Künstliche Intelligenz ist kein neutraler Interaktionspartner

Speech bubbles, blank boards and signs held by voters with freedom of democracy and opinion. The review, say and voice of people in public news adds good comments to a diverse group.

In meinem Blogbeitrag vom 24.10.2026 ging es um Cyberself und Personalisierung. Dabei wurde herausgestellt, dass Menschen und KI-Systeme durchaus mehrere „Persönlichkeiten“ haben können, wobei der Begriff bei Menschen und KI-Modellen unterschiedlich ist.

Wenn Menschen also KI-Modelle als Interaktionspartner nutzen, passen sich die KI-Systeme dem Nutzer an, wodurch eine Art Zuschreibung einer „Persönlichkeit“ durch den Nutzer entsteht. Manche Nutzer schreiben das KI-Modell auch in damit verbundenen Texten (Prompts) an.

Dadurch entsteht eine Interaktion der Bestätigung, die kritische oder konfliktträchtige, emotionale – eben menschliche – Interaktionen verkümmern lässt. Treffen die Personen, die ihre KI-Modelle und -Agenten als Partner sehen, auf die reale menschliche Welt, kann es zu antisozialen Reaktionen kommen.

„Zusammengefasst ist KI kein neutraler Interaktionspartner, sondern ein sozial wirksamer Akteur, dessen Effekte maßgeblich durch seine Funktionslogik, sein Trainingsziel und sein Interaktionsdesign bestimmt werden. Anwendungen, die primär auf Zustimmung und Konfliktvermeidung ausgelegt sind, riskieren langfristig eine Schwächung der Selbstreflexion, Perspektivenvielfalt und sozialen Konfliktfähigkeit sowie eine Verschiebung sozialer Bindungen weg von menschlichen Beziehungen. Aufklärung über Konsequenzen und die Stärkung individueller Kompetenzen sind zentral“ (Glöckner et al., 2026).

Es kommt daher bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz auch darauf an, Modelle zu nutzen, die transparent und frei verfügbar sind – eben den Anforderungen von Open Source AI (Definition) entsprechen. Siehe dazu auch Mit proprietärer Künstlicher Intelligenz (KI) kauft man sich auch die Denkwelt der Eigentümer ein.

Es bieten sich daher verschiedene europäischen KI-Modelle an (Open Weight und Open Source), die ich auf einer Open Street Map zusammengetragen habe:

Ausschnitt aus der Open Street Map zu europäischen KI-Modellen
https://umap.openstreetmap.de/de/map/open-source-ai-in-europe_148154#6/49.952292/9.706089

Fünf neue KI-Modelle aus Europa in unsere Open Street Map aufgenommen

Ausschnitt aus der Open Street Map zu europäischen KI-Modellen
https://umap.openstreetmap.de/de/map/open-source-ai-in-europe_148154#6/49.952292/9.706089

Immer mehr KI-Modelle aus Europa kommen auf den Markt. Alleine vom 22. September bis 06.10.2026 wurden fünf neue Modelle veröffentlicht (KI-News von Thomas Ertl, 08.10.2026 auf LinkedIn).

In der folgenden Tabelle sind die Modelle, das Land und unter Bemerkungen, die Zugangsform (Open Source, Open Weight oder nur per API) angegeben. Die KI-Modelle sind direkt verlinkt.

KI-ModellLandBemerkung
KolibriAleph Alpha, Heidelberg, DeutschlandOpen Source
Flux 3 ActionBlack Forest Labs, Freiburg, DeutschlandOpen Weight
Flux 3 ImageBlack Forest Labs, Freiburg, DeutschlandAPI
Eleven v4ElevenLabs, London, UKAPI
Large 4Mistral, Paris, FrankreichOpen Weight
Europäische KI-Modelle, veröffentlicht im Zeitraum vom 22.09.-06.10.2026

Weiterhin haben wir diese Modelle in unsere Open Street Map mit aufgenommen, in der viele länderspezifische KI-Modelle zu finden sind. Die Map zeigt die dynamische Entwicklung in Europa, und den Trend zu mehr Digitaler Souveränität bei KI-Modellen.

