Alles entwickelt sich weiter, auch Open Innovation. Im September 2014 wurde nun das European Commission (2014): Open Innovation 2.0 Yearbook 2014 (PDF) veröffentlich. Darin wird erläutert, wie sich das Verständnis von Innovation wandelt – gewandelt hat -, und welche Perspektiven sich auf Open Innovation 2.0 ergeben. Die komplexen Probleme unserer Zeit, werden nur durch die Öffnung von Innovationsprozessen zu lösen sein. Ob es manche etablierten Strukturen nun wollen, oder nicht. Ich habe immer noch den Eindruck, dass versucht wird, Open Innovation von oben (Top Down) zu verordnen. Die Entwicklungen von User Innovation (Bottom Up) werden zu wenig beachtet und teilweise ignoriert. Siehe dazu auch Ein Europa von unten als Gegenmodell zum vorherrschenden Europa von oben
Bitcom (2014): Crowdsourcing für Unternehmen
Crowdsourcing wird aktuell noch sehr stark mit Start-ups verbunden, doch macht es auch Sinn zu analysieren, wie Crowdsourcing für Unternehmen genutzt werden kann. Der Leitfaden Bitcom (2014): Crowdsourcing für Unternehmen stellt dazu fest (S. 40): „Die Beiträge dieses Leitfadens haben gezeigt, dass Crowdsourcing Unternehmen in einer Vielzahl von unterschiedlichen Kontexten helfen kann, bessere Entscheidungen zu treffen und ihre Wertschöpfung zu verbessern. Die Durchführung und organisatorische Verankerung von Crowdsourcing innerhalb eines Unternehmens und in den Köpfen seiner Mitarbeiter, stellt für Organisationen aber oftmals eine große Herausforderung und einen großen Wandel dar“.
Warum blockieren Unternehmen Ideen?
Aus dem Innovationsmanagement wissen wir, dass Neues – neue Ideen – auf Widerstände stoßen. Der Umgang mit diesen Widerständen kann z.B. mit dem Promotorenmodell von Witte angegangen werden. Um Ideen zunächst einmal zu kreieren, bedarf es der Kreativität (Neukombinationen). Diese wird allerdings oftmals in den Unternehmen blockiert. Der Beitrag Unternehmen sind gut darin, Ideen zu zerstören (Prof. Alf Rehn im Interview mit wirtschaft & weiterbildung vom 13.10.2014) stellt die Zusammenhänge noch deutlicher dar. In dem von uns entwickelten Blended Learning Lehrgang Innovationsmanager/in (IHK) gehen wir natürlich auch auf solche Themen ein.
„Sharing City, Seoul” book is open in English
Freund, R. (2014): Wissen in Innovationsnetzwerken nutzen
In den AWV-Informationen 5/2014 ist auf den Seiten 8-10 folgender Beitrag als Exklusiv-Interview erschienen: Freund, R. (2014): Wissen in Innovationsnetzwerken nutzen (PDF)
Zusammenfassung: Die Neukombination von Wissensbeständen zur Entwicklung und Umsetzung von Innovationen ist heute wichtiger denn je. Kritisch ist allerdings dabei, dass die benötigten Wissensbestände nicht nur im Unternehmen, sondern auch in den Netzwerken außerhalb des Unternehmens zu finden sind. Es ist daher nicht überraschend, dass der Anteil kollaborativer Innovationsnetzwerke bis 2025 erheblich steigen wird. Am Beispiel der Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden in offenen Innovationsprozessen (Open Innovation) wurde aufgezeigt, dass gerade der Transfer des impliziten Wissens von einer zur anderen Domäne schwierig, aber auch lösbar ist. Für hoch dynamische Innovationsnetzwerke mit ihren eher losen Kopplungen scheint die neue Wirtschaftssoziologie geeignet zu sein, Managern Hilfestellungen zum Umgang mit Wissen in Innovationsnetzwerken geben zu können. Das scheint erforderlich zu sein, da Manager oftmals auf die neuen Herausforderungen (noch) nicht vorbereitet sind.
The Future of Work
Das folgende Video (GE vom 24.09.2014) zeigt, wie sich Arbeitsprozesse in Zukunft verändern werden/können. Alles beginnt mit den Möglichkeiten von 3D-Druckern, bzw. Additive Manufacturing…
MCP-CE 2014: Erster Konferenztag
Der erste Konferenztag wurde gebührend gefeiert, denn immerhin hatten wir den 10. der MCP-CE-Konferenzreihe zu feiern. Unser Gastgeber – die Universität Novi Sad – ließ es sich nicht nehmen, die Konferenzteilnehmer im neu erbauten Konferenzgebäude zu begrüßen. Die folgenden Bilder zeigen einige Szenen vom ersten Tag, inkl. der Übergabe des MCP-CE Award 2014…



