unter Reasoning versteht man den Prozess, bei dem ein KI-System seine internen Schlussfolgerungen sichtbar macht, etwa in Form logisch strukturierter Argumentationsketten oder textuell formulierter Teilschritte (sogenannter Chains-of-Thought)“ (Mittelstand Digital Fokus Mensch (2026): Digitale Souveränität als Basis für sichere KI-Anwendungen).

XAI und Reasoning ermöglichen es gerade Kleinen und Mittleren Unternehmen die jeweiligen Prozessschritte zumindest teilweise nachzuvollziehen.

„Transparenz allein genügt nicht, wenn die Systeme nicht kontrolliert, erweiterbar und datensouverän betrieben werden können“ (ebd.).

Gerade KMU sollten darauf achten, wenn sie Künstliche Intelligenz in ihre Prozesse einbinden wollen. XAI, Reasoning, Open Data und Open Source AI bieten hier geeignete Möglichkeiten, einen unternehmensspezifischen Mix zu finden.

Open Data and Open Source AI – a perfect match – ganz im Sinne einer Digitalen Souveränität.

Divergentes und konvergentes Denken mit KI unterstützen

Typischer Stage-Gate Ideenverfeinerungs- und Auswahlprozess (CEN/TS 16555-2014)

Für den kreativen Prozess, bzw. den Problemlösungsprozess, sind grundsätzlich zwei Denkstile erforderlich (Hornung/Patzak 2011):

Divergentes Denken (divergent: „auseinandergehend, ausschweifend, verzweigend“): die Gedanken schweifen lassen, in die Breite gehendes Denken, den Gedanken freien Lauf lassen, eine Ausweitung des Suchraumes.

Konvergentes Denken (konvergent: „zusammenlaufend, zusammenführend“): die Gedanken auf einen Punkt bringen, einem Ziel zuführen, eine Einengung des Suchraumes, vorsehen von Randbedingungen und Beschränkungen.

Divergentes und Konvergentes Denken sind im Ideenverfeinerungs- und Auswahlprozess gefragt (Abbildung).

Die jeweiligen Schritte können heute gut mit Künstlicher Intelligenz unterstützt werden. Es stellen sich dabei folgend Fragen:

Welches KI-Modell soll verwendet werden? Eher ein Modell, oder mehrere, spezialisierte Modelle? Siehe dazu Von „One Size Fits All“ über Variantenvielfalt in die Komplexitätsfalle?

Soll es ein proprietäres KI-Modell sein, oder doch besser ein Open Source AI Modell? Siehe dazu Das Kontinuum zwischen Closed Source AI und Open Source AI.

Welche Daten sollen verwendet werden? Sollen relativ wahllos Daten aus den Netz genutzt werden? Das kann zu rechtlichen Problemen führen. Oder sollen frei verfügbare (Open Data) Daten und eigene Daten aus der Organisation genutzt werden?

Bei der Beantwortung der jeweiligen Fragen merkt man sehr schnell, dass Open Data und Open Source AI ein perfect match bilden.

Natürlich kann der Prozess auch weiter geöffnet werden, wobei sich zwei Ansätze anbieten: Einmal ist es der Open Innovation Ansatz von Henry Chesbrough, der von offeneren Innovationsprozessen in Unternehmen ausgeht und somit auf das jeweilige Business Model zielt.

Andererseits kann ein persönlicher offener Innovationsprozess, also Open User Innovation nach Henry Chesbrough gemeint sein. Siehe dazu Henry Chesbrough über die Zukunft von Open Innovation.

Innovationen: Dark horses – „Verrückte“ Prototypen

Image by Reis from Pixabay

Wenn es um Ideen geht, ist der Raum für Kreativität oftmals noch nicht so stark begrenzt. Insofern kann es sein, dass in dieser Phase des Innovationsprozesses auch schon einmal „ganz verrückte“ Vorschläge für Prototypen aufkommen. Diese werden auch dark horses genannt – ein Element aus dem Design Thinking.

Der Begriff „dark horses“ soll wohl aus dem Pferderennen stammen. Dort sagt man, dass schwarze Pferde nicht gewinnen. Allerdings falls Sie dann doch gewinnen sollten, ist der Gewinn umso höher. Übertragen auf Innovationen bedeutet das :

Dark horses: Mitunter enthüllen einige besonders ungewöhnliche Lösungsansätze ihr wahres Potential zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Weiterverfolgt besitzen gerade solche sogenannten „dark horses“ jedoch das Zeug zu wirklich radikalen Innovationen. Dennoch kann es hilfreich sein, zunächst weniger ambitionierte Lösungsansätze zu verfolgen. Ist eine erste Lösung ausgearbeitet, gibt das die nötige Sicherheit, auch verrückte Ideen weiterzutreiben (Ideen & Management 01/2016).

