Das Unternehmen 3C Dialog GmbH hat mich gefragt, ob ich zum Thema Kundenservice ein Interview geben würde. Gerne habe ich zugestimmt, denn Kundenservice wird mir oftmals zu technisch interpretiert. Professioneller Kundenservice setzt zusätzlich auf kompetente Mitarbeiter: Professioneller Kundenservice ist die Basis für eine enge Kundenbindung.
Meine Präsentation „Wissen und Innovation“ steht nun als Download zur Verfügung
Die von mir am 02.02.2012 gehaltene Präsentation Wissen und Innovation steht nun als Download zur Verfügung. Der Vortrag ist Teil einer Veranstaltungsreihe der IHK Köln zum Thema Produktionsfaktor Wissen:
Der Umgang mit Wissen als strategische Aufgabe im Unternehmen. Auftakt zur Veranstaltungsreihe war der 7. Dezember 2011 in der IHK Köln. Immer stärker wird Wissen zum zentralen Produktionsfaktor, um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit und damit den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Dies wird häufig und gern übersehen. In vielen Unternehmen wird viel Zeit für die Suche nach hochwertigem Fachwissen aufgewendet. Außerdem fehlen Möglichkeiten, einmal gewonnenes Wissen zu dokumentieren und für alle Mitarbeiter langfristig nutzbar zu machen. Wissen geht verloren oder wird von außen entwendet.
Bottom-Up-Ökonomie? Was soll das denn sein?
Wir sind es gewohnt, dass die Wirtschaftspolitik eines Landes den Rahmen bietet, damit sich Unternehmen entwickeln können. Dieses Top-Down-Denken sollte allerdings ergänzt werden, denn es entwickeln sich Bottom-Up viele Aktivitäten – manchmal sogar an den politisch und wirtschaftlich gewünschten vorbei. Wie bei Leitbildern, die von der Geschäftsführung festgelegt, allerdings in der Praxis nicht gelebt werden – oder auch bei der Förderung von Innovationen, die an der Wirklichkeit vorbei gehen – müssen wir immer mehr erkennen, dass die vielfältigen Aktivitäten Einzelner über das Internet koordiniert, zu einer Dynamik führen, die manche überrascht. Allerdings überrascht es nur die, die eher von der ingenieurwissenschaftlichen Planbarkeit von sozialen Prozessen überzeugt sind. Das Buch Redlich, T. (2011): Wertschöpfung in der Bottom-Up-Ökonomie zeigt die Entwicklungen sehr gut auf – lesenswert! Ich habe Herrn Redlich auf der MCPC 2011 in San Francisco getroffen. Siehe dazu auch Freund, R. (2011): Das Konzept der Multiplen Kompetenz auf den Analyseebenen Individuum, Gruppe, Organisation und Netzwerk.
Innovation als Kontinuum zwischen Closed Innovation und Open Innovation
In der Innovationsdebatte gibt es aktuell erbitterte Beiträge um die Deutungshoheit. Die einen favorisieren eher einen geschlossenen Innovationsprozess (Closed Innovation), die anderen natürlich genau das Gegenteil: Open Innovation.
Betrachten wir Innovation als Kontinuum (Siehe Abbildung – Quelle: Roth 2008), so können die verschiedenen Diskussionsstränge durchaus eingefangen werden. Es geht nicht um ein „entweder-oder“, sondern um ein „sowohl-als-auch“. Manchen Organisationen ist noch gar nicht bewusst, dass Sie Ihren Innovationsprozess schon behutsam geöffnet haben, indem sie mit Partnern gemeinsam neue Produkte/Dienstleistungen entwickeln, oder sogar in Cluster mitarbeiten.
Entscheidend für Organisationen ist, den richtigen Mix zu finden und dafür dann auch die innerbetriebliche Struktur zu entwickeln, mit den neuen Anforderungen zurecht zu kommen (Personalentwicklung, Unternehmenskultur usw.).

Projektmanager (IHK): Zusatzangebot der IHK Köln im April
Da der Lehrgang mit Start am 18.04.2012 in Köln schon ausgebucht ist, bietet die IHK Köln vom 23.04.-04.06.2012 einen zusätzlichen Lehrgang an: Projektmanager (IHK) – Blended Learning Lehrgang (Beschreibung), 23.04.-04.06.2012, IHK Köln, Ansprechpartner: Herr Leuchter, Telefon: 0221/1640-673, E-Mail: bernd.leuchter@koeln.ihk.de. Siehe dazu auch Termine.
Dr. Robert Freund Newsletter 2012-01 an alle Abonnenten gesandt
Heute haben wir den Dr.-Robert-Freund-Newsletter-2012-01 an alle Abonnenten versandt. Alle bisher erschienenen Newsletter finden Sie auf dieser Seite als PDF-Dateien. Sollten Sie an unserem monatlich erscheinenenden (kostenlosen) Newsletter interessiert sein, so senden Sie uns bitte eine E-Mail. Wir nehmen Sie gerne in unseren Verteiler auf. Denn Sie wissen doch:
Wo sind die deutschen/europäischen Apples, Googles, Ebays, Facebooks …?