Für die meisten Anwendungen ist es nicht erforderlich, das beste und größe Modell zu haben. Es geht vielmehr darum, ein KI-Modell zu nutzen, das vertrauenswürdig ist, in Europa gehostet wird und transparent zeigt, wie mit Daten umgegangen wird.

Ein gutes KI-System im Unternehmen schlägt dabei den Ansatz, alles im Unternehmen einem gigantischen KI-Modell wie Claude von Anthropic, Gemini von Google, ChatGPT von OpenAI etc. unterzuordnen. Siehe dazu auch

Freund, R., Anisic, Z. (2026): Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs. International Conference MCP 2026, 16.-19.09.2026, Balatonfüred, Hungary.

Erfahrungsbericht: Mit dem E-Auto knapp 3.000 km durch 5 europäische Länder

Mit unserem BMW i4 e35 sind wir vom 09.09.-25.09.2026 in fünf europäischen Ländern unterwegs gewesen: Deutschland – Tschechien – Österreich – Ungarn -Schweiz – Deutschland. Die Reichweite lag je nach Fahrstrecke (Autobahn, Landstraßen oder Stadtverkehr) und bei 100% Kapazität der Batterie bei maximal 472 km. Zum Laden haben wir entweder unsere BMW Charging Card oder unsere Kreditkarte (nur 1x) genutzt.

Burgwald (Deutschland) – Prag (Tschechien): 572 km
Mit 100% Kapazität (Zuhause an unserer Wallbox aufgeladen) sind wir von Burgwald aus nach Prag gefahren. Im Raum Dresden konnten wir an einer Schnellladestation problemlos aufladen. Da wir Pause machen wollten, haben wir die Batterie gleich auf 100% aufgeladen. Anschließend ging es über die Autobahn weiter nach Prag in das Hotel Panorama by Verdi. Dort konnten wir „vor der Tür“ über eine Normalladesäule wieder auf 100% aufladen – während wir in der Stadt unterwegs waren.

Prag (Tschechien) – Wien: 330 km
Mit 100% Kapazität sind wir weiter nach Wien gefahren. Im Raum Brünn haben wir eine Mittagspause genutzt, und in einer an der Autobahn liegenden Shopping Mall aufgeladen – auch wieder 100% an einer Schnellladestation. Die Strecke nach Wien in das NH Hotel Danube sind wir dann ohne weiteren Ladestopp gefahren.. In dem Hotel gab es auch Normalladestationen, doch haben wir uns dazu entschlossen, auf der Fahrt nach Budapest aufzuladen.

Wien (Österreich) – Budapest (Ungarn): 247 km
Der nächste Ladestopp war dann auf der Autobahn nach Budapest, auch an einer Schnellladestation, wo wir die Batterie wieder auf 100% aufgeladen haben. Im Moxy Downtown Budapest gab es eine positive Überraschung: Alle Hotel-Parkplatze in dem Parkhaus waren grundsätzlich mit einer Normalladestation ausgestattet (Foto oben), sodass das Laden einfach durchgeführt, und über das Hotel abgerechnet werden konnte. Da die Mitarbeiter an der Rezeption den ,Ablauf noch nicht so gut kannten, haben wir uns allerdings dazu entschlossen, nicht im Hotel zu laden, da wir noch genügend Kapazität in der Batterie hatten.

Budapest (Ungarn) – Balatonfüred (Ungarn): 134 km
Wir sind ohne Ladestopp bis nach Balatonfüred gefahren. In dem Hotel gab es Ladesäulen, die allerdings nur mit einer speziellen App genutzt werden konnten. Wir haben es vorgezogen, kurz zu einer Schnellladestation in Balatonfüred zu fahren (600m), um die Batterie wieder auf 100% zu laden.