Da die scheinbar etwas „verrückten Ideen“ mit einem eher größeren Risiko einhergehen, wird also empfohlen, zunächst mit anderen Ideen Erfahrungen zu sammeln.

Dieser risikominimierende Ansatz ist zwar verständlich, doch kommt es in der heutigen Zeit immer mehr darauf an, solche eher radikalen Ideen schnell in radikale Innovationen zu überführen. Oft sind dafür auch gar nicht so große Ressourcen nötig.

In Zeiten von Künstlicher Intelligenz und Additive Manufacturing gibt es sehr viele neue Optionen, Prototypen mit relativ wenig Aufwand und in kurzer zeit herzustellen.

Es sind die Unternehmenskultur oder das unternehmerische Mindset, die den Schritt blockieren. Doch: Irgendwann kommt auch der Wettbewerber, oder ein anderer Marktteilnehmer auf die Idee, und bringt die Innovation in den Markt.

Innovationen: Integrales Denken und Handeln

Ein integrales Denken und Handeln von Innovationsmanagern besteht darin, verschiedene Perspektiven zu verbinden (Servatius/Piller 2014:29)

Gerade wenn es um Innovationen geht, ist es wichtig, verschiedene Dimensionen zu integrieren. Bezogen auf das integrale Denken und Handeln von Innovationsmanagern sind zwei grundlegende Perspektiven und ihre Polaritäten von besonderer Bedeutung:

(1) die Perspektive der Denkmuster mit Analyse und Rationalität auf der einen und Intuition und Emotion auf der anderen Seite sowie

(2) die Perspektive der Innovationswertschöpfung in Form von wissenschaftlich-technischen Problemlösungen und einer Befriedigung des Kundenbedarfs im Markt.

Die Abbildung zeigt, welche unterschiedlichen Handlungsfelder sich für Innovationsmanager aus diesen Perspektiven ergeben – von der Technologie- und Marktanalyse über die Intuition von Erfindern bis zur Empathie gegenüber Kunden (Servati-
us/Piller 2014:29).

Gerade in Zeiten der Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Innovationsprozess können Emotion (Empathie) und Intuition Alleinstellungsmerkmale darstellen.

Open Data and Open Source AI – a perfect match

Grafik mit Mistral Le Chat generiert

Alle KI-Anwendungen basieren darauf, dass Daten zur Verfügung stehen. Bei den bekannten proprietären Anbietern ist die Herkunft der Daten, und der Umgang mit den Daten oft nicht transparent. Diese KI-Modelle werden daher auch Closed AI Models genannt.

Demgegenüber gibt es die (wirklichen) Open Source KI-Modelle, die sich an der Definition von Open Source AI orientieren, somit transparent sind, wie Mistral AI auch in Europe gehostet werden, und der DSGVO entsprechen.

Solche Modelle können auf viele frei verfügbaren Daten (Open Data) in Europa, Deutschland, ja sogar aus Ihrer Region zurückgreifen. Für Einzelpersonen und für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) ist das wichtig, um keine rechtlichen Probleme bei der KI-Anwendung zu bekommen.

Ein guter Einstieg ist European Data – Das offizielle Portal für Daten zu Europa.

Dort kann man für jedes Land analysieren, welche Datensätze zur Verfügung stehen. In der folgenden Abbildung ist zu erkennen, dass für Deutschland 855.325 Datensätze (Stand: 05.04.2026) vorliegen..

Quelle: European Data

Auf der Seite können Sie weiter auswählen und so die Datensätze (Open Data) recherchieren, die Sie für Ihre Anwendungen (Innovationen) im Unternehmen oder auch für sich selbst nutzen wollen.

Die Datensätze können dann in KI-Modelle eingebunden werden. Wir schlagen natürlich vor, Open Source KI zu verwenden, beispielsweise Mistral 3 Modellfamilie. Siehe dazu auch meine verschiedenen Blogbeiträge zu Mistral AI.

Open Data and Open Source AI – a perfect match. Ganz im Sinne einer Digitalen Souveränität.