Am 16.04.2013 habe ich auf Einladung der Hochschule 21 in Buxtehude einen Vortrag zum Thema Innovationsmanagement vor interessierten Unternehmen gehalten. Ziel des Vortrags war es, die verschiedenen Facetten des Themas (Innovationsverständnis, Innovation und Wissen, Umgang mit Komplexität, Closed Innovation, Open Innovation, User Innovation, Additive Manufacturing usw. usw.) aufzuzeigen und aktuelle Beispiele vorzustellen. Es zeigte sich in den anschließenden Gesprächen, dass die Themen auf deutliches Interesse gestoßen sind und sich das eine oder andere Unternehmen intensiver damit befassen will. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei Prof. Panten von der Hochschule 21 für die Einladung bedanken. Sollten Sie auch an einem Vortrag interessiert sein, so sprechen Sie mich bitte an.
Ein Video zu Crowdsourcing und Co-Creation, das die Zusammenhänge richtig gut erläutert
Das Innovation Management Game von Innovation Dutch
Dass Fallstudien und Simulationen zur modernen Aus- und Weiterbildung gehören, hat sich allgemein durchgesetzt. In den letzten Jahren kommen – getrieben durch neue technologische Möglichkeiten – immer mehr interaktive und spielerische Elemente hinzu: Serious Games sind dabei als Trend unübersehbar. Das Innovation Management Game von Innovation Dutch reiht sich hier in diese Entwicklung ein. Interessant finde ich hier, dass auch neuere Ansätze wie Crowdsourcing, Open Innovation, Co-Creation integriert sind. Das Innovation Management Game hat allerdings als Zielgruppe eher Universitäten und große Unternehmen im Fokus.
Abschlussbericht des Arbeitskreises Industrie 4.0 vom April 2013
Der Abschlussbericht acatech (Hrsg.) (2013): Umsetzungsempfehlungen für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 (Veröffentlicht im April 2013) enthält u.a. auf Seite 5 folgenden Hinweis: „Das Potenzial von Industrie 4.0 ist immens: Die Smart Factory kann individuelle Kundenwünsche berücksichtigen und selbst Einzelstücke rentabel produzieren. In Industrie 4.0 sind Geschäfts- und Engineering- Prozesse dynamisch gestaltet, das heißt, die Produktion kann kurzfristig verändert werden und flexibel auf Störungen und Ausfälle, zum Beispiel von Zulieferern, reagieren. Die Produktion ist durchgängig transparent und ermöglicht optimale Entscheidungen. Durch Industrie 4.0 entstehen neue Formen von Wertschöpfung und neuartige Geschäftsmodelle. Gerade für Start-ups und kleine Unternehmen bietet sich hier die Chance, nachgelagerte Dienstleistungen zu entwickeln und anzubieten.“ Das ist ein eindeutiger Hinweis auf Mass Customization, bz. Open Innovation und User Innovation. Darüber hinaus wimmelt es in dem Bericht von Begriffen wie „smart“, „selbstorganisiert“, „vernetzt“ und „intelligent“. Warum neuere Entwicklungen immer auch gleich eine x-te industrielle Revolution darstellen sollen, erschließt sich mir nicht ganz. Siehe dazu auch Schon wieder eine industrielle Revolution?, Intelligente Organisation, Fabbers, OpenRC Projekt oder auch Ponoko.
OpenRC Project: Immer komplexere Möglichkeiten mit 3D-Drucker (zum Herunterladen)
Das OpenRC Projekt aus Schweden zeigt, welche Möglichkeiten heute schon bestehen, komplexe Produkte herzustellen. Die jeweiligen Dateien sind frei verfügbar und können von jedem, der daran interessiert ist, heruntergeladen werden. Sie können damit dann auch individuelle Spezifikationen erstellen… Beim Betrachten des Videos vom 06.04.2013 fällt auch auf, wie belastbar doch die einzelnen Teile sind. Immerhin rast das Gefährt nicht nur über die Straße, sondern auch über Schneehaufen… Siehe dazu auch den Bericht auf Techcrunch vom 07.04.2013.