Balatonfüred (Ungarn) – Innsbruck (Österreich): 739 km
Da wir über den Großglockner fahren wollten, haben wir im Raum Graz und vor dem Großglockner geladen. Durch die Rekuperation haben wir bei der Abfahrt vom Großglockner bis nach Innsbruck deutlich sehen können, wie sich die Batterie wieder aufgeladen hat. Im Motel One Innsbruck haben wir in der Tiefgarage gerade noch einen Stellplatz bekommen, sodass wir zum Laden nicht an die Normalladestationen wechseln wollten. Es wäre nicht klar gewesen, dass wir wieder einen Stellplatz finden, wenn wir temporär zu einer Ladestation gewechselt hätten. Hier haben wir an das Moxy Downtown in Budapest gedacht: Dort bot jeder Hotel-Stellplatz die Möglichkeit, sein Fahrzeug aufzuladen.

Innsbruck (Österreich) – Uster bei Zürich (Schweiz): 270 km
Nach der Abfahrt aus Innsbruck haben wir auf der Autobahn Richtung Uster bei Zürich noch einmal auf 100% geladen. In dem Hotel Illuster in Uster konnten wir in der Tiefgarage unser Auto an einer Normalladestation wieder auf 100% laden – in der Zeit, in der wir Bekannte besucht haben.

Uster bei Zürich (Schweiz) – Burgwald (Deutschland): 534 km
Da wir die Batterie im Hotel Illuster in Uster auf 100% geladen hatten, brauchten wir auf der Fahrt nur einmal laden. An einer Schnellladestation auf der Autobahn in Deutschland haben wir eine Pause gemacht schnell auf 80% geladen. Das hat für die Rückfahrt nach Burgwald inkl. Puffer gereicht.

Insgesamt waren wir positiv überrascht, wie problemlos das Aufladen in den verschiedenen Ländern, an verschiedenen Ladestationen und an verschiedenen Orten (an der Autobahn, in Shopping Malls, Hotels etc.) war. Nach den vielen, oft negativen Beiträgen zu E-Autos, hatten wir wohl eine entsprechende Erwartungshaltung entwickelt – die war allerdings unbegründet.

Die BMW Charging Card hat sich bewährt. Die Preise pro kwh lagen sehr weit auseinander: Von 0,28 Euro bis 0,78 Euro. Wir sind sicher, dass sich diese Preise durch den größeren Wettbewerb und das größere Angebot an elektrischer Energie aus regenerativen Quellen an den unteren Rand der Bandbreite annähern werden.

Für die knapp 3.000 km haben wir insgesamt ca. 250 Euro bezahlt.

Ich möchte jetzt nicht in die Diskussion Verbrenner ja/nein einsteigen, doch ist diese Reise eine weitere Bestätigung dafür, auf ein E-Auto zu setzen. Es hat richtig Spaß gemacht, mit diesem E-Auto zu fahren – egal in welchem Land auf unserer Tour.

Einzelne Reiseberichte werden wir später noch veröffentlichen.

eTranslation: Das vertrauenswürdige Online-Übersetzungssystem der Europäischen Union

https://www.cor.europa.eu/en/etranslation

Wir haben uns in den letzten Jahren an die vielen Übersetzungsmöglichkeiten gewohnt, die die proprietären KI-Anbieter (Closed Models) anbieten. Es ist bequem, schnell und oft auch treffend in der jeweiligen Übersetzung.

Dennoch gibt es immer mehr Entwicklungen zu europäischen, nationalen oder sogar regionalen KI-Modellen, die die sprachlichen Besonderheiten und deren kulturellen Kontext besser berücksichtigen.

In einer Open Street Map habe ich viele dieser Modelle in einer Europa-Karte zusammengetragen und mit dem entsprechenden Links versehen.

