
Wenn es um Open Source geht, denken wir meistens an Open Source Software (OSS), die in vielen Anwendungen zu finden sind – auch in der Robotik. Es leuchtet ein, dass gerade Open Source AI (Open Source Künstliche Intelligenz) auch für die komplexen Steuerungen von kleinen und größeren Robotern verwendet wird.
Parallel dazu gibt es eine Entwicklung, die gar nicht so im Fokus zu stehen scheint. Es ist der weltweite Trend, auch Open Source Hardware zu entwickeln. Die Open Source Hardware Association (OSHWA) hat dazu aktuell 3.369 Projekte zertifiziert (Abbildung). Was versteht die Non-Profit Organisation unter Open Source Hardware?
„Open source hardware is hardware whose design is made publicly available so that anyone can study, modify, distribute, make, and sell the design or hardware based on that design. The hardware’s source, the design from which it is made, is available in the preferred format for making modifications to it“ (OSHWA).
Dieses Verfügbarmachen von Hardware für alle ist eine Grundidee von offenen Systemen, in denen man sich einbringen kann, deren Ergebnisse man auch einfach nur nutzen kann. Es ist erstaunlich wie viele Menschen sich dafür engagieren, und in diesem Sinne auch sozial handeln.
Natürlich gibt es nicht nur die OSHWA, sondern noch weitere Organisationen, die Open Source Hardware fördern.
„However, with the rise of open source chip design initiatives such as the OpenHW Foundation, the FOSSi Foundation lowRISC, the Chips Alliance, the Beijing Institute of Open Source Chip, or the PULP Platform, new opportunities have emerged to make hardware development more accessible and competitive“ (Wallentowitz and Wohlrab (2026): Open Source and the New Regulations on Hardware, in Eclipse Foundation, 2026).
Zusammen mit den Entwicklungen bei Open Source Software stellen die Aktivitäten bei Open Source Hardware dazu bei, Digitale Souveränität auf mehreren Ebenen zu erreichen. Ich bin gespannt, was die jeweiligen Communities in den kommenden Jahren noch entwickeln werden.

