Glöckner et al. (2026): Künstliche Intelligenz als soziotechnisches System

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Wenn es um Künstliche Intelligenz geht, wird meistens über die technologischen Möglichkeiten gesprochen und geschrieben. Es geht um Leistungsvergleiche zwischen KI-Modellen, um KI-Agenten zu anhand von Tals verglichen werden, oder um Tokens, die dabei verbraucht werde – um nur einige wenige Aspekte zu nennen.

Auf der anderen Sie geht es immer mehr Leuten auch darum zu analysieren, welchen Einfluss Künstliche Intelligenz auf die Gesellschaft, also auf soziale Systeme hat. Es geht um Regulierungen, Recht, Moral, Ethik usw.

In dem Beitrag Künstliche Intelligenz ist untrennbar in die Gesellschaft eingebettet – oder umgekehrt? habe die Wechselwirkungen der zwei Pole thematisiert. Zwischen den beiden Dimensionen gibt es – wie immer – ein Kontinuum an Möglichkeiten der Gestaltung. Dabei geht es also nicht alleine um die Gestaltung der Technologie, sondern gleichzeitig auch um die Gestaltung des sozialen Raums, in dem KI eingebettet ist.

Es liegt daher auf der Hand, in die Gesellschaft eingebettete Künstliche Intelligenz als soziotechnisches System zu betrachten. Genau das haben Glöckner et al. in einem frei verfügbaren Paper gemacht.

„Der vorliegende Beitrag betrachtet Künstliche Intelligenz (KI) als ein soziotechnisches System, das verschiedene Auswirkungen auf soziale Interaktionen und die Gesellschaft als Ganzes hat. Auf Basis aktueller empirischer Befunde werden verschiedene mögliche Auswirkungen von KI in den Bereichen (1) soziale Wahrnehmung, (2) soziales Urteilen und Entscheiden sowie (3) Gruppenprozesse, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Macht diskutiert.“
A. Glöckner et al., “Künstliche Intelligenz als soziotechnisches System: Eine Perspektive der Fachgruppe Sozialpsychologie,” Psychologische Rundschau, vol. 77, no. 4, pp. 216–224, Oct. 2026, doi: 10.1026/0033-3042/a000780.

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