Gestern war die Roadshow Wissensbilanz – Made in Germany in Hannover zu Gast. Gastgeber war die Region Hannover, gemeinsam mit der IHK Hannover und der Handwerkskammer Hannover (Flyer). Als Moderator der Veranstaltung konnte ich viele Teilnehmer begrüßen (Foto). Herr Heisig stellte anschließend die Grundlagen zur Wissensbilanz – Made in Germany vor. Der Praxisbeitrag von Herrn Carls (Trio hair & company, Hannover) zeigte, dass die Wissensbilanz – Made in Germany erfolgreich in einem schwierigen Markt eingesetzt werden kann. Immerhin haben sich deutschlandweit die Betriebsstätten (Friseure) in der Zeit von 1995-2010 fast verdoppelt. Damit einher geht natürlich auch ein scharfer Wettbewerb. Im zweiten Praxisbeispiel erläuterte Herr Karnauchow (domino-world), wie er die Wissensbilanz – Made in Germany in seinem Unternehmen zur Priorisierung von Maßnahmen nutzt. Zusätzlich gab es in Hannover noch eine Besonderheit: Herr Keindl stellte das Projekt Wissenswerkstätten vor, in dem Unternehmen gemeinsam nach Lösungen suchen, Wissen im Unternehmen zu managen. Dieser Beitrag führte dann auch geich in der anschließenden Diskussion dazu, dass nach dem Zusammenhang zwischen Wissensmanagement und Wissensbilanz – Made in Germany gefragt wurde. Im Foyer konnten die Gespräche dann noch bei einem kleinen Imbiss vertieft werden. Das rege Interesse an dieser Veranstaltung zeigt, dass sich immer mehr Unternehmen/Organisationen über die Wissensbilanz – Made in Germany informieren, und sie dann letztendlich auch umsetzen wollen.
FG Berufsbildungsforschung (2009): Berufliche Kompetenzen messen
In dem Zwischenbericht der FG Berufsbildungsforschung (2009): Berufliche Kompetenzen messen geht es um das Projekt KOMET der Bundesländer Bremen und Hessen. Die Autoren skizzieren einen Begründungsrahmen für ein zeitgemäßes Kompetenzmodell. Auf Seite 6 werden vier Eckpunkte genannt. Im ersten Punkt wird gleich auf die Arbeiten von Howard Gardner zur Multiple Intelligenzen Theorie verwiesen. Es zeigt sich auch hier wieder die enge Verbindung zwischen Intelligenz- und Kompetenzdebatte. Siehe dazu auch Multiple Kompetenzen.
Robert Freund Newsletter 2010-01 an alle Abonnenten versandt
Heute haben wir den Robert Freund Newsletter 2010-01 an alle Abonnenten versandt. Alle bisher versandten Newsletter finden Sie auf dieser Seite. Sollten Sie an unserem monatliche erscheinenende, kostenlosen Newsletter interessiert sein, so senden Sie uns bitte eine E-Mail. Wir nehmen Sie gerne in unseren Verteiler auf.
Gräfe/Plaßmann (2010): Open Innovation und andere Organisationsformen für Innovationsprojekte im Vergleich
Der C-LAB Report Gräfe,G.; Plaßmann, B. (2010): Open Innovation und andere Organisationsformen für Innovationsprojekte im Vergleich (Vol. 9, 2010, Ausgabe 1) stellt Ergebnisse einer qualitativen Studie zum Innovationsmanagement dar: „Im C-LAB Report werden die vier möglichen Organisationsformen für Innovationsprojekte und ihre Chancen und Herausforderungen diskutiert. Der qualitative Vergleich basiert auf den praktischen Erfahrungen und Beispielen des C-LAB“. Ein Unternehmen hat nun die Möglichkeit, geeignete Organisationsformen auszuwählen, um Innovationsprojekte durchzuführen – inkl. Projekte zu Open Innovation.
Wie hängen Immaterielle Werte, Lernkultur, Kompetenzentwicklung und Organisationales Lernen zusammen?
Oft ist es erforderlich, Begriffe im Zusammenhang darzustellen. Schüßler/Thurnes (2005) haben eine Darstellung gewählt, die z.B. die Begriffe Immaterielle Werte, Materielle Werte, Kompetenzentwicklung, Lernkultur und organisationales Lernen übersichtlich zusammenstellt. Die aktuelle Diskussion über verschiedenen Themen ist häufig sehr auf einen Teilaspekt gerichtet, sodass wichtige Beziehungen untereinander verloren gehen. Doch erst im Zusammenhang versteht man, dass sich die Begriffe zwar oft ähneln, ihre Bedeutung im Kontext einer Reflexiven Modernisierung allerdings anders ist….
DIW Wochenbericht 05/2010: Bildung als Investition?
