Künstliche Intelligenz: Von Output über Outcome zu Impact

Wirkungstreppe bei Not-for-Profit-Projekten (PHINEO 2021)

Die Abbildung zeigt zwar die Wirkungstreppe bei Not-for-Profit-Projekten, doch möchte ich daran verschiedene Aspekte der heutigen KI-Diskussion aufzeigen. Wie zu erkennen ist, geht es bei der Entwicklung und Anwendung der verschiedenen KI-Modelle meistens darum, dass sich Künstliche Intelligenz rechnet – die Kosten also niedriger sind als der Nutzen. In den Anfängen der KI-Nutzung sind dazu sehr viele Beispiel veröffentlicht worden die zeigen, wie wirtschaftliche der KI-Einsatz sein kann. In der Zwischenzeit wird allerdings immer öfter auch darüber diskutiert, welche immensen Kosten entstehen können. Siehe dazu auch Wirtschaftlichkeit von KI-Agenten: Warum kommt es bei den Token-Kosten oft zu regelrechten Abrechnungsschocks? Diese Zusammenhänge gehören in die Kategorie Output oder Outcome.

Entscheidender für mich ist allerdings die Frage: Welchen Impact generiert Künstliche Intelligenz? Die großen US amerikanischen Tech-Konzerne wollen die Gesellschaft nach ihren wirtschaftlichen Vorstellungen ändern. Chinesische Modelle wollen das auch, doch haben diese einen anderen, eher politischen Ansatz. Siehe dazu Digitale Souveränität: Europa, USA und China im Vergleich.

Wenn es um Künstliche Intelligenz geht, sollten wir uns zunächst die Frage nach dem Impact stellen, da die KI-Modelle gravierende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben. Es sollte nicht so sein, dass KI-Unternehmen unsere Daten für ihre Geschäfte nutzen und auch noch bestimmen, welche Werte in der Gesellschaft vertreten werden sollen.

In Europa wird nach und nach erkannt, dass es Zeit ist, europäische Werte als Rahmen für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz zu setzen. Solche Grenzen werden die Tech-Konzerne nicht akzeptieren. Sie werden politischen Druck und ihre Lobbyarbeit nutzen, diesen europäischen Ansatz zu verwässern. Ich hoffe, dass die Europäische Union den eingeschlagenen Weg der sinnvollen Regulierung von Künstlicher Intelligenz weitergeht – zum Wohle der Menschen. Siehe dazu auch SuperEurope: The Unexpected Hero of the 21st Century.

Wirkungstreppe bei Not-for-Profit-Projekten: Output, Outcome und Impact

Quelle: PHINEO (2021)

Die Europäische Kommission hat 2021 den PM² Project Management Methodology Guide veröffentlicht, in dem auf der Seite 13 die Begriffe Output, Outcome und Benefit unterschieden und erläutert werden. Siehe dazu Worin unterscheiden sich Output – Outcome – Benefit bei Projekten?

Eine ähnliche Unterscheidung gibt es auch für Not-for-Profit-Projekte, die allerdings auch oft eine stärkere gesellschaftliche Veränderung anstreben. Die Wirkungstreppe (Abbildung) zeigt, was zum OUTPUT, was zum OUTCOME und was zum IMPACT gehört. Dabei beginnt eine Wirkung ab der Stufe 4.

OUTPUT
(1) Aktivitäten finden wie geplant statt
(2) Zielgruppen werden erreicht
(3) Zielgruppen akzeptieren Angebote

OUTCOME
(4) Zielgruppen verändern Bewusstsein, bzw. Fähigkeiten
(5) Zielgruppen verändern ihr handeln
(6) Lebenslage der Zielgruppen ändert sich

IMPACT
(7) Gesellschaft ändert sich

Diese Stufen der Wirkungstreppe sind speziell für Not-for-Profit-Projekte ausgelegt, doch wäre es gut, wenn eher betriebswirtschaftlich ausgerichtete Organisationen ihre Projekte auch auf ihre gesellschaftlichen Wirkungen hin untersuchen würden. Siehe dazu auch

Not for Profit – Projekte sind anders

Die etwas andere Perspektive der Politik auf Projekte

Gegenüberstellung: Öffentliche Verwaltung und Erfolgsfaktoren von Projekten

Projekte in der kommunalen Verwaltung: Fachkräfte und das leidige Thema “Faxgeräte”

Stärkere Projektorientierung um den Ineffizienzkreislauf bei öffentlichen Verwaltungen zu durchbrechen

Solche Zusammenhänge thematisieren wir auch in den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen, Projektmanager/in (IHK) und Projektmanager/in Agil (IHK), die wir an verschiedenen Standorten anbieten. Weitere Informationen zu den Lehrgängen und zu Terminen finden Sie auf unserer Lernplattform.

Worin unterscheiden sich Output – Outcome – Benefit bei Projekten?

Quelle: Eurpean Commission (2021:13): PM² Project Management Methodology Guide 3.0.1

Ein Projekt soll ein Ziel – oder besser gesagt – mehrere Ziele erreichen. Dabei kommen immer wieder die Begriffe „Output“, „Outcome“ und „Benefit“ vor. Es ist für Projektverantwortliche wichtig zu verstehen, welche Bezüge und welche Unterschiede es zwischen den Begriffen gibt. In dem European Commission (2021): PM² Project Management Methodology Guide 3.0.1 findet man dazu einige hilfreiche Hinweise (S. 6):

• Project outputs (deliverables) are products/services, which introduce something new (a change).
• The change results in an outcome.
• The benefits are the measurable improvements resulting from this outcome.

Dabei wird auch angemerkt, dass bei EU-Projekten oft auch für „Benefit“ der Begriff „Impact“ verwendet wird, was die ganze Sache nicht wirklich vereinfacht. Weiterhin gibt es noch ein Beispiel, das sich bei den drei oben genannten Begriffen auf die Anwendung des PM² Guides 3.0.1 selbst bezieht.

Project
Output
Adoption of the PM² Methodology within an organisation.
Project Outcome• Increased project quality.
• Improved visibility of project objectives, status and forecasts.
• Capability to have better control over contractor work and deliverables.
Project
Benefit
• Project cost overruns decreased by 30%.
• Productivity increased by 30%.
ebd. S. 6

In den von uns entwickelten Blended Learning Lehrgängen Projektmanager/in (IHK) und Projektmanagerin Agil (IHK) gehen wir auf diese Zusammenhänge ein. Informationen zu den Lehrgängen und zu Terminen finden Sie auf unserer Lernplattform.