
In einem interessanten Interview mit dem Portal Politikwissenschaften vom 25.03.2026 hat Prof. Dr. Florian Butollo über KI und die Zukunft der Arbeit gesprochen. Dabei hat er auch darauf hingewiesen, dass durch die permanente technische Optimierung, und die damit verbundenen Effizienzgewinne wieder neue Möglichkeiten für Unternehmen entstehen, und somit damit auch wiederum neue Arbeitsplätze – nur an anderen Stellen. Weiterhin hat Butollo auf ein Buch aufmerksam gemacht, in dem es um Bullshit Jobs geht, die wohl immer noch recht verbreitet sind:
„Der Anthropologe David Graeber hat 2018 in einem Buch eine Flut von Bullshit Jobs diagnostiziert, die er als eine Anstellung definierte, „die so vollkommen sinnlos, unnötig oder gefährlich ist, dass selbst derjenige, der sie ausführt, ihre Existenz nicht rechtfertigen kann, obwohl er sich im Rahmen der Beschäftigungsbedingungen verpflichtet fühlt, so zu tun, als sei dies nicht der Fall“ (Butello, 2026).
Quelle: Graeber, David (2018): Bullshit Jobs. Vom wahren Sinn der Arbeit, Stuttgart: Klett-Cotta, S. 20.
In dem einen Bereich, der ständig unter Druck steht und durch neue technologische Entwicklungen getrieben ist, entsteht schnell Überforderung und Überlastung, doch in anderen Bereichen langweilen sich die Mitarbeiter auch:
„Überlastung und Burn-out sind wichtig, doch es geht nicht nur darum. Gemäß neuer Studien fühlen sich 17 Prozent der Mitarbeiter tendenziell überlastet. Doch satte 43 Prozent fühlen sich von ihrer Arbeit sogar unterfordert. Sie langweilen sich“ (Prof. Dr. Florian Becker in dem Interview „Mehr als Mitfühlen“, in: projektmanagementaktuell 4/2023).
Es ist erstaunlich, dass ein Wirtschaftssystem, das in allen Bereichen auf Effizienz getrimmt ist, so eine „Unwucht“ auf dem Arbeitsmarkt ergeben hat.













