MC2007 in Salzburg: Beitrag des österreichischen Fernsehens ORF

mc2007-02.jpgDas österreichische Fernsehen hat einen schönen Bericht über die Tagung und damit über Mass Customization gegeben. Die Statements weisen auf die vielen Möglichkeiten der kundenindividuellen Massenproduktion hin. Obwohl es seit 2001 viele Weltkonferenzen und darüber hinaus nationale Aktivitäten gibt, ist Mass Customization immer noch nicht im Bewusstsein der Manager angekommen. Die Konsequenz: Informierte Kunden sollten solche Produkte und Dienstleistungen einfordern. Informieren Sie sich doch schon einmal mit Hilfe des ORF-Berichts oder den vielen Beispielen zu Mass Customization.

Anruf-Sammel-Taxi fahren – aber wie?

Als langjährige Autofahrerin wollte ich (Jutta Freund) diesmal ein Anruf-Sammel-Taxi (A-S-T) benutzen, um in den nächst größeren Ort zu kommen. Aber außer einer Telefonnummer, wo ich das Taxi bestellen kann, bekomme ich leider kaum weitere nützliche Informationen. Es wäre doch sinnvoll, den Kunden zumindest mit einem Plan von den jeweiligen Haltestellen auszustatten. Wenn ich ein A-S-T nutzen will, muß ich also wissen, wie die Staßen oder Haltepunkte heißen. Schade, denn eigentlich ist so eine Fahrt schon sehr kundenindividuell, weil sie ja quasi nur für mich ausgeführt wird. Mit etwas mehr Service wäre es bestimmt möglich, noch mehr Menschen für diese umweltfreundliche Art des Fahrens zu begeistern.

Nach dem Friseur nicht mehr wiedererkannt …

Gestern hatte ich (Jutta Freund) einen Termin bei meinem Friseur, was immer sehr angenehm ist. Nachdem Strähnchen machen, Haare schneiden und Haarpackungen auftragen erledigt waren, kam die Frage auf, wie die Haare geföhnt werden sollen. Ich entschied mich diesmal für Locken, da mein Haar eigentlich sehr glatt ist. Am Ende sahen die Haare toll aus, hatten mich aber wohl so verändert, daß mich eine gute Freundin “fast” nicht wiedererkannte. Eine lustige Geschichte, die aber wohl mit der nächsten Haarwäsche endet.

PersonalNOVEL

personalnovel.jpgMit Spannung habe ich (Jutta Freund) mir gerade die tolle Internetseite PersonalNOVEL angeschaut. Dort ist es möglich, sein individuell gestaltetes Buch drucken zu lassen. Es gibt vielerlei Möglichkeiten das Buch auszustatten. Nachdem man das gewünschte Buch (Thriller, Abenteuer, Liebesroman usw.) auf der Seite ausgesucht hat, kann die Personalisierung vorgenommen werden, d.H. Namen und Haarfarbe, Augenfarbe der Personen (Hauptrolle und Nebenrollen) kann gewählt werden. Weiterhin ist es möglich, den Umschlag und das Titelbild des Buches selbst zu bestimmen und eine Widmung einzufügen. Aber schauen sie selbst. Ich habe mir noch kein Buch herstellen lassen, aber das nächste Geschenk wird sicher bald gebraucht… Danach werde ich weiter berichten.

Neue Fragen und alte Antworten

Die Financial Times hat den Bereich “Bildung” zu einem Schwerpunktthema gemachte. In meinem Blogbeitrag vom 17.01.2007 hatte ich schon die Frage gestellt, wie die FTD wohl über das Thema “Bildung” berichten wird. Wie schon vermutet: Aus der Perspektive der Wirtschaft und der Wirtschaftlichkeit. Um es noch einmal zu sagen: Ich bin dafür, Universitäten, Schulen usw. so zu organisieren, dass diese wirtschaftlich sind. Allerdings stellt sich die Frage, von welcher “Bildung” sprechen wir und was bedeutet Wirtschaftlichkeit in diesem Zusammenhang? Ist es eine Bildung, die der industriellen Logik unterworfen ist (Kosten-, Leistungsrechnung/Break-Even/Bildungscontrolling usw.), oder ist es eine Bildung, die es den Menschen ermöglichen soll, in einer eher wissensbasierten Gesellschaft zurecht zu kommen? Oftmals werden also neue Fragen gestellt, aber alte Antworten gegeben (Siehe dazu auch Bildung neu Denken). Der heutige Beitrag Campus Corp. von Marion Schmidt in der FTD ist auch wieder ein Beitrag, der eher die “Industrialisierung der Bildung” propagiert. Kein Wort zur Verbesserung individueller und kollektiver Lernprozesse, zu Selbstorganisationsdispositionen der Studenten (Kompetenzentwicklung). Immerhin ist nach Wilke “Lernen der Prozess und Wissen das Ergebnis”. Wollen wir also das Ergebnis verbessern, sollten wir uns den Lernprozess (individuell/kollektiv) ansehen und die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen (Kontext) schaffen. Die Ergebnisse müssen dann allerdings nicht nur durch die Brille industriell geprägter Controller betrachtet, sondern auch mit der Brille einer Wissensbilanz gesehen werden. Ein gutes Beispiel bieten hier unsere österreichischen Nachbarn. Siehe dazu meinen Blogbeitrag vom 27.02.2007 oder Wirtschaft und Bildung.