Es ist nicht einfach, Open Innovation im Unternehmen zu etablieren: Daimler hat in einem Pilotprojekt IT@Daimler: Open Innovation Network gute Erfahrungen gemacht und seine Vorgehensweise in dem Video dargestellt. Mir gefällt das Video, weil es zeigt, dass jede Organisation seinen eigenen Weg für die Umsetzung von Open Innovation finden sollte. Auch KMU können hier Anregungen finden. Informieren Sie sich weiter un nutzen Sie die Potenziale von Open Innovation.
Kann Open Innovation für Universitäten genutzt werden?
Offene Innovationsprozesse sind nicht nur ein Privileg für Unternehmen, sondern können auch Universitäten helfen, aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu meistern. Die Universität Kassel ist in einem von der EU geförderten Forschungsprojekt (8,4 Mio. Euro) beteiligt: Open Innovation für Universitäten nutzbar machen. Es zeigt sich an diesem Beispiel, dass auch der Bildungssektor von Open Innovation profitieren kann. Auf die Ergebnisse des Projekts bin ich jetzt schon gespannt.
Aufruf zur Teilnahme an einer Befragung zu Crowdsourcing
An der Befragung habe ich teilgenommen. Unterstützen Sie auch die Studenten des Lehrstuhls:
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen unserer Masterarbeit am Lehrstuhl für Direct Marketing der Universität Bayreuth führen wir eine empirische Untersuchung zum Thema „Crowdsourcing“ durch. Zielgruppe sind dabei Marketinginteressierte und internetaffine Menschen. Daher wenden wir uns auch an Sie. Je mehr Interessierte an unserer Studie teilnehmen und ihre Meinung äußern, desto aussagekräftiger werden unsere Daten. Daher bitten wir Sie darum, den Link zu unserem Online-Fragebogen auf Ihrer Ihrem Blog oder in Ihrem Facebookauftritt zu veröffentlichen.
http://meineumfrage.com/crowdsourcing/index.php
Die Teilnahme an unserer Befragung dauert ca. 10 Minuten. Selbstverständlich sind alle Angaben anonym und werden streng vertraulich behandelt. Eine Zuordnung der Personen ist durch die separate Speicherung der Daten nicht möglich. Es findet keine personenbezogene Auswertung statt.Alle Teilnehmenden können am Ende des Fragebogens an einer Verlosung von Amazon-Gutscheinen teilnehmen.
Wir bedanken uns vielmals für Ihre Teilnahme und Unterstützung. Für weitere Informationen und Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Liberda und Felicitas Sternke
E-Mail für Rückfragen:
Michael Liberda: michael.liberda@stmail.uni-bayreuth.de
Felicitas Sternke: felicitas.sternke@stmail.uni-bayreuth.de
Open Government und Open Innovation in den USA
Die USA sind aktuell wegen des Schuldenstandes des Landes in der Presse, wodurch interessante Entwicklungen ein wenig untergehen, obwohl sie durchaus beachtenswert sind. Das Memorandum Winning the Future through Open Innovation a Progress Report on Our Open Government Initiative (Juni 2011) stellt zum Beispiel den Zusammenhang zwischen einer offeneren staatlichen Verwaltung und Open Innovation her. Dabei werden u.a. auch Beispiele genannt, die zeigen, wie staatliche Organisationen von Open Innovation profitieren können. Siehe dazu auch Amarican Competiveness – an Open Innovation perspective (Henry Chesbrough, 27.07.2011).
Studie zu Open Innovation im Mittelstand zeigt deutlich Weiterbildungsbedarf auf
Der Artikel KMU zurückhaltend bei Open Innovation. Forschungsprojekt zeigt Weiterbildungsbedarf hebt hervor, dass KMU zwar Web 2.0 – Technologien nutzen (wollen), einem offenen Innovationsprozess (Open Innovation) allerdings kritisch gegenüberstehen. Doch: „Das Motto im Zeitalter des Mitmach-Web laute auch für Unternehmen ´Nur wer mitmacht, gewinnt´, so Prof. Salmen abschließend“. Es reicht somit nicht aus, das eine zu wollen (Web 2.0) und das andere zu lassen (Open Innovation), denn die Nutzung von neuen technischen Möglichkeiten wird auch den Innovationsprozess beeinflussen. Große Unternehmen zeigen deutlich auf, wie Open Innovation genutzt werden kann. KMU werden sich dieser Entwicklung auf Dauer nicht entziehen können. Es ist Zeit, sich rechtzeitig darauf einzustellen: Weiterbildung zu Open Innovation kann hier der erste Schritt sein.
Wie kann Open Innovation von Kliniken genutzt werden?
Der Artikel Open Innovation comes to Cleveland Clinic with $30K microsensor challenge vom 12.07.2011 zeigt deutlich auf, wie Kliniken Open Innovation nutzen können. Immerhin ist es der Klinik $30.000 wert, eine Problemlösung zu erhalten. Übertragen auf das gesamte Gesundheitswesen, kann Open Innovation dazu beiträgen, komplexe Probleme zu lösen, Kosten zu minimieren und die Qualität zu verbessern. Damit meine ich ausdrücklich nicht, ausschließlich die Gewinne der beteiligten Organisationen zu steigern, sondern für ein besseres Leben der Bedürftigen zu sorgen … Siehe dazu auch Mass Customization and Personalization im Gesundheitswesen.