Indiegogo: Die Crowdfunding-Plattform auf Deutsch (Beta)
Die weltweite Finanzierungsplattform ist jetzt auch auf deutsch verfügbar (Beta). Es ist beachtlich zu sehen, wie sich die Finanzierung von Ideen im Netz (Crowdfunding) immer stärker durchsetzt. Natürlich ist das Volumen im Vergleich zu klassischen Finanzierungen (Förderprogramme, Venture Capital usw.) noch gering, doch die weltweiten Aktivitäten zeigen, dass diese Bottom-Up-Finanzierung stark angenommen wird. Ich bin gespannt, wie sich diese Plattform (und andere) in Deutschland mittel- und langfristig entwickeln werden. Siehe dazu auch 2012: Das Jahr in dem Crowdfunding durchstartete, Freund, R. (2010): How to Overcome the Barriers between Economy and Sociology with Open Innovation, Open Evaluation and Crowdfunding?
Innovationsmanager (IHK): Was sagen Teilnehmer?
Neben dem Blended Learning Lehrgang Projektmanager (IHK) gibt es in der Zwischenzeit auch den Innovationsmanager (IHK). Dieser Lehrgang orientiert sich im methodisch-didaktischen Aufbau an dem bisher erfolgreich etablierten Format. Inhaltlich werden natürlich die verschiedenen Dimensionen von Innovation angesprochen – darunter auch neue Aspekte wie Open Innovation. Es freut mich daher, wenn ein Teilnehmer seine persönlichen Eindrücke von dem Lehrgang in seinem Blog veröffentlicht: Innovationsmanager (IHK) – Eine Retrospektive. Siehe dazu auch Lernplattform.
Das Innovationsverständnis ändert sich, und damit auch der Umgang mit Innovation (Innovationsmanagement)
Das Projekt INFU hat sich mit dem veränderten Innovationsverständnis auseinander gesetzt, und die Erkenntnisse im INFU Report 2012 zusammengefasst: „However, today innovation is seen as something that can happen anywhere by anyone at anytime. Emerging innovation models such as open innovation, user innovation, or community innovation describe this development stressing that innovation is increasingly perceived as an open, distributed, and networked phenomenon. Accordingly, innovation is not primarily driven by entrepreneurial firms. More often than not, innovations are developed within a network of customers, universities, citizens and public organizations. New paths and arrangements for developing and adopting new products, services, and solutions are driven by new technologies, the willingness of customers and citizens to contribute to innovations against a backdrop of global economic competition and rising educational backgrounds“ (INFU-Report 2012:85).
Open Innovation House in Helsinki eröffnet
Am 13.03.2013 wurde das Open Innovation House an der Aalto Universität in Helsinki eröffnet.“Open Innovation House embraces the ideas driving Aalto University. It is a co-creational platform enabling social interaction and exchange of ideas” (Tuula Teeri, President of Aalto University). Es ist interessant zu sehen, dass Open Innovation Unternehmen dazu bringt, sich noch stärker mit Universitäten und anderen Partnern zu vernetzen – nicht nur über Soziale Netzwerke. Der persönliche Kontakt ist bei Open Innovation besonders wertvoll, da hier implizites Wissen in der direkten Interaktion erschlossen wird. Auf der anderen Seite gibt es auch immer mehr User, die sich ohne Unternehmen treffen, um innovativ zu sein: User Innovation. Siehe dazu auch Open Innovation, oder doch besser Innovation Openness?, User Innovation ist irgendwie anders, Wie kann eine Organisation auf User innovation ausgerichtet sein werden?, Lead User Projekte planen und durchführen.
Was ist Netnograghy?
In dem Artikel Bartl, M. (2007): Netnography: Einblick in die Welt der Kunden (Planung & Analyse, 5/2007, S. 83 ff.) weist der Autor auf die Ursprünge des Begriffs hin: „(…) von dem Marketingprofessor Robert Kozinets geprägte Kunstwort `Netnography` fusioniert die beiden Begriffe Internet und Ethnography.“ In der Zwischenzeit gibt es einen systematischen Prozess zur Umsetzung im Unternehmen: Netnography Insight. Sie finden auf der Seite darüber hinaus Fallstudien und weitergehende Literaturhinweise. Siehe dazu auch Kozinets, Robert V. (2002), “The Field Behind the Screen: Using Netnography for Marketing Research in Online Communities,” Journal of Marketing Research, 39 (February), 61-72.