Innovationsidikatoren sollen aufzeigen, wie effektiv und effizient die nationale oder auch europäische Innovationsförderung ist. Solche Zahlenspiele erinnern mich an ein Schulterklopfen der gewählten politischen Volksvertreter, denn die Rahmenbdingungen für Innovationen sind immer noch bescheiden. Eine echte Culture of Entrepreneurship und damit verbunden eine echte Culture of Innovation ist nicht zu erkennen – im Gegenteil. Förderprogramme sind oftmals darauf ausgerichetet, das Bestehende ein wenig zu verbessern (imkrementelle Innovationen). Wo sind die deutschen/europäischen Apples, Googles, Ebays, Facebooks, usw.? Bei meiner Teilnahme an der MCPC 2011, die im November 2011 in San Francisco stattfand, konnte ich den Spirit des Silicon Valleys ein wenig erahnen. Diese Form des Unternehmertums reift nur in einem entsprechenden Umfeld: Culture of Entrepreneurship: „The Brussels bureaucrats, like their colleagues in other capital cities of our continent, represent a very low level of culture of (…) entrepreneurship. Most of them cannot even define what is culture of entrepreneurship, nor what entrepreneurship or innovation is. And innovation does not require great funding. On the contrary, European politicians and bureaucrats underestimate the role of entrepreneurs in economy and in society. The best example of it is the fact that in the abovementioned document, in the Union programme for the next 10 years, the word ‘entrepreneurship‘ appears only once, and it is mentioned in the context of bankruptcy!“ (Samborski 2011:87-88)
Samborski, J. (2011): INNOVATIVE IMMIGRANTS ARE THE SECRET OF THE SILICON VALLEY. In: Babiak/Baczko (2011): European Innovation. Theory and Practice.
Innovation Union Scoreboard 2011: Deutschland liegt bei Innovationen relativ weit vorne
Das Innovation Union Scoreboard 2011 zeigt, dass Deutschland hinter Schweden und Dänemark auf Platz 3 des Rankings landet. Viele positive Aspekte gehören zum deutschen Innovationssystem, insofern ist es nicht verwunderlich, dass die deutsche Wirtschaft so gut darsteht: „The Innovation Union Scoreboard includes innovation indicators and trend analyses for the EU27 Member States, as well as for Croatia, Iceland, the Former Yugoslav Republic of Macedonia, Norway, Serbia, Switzerland and Turkey. It also includes comparisons based on a more reduced set of indicators between the EU27 and 10 global competitors. The IUS 2011 distinguishes between 3 main types of indicators and 8 innovation dimensions, capturing in total 25 different indicators.“ Dennoch sollte dieses Scoreboard nicht überbewertet werden, denn Deutschland befindet sich nicht nur in einem europäischen, sondern globalen Innovationswettbewerb – und das sieht alles schon ein wenig anders aus. Weiterhin werden in den genannten Indikatoren die neuen Entwicklungen von Bottom-Up-Innovationen (User Innovation in der Statistik) in den Statistiken nicht erfasst. Last but not least kommen sozialen Innovationen in Zukunft eine größere Bedeutung zu… Es gibt noch viel zu tun. Siehe dazu auch Innovationsmanager (IHK) (Blended Learning Lehrgang).
Babiak, J.; Baczko, T. (Eds.) (2011): European Innovation. Theory and Practice
In der aktuellen Diskussion um die Schulden der einzelnen Nationalstaaten der Europäischen Union kommt eine zweite Komponente oft zu kurz: Innovationen. Es reicht einfach nicht aus, Kosten zu reduzieren. Hinzu kommen muss auch eine dynamische Entwicklung bei neuen Produkten/Dienstleistungen, Prozessinnovationen, Geschäftsmodellinnovationen und sozialen Innovationen. Das E-Book Babiak, J.; Baczko, T. (Eds.) (2011): European Innovation. Theory and Practice stellt den aktuellen Stand zu Theorie und Praxis der Innovation Union dar. Die einzelnen Artikel haben allerdings einen zu starken Blick „von oben“ auf das Innovationssystem und thematisieren zu wenig zu vielen „bottom-up“ Entwicklungen von Innovation.
Wissen und Innovation: Workshop am 02.02.2012 bei der IHK Köln
Nach meinem Vortrag Produktionsfaktor Wissen im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der IHK Köln, war für den 02.02.2012 ein Worshop zu Wissen und Innovation vorgesehen. In meinen einleitenden Bemerkungen habe ich zunächst Bezüge zwischen Wissen und Innovation aufgezeigt und darauf verwiesen, wie schwierig es ist, Wissen in Handeln umzusetzen (Träges Wissen). Ein weiterer Schwerpunkt galt der wichtigen Rolle des impliziten Wissens für Innovationen (Idee->Invention->Innovation). Im zweiten Teil haben die Teilnehmer von mir noch eine Übersicht erhalten mit der sie die relevanten Wissensdomänen in ihrem unternehmensspezifischen Innovationsprozess bestimmen können. Abschließend bin ich noch auf die Öffnung des Innovationsprozesses (Open Innovation) eingegangen. Da die aktiven Teilnehmer viele Fragen gestellt haben, war es ein insgesamt ein interessanter und spannender Abend.