Dieser Trend ist nicht alleine in Europa, sondern weltweit zu erkennen. Damit Übersetzungen in Europa vertrauenswürdig sind, hat die Europäische Union eTranslate zur Verfügung gestellt. Das System können schon sehr viele Organisationen, und auch Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) nutzen – Privatpersonen leider noch nicht.

„eTranslation is currently available to EU institutions, national public administrations, local and regional authorities, small and medium-sized enterprises, academia, non-governmental organisations, and Digital Europe Programme (DEP) projects, in the European Union and in countries affiliated with DEP. EPSO candidates can also use eTranslation during the recruitment process“ (eTranslation, 07.09.2026).

Ich halte das Angebot für einen wichtigen Schritt zu mehr Digitaler Souveränität in der Europäischen Union. Auf der MCP-Konferenz 2026, vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred (Ungarn) gehe ich mit zwei Präsentationen auf solche Themen ein.

Digitale Souveränität: Immer mehr junge Menschen interessieren sich für Open Source Anwendungen

Gerade bei jungen Menschen ist es angesagt, die bekannten proprietären Software-Anwendungen zu nutzen. Man zeigt, dass man IN ist, wenn man als junger Mensch beispielsweise die neuen KI-Modelle der großen Tech-Konzerne nutzen kann. Man glaubt, damit auch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.

In der Zwischenzeit gibt es allerdings in der Gesellschaft durchaus auch ein Umdenken in Richtung Open Source Anwendungen. Der Grund ist, die technologische, digitale Abhängigkeit Europas von den USA und China, die zu vielfältigen Problemen führen kann (Kill Switch). Siehe dazu auch Digitale Souveränität: Europa, USA und China im Vergleich.

Europa ist daher seit einiger Zeit auf dem Weg zu einer eigenen Digitalen Souveränität, die natürlich nicht von heute auf morgen erreichbar ist. Dennoch ist dieser Schritt erforderlich und basiert auf Open Source Anwendungen.

Es fehlen allerdings Kompetenzen zu Open Source Software und Open Source Hardware (Skill Shortage), da sich in der Vergangenheit zu wenige Menschen für diese Themen interessiert haben. Für viele überraschend, begeistern sich heute immer mehr junge Menschen für Open Source Lösungen.

„Denn junge, gut ausgebildete IT-Expert:innen haben immer öfter kein Interesse daran, sich auf eine intransparente Blackbox-Anwendung zu spezialisieren. Stattdessen ist ihr Interesse an Open-Source-Lösungen gestiegen, ebenso wie der Anspruch, mit der eigenen Arbeit nicht nur zu wirtschaftlichem Erfolg sondern auch zum Gemeinwohl beizutragen“ OSBA (2026): Open Source ist Schlüsselrolle für Staat und Wirtschaft.

Da immerhin 264 Milliarden Euro von europäischen Organisationen pro Jahr für nicht-europäische Technologien ausgeben werden, entsteht in Zukunft ein großer Markt, wenn wir mehr auf europäische Technologien setzen. Alleine wenn nur 30% von 264 Milliarden Euro in den kommenden Jahren ersetzt werden könnten, wären das auf europäischer Ebene fast 80 Milliarden Euro pro Jahr – mit steigender Tendenz.

264 Milliarden Euro geben europäische Organisationen pro Jahr für nicht-europäische Technologien aus

Image by Willfried Wende from Pixabay

Es ist bekannt, dass alleine der Bund pro Jahr ca. 500 Millionen Euro alleine an Microsoft-Lizenzen bezahlt. Weniger bekannt ist, dass auf der europäischen Ebene die Beträge sehr viel höher sind, wenn wir digitale Technologien insgesamt betrachten. Es sind sage und schreibe 242 Milliarden Euro, die europäische Organisationen pro Jahr für nicht-europäische Technologien ausgeben. Auf der Seite von EuroCommons sind dazu insgesamt 11 kritische Komponenten genannt.

€264bn spent every year by European organisations on non-European digital technologies.

