Reduktionismus: Die Vereinfachung komplexer Sachverhalte ist unangemessen

Briggs/Peat (1999:25) führen dazu aus: „Im wesentlichen ist der Reduktionismus die Natursicht eines Uhrmachers. Eine Uhr lässt sich auseinander nehmen und in ihre Bestandteile wie Zahnräder, Hebelchen, Federn und Triebwerk zerlegen. Sie lässt sich aus diesen Teilen auch wieder zusammensetzen. Der Reduktionismus stellt sich auch die Natur als etwas vor, was sich zusammensetzen und auseinander nehmen lässt. Reduktionisten glauben, dass auch die komplexesten Systeme aus atomaren und subatomaren Entsprechungen von Federn, Zahnrädchen und Hebeln bestehen, die die Natur auf unendlich vielfältige, geniale Art kombinierte.“ Die vereinfachende Zurückführung komplexer Sachverhalte auf einefache Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge, (sowie deren Messbarkeit) ist in einem turbulenten Umfeld nicht mehr angemessen, denn es kommt in komplexen Systemen auch zu emergenten Phänomenen. Siehe dazu u.a. das Beispiel einer Fussballmannschaft, die Intellektualistische Legende oder Baumgartner 1973.

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2 Gedanken zu „Reduktionismus: Die Vereinfachung komplexer Sachverhalte ist unangemessen

  1. Gerd Zimmermann

    Lieber Dr. Freund

    wenn man nun mal herausfinden finden würde, was es mit dem Leben dem Universum und den ganzen Rest auf sich hat, könnt man Materie verstehen ohne Sie zu zertrümmern. Man würde feststellen, dass eine Schwerkraft vom Zentrum ausgehend nicht ins Zentrum wirken kann, man könnte erkennen warum der Mond täglich einmal erscheint , Ebbe und Flut aber zweimal.
    Jeder interessierte Bube findet das heute im Internet beschrieben.

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