Mit KI-Modellen ist es möglich, Personen zu de-anonymisieren

Im Netz sind auch Personen unterwegs, deren Identität nicht bekannt ist. Für manche ist es der Schutz ihrer persönlichen Privatsphäre, für andere bietet Anonymität im Netz die Möglichkeit, Beiträge zu verfassen, die andere diffamieren. Forscher von der ETH Zürich, MATS Research und Anthropic sind einmal der Frage nachgegangen, ob es mit den Möglichkeiten der Künstlichen …

Von Mass Personalization zu Open User Innovation

Auf den verschiedenen Konferenzen, an denen ich teilgenommen habe, ging es über viele Jahre um Mass Customization and Personalization. Auslöser der Entwicklung war die Veröffentlichung B. Joseph Pine II (1992): Mass Customization. The New Frontier in Business Competition, in der die damals neue hybride Wettbewerbsstrategie vorgestellt wurde. In der Zwischenzeit gibt es beim Fraunhofer Institut …

Digitale Medien – das Medium ist die Botschaft

Wenn wir heute über Medien sprechen oder schreiben, geht es meistens um Digitale Medien. Der althergebrachte Gedanke, dass Digitale Medien eher neutral sind, und nur Botschaften übermitteln, ist heute nicht mehr zeitgemäß. Denn ganz nach McLuhan (1968) ist das Medium die Botschaft. Was heißt das? „Für eine medienwissenschaftliche Betrachtung Digitaler Medien ist der von dem …

Lernen des Entscheidens statt Lernen von Wissen?

Über Wissen, und den Umgang mit Wissen, habe ich schon sehr viele Beiträge geschrieben (Kategorie: Wissensmanagement). In diesem Beitrag soll es noch einmal um den Bezug zwischen Wissen und Handeln gehen. Dabei kann Wissen nach Nico Stehr (2000:81) als Handlungsvermögen, als„ Fähigkeit zum sozialen Handeln“ definiert werden (Stehr 2000). Andererseits entsteht durch Handeln auch Wissen. …

MCP Community of Europe trifft sich im September in Balatonfüred, Ungarn

Die MCP Community of Europe trifft sich in diesem Jahr vom 16.-19.09.2026 auf der MCP 2026 in Balatonfüred, Ungarn. Neueste Entwicklungen zu Mass Customization and Personalization, auch in Zeiten von Künstlicher Intelligenz, werden auf der Konferenz vorgestellt und diskutiert. Die Konferenz findet seit 2004 durchgehend alle 2 Jahre statt – die MCP 2026 ist somit …

Aufmerksamkeit: The global attention deficit disorder

Aufmerksamkeit generieren und für die eigenen Belange zu nutzen, ist ein zentrales Element der Aktivitäten in allen Medien – besonders natürlich in den Sozialen Medien und bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Es ist verständlich, dass alles getan wird, um die Aufmerksamkeit nicht zu verlieren. Dennoch ist global ein Aufmerksamkeits-Defizit zu beobachten: „Diese Entwicklung ist …

Wissen – wertfrei und wertbeladen

Diesmal möchte ich mich mit dem Verhältnis zwischen „Wissen„, „Werten“ und „Organisationsebenen“ befassen. In der Abbildung ist zunächst zu erkennen, dass Wissen implizit oder auch explizit vorliegen kann . Das explizierbare Wissen ist häufig „wertfrei“, wodurch es gut formuliert und digitalisiert usw. werden kann. Je „wertbeladener“ Wissen wird, umso eher handelt es sich um implizites …

Welche Selbstorganisations-Theorie ist für Innovation geeignet?

In unserer komplexen Welt verwenden viele den Begriff „Komplexität“, doch fragt man nach wird deutlich, dass an unterschiedliche naturwissenschaftliche Ansätze gedacht wird. In der Abbildung sind daher wesentliche Vertreter der Grundlagen einer Komplexitätswissenschaft und Vorreiter einer terminologischen Präzisierung von Komplexität zu sehen, die den verschiedenen Disziplinen zugeordnet sind Ein wesentlicher Schwerpunkt in der Komplexitätsdiskussion befasst …

Was macht eine Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgeht?

Der Titel meines Beitrags bezieht sich auf die Philosophin Hannah Arendt, die vor Jahren die Frage stellte, was eine Arbeitsgesellschaft anstelle, der die Arbeit ausgehe (Arendt, H. (1981): Vita activa. Vom tätigen Leben, München), Dabei ist zunächst einmal zu klären, was unter Arbeit zu verstehen ist, denn auch hier hat sich über die Zeit einiges …

Behandelt die Wissensgesellschaft ihr vermeintlich höchstes Gut „Wissen“ angemessen?

Die heute propagierte Wissensgesellschaft wird oft kritisiert. Beispielsweise findet man in Liessmann (2008): Theorie der Unbildung den Hinweis, dass Wissen im Gegensatz zu Information nicht unbedingt zweckorientiert ist: „Wissen lässt sich viel, und ob dieses Wissen unnütz ist, entscheidet sich nie im Moment der Herstellung oder Aufnahme des Wissens“ (ebd.). Der Autor treibt seine Kritik …