A call to large European public and private organisations and to open source vendors to join collective working groups — coalitions — to plan, prepare, finance and execute concrete migrations away from proprietary software dependencies. Together. In project mode. With peers facing the same problems.

Source: EuroCommons (abgerufen am 26.08.2026)

Es ist natürlich weltfremd, wenn man von heute auf morgen alle technologischen Abhängigkeiten durch europäische Lösungen ersetzen wollte, doch wird seit einiger Zeit mehr umgesetzt, als man es noch vor wenigen Jahren gedacht hat.

Wie wäre es, wenn man auf europäischer Ebene nur 50% der 264 Milliarden Euro, also immerhin 132 Milliarden Euro, in europäische Technologie investieren würde?

Beispielsweise ersetzen immer mehr Open Source Lösungen wie Nextcloud, OnlyOffice usw. die bekannten Microsoft-Produkte und auch auf der Ebene der Künstlichen Intelligenz gibt es sehr viele europäische, ja sogar länderspezifische Open Source KI-Modelle. etc. Siehe dazu auch Open Street Map: Europäische Open Source KI Modelle in den jeweiligen Landessprachen.

Neben der wirtschaftlichen Komponente ist allerdings auch ein möglicher Kill Switch ein bedeutender Treiber für die Entwicklung zur Digitalen Souveränität.

„In der öffentlichen Diskussion ist der „Kill Switch“, also die Einschränkung oder Abschaltung digitaler Dienste für einzelne Personen, Organisationen oder sogar ganze Staaten, ein viel beachtetes Thema. Eine zentrale Rolle spielt dabei US-Präsident Donald Trump, der öffentlich damit gedroht hat, den Zugang zu US-Digitaldiensten, wie denen der Hyperscaler, einzuschränken oder vollständig zu sperren“ (Lünendonk-Studie 2026).

Durch die Nutzung von Open Source Anwendungen im Rahmen europäischer Werte und Normen können neue, innovative Ansätze entstehen, die sich von den chinesischen und US-amerikanischen Vorgehen unterscheiden. Siehe dazu Digitale Souveränität: Europa, USA und China im Vergleich.

Wie so etwas für innovative Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) in Europa in Bezug auf Künstliche Intelligenz aussehen kann, stelle ich in zwei Paper auf der MCP-Konferenz 2026, vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred (Ungarn) vor:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Open Source AI: Die Salamandra Modell-Familie – fully Open Source – aus Barcelona

https://projecteaina.cat/tech/en/introducing-the-salamandra-family-of-models/

Es gibt in Europa immer mehr KI-Modelle, die die regionalen, sprachlichen (kulturellen) Unterschiede in ihren Trainingsdaten und ihrem hinterlegten Mindset berücksichtigen.

In der von mir mit Open Street Map erstellten Übersicht, kommt jetzt noch eine weitere Modell-Familie aus Spanien (Barcelona) hinzu. Die Modelle sind fully open source (weights, data and source), eingebettet in das Project Ania und berücksichtigen 35 europäische Sprachen, inkl. der Besonderheiten der katalanischen Sprache (Promoting catalan in the dgital age).

„The Salamandra model is one of the largest open source language models developed in Europe and promotes responsible use of AI, through careful treatment of training data. Specifically, the dataset includes 35 European languages ??with more than 2 trillion tokens. Through the different training epochs, an accurate representation of the different languages ??such as Catalan is guaranteed. All training data as well as evaluations and limitations of the model are available in the information of each model in Hugging Face“ (Projecte Aina, 2025).

Solche Entwicklung können Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) in der Europäischen Union für innovative Produkte und Dienstleistungen nutzen. Mit der regionalen Sprache und dem damit verbundenen kulturellen Mindset, sind solche Angebote näher an der Realität der Kunden.

Meine in Open Street Map (OSM) aktualisierte Übersicht zu Open Source AI in Europe

Auf der internationalen Konferenz MCP 2026 (16.-19.09.2026, Balatonfüred, Ungarn) gehe ich auf diese Zusammenhänge in einem Paper ein.