Savitskaya, I. (2009): Towards Open Innovation in Regional Innovation System: The Case St. Petersburg
Der Research Report 214 Savitskaya, I. (2009): Towards Open Innovation in Regional Innovation System: The Case St. Petersburg zeigt deutlich auf, dass Open Innovation nicht nur in den USA, Asien und Westeuropa ein Thema ist. Auch in Russland befassen sich die Forscher mit den Entwicklungen zu Open Innovation, dabei kommt ihnen auch die Nähe zu Finnland zu Gute. Gerade Finnland ist hier sehr aktiv. Nicht umsonst fand die letzte Weltkonferenz MCPC 2009 in Helsinki statt. Abstract:
Innovation has become a key to sustainable growth and economic development. Its importance is recognised not only at a single company level, but also at the region and country level. Open innovation as an empowering model for knowledge economy has changed the approach to innovation management. Apparently, as Russia is in transition towards innovation based economy, its companies could not escape opening up their innovation process according to western patterns.
This research explores the value added by open innovation embracement in the region to the linkages of triple-helix model within innovation system. The research framework for regional open innovation system is developed in the study taking into account open innovation implementation practices and the centralised model for it is offered. Open innovation is viewed as an empowering mechanism for development of open innovation system.
The study is a qualitative case study. The findings of the study explain open
innovation implementation in the region in interconnection to local innovation system and its special features. The research framework developed in the study can be utilised further on for analogous research of ROISs in Russia and other countries, as well as for cross-systems comparisons.
Auch die von mir initiierte Konferenzreihe MCP-CE (Mass Customization, Personalization and Open Innovation in Central Europe), die im kommenden Jahr zum fünften Mal stattfinden wird, konnte ich in den letzten Jahren sehen, wie das Interesse an Open Innovation in Osteuropa stetig gewachsen ist. Siehe dazu auch MCPC 2011 oder Konferenzen.
RKW-Podcast 04/2011 zu „Open Innovation in der Praxis“
Brauchen wir institutionelle Innovationen um unsere Wirtschaftsweise zu transformieren?
„Um unsere Wirtschaftsweise zu transformieren brauchen wir institutionelle Innovationen“ (Maja Göpel, Direktorin für Zukunftsgerechtigkeit beim World Future Council In: Die Zeit vom 22.06.2011, S. 35). Zunächst habe ich diesem Satz zugestimmt, doch er unterstellt, dass die Institutionen Einfluss nehmen können auf die Art und Weise, wie wir wirtschaften. Dieser Ordnungsgedanke von Institutionen entstammt einem System der Grenzziehung zwischen Staat und Wirtschaft, Arbeiten und Freizeit, Nationalstaat und „Rest der Welt“ usw. Solche Dichotomien sind in einer entgrenzten Welt nicht mehr zeitgemäß. Die Änderungsgeschwindigkeit (Lerngeschwindigkeit?) der Institutionen mit ihrem Beharrungsvermögen und veralteten Deutungsmustern steht dabei auch sozialen Veränderungen (Sozialen Innovationen) im Wege, wodurch es zu „Friktionen“ in allen Lebensbereichen kommt (Rechtssystem, Bildungssystem, Wirtschaftssystem, Bankensystem…). Aktuell hechelt die Politik mit ihren schwerfälligen Institutionen der Realität hinterher. Die Menschen wenden sich von dieser traditionellen Politik ab und organisieren sich selbst – über Grenzen hinweg. Diese Selbstorganisation basiert auf der Vernetzung Einzelner und kann dazu führen, unsere Wirtschaftsweise zu verändern. Beispiele sind schon in vielen Bereichen zu finden: Open Source, Open Innovation oder auch Open Democracy. Eine Veränderung der Wirtschftsweise durch Bottom-Up-Initiativen kann also eine Alternative sein. In vielen nordafrikanischen Staaten sieht man schon, wie sich die Bürger eines Landes vernetzen und die etablierten Institutionen zu Veränderungen bewegen.Doch: Afrika ist ja weit weg, oder?
RKW Magazin 2/2011: Innovation im Mittelstand
Das RKW Magazin: Innovation Mittelstand (pdf, 5MB; Herausgeber: RKW Kompetenzzentrum) zeigt anhand von Beispielen auf, wie unterschiedlich der Zugang zum Thema Innovation im Mittelstand sein kann. Es gibt eben nicht die Vorgehensweise, sondern vielfältige Dimensionen, kreative Ideen in markttaugliche Innovationen zu überführen (Vielfalt als Chance). Das gelungene RKW Magazin verbreitet keine Angst vor Veränderungen durch Innovationen (wie es in manchen Artikeln der Tagespresse zu lesen ist), sondern macht Lust auf Kreativität, Innovation und eine bessere, nachhaltigere Zukunft. Weiterhin können Sie sich auch noch den Beitrag Open innovation in der Praxis als Audio Podcast anhören – toll:
Eine allgegenwärtige und lebendige Innovationskultur ist eine entscheidende Voraussetzung, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Deshalb dreht sich im aktuellen RKW Magazin alles rund um das Thema „Innovation“.