In dem Wochenbericht DIW 05/2010 geht es auch um das Thema Bildungsinvestitionen. Dabei liest man unter anderem auf Seite 4, dass Bildungsausgaben eine Investition in die Zukunft darstellen sollen und verweist auf den Humankapitalansatz (Mincer et al. 1958). Umgangssprachlich ist der Satz „Bildung ist eine Investition in die Zukunft“ wohl allen bekannt. Dennoch sind z.B. Ausgaben für die Weiterbildung in der traditionell industriell geprägten Bilanzierung reine Kosten und eben keine Investitionen, die aktiviert und abgeschrieben werden könnten. Auch hier zeigt sich, dass es erforderlich ist, die traditionelle Bilanzierung weiter zu entwickeln, damit in Unternehmen das gesamte Vermögen dargestellt wird. Ob dazu die Humankapitaltheorie alleine ausreicht? Besser ist es aus meiner Sicht, Humankapital, Struktur- und Beziehungskapital mit ihren komplexen Wechselwirkungen zu betrachten. Die Wissensbilanz – Made in Germany bietet hier eine gute Möglichkeit.
VfL Bochum gewinnt verdient einen Punkt gegen Spitzenreiter Leverkusen
Die sogenannten Fachleute der Nation waren sich vor dem Spiel des Tabellenführeres Leverkusen beim VfL Bochum einig: Der Siegeszug von Bayer Leverkusen geht auch an diesem Spieltag weiter. Strittig war allenfalls die Höhe des vermeintlichen Sieges der Bayer-Truppe. Doch die Experten haben wohl in den letzten Wochen und Monaten nicht genau hingesehen und die positive Entwicklung beim VfL Bochum nicht mitbekommen. Gestern haben wir eine sehr kompakte und lauffreudige Mannschaft des VfL Bochum gesehen, die die tollen Einzelspieler von Bayer meist „doppelte“ und sich auch noch Chancen erspielte. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten wurde Maric beim VfL Bochum zum Dreh- und Angelpunkt. Der Wintertransfer machte insgesamt ein sehr starkes Spiel. Allerdings sah es zur Halbzeit noch nach einer Niederlage des VfL Bochum aus. Epalle vertändelte den Ball an der Mittellinie und Bayer konterte geschickt zum 0:1. Dabei ließ sich Maltritz recht einfach vom Torschützen ausspielen. Trainer Heiko Herrlich ließ dann in der zweiten Halbzeit Dedic für Epalle spielen, und hatte damit Erfolg. Dedic spitzelte den Ball nach einem tollen Konter über Holtby ins Bayer-Tor. Beide Mannschaften hatten noch Chancen zum Sieg: Fazit: Ein starker Auftritt des VfL Bochum, der berechtigte Hoffnung auf den Klassenerhalt weckt.
´Ja´ zum Innovationsmanagement und ´Nein´ zum Wissensmanagement?
Es ist interessant zu sehen, dass alle Unternehmen Innovationen für unerlässlich halten, allerdings wenig Aktivitäten im Wissensmanagement zeigen. Der Artikel Minonne, C. (2010): Wissensmanagement – Das Rückgrat des Innovationsprozesses verweist darauf, dass ein professionelles Innovationsmanagement ohne Wissensmanagement nicht auskommt. Möglicherweise kommt es daher, dass viele Führungskräfte in den Unternehmen Wissensmanagement immer noch zu sehr mit Informationsmanagement verwechseln und daher z.B. die implizite Dimension der Ressource Wissen sträflich vernachlässigen. Unternehmen, die diese Zusammenhänge erkennen und sie für die Wertschöpfung nutzen, sind im Vorteil.
Bretschneider/Leimeister/Krcmar (2009): Methoden der Kundenintegration in den Innovationsprozess- Eine Bestandsaufnahme
Das Arbeitspapier Bret
schneider, U.; Leimeister, J;M.; Krcmar, H. (2009): Methoden der Kundenintegration in den Innovationsprozess – Eine Bestandsaufnahme untersucht die verwendeten Methoden im Innovationsprozess. Dabei stellen die Autoren durchaus Defizite fest. Zusammenfassung: „Die Kundenintegration in den Innovationsentwicklungsprozess eines Unternehmens hat zum Ziel, das von Kunden ausgehende Innovationspotenzial für Unternehmen nutzbar zu machen. Verschiedene Methoden, die eine systematische Kundenintegration ermöglichen, werden in der wissenschaftlichen Literatur zum Marketing und zum Innovationsmanagement beschrieben. Der vorliegende Beitrag setzt sich mit diesen Methoden zur Integration von Kunden in den Innovationsprozess auseinander. Im Rahmen eines Literature Reviews konnten die Methoden aus beiden Bereichen identifiziert werden. Auf der Grundlage der Rechercheergebnisse konnte festgestellt werden, dass es ein Defizit an Methoden gibt, die eine Kundeneinbindung in die mittleren Phasen des Innovationsprozesses erlauben“.
Kompetenzthematik innerhalb der Arbeitswelt
Im Jungel der Kompetenzen (Huber 2004) deuten sich zumindest in der Arbeitswelt zwei Stränge ab (Truschkat (2008 und 2010): Der strukturell-normative und der individuell-dispositive Ansatz. Der zuerst genannte sieht Kompetenzen eher aus der Unternehmenssicht (Kernkompetenzen und Bedarf). Der zweite Ansatz geht von indivuellen Kompetenzen aus, die den selbstorganisierten Umgang mit komplexen Veränderungen in der Arbeitswelt ermöglichen (Selbstorganisationsdisposition). Was fehlt, ist ein Gesamtansatz, der das Unternehmen, das Individuum, Teams und Netzwerke integriert. Möglicherweise kann das Konzept der Multiplen Kompetenz dazu beitragen.