Open Source AI: Ministral 3B auf dem eigenen Laptop nutzen

Screenshot von meiner Ollama App, die auf Ministral 3B als Open Source Ki-Modell zugreift

In verschiedenen Blogbeiträgen hatten wir aufgezeigt, wie in der Nextcloud mit Hilfe von Local AI Open Source KI-Modelle von Mistral AI genutzt werden können. Siehe dazu beispielhaft Digitale Souveränität: Wie kann ein KI-Modell aus LocalAI in den Nextcloud Assistenten eingebunden werden?

Dazu ist es allerdings empfehlenswert, für Local AI nicht den Server zu nutzen, auf dem Nextcloud läuft. Ein weiterer Server ist allerdings gerade für Kleine und Mittlerer Unternehmen (KMU) ein Aufwand, den viele scheuen. Wie kann es also kostengünstiger gehen?

In der Zwischenzeit gibt es von Mistral AI in der Model-Familie Mistral 3 auch das Modell Ministral 3B (inkl. Vergleichstabellen), das mit seiner Leistungsfähigkeit sogar das Modell Mistral 7B übertrifft, weil Ministral 3B sehr kompakt ist und gerade für die Nutzung auf normalen Laptops entwickelt wurde (Edge Computing).

Wie kann man Ministral 3B auf seinem eigenen Laptop nutzen?

(1) Um das Modell bequem zu nutzen, bietet sich die App Ollama an, die Sie zunächst auf Ihrem Laptop installieren.

(2) Nun laden Sie Ministral 3B auf Ihren Laptop herunter. Wenn Sie Windows 11 installiert haben geht das wie folgt: Tastenkombination Windows-Taste + R drücken, cmd in das Textfeld eingeben und mit Enter bestätigen. Mit dem Befehl ollama run ministral-3:3b wird das Modell (3GB) heruntergeladen.

(3) Das KI-Modell können Sie anschließend direkt in der Ollama-Oberfläche in einem Rollfeld auswählen. In der Abbildung sehen das rechts unten mit einem roten Rechteck hervorgehoben.

(4) In meinem Fall habe ich Ministral 3B eine komplexe Frage zu Open User Innovation aus der Perspektive von Eric von Hippel gestellt, die zügig und gut beantwortet wurde.

Die Nutzung eines Open Source KI-Modells (Open Weight Models) auf dem eigenen Laptop bietet für Freelancer oder Kleinen Unternehmen die Möglichkeit, leistungsfähige KI-Modelle auf Ihrer eigenen Infrastruktur ohne zusätzliche Kosten zu nutzen.

Gleichzeitig ist Ministral 3B ein Modell, dass auf dem Open Source Gedanken beruht, europäische KI- und Datenschutz- Standards beachtet und somit einen wichtigen Schritt in Richtung der eigenen Digitalen Souveränität aufzeigt.

Auf der MCP 2026 (16.-19.09.2026, Balatonfüred, Ungarn) gehe ich auf diese Zusammenhänge in zwei Paper ein:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Digitale Souveränität in Deutschland: Von der Einstellung zur Umsetzung – eine deutliche Kehrtwende in Zahlen

Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich alles ändern kann. Vor mehreren Jahren, als ich auf Konferenzen die Digitale Abhängigkeit von amerikanischen Tech-Konzernen gerade bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz angesprochen hatte, wurde der Hinweis eher belächelt.

In der Zwischenzeit ist in Europa der Gedanke einer Digitalen Souveränität nicht nur als neue Einstellung angekommen, sondern ist in vielen Bereichen schon zu erkennen, dass die Einstellung in Handlungen umgesetzt werden. Das ist nicht eine von mir formulierte Wunschvorstellung, sondern kann in der Zwischenzeit durch aktuelle Zahlen bestätigt werden.

„Digitale Souveränität wandelt sich innerhalb eines Jahres von einer Frage der Einstellung zu einer Frage der Umsetzung. Fast doppelt so viele Unternehmen in Deutschland befinden sich 2026 aktiv in der Einführung europäischer Software-Lösungen: 39,7 Prozent gegenüber 20,4 Prozent im Vorjahr. Der Anteil derer, die einen Wechsel innerhalb der nächsten sechs Monate planen, steigt von 3,9 Prozent auf 20,4 Prozent um über 400 Prozent. Gleichzeitig bricht der Anteil der Entscheider, die keine europäische Software einführen wollen, von 47,7 auf 4,6 Prozent fast komplett ein. Die Zahl der Unentschlossenen sinkt von 17,4 auf 3,9 Prozent. Eine klare Kehrtwende“  MYRA Security GmbH (2026) Unchartered Waters. State of Digital Sovereignty 2026 (PDF).

Siehe dazu auch  Open Street Map: Europäische Open Source KI Modelle in den jeweiligen Landessprachen und Skill shortage: Es fehlen Kompetenzen zu Open Source Software und Open Source Hardware.

Auf der internationalen Konferenz MCP 2026, 16.-19.09.2026, Balatonfüred, Ungarn gehe ich auf diese Zusammenhänge in zwei meiner Paper ein.

SOOFI S: Ein souveränes Open-Source Foundation Model für Deutsch und Englisch

English and German aggregate performance versus decode throughput (Droste, 2026)

In dem Beitrag Open Street Map: Europäische Open Source KI Modelle in den jeweiligen Landessprachen hatte ich verschiedene, in den jeweiligen europäische Landessprachen entwickelten KI-Modelle in einer Map positioniert, inkl. der jeweiligen Links.

Ein Sonderfall stellt SOOFI (Sovereign Open Source Foundation Models) dar. Hier geht es zwar auch um den Open Source Ansatz, doch speziell für die Industrie. Weiterhin liegt der Schwerpunkt auf den Sprachen Englisch und Deutsch.

Da wir in Deutschland stark industriell-technologisch ausgerichtete Branchen haben, stößt diese Entwicklung auf reges Interesse. Von dem SOOFI-Team wurde von Anfang an kommuniziert, dass es einen Vprab-Test des Modells in der Industrie geben wird, und die Community Verbesserungen vorschlagen kann – genau das ist passiert. Das Erkennen von Schwachstellen durch die Community ist also keine Schwäche des Modells, sondern eine Stärke des Open Source Ansatzes.

Eine Veröffentlichung des SOOFI-Teams aus dem Juli 2026 zeigt die aktuelle Performance des Modells im Vergleich mit anderen Open Source Modellen (Abbildung). Für mich interessant ist, dass sich diese Modelle zu 90% in der von mir erstellen MAP wiederfinden.

https://umap.openstreetmap.de/de/map/open-source-ai-in-europe_148154#4/41.141631/-1.134656

Das SOOFI-Modell ist (1) offen, (2) fokussiert auf die deutsche Sprache im industriellen Kontext, und (3) wirtschaftlich. Alle drei Faktoren machen SOOFI für deutsche Unternehmen aus der Industrie so wertvoll.

„Soofi S 30B-A3B addresses all three at once: It is a Mixture-of-Experts (MoE) hybrid Mamba Transformer trained to excel in both German and English and will be released radically open: not weights alone, but the full set of artifacts required to audit every stage of training and, where source licenses permit, rebuild the data mixture, in the spirit of recent fully open efforts“

Source: Droste et al. (2026) A Sovereign, Open-Source Foundation Model for German and English. Available from https://arxiv.org/abs/2607.09424 [Accessed 03.08.2026].

Auf der internationalen Konferenz MCP 2026 (16.-19.09.2026, Balatonfüred, Ungarn) gehe ich auf diese Zusammenhänge in zwei meiner Paper ein.